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Fotografie - Angekommen im digitalen Zeitalter?

Ist inzwischen das endgültige Ende der klassischen Fotografie gekommen? Wird die Digitalfotografie eine völlig neue Ästhetik hervorbringen, bei der es nur mehr um Bearbeitung als ums Motiv geht? Wird die Entwicklung der Kreativität nutzen und dem Wort "Foto" einen ganz neuen Sinn geben?
  1. #210

    Zitat von Alexander Hill
    Das gleiche gilt für Bilddaten: wenn sich das JPG-Format irgendwann ändern sollte, gibts Probleme. Nur SEHR disziplinierte Fotografen werden alle fünf Jahre ihre kompletten Dateien umkopieren, um CD-Defekten vorzubeugen. Und nur ein kleiner Prozentsatz der Hobby-Fotografen weiss mit der Floskel "Dann muss man halt das Format ändern" etwas anzufangen.
    Nun sind die JPEG- und die TIFF-Norm immerhin dokumentiert und Standard und hoffentlich auch in ein paar Jahren noch lesbar. Mit "Format ändern" sollte man schon etwas anzufangen wissen, gibt es doch immer Übergangszeiten, bis das alte nicht mehr lesbar ist. Natürlich erfordert all das Disziplin, die ich auch nicht immer habe, zugegeben.

    Aber theoretisch sind das keine unlösbaren Probleme. Und es gibt goldbeschichtete Datenträger, die angeblich 100 Jahre halten. Zudem: man kann alles auch zur Sicherheit noch einmal ausdrucken. Gilt für Texte (nimmt nur viel Platz weg), aber auch und gerade für Fotos. Auch da gibt es Drucker und Papiere, die angeblich extrem lange Haltbarkeit garantieren. Ob man's wirklich glauben kann, ist natürlich eine andere Frage.

    Vor allem natürlich fiele damit der Kostenvorteil von Digital eher flach. Nur bleichen auch Dias, je nach Filmtyp, mit der Zeit aus. Jedoch: gerade bei Dias und in S/W wird die "klassische" Fotografie wohl noch lange unersetzbar bleiben. Da kommt Digital einfach nicht mit. Gerade in der Dia-Projektion. Und das liegt nicht einmal an der Auflösung der Kamera-Sensoren sondern an der der Projektoren ("Beamer"), die doch noch sehr begrenzt ist.
  2. #211

    Warum muß/soll man das 100 Jahre aufheben können???

    Zitat von Kritischer Leser
    Und es gibt goldbeschichtete Datenträger, die angeblich 100 Jahre halten.
    Ein entscheidender Punkt wird bei der "digitalen" Archivierung vergessen: Warum soll der "digitale" Foto"müll" 100 Jahre halten? Schon beim Träger Film waren ca. 99% aller Fotos "Müll". Unter "Müll" verstehe ich hier "wertfrei" Schnapschüsse vom Urlaub, der Verwandschaft den Haustieren usw. Die haben vielleicht einen sentimentalen Wert für den Fotografen oder Fotografierten. Aber drüber hinaus?. D.h einige Fotos wurden in ein Fotoalbum geklebt und der Rest wird dann im positiven Fall noch in einem Schuhkarton aufbewahrt.

    Die Negative? Wandern oft sofort in den Müll oder werden über die Jahre verbummelt!

    Mit Digital wird noch "mehr" fotografiert (ist ja so schön billig) so das sicher die Müllquote bei 99,9% liegt und die Festplatten oder sonstiges Speichermedium gefüllt.

    Aber warum muß/soll man das 100 Jahre aufheben können???
    Zitat von Kritischer Leser
    Zudem: man kann alles auch zur Sicherheit noch einmal ausdrucken.
    Wird im Profibereich wohl auch so gemacht, bzw. für Archivierungszwecke sogar auf Film gespeichert.
    Zitat von Kritischer Leser
    ...das liegt nicht einmal an der Auflösung der Kamera-Sensoren sondern an der der Projektoren ("Beamer"), die doch noch sehr begrenzt ist.
    Billigbeamer sicher, aber da gibt es doch wohl schon HDTV Teile.
  3. #212

    Zitat von Juan Pérez
    Ein entscheidender Punkt wird bei der "digitalen" Archivierung vergessen: Warum soll der "digitale" Foto"müll" 100 Jahre halten? Schon beim Träger Film waren ca. 99% aller Fotos "Müll". Unter "Müll" verstehe ich hier "wertfrei" Schnapschüsse vom Urlaub, der Verwandschaft den Haustieren usw. Die haben vielleicht einen sentimentalen Wert für den Fotografen oder Fotografierten. Aber drüber hinaus?. D.h einige Fotos wurden in ein Fotoalbum geklebt und der Rest wird dann im positiven Fall noch in einem Schuhkarton aufbewahrt.
    Ja, völlig richtig, man möchte natürlich alles sammeln, aber man guckt die meisten Sachen nie wieder an. Ich mache etliche Tausend Fotos im Jahr, die beruflichen wandern ins Archiv und werden u.U. mal wieder benötigt oder auch einfach neu gemacht (aktuelle Fotos kommen einfach besser), die Privaten wandern ins Privatarchiv und die guten von denen in einem "Best" Ordner der auf drei Festplatten gespeichert wird (2 PCs und eine externe HDD) - das sind wohl so 1000 Fotos in drei Jahren geworden - sowie in der Regel "entwickelt" als Papierabzug im Fotoalbum. 99 Prozent der Fotos schaut man sich wirklich nicht wieder an. Meine beruflichen, alten analogen Fotos Lagern tatsächlich im Schrank in einigen Schuhkartons, bin vor knapp 5 Jahren Digital geworden und hab seitdem nicht mehr reingeguckt.

    Auch die Megapixel einer Kamera sind nicht wirklich entscheidend. Ich fotografiere seit Jahren Spiegelreflex: Olympus OM 10, Canon AE1, Canon EOS 50E und digital EOS 300D. Wichtig sind nur die Objektive, die 300D ist ja angeblich auch sowas von veraltet und Amateurhaft es ist schon fast peinlich damit loszugehen... schade, die 6,3 MP brauche ich für Zeitungsfotos nie und für größere (nicht Poster) Abzüge reichen sie auch aus, dafür ist die 300D eine der rauschärmsten Digis bis heute! ISO 800 ist nie ein Problem und sogar 3200 geht zur Not noch, wenn richtig eingesetzt. Der Body ist für gute Fotos nicht wirklich entscheidend, mit der 300D kann man auch Fotos wie mit ner 1D(s) machen wenn man das gleiche Objektiv nutzt wie ein "50mm EF L 1:1,2 USM" der Laie sieht da keinen Unterschied und ein Profi müsste wohl wissen das es 2 verschiedene Kameras waren um draufzukommen ob er dann sagen kann welche die "bessere" war ist fraglich. Dabei gebe ich zu, ich wünschte ich hätte so ein Objektiv... ^^ Klar wenn so 20MP Standard sind werde ich mir wohl auch mal wieder einen neuen Body gönnen, aber bis dahin...
  4. #213

    Zitat von Spiritogre
    Auch die Megapixel einer Kamera sind nicht wirklich entscheidend. Ich fotografiere seit Jahren Spiegelreflex: Olympus OM 10, Canon AE1, Canon EOS 50E und digital EOS 300D. Wichtig sind nur die Objektive, die 300D ist ja angeblich auch sowas von veraltet und Amateurhaft es ist schon fast peinlich damit loszugehen... schade, die 6,3 MP brauche ich für Zeitungsfotos nie und für größere (nicht Poster) Abzüge reichen sie auch aus, dafür ist die 300D eine der rauschärmsten Digis bis heute! ISO 800 ist nie ein Problem und sogar 3200 geht zur Not noch, wenn richtig eingesetzt. Der Body ist für gute Fotos nicht wirklich entscheidend, mit der 300D kann man auch Fotos wie mit ner 1D(s) machen wenn man das gleiche Objektiv nutzt wie ein "50mm EF L 1:1,2 USM" der Laie sieht da keinen Unterschied und ein Profi müsste wohl wissen das es 2 verschiedene Kameras waren um draufzukommen ob er dann sagen kann welche die "bessere" war ist fraglich. Dabei gebe ich zu, ich wünschte ich hätte so ein Objektiv... ^^ Klar wenn so 20MP Standard sind werde ich mir wohl auch mal wieder einen neuen Body gönnen, aber bis dahin...
    Kleiner Schönheitsfehler nur: der Bildwinkel des 50ers muß bei den Amateur-Canons sogar durch 1,6 geteilt werden. Das wird dann klar ein kleines Tele. Kann natürlich ganz nett sein, vor allem bei so einer Lichtstärke. Ist aber nicht dasselbe wie bei vollem Format.
  5. #214

    Zitat von Kritischer Leser
    Kleiner Schönheitsfehler nur: der Bildwinkel des 50ers muß bei den Amateur-Canons sogar durch 1,6 geteilt werden. Das wird dann klar ein kleines Tele. Kann natürlich ganz nett sein, vor allem bei so einer Lichtstärke. Ist aber nicht dasselbe wie bei vollem Format.
    Klar, die Brennweitenverlängerung ist ein Minuspunkt bei "Amateur"-DSLRs. Aber immerhin bietet Canon im Profisegment wenigstens Vollformatsensoren an, hier hinkt z.B. Nikon noch stark hinterher, selbst die neue Nikon 1Ds hat diese Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,6. Ansonsten ist es eine tolle Kamera bei der ich mal das Glück hatte sie vor ein paar Monaten auszuprobieren, lange bevor sie überhaupt auf den deutschen Markt kam. Aber das geht dann in ein Preissegment das ich weder beruflich noch privat investieren möchte, besonders bei Body-Halbwertzeiten von 3-4 Jahren. Gute Objektve kann man da eine ganze Weile länger einsetzen (bis mal wieder neue Anschlüße kommen) wobei das EOS-System ja schon seit gut 10 Jahren am Markt ist.
    Wobei 50mm Brennweite bei Digitalen mit Brennweitenverlängerung ja als ideales Portratobjektiv angesehen werden.
  6. #215

    Preise im internationalen Vergleich

    Zitat von Spiritogre
    Aber immerhin bietet Canon im Profisegment wenigstens Vollformatsensoren an, hier hinkt z.B. Nikon noch stark hinterher, selbst die neue Nikon 1Ds hat diese Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,6. Ansonsten ist es eine tolle Kamera bei der ich mal das Glück hatte sie vor ein paar Monaten auszuprobieren, lange bevor sie überhaupt auf den deutschen Markt kam. Aber das geht dann in ein Preissegment das ich weder beruflich noch privat investieren möchte, besonders bei Body-Halbwertzeiten von 3-4 Jahren. Gute Objektve kann man da eine ganze Weile länger einsetzen (bis mal wieder neue Anschlüße kommen) wobei das EOS-System ja schon seit gut 10 Jahren am Markt ist.
    Wobei 50mm Brennweite bei Digitalen mit Brennweitenverlängerung ja als ideales Portratobjektiv angesehen werden.
    Eine Nikon 1Ds wäre mir jetzt unbekannt. Eine solche Modellbezeichnung gibt's bei Canon, und da ist der Sensor (CMOS-Technik) "Vollformat". Sicher ein sagenhaftes Gerät, aber der Preis ist auch entsprechend. Und ich habe nun mal keine Canon-Objektive, was noch erschwerend hinzu kommt.

    Allerdings ist im Amateurbereich der meisten anderen Marken als Canon der "Verlängerungsfaktor" nicht gleich 1,6 sondern "nur" 1,5, wie eben auch bei Nikon. Das ist aber schon schlimm genur. Nur Sigma treibt's da wohl noch heftiger (deren Sensorentechnologie scheint ansonsten aber ziemlich interessant zu sein), und das 4/3-Format nimmt ohnehin eine Sonderstellung ein.

    Im Telebereich ist ein solcher "Verlängerungsfaktor" natürlich eher interessant (ist ja eigentlich gar keiner, nur ein verengter Bildausschnitt. Aber wenn dann mein 20er Superweitwinkel zum schnöden 30er-Äquivalent wird, finde ich das weniger witzig. Das nervt ja schon bei APS, und da ist der Faktor wesentlich weniger bedeutend. Nun habe ich aber manchmal auch den Eindruck, die "Marktpreise" folgten nicht nur den realen Kosten sondern auch und gerade eben dem Markt.

    Ansonsten wäre der rasche Preisverfall eines neuen Modells nach ein paar Monaten genausowenig zu erklären wie die erheblichen Unterschiede zwischen Ländern mit vergleichbaren oder zumindest ähnlichen Steuersätzen. Eine digitale Nikon sollte man genausowenig in Frankreich wie in Österreich kaufen (dabei ist der Importeur für A derselbe wie der für D), denn diese Länder sind einsame Negativspitze für den Endkunden. Nun wird in Frankreich leider alles, was mit Fotografie zu tun hat leider immer noch zu Preisen verkauft, als gäb's noch eine Luxussteuer von 33 % (in der Realität seit fast 30 Jahren nicht mehr).

    Die Kaufkraft in Österreich dürfte (Euro-Zone zudem) erheblich niedriger liegen als in F oder gar D. Unschlagbar sind die USA, und mit etwas Glück kommt ein Paket sogar unverzollt durch, selbst korrekt deklariert (ausgerechnet bei der immer noch staatlichen Post). Personlich vermeide ich es möglichst, hier auch nur einen Film zu kaufen, wenn's nicht unbedingt sein muß. Dann schon lieber in Spanien.

    Und es sind nicht unbedingt die Länder mit den höchsten Löhnen, in denen auch die höchsten Preise praktiziert werden. Oft ist es sogar umgekehrt.

    Mir ist natürlich auch klar, daß ein "vollformatiger" Sensor aufwendiger zu produzieren ist als ein Winzteil und damit teurer. Ob allerdings solch erhebliche Preissprünge gerechtfertigt sind, bleibt offen. Da bin ich leider kein Experte. Klar ist zumindest: für den Preis einer Nikon D50 bekam man bis vor kurzem im Film-Segment noch ein recht brauchbares und robustes Kameragehäuse, zuverlässig und mit vielen Funktionen. Ist bei der D50 so nicht wirklich der Fall. Trotzdem noch relativ teuer. Und ein Stück Plastik. :-( Und für den Preis einer D200 bekommen die wenigen Glücklichen, die es schaffen, noch einen Restposten zu ergattern, noch eine F5. Und das ist eine richtige Profi-Kamera. Bei Canon dürfte es ähnlich aussehen (gut, Wechselsucher gibt's da ja schon lange nicht mehr). Vielleicht sollte man schon deswegen doch noch eine Weile warten.
  7. #216

    Zitat von Kritischer Leser
    Eine Nikon 1Ds wäre mir jetzt unbekannt.
    Sorry es war die Nikon D2Xs, die wurde jetzt erst hier auf der Photokina vorgestellt.

    Eine solche Modellbezeichnung gibt's bei Canon, und da ist der Sensor (CMOS-Technik) "Vollformat". Sicher ein sagenhaftes Gerät, aber der Preis ist auch entsprechend.
    Die einzigen digitalen mit Vollformatsensor sind die EOS 1D Reihe und 5D. Und ja, die Kosten auch für meinen Geldbeutel viel zu viel auch wenn ich sie noch so gerne haben würde.

    Nur Sigma treibt's da wohl noch heftiger (deren Sensorentechnologie scheint ansonsten aber ziemlich interessant zu sein), und das 4/3-Format nimmt ohnehin eine Sonderstellung ein.
    Bevor ich mit ner Sigma losziehe schaue ich mir lieber eine Pentax an ^^^wobei mich diese 4/3 Technik noch nicht wirklich vollends überzeugt.

    Im Telebereich ist ein solcher "Verlängerungsfaktor" natürlich eher interessant (ist ja eigentlich gar keiner, nur ein verengter Bildausschnitt. Aber wenn dann mein 20er Superweitwinkel zum schnöden 30er-Äquivalent wird, finde ich das weniger witzig.
    Ja, mein 28 ist jetzt eher ein 35er und mein 220 er ein 280er, letzteres ist nett, ersteres ist echt ärgerlich.

    Ansonsten wäre der rasche Preisverfall eines neuen Modells nach ein paar Monaten genausowenig zu erklären wie die erheblichen Unterschiede zwischen Ländern mit vergleichbaren oder zumindest ähnlichen Steuersätzen. Eine digitale Nikon sollte man genausowenig in Frankreich wie in Österreich kaufen (dabei ist der Importeur für A derselbe wie der für D), denn diese Länder sind einsame Negativspitze für den Endkunden. Nun wird in Frankreich leider alles, was mit Fotografie zu tun hat leider immer noch zu Preisen verkauft, als gäb's noch eine Luxussteuer von 33 % (in der Realität seit fast 30 Jahren nicht mehr).
    Hmm beim nächsten Hong Kong Urlaub mal schauen was die ünstig haben ^^

    Und es sind nicht unbedingt die Länder mit den höchsten Löhnen, in denen auch die höchsten Preise praktiziert werden. Oft ist es sogar umgekehrt.
    Das hat leider viele Gründe, angefangen beim Zoll über die Politik, über das Vertriebsnetz bis zu merkwürdigen Marketingentscheidungen.

    Mir ist natürlich auch klar, daß ein "vollformatiger" Sensor aufwendiger zu produzieren ist als ein Winzteil und damit teurer. Ob allerdings solch erhebliche Preissprünge gerechtfertigt sind, bleibt offen.
    Der Preisunterschied in der Massenfertigung sollte im Centbereich liegen...

    Klar ist zumindest: für den Preis einer Nikon D50 bekam man bis vor kurzem im Film-Segment noch ein recht brauchbares und robustes Kameragehäuse, zuverlässig und mit vielen Funktionen.
    Digital hat die Anschaffung des Bodys leider sehr kostspielig gemacht :-(

    Vielleicht sollte man schon deswegen doch noch eine Weile warten.
    Das bringt leider gar nichts, denn die neuen Modelle kommen im Jahresrhythmus
  8. #217

    Es lebe die EOS 400D!


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