Forum


 

Buch-Scanprojekt: Soll Google Bewahrer allen gedruckten Wissens werden?

E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
  1. #10

    freies wissen für alle!

    nur ob das "google" bieten muss ist doch die frage. was aber spricht dagegen, das wissen für alle zugänglich zu machen. kultur und bildung leben davon das jeder ideen und gedanken aufgreifen und weiterführen kann. kultur und wissen sind algemeingut, weil sie auf öffentlichen, allgemeinen dingen wie sprache und existentem wissen, existenter kultur aufbauen.
  2. #11

    Öffentliche Aufgabe

    Im ureigensten Sinn ist das eine hoheitliche Aufgabe des Staates, das Wissen zu bewahren. Angefangen von staatlichen Bibliothelen bis hin zu Hochschulen sollte diese Aufgabe wie ehedem dort angesiedelt werden.

    Ein Aspekt wäre es bei der Veröffentlichung eines Buches die Einreichung einer elektronischen Kopie zur Pflicht zu machen. Nur diese Einreichung sichert das Urheberrecht für eine feste Frist ab Einreichung bzw. maximal für die Dauer der kommerziellen Verfügbarkeit. Wird das Buch nicht mehr vom Verlag/Autor auch nicht über POD angeboten oder ist die Schutzfrist abgelaufen wird die elektronische Kopie zur Verfügung gestellt.

    Dies sollte rückwirkend auch für alle bereits erschienen Bücher umgesetzt werden. Google wäre dann ein Servicedienstleister unter vielen und hätte für Neuerscheinungen gar keinen Scananspruch.
  3. #12

    ooo

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Im ureigensten Sinn ist das eine hoheitliche Aufgabe des Staates, das Wissen zu bewahren. Angefangen von staatlichen Bibliothelen bis hin zu Hochschulen sollte diese Aufgabe wie ehedem dort angesiedelt werden.
    hoheitliche Aufgabe ist es auch Materie zu bewahren, Schutz von Eigentum und Familie GG Art14.
    Die Demographiezahlen sprechen aber eher die Sprache von Mönchen in Klöstern, die mit Don Quichotte um die Wette eilen.
  4. #13

    gesamtes Wissen der Welt

    Worum geht es google eigentlich.
    Es geht um das gesamte Wissen dieser Welt, vereinigt unter einer Marke: Google.
    Mit einer Internetsuchmaschine hat man ca. 2 % des Wissens in seinen Händen. Aber der Rest des Wissens der Menschheit befindet sich zwischen zwei Buchdeckeln.
    Und das versucht Google zu ändern.
    Und Geld kann man damit sicher auch verdienen.
  5. #14

    Kennt keiner mehr den weg in eine Buecherei?

    Hallo,

    ein einscannen der Buecher ist sicher nicht schlecht und eine gute idee. Aber zu behaupten Google will das erbe der welt sichern ist doch schon sehr Gotthaft.
  6. #15

    ooo

    Zitat von erkaem Beitrag anzeigen
    Worum geht es google eigentlich.
    Es geht um das gesamte Wissen dieser Welt, vereinigt unter einer Marke: Google.
    Mit einer Internetsuchmaschine hat man ca. 2 % des Wissens in seinen Händen. Aber der Rest des Wissens der Menschheit befindet sich zwischen zwei Buchdeckeln.
    Und das versucht Google zu ändern.
    Und Geld kann man damit sicher auch verdienen.
    Was Google macht ist schlicht Marketing
    Wahres Wissen hat immer einen zeitlichen, materiellen, kulturellen und räumlichen Bezug.

    Zumindest haben Sie verstanden, dass es Google darum geht Geld zu verdienen.
    Was allerdings die Frage aufwirft, warum sich gerade Deutschland so sehr auf Google und nun auch Obame stürzt.
    Irgendwie scheint es mir da tiefgreifendere Probleme zu geben.
  7. #16

    Zitat von MarkH Beitrag anzeigen
    Was Google macht ist schlicht Marketing
    Wahres Wissen hat immer einen zeitlichen, materiellen, kulturellen und räumlichen Bezug.
    Und inwiefern wird der durch Google Books verhindert?
  8. #17

    Zitat von MarkH Beitrag anzeigen
    Immerhin ist die gedruckte Bibel das am meisten verkaufte Buch der Welt.
    Wieviel ist die Bibel wert als PDF ?
    Finden Sie nicht, dass jeder, unabhängig von seinem Vermögen, einen Anspruch auf eine Bibel hat, und wenn auch nur als PDF?

    Und ist es mit dem anderen Wissen dieser Welt nicht ähnlich, steht sie nur denen zu, die Geld haben? Hätten die, die damit Geld verdienen wollen, ohne Nutzung kostenloser öffentlicher Einrichtungen je ihr Wissen zu Geld machen können.

    Jeder hat ein Recht auf Zugang zu Wissen. Wird übrigens auch schon umgesetzt, nur in nichtdigitaler Form. Über meine Stadtbibliothek habe ich kostenlos Zugriff auf Wissen. Die Digitalisierung ist doch nur eine andere mediale Form, daher ist die Aufregung auch seltsam. Hier passiert nichts, was nicht schon gängig ist. Der kostenlose Zugang über die Stadtbibliothek wird doch auch so begründet, dass jeder ein Recht auf kostenloses Wissen hat.

    Daher ist das Google-Projekt schon ein großer Fortschritt. Jedem Wissen kostenlos zugänglich machen bedeutet eine enorme Chance auf Steigerung von Wohlstand für alle.

    Wer natürlich das Wissen in Buchform zu Hause im Schrank haben will, wird dafür bezahlen, für eine exklusive Nutzung. Das ist auch in Ordnung.
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    E-Book-Reader versprechen eine komplette Bibliothek zum Mitnehmen. Eingescannte Bücher werden immer populärer, aber besteht das Risiko, dass Anbieter wie Google so zum Bewahrer allen gedruckten Wissens werden könnten?
    Solange Google den Dienst kostenlos anbietet, bzw. durch freiwillige Spenden aufrecht erhält, ist es meines Erachtens nach ein "Alexandria des 21 Jhd.". -
    Wissen wurde damals kopiert und bewahrt - leider zwar nicht für jeden lesbar, aber dieses Manko wird durch das Internet quasi ausgehebelt. Eine sehr positive Entwicklung, wenn man bedenkt, daß der Mensch seinen Fortschritt durch die Jahunderte dadurch verwehrte, indem er Wissen entweder vor anderen verheimlichte oder brandmarkte.
    Das Christentum hat sich hier im Mittelalter besonders negativ hervorgetan - das Verweigern oder Verhindern von Wissensweitergabe dient(e) nur den Mächtigen, die teilweise auch wußten, was sie taten. Diese Unlogik wird nun hoffentlich in den nächsten 20-30 Jahren endgültig der Vergangenheit angehören.

    Solange der Erwerb von Wissen Geld kostet, wird das Individuum, welches es sich nicht leisten kann, künstlich für dumm gehalten - das kann man gerne auch für die Studiengebühren in Deutschland bzw. dem Bildungssystem an sich weiter anwenden.
  10. #19

    ooo

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Und inwiefern wird der durch Google Books verhindert?
    Ganz einfach.. der Zugriff darauf is global und immateriell .. also ohne zeitlichen, räumlichen, materiellen und kulturellen Bezug.
    Es wird darauf hinauslaufen, dass sich Google und die Verlage den Kuchen teilen werden.
    Urheberrechte (Autorenrechte) werden da sicherlich kaum eine Rolle spielen








TOP



TOP