Virengefahr, Monopolisten-Image: Nicht alle User mögen Microsoft. Alternativen zum Betriebssystem Windows sind gefragt und oft auch geliebt, aber auch nicht unumstritten. Linux heißt für viele die Alternative zum Gates-Konzern. Wie effizient und zuverlässig ist Linux im täglichen Gebrauch? Sind die Kinderkrankheiten des Betriebssystems geheilt? Wie sieht nach Ihrer Meinung die Zukunft der Windows-Konurrenz aus?
Xubuntu ist eine vollwertige Ubuntu-Version mit allen Funktionen, deshalb halte ich den Vergleich sehr wohl für zulässig.
Zu den vielen Kritikpunkten an Microsoft Windows gehört es doch, dass man für eine neue Version immer wieder mit der Hardware an Grenzen stößt, weil MS offenbar bewusst seine Software so schreibt, dass sie immer mehr Ressourcen benötigt. Man will ganz bewusst Bedarf schaffen.
Übrigens wurde schon mein Pentium III-667 in grauer Vorzeit einfach dadurch spürbar schneller, dass ich den Internet Explorer aus Win98SE herausoperiert habe (da gab es mal eine Batch-Datei, die das konnte). Diesen Rechner habe ich dann über sechs Jahre lang zufrieden benutzt mit 98SE und Opera zum browsen und mailen. Sein Nachfolger hat dann allerdings nichts von Microsoft mehr kennengelernt.
Wenn sie nicht unterschiedlich wären, dann gäbe es doch nix zu vergleichen. (-:Das ist ja gerade die Crux bei den Linux-Derivaten, daß sie alle ein wenig anders aufgebaut sind und nicht immer miteinander vergleichbar sind.
Gerade das halte ich für einen der großen Vorteile von Linux gegenüber den Systemen von Microsoft oder Apple, dass man sich hier selber Gedanken machen darf, was man braucht und was nicht. Bei den anderen treffen die Anbieter die Entscheidungen. Das mag ich nicht so. Aber zugegeben, es scheint weltweit sehr viele Computernutzer zu geben, denen das so gefällt. Die sollen sich dann halt jedes mal einen neuen Rechner kaufen, wenn es den Herrn Gates oder Jobs gerade so einfällt.
Xubuntu ist jenes Projekt von Canonical, mit dem man gezielt auch ältere Rechner in Funktion halten will, ohne auf moderne Arbeitsfähigkeit zu verzichten. Das entspricht genau der Philosophie dieses Hauses, die Computertechnik möglichst für jeden Menschen verfügbar machen möchte und nicht nur für jene, die alle Nase lang einen neuen Superduper-Datenverweser „brauchen“. Diese Philosophie begrüße ich sehr. Lubuntu scheint das übrigens noch besser zu können. Diese Distro regt ja schon geradezu meinen Spieltrieb an: Da steht doch noch der olle Pentium mit seinem Win98SE im Keller, sollte man bei dem nicht mal...
Probier es halt aus. Es gibt mittlerweile noch Lubuntu, was noch nicht offizielle unterstützt wird, aber das soll bald folgen. Es ist IMHO noch um einiges flotter als Xubuntu. https://wiki.ubuntu.com/Lubuntu
wird openSuse eigentlich nicht erwähnt?
http://www.opensuse.org/de/
Läuft bei mir seit Jahren problemlos.
wegen YaST. *LOL*
;-))
Windows 7 setzt mind. 1 GB RAM voraus. Bei weniger wird die Installation verweigert.
Mein ältester noch regelmäßig genutzter Rechner ist ein Athlon von 1999. Der hatte Standardmäßig damals 1 GB (inzwischen 3). 2 GB sind seit mind. fünf Jahren absoluter Standard.
Wer ein neues OS auf so einer alten Möhre betreiben will, der hat sie nicht mehr alle!
Ja, kenne ich selbstverständlich ... und auf meinem Uralt-Thinkpad läuft sogar Debian Stable (bei der Hardware braucht es auch nicht die neuesten Versionen der Software ;) ) mit LXDE. XUbuntu habe ich gestern ausprobiert und mich leider von der Live-CD verführen lassen, es zu installieren. Sieht auch nicht viel schlechter aus als Gnome, ist nen gefühlten Tick schneller und die Vorauswahl der Software (Thunderbird statt Evolution, GIMP statt F-Spot, Pidgin statt Empathy, kein Gwibber) kommt auch mehr meiner Nutzung entgegen. ABER: wie buggy ĺäuft das denn bitte nach der Installation? Und damit meine ich nicht die Probleme mit dem X-Server, sondern ganz banale Kleinigkeiten, wie z.B., dass das Bildschirm-sperren-Icon auf dem Panel überhaupt nicht reagiert. Also doch wieder Ubuntu drauf und XUbuntu als gute Live-CD gemerkt.
Aber wenigstens hat mich die Installationsorgie gestern den Boot-Fehlern auf die Spur gebracht:
1.) man sollte die Festplatte nicht manuell formatieren, oder zumindest keine Extrapartition "/boot" anlegen; auch wenn das akzeptiert wird, treten Probleme beim Booten/ Starten des X-Servers (?) auf ... warum auch immer
2.) man sollte das proprietäre NVidia-Plugin nicht aktivieren, was Dank Nouveau auch kein Problem ist, solange man keine 3D-Hardwarebeschleunigung braucht, weil ein guter Teil der Probleme beim Starten des X-Servers daraus resultieren, dass sich das NVidia-Modul des Kernels beim Booten nicht laden lässt
3.) wenn man sie im Gegensatz zu mir braucht, muss man sich wohl eine passende Kombination aus NVidia-Plugin und x.org zusammensuchen und aufpassen, dass die nicht durch Updates überschrieben wird ... viel Spaß :/ .
Aber immerhin: an die Knöpfe links gewöhnt man sich schnell und das ist (für Rechtshänder) dann sogar tatsächlich besser zu bedienen.
Ich bin jedenfalls froh, noch mein funktionierendes Karmic auf der anderen Festplatte zu haben.
Und hier der Tipp für alle Rechtshänder, die das in Karmic auch mal testen wollen:
• Konfigurationseditor starten. Das geht am schnellsten mit „Anwendungen ausführen“, also [Alt]+[F2], und da tippt man dann gconf-editor ein.
→ Nun hangele man sich den Pfad apps → metacity → general entlang und finde den Eintrag button_layout. Dort steht als Wert „menu:minimize,maximize,close“. Wenn man das in „close,maximize,minimize:menu“ ändert, dann hat man die Konfiguration für Rechtshänder, die Anordnung der Fensterknöpfchen ist jetzt genau spiegelbildlich.
Der Doppelpunkt trennt die linke von der rechten Fensterrahmenecke, und die Reihenfolge der Knöpfchen ist beliebig wählbar. Einen Zwischenraum kann man auch noch einfügen, bei mir sieht das beispielsweise so aus: „menu:minimize,maximize,spacer,close“, damit der Schließen-Knopf sich ein bisschen von den anderen absetzt. Ist ein kleines Stückchen Computerkomfort, das ganze.
Ds bin ich zur Zeit übrigens auch noch.Ich bin jedenfalls froh, noch mein funktionierendes Karmic auf der anderen Festplatte zu haben.