Leider kann ich wenig zur bisherigen China-Berichterstattung des Spiegels sagen, aber was soll dieser Titel?
China gehen mitnichten die Arbeiter aus, dass einzige was passiert sind ein paar durchaus positiv zu bewertende Anpassungsprozesse: Die Arbeitgeber in den Südprovinzen müssen bessere Arbeitsbedingungen bieten und vielleicht in etwas mehr Technologie investieren, weil viele Arbeiter entweder woanders - namentlich in den Provinzen, die sich später entwickelt haben, oder gar nicht mehr in der Fabrik arbeiten wollen.
Schön wären auch ein paar Zahlen, die klar machen warum das so ist und auch ein paar Fakten, wie etwa die Tatsache, dass in einigen Provinzen in den letzten Jahren die Reallöhne trotz Wachstum gesunken waren, weil die Arbeiter nicht streiken durften, da die Regierung Angst vor Unruhen hat. Und was natürlich auch die internationalen Konzerne freut.
Der lapidare Satz, dass es keine Zahlen zu China gäbe, ist einfach falsch. Die Frage ist nun wie so oft, ob wir es mit (redaktioneller) Absicht, Faulheit oder Unkenntnis zu tun haben.



