Was will General Motors wirklich?

Opel wird an einen Investor verkauft: Der Verwaltungsrat von General Motors hat sich mehreren Nachrichtenagenturen zufolge für eine Trennung von der deutschen Tochter ausgesprochen, wird dafür aber Bedingungen stellen. Demnach erhält Magna den Zuschlag. Was will GM wirklich?
  1. #370

    Famose Politik

    Zitat von bengel09 Beitrag anzeigen

    Warum stellt GM nun aber der Bundesregierung, dem deutschen Staat Bedingungen?
    Was hat die deutsche Regierung überhaupt so zentral im Getümmel zu suchen?
    Was befähigt Merkel, zu Guttenberg, Steinbrück, Rüttgers, Koch und Co., da so intensiv mitzumischen? Sind das Automobilexperten?
    Fragen über Fragen, die inzwischen nicht einmal mehr gestellt werden.
    ntümer und kann beim Opel-Deal wirklich was entscheiden. Zu entscheiden hat sie aber in Wirklichkeit nichts, denn Opel gehört nun mal GM. Und all das Politiker Blabla führt nun dazu, das verschiedene Interessengruppen Geld vom deutschen Steuerzahler wittern. Am Ende werden wir Steuerzahler dank unser famosen Regierung wieder mal bluten müssen - und trotzdem werden die Arbeitsplätze über kurz oder lang weg sein. Aber dann ist der Wahlkampf gelaufen, die "Retter von Opel" haben ihre Stimmen vom wie immer gutgläubigen und ahnungslosen deutschen Michel bekommen und dann geht ihnen Opel vermutlich am A... vorbei.
  2. #371

    Zitat von carlosowas Beitrag anzeigen
    Magna wird sagen, das sind ja keine Arbeitsplätze, weil die Verwaltung ja gar nicht wirklich arbeitet. lol
    Das trifft es ziemlich gut.Ich kenne jemand, der in einer Firma hat, zu deren Kunden auch Opel in Rüsselsheim gehört. Der sagt, die Verwaltung ist da soooo träge, bis mal was ausgeführt wird, bis es eine Entscheidung gibt, weil einfach zu viele Leute involviert werden, und die sitzen nicht nur in Rüsselsheim, das geht teilweise über Rumänien und Indien nach Detroit und auf anderem Wege zurück. Der Bekannte sagt, würde man da die Hälfte der Leute aus der Verwaltung rausnehmen, das Ding würde immer noch funktionieren, und zwar wahrscheinlich sogar besser. Allerdings tut mir jeder leid, der da seinen Job verlieren würde, das ist etwas, was man niemanden wünschen sollte. Wenn ich mir hier so manche Kommentare durchlese wird es mir diesbezüglich schlecht.
  3. #372

    Zitat von oberallgaeuer Beitrag anzeigen
    Na, den Zusdammenhang müssen Sie mir mal erklären. Der Steuerzahler finanziert einen Autohersteller oder Banken - ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Was ist daran demokartisch? Ich würde eher sagen das ist eine Sozialisierung der Verluste bei gleichzeitiger Privatisierung der Gewinne.
    Der Bankenrettungsfonds macht im Gegensatz zu Opel Gewinn.
    http://www.manager-magazin.de/untern...611949,00.html

    Zitat von oberallgaeuer Beitrag anzeigen
    Übrigens, General Motors will Gewinne erwirtchaften, sonst nix. Arbeitsplätzeerhaltung steht nicht auf der Agenda.
    Die einzigen Arbeitsplätze mit denen kein Mehrwert erzielt wird, dienen der
    Ergotherapie.

    Mmmmhhh, vielleicht könnte man sich das Geld für Opel von der Krankenkasse
    zurück holen ???!!!!
  4. #373

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Diese Rechnung stimmt nicht, da GM Opel braucht, wenn auch nicht die komplette Belegschaft. Die Zahl der Arbeitsplätze die GM bei Opel behalten hätte und die, welche unter der Regie von Magna verbleiben, nähern sich täglich einander an.
    Wofür soll GM Opel brauchen?

    Neue Antriebe werden bei GM in Amerika entwickelt. Die Batterietechnik kommt von amerikanischen Firmen, wird zur Zeit noch von Hitachi bezogen.
    VOLTEC, die Marke für Elektroantrieb und Rangeextender ist eingetragenes
    Warenzeichen von GM.

    Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim hatte Bestandsgarantie bis 2010 und sollte Kapazitäten in die USA oder in Schwellenländer wie z.B. Brasilien abgeben.

    Schleierhaft bleibt, dass gerade das Entwicklungszentrum, das nach eigenen Angaben weltweit die Produktpalette von GM entwickelt haben soll, Bestand hat, wenn statt einer weltweiten Fahrzeugpalette eines globalen Konzerns jetzt nur noch OPEL Fahrzeuge entwickelt werden sollen. SAAB fällt als zu
    entwickelnde Marke in Rüsselsheim ganz weg.

    Und gerade die hochgelobte Motorentechnik für Kleinfahrzeuge hat GM / OPEL von Fiat bezogen.

    Also KNOWHOW ist es nicht, das GM von Opel braucht. Was alle brauchen, und da unterscheidet sich GM nicht von MAGNA, SBERBANK und GAZ sind die staatlichen Milliarden.

    Ein Raubzug, der Briggs und seine Posträuber als lächerliche Amateure erscheinen lässt!!!!

    Und Gewerkschaften und Regierung stehen als Komplizen zum Nachteil des Steuerzahlers Schmiere.
  5. #374

    zu Guttenberg hat Verhandlungsposition der Bundesregierung massiv verschlechtert

    Zitat von zuraffe Beitrag anzeigen
    aber ist das Merkel bashing nicht ein bisscehn einseitig?
    Wenn ich mich recht erinnere waren es doch die Herren von der SPD und den Gewerkschaften die zu Beginn der Sache den Magna Deal als die Lösung aller Probleme dargestellt haben?
    Ich hab den Eindruck, als ob Guttenberg der Einzige mit etwas Weitblick in dieser Angelegenheit war...
    Prof. Dudenhöffer(Car Automotive Research Center Uni Gelsenkirchen) sieht im Gegenteil zu Guttenberg als den Schuldigen, der die Verhandlungsposition der Bundesregierung massiv verschlechtert hat, indem er einen vorhandenen Vertrag mit Magna und GM über ein 1,5 Milliarden-Euro Darlehen verwässert habe. "Dieser Vertrag war rechtlich bindend. Ihn hätte man in Einzelheiten schnell ausformulieren müssen."
  6. #375

    Was soll GM schon wollen? Die Dividende für die Aktionäre retten. Wenn nötig über Leichen.
  7. #376

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Man kann es auch anders herum sehen:

    4 500 000 000 / 4 500 = 1 000 000 EURO für jeden Entlassenen und das ist somit die wahrscheinlich höchste Jobabwrackprämie, die ein Staat jemals gezahlt hat.
    Nun sehen Sie 'mal nicht soo schwarz Herr Daeschler - ich bin sicher, ein steigender Divisor wird die Abwrackprämie für den Einzeljob schon noch verbilligen ;-).

    Ja, es ist nur noch zum Erbrechen, wir bezahlen damit auch noch den Abbau unserer eigenen Arbeitsplätze selbst. Mit vollstem Einverständnis der Gewerkschaft, sollten wir nicht vergessen ...
  8. #377

    Zitat von Gruber Beitrag anzeigen
    ...der eine Verbesserung des Automarktes voraussagt
    Im Gegenteil, alle sprechen davon, dass viel zu viele Autos produziert werden, obwohl andererseits der Bedarf fehlt.

    Ja, es wird sogar davor gewarnt, dass die Überproduktion noch dadurch stark zunehmen könnte, dass so Länder wie China und Indien Autos auf den Markt werfen könnten.
    Und in dieser Situation fordern tatsächlich etliche Macher, Wirtschaftskneißer und deren Fußvolk, dass noch weitere unzählige Steuermilliarden für diesen Wirtschaftszweig verbraten werden...
    Warum denn auch nicht....

    Ist doch gute Tradition, alte Industrien an den Subventions-Tropf zu hängen. Hat man mit dem Bergbau gemacht, hat man mit der Stahlindustrie gemacht und jetzt ist halt ein weiteres Lieblingskind der Deutschen dran: die Automobilindustrie. Und das ganze sollte wie üblich am besten im Ruhrgebiet stattfinden und was hat man da? Genau, Opel. Also spielt man das gleiche Spielchen wie vor 20 Jahren und wie vor 40 Jahren ...

    Wobei ich so das Gefühl habe, daß in Deutschland die Kohleförderung bald wieder ganz groß rauskommt. Also, der manuelle Bergbau, nicht der automatisierte...

    Bis dahin pumpen wir aber fleißig weiterhin Milliarden in die Fahrzeugbranche: Abwrackprämie, Steuererleichterung, Bürgschaften, was gerade so in den Sinn kommt. Damit bloß die schönen Überkapazitäten erhalten bleiben, um die uns die Welt so beneidet. Und damit kein Hersteller sich Gedanken um innovative und verbraucherfreundliche Produkte machen muß. Das wird jetzt ausgesessen...

    Der Strukturwandel kann ruhig noch um ein paar Jahrzehnte verlängert werden. Und notfalls machen wir wieder eine Mauer um ganz Deutschland und erfreuen uns an unseren Markenprodukten und unserer überragenden Industrieleistung. Die Merkel kennt sich ja schon mal mit sowas aus; vielleicht sollten wir die mal lieber behalten....
  9. #378

    1+1=11:-)

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Man kann es auch anders herum sehen:

    4 500 000 000 / 4 500 = 1 000 000 EURO für jeden Entlassenen und das ist somit die wahrscheinlich höchste Jobabwrackprämie, die ein Staat jemals gezahlt hat.
    16 Tage noch, liebe Opelaner. Hin, Antrag stellen! Danach ist die Kasse zu;-))

    Liebe Grüße.
  10. #379

    Opel?

    Es geht nur und ausschliesslich darum Geld zu machen. Menschen intressieren nicht. Was diesen Herren nur stört Autos kaufen keine Autos. Das alles. Da wird zwar immer von Verantworung gefaselt aber das ist Mund nicht Herz.