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Anonyme Meinungsäußerungen im Internet – mehr Schaden als Nutzen?

Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
  1. #30

    Zitat von brabax22 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, dass es immer noch Leute gibt, die glauben, dass das Internet ein anonymer "Platz" ist. Jede Spur ist verfolgbar, egal wieviel Mühe sich ein "User" gibt, seine Spuren zu verwischen. Natürlich hat nicht jedermann die Möglichkeiten dazu, diese Spuren aufzunehmen, das heisst aber nicht, dass es diese Möglichkeiten nicht gibt. Die Zukunft wird zeigen, wie lange uns die "Meinungsfreiheit" erhalten bleibt. Das Meinungsdiktat ist schliesslich sehr erfolgreich. Davon abweichende Ansichten werden ja von vorn herein in die Schublade "Verschwörungstheorie" gesteckt. Aber irgendwann werden diejenigen, die über den Tellerrand der Mainstream-Medien hinausblicken, dafür die Konsequenzen tragen müssen. Die Frage ist nur noch: wann?
    Stimmt schon, nur trägt jeder die Verantwortung für sein Tun und Handeln selber. Und mal ehrlich, glaubt hier wirklich jemand daran, dass die Gesellschaft noch anonym ist?. Im Zeitalter von moderner Telekommunikation, Navigation und was sonst noch, wo jeder seinen persönlichen und vielleicht auch intimen "Quark" zum Besten gibt, leistet man der Beobachtung der Menschen Vorschub.
  2. #31

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    ???? Verstehe mal wieder nicht worum es geht! Anonym im Interne? Nur weil man unter einem Pseudonym schreibt? Ist das ein Witz? Finde ich nicht Lustig. Habe eine bemerkenswerte Cookie Sammlung nur weil ich hier poste. Was wollt Ihr denn noch alles wissen? Ich schütze mein Leben davor rationalisiert und verpackt zu werden. Der Individualismus meiner Aussage darf nicht von meiner Persönlichkeit abhängig gemacht werden können. Nur so ist die "Freie Meinungsäußerung" möglich. Siehe auch China, Russland, Algerien, Libyen, Syrien und Venezuela.
    Cheers
  3. #32

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    Uwahh Hahh Hahh, und wenn es nicht passt, wird es eh nicht veröffentlicht. Die Rezession der Posts liegt doch eh bei den Spiegel Redakteuren, also, ist das hier auch das falsche Forum um darüber weiter zu diskutieren.
  4. #33

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Bleiben wir doch mal konkret bei SPON. Man kann anonym über seinen Scheidungskrieg berichten, Probleme in einer früheren Firma ansprechen (ohne natürlich diese zu benennen), usw. - Dinge die andere interessieren könnten oder wobei andere weiterhelfen könnten - und man übertritt damit gerade eben nicht die schutzwürdigen Interessen anderer. Mit seinem eigenen Namen können sehr schnell Bekannte, Kollegen usw. voll im Bilde sein – obwohl das denen gar nichts angehen sollte. Leider gibt es überall die Beinpinkler, die dann – oft genug dann selber anonym(!) – gern weiter berichten (so nach dem Motte: „ich hab' da etwas für Sie, was Sie interessieren könnte – schauen Sie doch einfach mal da und dort hinein ….“).
    Und dann gibt es noch die unabsichtlichen und absichtlichen Mißversteher – in der Politik sogar die berufsmäßigen Mißversteher, die gern auf andere einen Rechtfertigungsdruck ausüben wollen (und das manchmal sogar regelrecht gelernt haben; z.B. in Lehrgängen: „Wie kommuniziere ich richtig?“ Die einschlägigen Fehler werden dann vorsätzlich verübt) – die kann man dann auch ignorieren; man braucht sich nicht permanent um Klarstellungen zu bemühen. Und Demagogen mit ihren üblichen Nazi-, Kommunisten- und sonstwas -Keulen kann man dann einfach ins Leere laufen lassen …
    Natürlich gibt es Meinungsfreiheit – aber nicht immer die Freiheit, diese immer und überall zu äußern. Religiöse und politische Bekenntnisse z.B. haben in einer Firma aus gutem Grund nichts verloren – der Kollege einer anderen Abteilung, den man sonst nur vom Namen kennt, könnte das aber irgendwann anders sehen: als ob Mobbing nicht Milliardenverluste in der Wirtschaft verursachen würde! Die Beinpinkler erinnern sich eben gern an dem Abend, als sie bei einer Unterhaltung zu Hause mit auf Ihrem Schoß gesessen haben ...
    Warum also sollte man seinen Namen nennen, wenn unzählige – dann allerdings natürlich anonym – mitlesen können? So braucht man sich keinen Gedanken darüber zu machen, wer sonst noch so mit am „Tisch“ sitzt und nur mitliest.
    Klarnamenzwang würde doch nur zu einem Rentner-Forum mit einem Austausch gut überdachter Schüleraufsätze führen.
    Die Verhältnisse sind klar: es sind Foren mit Anonymität – aber man kann es niemand verbieten, den richtigen Namen als „Pseudonym“ zu verwenden. Ein klassisches Leserbriefforum ist es nicht – eher sogar manchmal ein Brain-Storming (ohne Witz – die Foren regen ja doch irgendwie über den Artikel hinaus zum Nachdenken an), bei dem der Herr Professor von und zu seine Titel an der Garderobe abzugeben hat; falls nicht – es nützt ihm nichts …
    Schaden haben vor allem diejenigen, die (man spürt es manchmal regelrecht!) gern den seltenen Namen im Telefonbuch googlen und zu nachmitternächtlicher Stunde anrufen würden. Ein Herr Klaus Müller, Berlin hätte wiederum den Vorteil der Anonymität (spaßenshalber ausprobiert – es sind über hundert!).
    Es muss eben alles differenzierter betrachtet werden, sonst blieben als Alternative nur die Zensur und die Diktatur.
  5. #34

    Man kommt ihnen auf die Schliche

    ....und das ist GUT so!


    Angefangen bei unseren Zahnärzten, welche sich hier in meiner Stadt in einer großen Anzeige der örtlichen Tageszeitung vor Bewertungen im Netz wehren, bis hin zu Kirchenfürsten- beider Religionen- die in Osterpredigen davor warnen!
  6. #35

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    Ich habe eine Vermutung, warum das Thema derzeit Konjunktur hat:

    Der neue Personalausweis mit Online-Funktionen läuft wohl nicht so gut, wie gedacht/erhofft. Über diesen würde jedoch vermutlich der Klarnamenzwang laufen, um eine Verifizierung zu ermöglichen.

    Wer also keinen neuen Perso hat, muss dann in Zukunft bald online die Klappe halten. Mit Klarnamenzwang wird man auf diese Weise vermutlich diejenigen, die moderne Technik nutzen, aber staatlichen Eingriffen misstrauen, einfangen können. Alle anderen Bevölkerungsgruppen sind ja konform oder sterben bald aus.
  7. #36

    kein Niveau

    Zitat von abuditt@t-online.de Beitrag anzeigen
    Stimmt schon, nur trägt jeder die Verantwortung für sein Tun und Handeln selber. Und mal ehrlich, glaubt hier wirklich jemand daran, dass die Gesellschaft noch anonym ist?. Im Zeitalter von moderner Telekommunikation, Navigation und was sonst noch, wo jeder seinen persönlichen und vielleicht auch intimen "Quark" zum Besten gibt, leistet man der Beobachtung der Menschen Vorschub.
    __ vielleicht erklärt SPIEGEL einmal weswegen gelöscht wird !
    Meine Dummheit, wenn ich auf die SPIEGELseite gehe; unhöflich aber wenn SPIEGEL meint (wie Kai Diekmann) Gott spielen zu müssen.
    Zeig kei Niveau.
  8. #37

    Warum diese Aufregung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    Ich persönlich halte sehr viel davon, daß ich auch einmal, ohne Repressalien befürchten zu müssen, meine Meinung abgegeben zu können, auch wenn meine Absicht weder beleidigend noch diskriminierend noch ähnlicher Art ist. Leider sind wir doch aber dabei, diese Möglichkeiten freiwillig aufzugeben. Jeder Depp muss seine persönlichen Daten ins Netz stellen und findet nichts dabei. Und nicht nur Facebook und andere Plattformen sind gemeint, nein, jeden Newsletter muss man beziehen, nachdem man sich bei der X-ten Website eines Anbieters von Windeln oder Hautcreme angemeldet hat. Überall werden ohne Nachdenken Daten hinterlassen und dann wundert man sich über die Sinnhaftigkeit solcher Fragen. Und wo man seinen Daten nicht freiwillig hinterlässt, werden Informationen z.B. via.Tracking gesammelt. Das ist sicher der Freiheit des einzelnen und trifft nicht unbedingt das Thema. Aber es stellt sich grundsätzlich die Frage, wie man mit der Verantwortung umgeht, die sich aus den Möglichkeiten der Anonymität des Internets ergibt.
  9. #38

    Schaden und Nutzen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    Es würde ganz bestimmt nutzen, wenn die 5. Gewalt in ihren elektronischen Medien für mehr Transparenz sorgen würde. Die Verantwortung ist groß. Und es kann nicht sein, dass die technologische Übermacht der Medien dafür benutzt wird, die öffentliche Meinung zu manipulieren, so wie es derzeit geschieht.

    Deshalb: Es muss transparent werden, welche Personen moderieren, Beiträge ändern und vor Allem weshalb.

    Nicht die einzelnen Meinung, sondern der, dem sie anvertraut wurde muss heraus aus der Anonymität.
  10. #39

    Abmahner erdrücken Normalbürger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anonymität, die das Internet bietet, wird von manchen als sinnvoll und nötig, von anderen als Anreiz zum Missbrauch gesehen. Sicher würde es manche Hinweise und Darstellungen ohne den Schutz der eigenen Identität nicht geben - aber sollte nicht jeder hinter seinen Äußerungen mit seinem Klarnamen stehen? Beinhaltet die Anonymität des Internet mehr Schaden oder mehr Nutzen?
    Nun, ich bin ein großer Freund des Kampfes mit offenem Visier. Aber nachdem ich infolge meiner unter Realnamen vorgetragenen Meinung hier im SpOn-Forum Opfer einer Cyber-Mobbing-Attacke wurde, habe ich mich entschlossen, ein Pseudonym zu verwenden.

    Ich habe zudem seit einem Dreivierteljahr einen Rechtsstreit am Hals wegen meiner auch im Internet veröffentlichten Meinung über ein Unternehmen, das esoterischen Scharlataneriekram verkauft und behauptet, man könne damit Energie sparen. Bislang hat mich dieser Streit etwa 5.000 € gekostet, Hauptverhandlung ist aber erst im kommenden September. Im Moment ist mir tatsächlich sogar per Einstweiliger Verfügung die Aussage verboten, bei diesem Kram (es handelt sich um simple Magnete, die an Brennstoffleitungen von Heizungsanlagen geklemmt werden) handle es sich um Perpetua Mobilia, wenn sie wei versprochen fuinktionieren würden. Diese Aussage müsste als wissenschaftliche Meinunsgäußerung selbst dann zulässig sein, falls sie falsch wäre. Dass sie im konkreten Fall beweisbar korrekt wäre, brauche ich nciht extra zu erwähnen.

    Fakt ist: die Abmahner haben die Macht auf ihrer Seite. Sie können die Justiz für ihre Zwecke instrumentalisieren, weil sie durch irreale Konstruktion von Streitwerten jeden Normalbürger problemlos an die Wand drücken können.

    Da ist es logisch, wenn die Normalbürger das Visier herunter klappen und ihre Meinung anonym verbreiten. Dass das genau so oft schädlich ist wie nützlich, steht auf einem anderen Blatt.








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