Forum: Netzwelt
Facebook & Co. - wie öffentlich sind Sie?
Noch ein Zentralorgan im Internet: Google weiß, auf welchen Web-Seiten was steht, Facebook protokolliert, wie gut die Nutzer die Inhalte finden. Mit attraktiven Gratis-Werkzeugen lockt das Netzwerk neue Partner - und will so für Nutzer und Werbekunden attraktiver werden als Google.
Wie beurteilen Sie die Entwicklung?
- #1 22.04.2010 14:41 von
google und facebook
wären eigentlich kongeniale Partner. In Österreich gibt es aber schon Bürgerwiderstand zB gegen street view (http://tinyurl.com/y797h9d). Und zu facebook noch: da sind teilweise natürlich auch die Benutzer Schuld die ihr ganzes Leben darin ausbreiten. Ein Weitergabe an Dritte (http://tinyurl.com/y2mulxj) ist natürlich ein datenschutzpolitischer Wahnsinn.
- #2 22.04.2010 14:57 von
Ich mache im Internet nur das öffentlich, womit ich keine Probleme habe und das mache ich auch auf Facebook nicht anders.
- #3 22.04.2010 15:06 von
Will man das?
Es ist die Frage, ob der User das überhaupt will. Ich finde es vollkommen lästig, dass mir andauernd irgendwelche Vorschläge gemacht werden "das könnte Sie auch interessieren" - oder "Ihre Freunde fanden auch das und das interessant".
Das mag zwar für einige Leute einen Mehrwert bedeuten, aber für sehr viele ist das ganz einfach nur lästig.
Andererseits wird das eine Marktmacht werden. Ist es für Unternehmen wichtig, bei Google gut gelistet zu sein, so wird es in Zukunft vielleicht darauf ankommen, wie viele "Empfehlungen" über die eigene Firma im Netz kursieren.
Missbrauch ist dabei natürlich auch möglich. - #4 22.04.2010 15:17 von
- #5 22.04.2010 16:44 von
Sklaven der Werbung und Klicktrottel des Internets
Es ist noch ein wenig früh, die Auswirkungen zu beurteilen. Die neuen Werkzeuge sind noch nicht überall im Einsatz, Nutzer haben die Auswirkungen noch nicht erfahren.
Mit dem Plan von CEO Zuckerberg - wenn er aufgeht - macht sich jedes Facebook-Mitglied, das die neuen Werkzeuge bedient, zum Sklaven der Werbung und Klicktrottel des Internets. - #6 22.04.2010 16:59 von
Najaaaaaa
Mit Facebook-Inhalten und Privacy geben ich jedem selbst die Schuld, der meint alles preisgeben zu müssen. In der Tat sind das einige.
Aber zuhause müssen sie sich auch selbst darum kümmern, die Vorhänge zuzuziehen und die Tür zu schliessen, wenn sie nicht alles vom Privatleben preisgeben wollen.
Was die Werbung betrifft, es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er jeden Mist bewerten muss.
Außerdem kann es vielleicht sogar positiv sein, wenn schlecht oder unnütze Werbung abgestraft werden kann durch einen Klick.
Wie oft haben Sie sich schon gewünscht bei manch schlechter oder besonders nerviger Fernsehwerbung den Programmchef direkt am Hals zu packen? - #7 22.04.2010 22:52 von Klau3
Facebook vs Google
Damit reiht sich Facebook in die Reihe der Web-Raubtiere neben Microsoft und Apple ein. Der Mensch steht im Hintergrund, was zählt ist der Profit.
Auch wenn alle (die Presse ) immer auf Google herum hacken – Google hat ein moralisches Gewissen, Facebook & Co. haben es nicht. Google sagt man zwar nach kein Gewissen zu haben, beweisen konnte das allerdings bisher niemand, im Gegenteil zu den Anderen Web-/Computer-Größen. Wollen wir hoffen das sich nicht zu viele auf diesen Facebook-Irrsinn einlassen.
Google ist nicht gefährlich, aber Facebook ist es, denn sie sind skrupellos. - #8 23.04.2010 00:51 von
Bäumchen Facebook dich
Ein Teil der Internet-Gemeinschaft fürchtet die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser (Thor Proxys und gefakte Avatare), und der andere überflutet das Netz mit persönlichen Informationen die nicht mehr löschbar, irgendwo in den enlosen Weiten des Internet abgespeichert werden.
Damit verschwindet so langsam die Idee der 90ger Jahre, in der es für die Internet User noch wichtiger war, ihre Meinung frei zu äussern, ohne gleich dabei identifizierbar zu sein.
So ändern sich die Zeiten, wenn ein Nerd sich heute nicht mehr dadurch auszeichnet, als einziger mit mit einem "No Future" T-Shirt am "Casual Friday" durch den Haupteingang der Deutschen Bank in Frankfurt zu gehen sondern dadurch, das er Morgens, bevor er sich einen Kaffe gemacht hat, über Facebook "checked" ob alle seine FeundIn/en noch am leben sind.
So einigermassen positiv betrachtet, ist das der Beweis das sich der Kapitalismus nicht durch Wirschaftskriesen oder rationalem Denken aufgehalten lässt, sondern immer wieder ein neues Medium findet, das nur aus genügend Abnehmern bestehen muss, um sich selber am Leben zu erhalten.
Ich denke so langsam darüber nach, eine Agentur zu gründen die sich ausschliesslich damit befasst alle Spuren die User jemals im Internet hinterlassen haben wieder zu löschen.
Cheers - #9 23.04.2010 08:24 von
Warum diese Panikmache?
Wir wissen doch seit der Telekom, Microsoft, Google, Facebook und Co, dass Firmen mit großen Datenmengen, diese für Ihre Zwecke nutzen. Das diese Daten auch einigen Usern schaden kann, ist auch bekannt.
Wichtig wäre es doch, den richtigen Umgang mit diesen Medien zu zeigen. Zeigen welche Möglichkeiten diese einzelnen Umgebungen haben und zu welchen Problemen es kommen kann.
Jeder entscheidet doch selber, was er veröffentlicht!
Und wenn man in Google nach bestimmten Merkmalen sucht, dann wird natürlich auch die IP des Users gespeichert. Man könnte ja auch anonym surfen.
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