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Buch-Scanprojekt: Soll Google Bewahrer allen gedruckten Wissens werden?

E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
    Die eigentloche Frage, die sich stellt ist die, ob die macht der Verlage gebrochen ist.
    Letztendlich ist es auch eine sehr "christliche Fragestellung".
    Immerhin ist die gedruckte Bibel das am meisten verkaufte Buch der Welt.
    Wieviel ist die Bibel wert als PDF ?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
    Mir ist unklar, inwiefern eine solche Bewahrung ein Risiko sein soll. Ich halte sie vielmehr für einen großen Fortschritt. Ich glaube, dass auch das Aufgehen des Textmediums Buch im Digitalen und im Internet letztlich in der Logik des Digitalen und des Internets begründet liegt, das sich wegen der großen Verarbeitungs- und Verfügbarkeitsvorteile fast alles einverleibt, was sich nur irgend digitalisieren läßt. Google ist dabei beileibe nicht der einzige Anbieter von Buchtexten. Außerdem hat ein großer Anbieter wie Google nicht nur Nachteile, sondern nach meinem Eindruck vor allem Vorteile hinsichtlich technischer Kompetenz und Konzentration von Ressourcen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
    auch ich habe schon mal rein zum privaten Gebrauch ein komplettes allerdings nicht mehr erhältliches Buch eingescannt, weil man so viel einfacher nachschlagen kann.
    Man kann die Schrift beim lesen vergrößern und so eine digitale Kopie vergílbt auch nicht nutzt sich nicht ab. War jedenfalls viel Arbeit

    Es besteht aber weniger das Risiko, Google könnte so zu einem Monopolisten werden, da steht wohl eher der neid der Konkurrenz dahinter. Google wird sicher auch nicht der einzige Anbieter bleiben.

    Wie mit allen Medien die man digitalisierte, ist hier eher die Wirkung einer massenhaften verbeitung gegeben, wozu aber letztlich die Autoren selbst und deren verleger die Zustimmung geben müssen oder verweigern können.

    wie man dann im Internet noch eine vermarktung im Sinne der Urheber durchführen kann ist eine andere Frage. Dann könnte man ja Bücher gleich auf dem PC schreiben, so einer breiten Öffentlichkeit und auch Interssenten einfacher anbieten oder vorhandene per "digital right management" übers netz verleihen.

    Leider hat man bei der Euphorie die über die herstellung digitaler massenmedien aus sich angeblich nicht abnützenden digitalen Matrices übersehen , dass man meines wissens bis heute auch nicht eines herstellen konnte, dessen Kopierschutz nicht irgendwie geknackt werden konnte.

    Eine digitalisierung aller Bücher, besonders solcher die nicht oder nur schwer erhältlich sind wäre also bei altherbrachten Schmökern, solchen die also nicht mehr einer urheberrechtlichen Lizenz unterliegen nur positiv. was es da alles gibt, kann man nicht mal schätzen

    Bibliotheken muss und sollte es dennoch weiter geben und nicht nur weil irgendwann mal der Strom ausfallen könnte
  4. #4

    Geistiges Eigentums ist ein Erbe der Menschheit

    Es ist google zu danken, dass sie das Erbe der Menschheit bewahren will. Das Wissen der Menschheit wurde von den barbarischen Römern in Alexandria verbrannt. Im Mittelalter wurden Menschen, weil Wissenträger, selbst verbrannt.

    Wissen kann man nicht schützen. Die Staaten wollen was ganz anderes mit ihrem Recht schützen. Macht und Vorteil gegen andere Staaten.

    Nur, der Nationalstaat ist völlig obsolet. Das Wissen ist längst global. Die Mensch sind wieder der eigentliche Träger von Wissen. Universitäten sind übrigens auch nicht anderes als Wissenschützer vor den Menschen für eine kleine Elite. Es werden nur die ans Wissen gelassen, die von Gremien des Staates zugelassen werden.

    Wer schreibt, sollte dies deshalb tun, weil er was sagen möchte. Wenn er Geld verdienen will, sollte er Banker werden und Bilanzen kreativ schreiben. Geist stört eh nur die Kakophonie der Lautsprecher.

    Geistiges Eigentum zu schützen erinnert an den Versuch, das Denken zu schützen. Als ob Gedanken ein eigenes Eigentum sein können. Das sind sie nur, wenn man sie nicht mitteilt. Dann sind sie Eigentums. Wenn man sie mitteilt und sie sind gut, gehören sie allen Menschen. Wie Luft, wie Wasser, wie Kieselsteine am Strand vor einer Zeit als ein Starker (aber nicht starker Denker) kam, den Strand einzäunte und jeden erschlug, der einen Kieselstein nahm.

    Merkel, geht aus meiner Sonne.

    Das Denken in Profit, das hinter geistigem Eigentum steht, ist doch absurd. Hier widerspreche ich Tucholsky energisch und nehme Partei für Brecht.
  5. #5

    Google, die Geschichte & Wir

    Neben der Frage, ob Google nun böse ist, weil die Firma versucht vergriffene Bücher u.a. einzuscannen, stellt sich die Frage:

    Wann fangen wir damit an?

    Oder besser: Wann fangen wir endlich ernsthaft an unser Wissen zu digitalisieren?

    Bisher fehlt das Geld. Doch eigentlich ist das Digitalisieren eine Aufgabe, die unser Generation von der Geschichte her auferlegt wurde (als 'Übergangs-Generation').

    Über den Weg den Google beschreitet, lässt sich streiten (und das sollte man auch, wie dieser Tage oft geschehen). Am Ende bleibt die Frage wie wir mit unserem Erbe umgehen. Da es keinem gehört (keinem gehören kann), sollte es allen zugänglich gemacht werden. Hierbei wird das Internet erneut eine seiner Stärken ausspielen dürfen.
  6. #6

    Zitat von perpendicle Beitrag anzeigen

    Leider hat man bei der Euphorie die über die herstellung digitaler massenmedien aus sich angeblich nicht abnützenden digitalen Matrices übersehen , dass man meines wissens bis heute auch nicht eines herstellen konnte, dessen Kopierschutz nicht irgendwie geknackt werden konnte.
    Anbieter die sich entscheiden, ihre Werke gleich welcher art im Internet anzubieten sollten und müssen sich über diese Risiken im Klaren sein und auch der gesetzgeber sollte hier einen Schritt zurückgehen und von der bald nicht mehr überschaubaren und druchführbaren vor allem aber nicht mehr bezahlbaren strafrechtlichen verfolgung solcher Internet piraten abstand nehmen.
    Die Polizei sollte sich nur ihren gesetzlichen Aufgaben gegenüber der Allgemeinheit widmen

    Das alles hat die Filmbranche in den USA bereits hervorragend geregelt:
    Kommt ein Film an die kassen wird die Verwertungslizenz erstmal nur an die Kinos erteilt.
    ist diese vermarktung meist nach ca 1-5 Monaten ausgeschöpft, werden solche Filme erst als DVD verkauft- meist ca 1 Monat an Videotheken und anschließend frei käuflich als kauf DVD.

    ( je nach Marktwert) erst nach ca 5 Jahren ( ausnahme Pay TV) werden dann Sendelizenzen zeitgleich und weltweit an TV Stationen verkauft. Das kostet dann auch jeweils 100.000 pro Film. E skann aber auch kein Unfall sein das sich Filmrechte die ursprünglich von den löffentlich/rechtlichen mit dem geld der gebührenzahler gekauft wurden dann alle wahrscheinlich für einen Schnäppchenpreis bei Zweitverwerter Kirch landen .

    Ab diesem zeitpunkt kann sich dann niemand mehr darüber aufregen wenn Millionen oder Milliarden diese Filme in video DVD Qualität ( einschränkungen ist nur der 5.1. Audiotrack) sei es analog oder digital aufnehmen oder weitergeben.

    ab diesem zeitpunkt sind sich diese hersteller die ja auch die Künstler und Urheber vertreten bereits im Klaren dass sich damit nichtr viel mehr Geld verdienen lässt und hegen auch gar keine Ansprüche darauf höchstens jemand treibt unerlaubten gewerblichen handel damit.

    die deutschen Zweitverwerter ( wie...)haben sich aber bei politischen verbindungen hier aber ein ganz anderes wesentlich komfortableres Urheberrecht erkauft- mit dem sich selbst Ladenhüter über die Abstrafung möglicher Kopierer noch besser verkaufen lassen als je zu vor.
    ( wenn überhaupt).
    Und wenn die gesetzgeber nun wegen solcher von den Urhebern selbst herbeigeführten verbreitungen im Internet neben in den in Deutschland fast einmaligen Urheberstrafgesetzen und einer Unzahl Beamter die auf Steuergelder hier tätig werden, Netzfilter,Internetsperren weitere GEZ Gebühren , Internetfahndung großscans oder sonst was einsetzen wollen, haben sie weit über Ihre Legitimation als Volksvertretung hinausgeschossen. Möglicherweise ist der nächste Browser ja dann ohne " speichern unter" nur weil diese Kreise jetzt eben auch noch mit im Internet geld verdienen wollen, das ihnen aber nicht alleine gehört und auch nie gehören sollte.
    Die meisten Menschen die etwas im Internet anbieten tun das meist freiwillig und nun soll die ganze Nutzergemeinde dafür eingeschränkt werden,

    so etwas grenzt an Nötigung und muss, wie auch die FDP richtigerwise fordert umgehend wieder beseitigt werden!
  7. #7

    Buch-Scanprojekt: Soll Google Bewahrer allen gedruckten Wissens werden?

    Das ist wieder solch eine typisch klandestine "Spiegel"- Frage: "Bewahrer allen gedruckten Wissens...." Das klingt irgendwie nach "Altem Testament" und "Schöpfer des Himmels und der Erde, allmächtiger Google..."--Da man in Zukunft jederzeit mit massiven Stromausfällen rechnen muss und zwar in aller Welt (Plattentektonik) sollte man solche digitalen Spielereien nicht weiter unters Volk bringen. Denn nur sehr wenige Menschen lieben Bücher . (Jeder Dritte liest vielleicht einmal im Jahr ein einziges Buch und zwar leider auch nur die aus den Bestsellerlisten, die häufig ihr Geld nicht wert sind.) Weshalb sollten sich die Leute also massenhaft Bücher auf ihren Kindle einscannen? Google macht damit ein überdimensionales Geschäft und rühmt sich deshalb, der Bewahrer allen gedruckten Wissens zu sein.Ich finde das Ganze lächerlich. Helidorst
  8. #8

    Zitat von stanis laus Beitrag anzeigen
    Es ist google zu danken, dass sie das Erbe der Menschheit bewahren will.
    Zitat von stanis laus Beitrag anzeigen
    Das Denken in Profit, das hinter geistigem Eigentum steht, ist doch absurd. Hier widerspreche ich Tucholsky energisch und nehme Partei für Brecht.
    Ist Google eine Non-Profit-Organisation? Oder nutzt Google die geistige Arbeit Dritter zum Generieren von Milliardenprofiten?

    Haben Sie richtig nachgedacht?
  9. #9

    ooo

    Zitat von Helidorst Beitrag anzeigen
    Das ist wieder solch eine typisch klandestine "Spiegel"- Frage: "Bewahrer allen gedruckten Wissens...." Das klingt irgendwie nach "Altem Testament" und "Schöpfer des Himmels und der Erde, allmächtiger Google..."--Da man in Zukunft jederzeit mit massiven Stromausfällen rechnen muss und zwar in aller Welt (Plattentektonik) sollte man solche digitalen Spielereien nicht weiter unters Volk bringen. Denn nur sehr wenige Menschen lieben Bücher . (Jeder Dritte liest vielleicht einmal im Jahr ein einziges Buch und zwar leider auch nur die aus den Bestsellerlisten, die häufig ihr Geld nicht wert sind.) Weshalb sollten sich die Leute also massenhaft Bücher auf ihren Kindle einscannen? Google macht damit ein überdimensionales Geschäft und rühmt sich deshalb, der Bewahrer allen gedruckten Wissens zu sein.Ich finde das Ganze lächerlich. Helidorst
    Stimme ich mal pauschal zu.
    Alles Dasein auf diesem Planeten wird darauf reduziert, ob Wissen eingescannt werden kann oder nicht.
    Sollen wir Alle Mönche werden ?


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