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Google - verletzen die Häuserfotos bei Street View die Privatsphäre?

Der Streit über das neue Google-Angebot Street View wird in Deutschland intensiv geführt. Verletzen nun die Fotos der Häuserfassaden im Internet die Privatsphäre der Bewohner?
  1. #600

    Nutzen?

    Ich habe immer noch nicht verstanden welchen Nutzen SV hat.

    Oder anders gefragt, welchen Nutzen hat Person XYZ sich den Straßenzug einer reinen Wohnsiedlung anzuschauen.

    In einer Innenstadt mit aktuellen und historischen Gebäuden mag das Ganze ja noch einen Sinn haben.
  2. #601

    Big Brother oder nur technischer Fortschritt?

    Auf Google zu schimpfen, ist wohlfeil, gerade bei uns. Amerikanische Konzerne haben ein schlechtes Image, da sorgen schon die Altlinken dafür. Doch jeder Tourist darf in unseren Städten knipsen, was und so viel er will. Auch Berufsfotografen sind kaum eingeschränkt. Unsere Häuser können so also schnell Teil von Reiseführern oder Internetseiten werden. Es gilt die "Panoramafreiheit". Google geht nun einen Schritt weiter und will alle Straßen und Plätze erfassen, nicht wie bisher nur eine Auswahl. Warum aber nicht? Offensichtlich fürchten wir uns vor der zentralen Fülle, während uns das frühere kleinteilige Erfassen egal war. Neue Medien wecken Ängste, keine Frage. Ich persönlich verstehe aber nicht ganz, warum etwas Selbstverständliches wie das Fotografieren unserer Städte zur Gefahr werden soll, nur weil die Bilder auf einem neuen Medium Platz finden?
  3. #602

    Titel:

    Zitat von gloton7 Beitrag anzeigen
    An der Umfrage kann man den Intelligenzquotienten Deutschlands ablesen: 3% sind intelligent und engagiert. Der Rest echauffiert sich und schwafelt über "Maul aufreissen" usw.
    Also guter Tipp: Sich weiter verblöden lassen und am besten Dauerfernsehen.
    Nur nicht einmal Bilderberg bei Youtube eingeben - das würde Euch Eure Rosawelt durcheinanderbringen.
    Ich bezweifle, dass sich da ein Zusammenhang erkennen lässt (Pixel - Intelligenz). Ich frage mich, warum der Hahn, der bei SV zu erst gekräht hat, bei google-earth so unauffällig war.

    meine theorie ist folgende:
    durch die piraten-partei und diverse diskussionen um den datenschutz (internet-zensur) sind die halb-aufgeklärten bürger (sehr gefährlich) sensibilisiert. zumindest glauben sie, dass sie nun aufgeklärt sind. wenn nun die leicht zugänglichen medien auch nur ein thema aufgreifen, sind diese bildungsbürger gleich feuer und flamme und glauben aktiv werden zu müssen.
    diese kurzssichtigkeit provoziert mich extrem. wie kann man nur einen so engen horizont haben? im gegensatz zu vielen, vielen anderen wichtigen themen (ACTA,...), gibt es hier kaum spielraum für verschwörungstheorien.

    also lassen sie gefälligst diesen blödsinn, von wegen 3% verweigerer = geistige elite. und faktische argumente dagegen gibt es hier im forum genügend, die schreib ich jetzt nicht auf.

    grüße
  4. #603

    Kann mir

    mal irgendwer erklären, was in diesem Zusammenhang unter "ausspionieren" verstanden werden kann? Ich wohnte in der Schweiz, wo SV ja schon großflächig verfügbar ist, und man kann meine alte Wohnung bei SV sehen. Der einzige Hinweis darauf, dass ich zum Aufnahmezeitpunkt dort gewohnt habe, ist mein Fahrrad vor der Haustür. Es kann doch niemand erkennen, wann ich zuhause bin, was ich tue oder ob ich den Abwasch gemacht habe. Solang keine live-Bilder übertragen werden, sehe ich kein Problem, wenn man Bilder im Internet ansehen kann, die nur so viel zeigen, wie auch jeder mehr oder zufällig vorbeifahrende sehen kann. Auch nicht, wenn jemand meine Adresse kennt und damit, wenn er wirklich interessiert ist, damit auch persönlich vorbeikommen könnte.
  5. #604

    Ein großes Fragezeichen

    Diese deutsche Borniertheit bleibt ein ewiges Mysterium!!!
    Da soll noch einer mal von liberal-demokratischer Gesellschaft sprechen...
    In den USA, in England und im fernen Osten ist es kein Problem, die Leute freuen sich und NUTZEN GoogleStreetview...
    Nur bei uns gibt es wieder eigentwelche 9/11-Theoretiker, die den festen Überzeugung, dass ihre persönliche Freiheit auf dem Spiel steht...Google wird als nächstes Blackwater kaufen und zum "richtigen" Global Player aufsteigen!
    Lichturbanes Deutschland!
  6. #605

    Jeden Tag Street View

    In jeder Dokumentation, jeder Nachrichtensendung, jeder Reportage werden Häuser, Menschen, Autos (sogar mit lesbarem Nummernschild) gezeigt. All diese Subjekte und Objekte bewegen sich im öffentlichen Raum. Ich habe bisher noch nie davon gehört, dass jemand eine Nachrichtensendung verbieten wollte, weil im Hintergrund das Wohnzimmerfenster, der nicht gemähte Rasen zu sehen oder Mann/Frau selber durchs Bild gehuscht ist.

    Hnderttausende Webcams auf aller Welt liefern sekundengenaue Bilder von Stränden, Staßen, Häusern, Menschen. Earth TV zeigt uns Liveaufnahmen aus aller Welt, Auf PhotoSharing Programmen im Internet werden mittlerweile Milliarden von Fotos gezeigt....

    Für mich hat die ganze Diskussion um SV in Deutschland schon fast paranoide Züge.
  7. #606

    Der wahre Depp

    Zitat von rocknruelps Beitrag anzeigen
    ...des Informationszeitalters demnächst an ihren verpixelten Häusern erkennen. Da weiß der böse Räuber gleich, dass in der Hütte was zu holen ist ;-)
    ist derjenige, der Google und anderen Datenkraken seine Infos freiwillig überlässt und sich als Ware verscherbeln lässt, ohne jemals einen Cent dafür zu sehen.
  8. #607

    Zitat von Andreas Kah Beitrag anzeigen
    Amerikanische Konzerne haben ein schlechtes Image, da sorgen schon die Altlinken dafür.
    Dafür sorgen die Konzerne ganz allein und 'unaufgefordert'.
    Zitat von Andreas Kah Beitrag anzeigen
    Warum aber nicht? Offensichtlich fürchten wir uns vor der zentralen Fülle, während uns das frühere kleinteilige Erfassen egal war. Neue Medien wecken Ängste, keine Frage. Ich persönlich verstehe aber nicht ganz, warum etwas Selbstverständliches wie das Fotografieren unserer Städte zur Gefahr werden soll, nur weil die Bilder auf einem neuen Medium Platz finden?
    Die Antwort lautet "Metadaten". Wenn der Kioskbesitzer, der ihren Namen nicht kennt, mitbekommt, dass sie Pornos kaufen - macht nichts.
    Wenn die Dame hinter dem Bankschalter weiss, dass sie Schulden haben - auch egal.
    Wenn sie sich allerdings auf eine Stelle bewerben, und ihr potentieller Arbeitgeber kann diese beiden Informationen über sie kaufen, entstehen ihnen Schwierigkeiten.
    Erst die Verknüpfung der Daten, die Zusammenführung aller Datenfragmente unter einer eindeutig zuordbaren Identifikation ist das Problem, weil dann plötzlich eine Stelle ganz viel über sie weiss, und jede weitere Information nicht für sich allein steht, sondern ins Gesamtbild eingefügt wird.

    Am wichtigsten ist aber: was ich bei einem Staat als totalitär und protofaschistisch ablehne, werde ich bei einem privaten, gewinnorientierten Unternehmen nicht gutheissen.
  9. #608

    Also ich muss schon sagen ...

    ... großes LOB an Google UND alle Skeptiker. Gemeinsam konnten 200 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Vielleicht wird es bald noch mehr Unternehmen geben, die Photos von öffentlich einsehbaren Plätzen machen und dann Widersprüche zulassen, weil dadurch die Privatsphäre des am Fenster zur Straße onanierenden H4-Empfängers verletzt wurde, der dann als Bearbeiter der Widersprüche eingestellt und doch glücklich werden kann ...
  10. #609

    Zitat von HalloKinder Beitrag anzeigen
    Diese deutsche Borniertheit bleibt ein ewiges Mysterium!!!
    Da soll noch einer mal von liberal-demokratischer Gesellschaft sprechen...
    In den USA, in....
    Volle Zustimmung!
    Die Wellen, die der Easy-Cash-Skandal geschlagen hat, sind viel zu kurz gekommen. Dort sind die selbsternannten "Datenschützer" viel besser aufgehoben.
    Nicht falsch verstehen: Ich zahle bevorzugt bar und surfe so anonym, wie es nur geht!

    Wenn wegen jedem 3%-Protest-Anteil gleich so ein Aufriss gemacht wird, dann ist jede Tageszeitung bald 500 Trillionen Seiten dick. Das ist eine Farce in Hinblick auf S21 oder die AKW-Geschichte.








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