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Wie wichtig ist der Export für Deutschland?

China hat Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Ist das ein Nachteil für die heimische Wirtschaft? Oder ist die Bundesrepublik ohnehin zu abhängig von ihren Ausfuhren - sollte stattdessen die Binnennachfrage gestärkt werden?
  1. #1390

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Der Vorteil war bei Siemens weg, als die vor 2 Jahren ein hochmodernes Werk für die Handyherstellung hingestellt hatten. Die Personalkosten waren so minimal, und dafür der Ausschuss und die Fertigungskosten so hoch, dass man die Werke wieder zurückrüsten musste um einigermassen gewinnbringend produzieren zu können. Insgesamt machte Siemens einen Verlkust von 1 Mrd.$ in China durch diesen Blödsinn. Demgegenüber stehen die Schweizer Siemanswerek, in denen die höchsten Löhne der Welt zu bezahlen sind, als eine der Gewinnbringendsten des Unternehmens, die ständig weiter ausgebaut werden, da, weil sie am innovativsten und produktivsten sind.. Insofern ist was was ich sagte teilweise schon jetzt Realität. Wenn man hochmoderne Fertigungsstrassen für PKWs hinstellt, dann sind womöglich die Roboter nicht immer zuverlässig, aber auch dann kommen sie trotzdem in die Nähe des Schnittpunktes zwischen Kosten der Handarbeit und der Maschinenarbeit. Ein Roboter baut etwa Windschutzscheiben zum halben Preis ein, den eine chinesische Arbeitsstunde kostet. Und auch da hat man wieder zurückgebaut, und diese Roboter ausgebaut und die Windschutzscheiben werden von Hand von 2 Arbeitern eingebaut.

    Maschinen steuern ihre Entstehung - Hannover Messe zeigt Produktionsumgebungen für | Computer und Kommunikation | Deutschlandfunk
    Roboterisierte Schweißsysteme:Auch bei Kleinserien rentabel - Stählerne Werker in derZelle besonders produktiv - Konradin Verlag
    Wie Roboter ein Hochhaus bauen: Fakultät für Architektur - TUM

    Man darf was China anbetrifft nie vergessen, dass Roboterisierung und Automation China zerstört. Wenn zig Millionen Arbeitslose zu alimentieren sind, dann überfordert das nicht nur den Staat, sondern auch die Gesellschaft. China wird entweder auf dem jetzigen Stand bleiben müssen, oder untergehen.

    exilator
    Bei der Problematik liegen wir nicht weit auseinander, wenn überhaupt... ich versuchte lediglich momentane Lage umzuschreiben.
    Wohin mit den Billigarbeitskräften ? lautet die Frage, denn die Automatisierung, was ich bereits im Falle VW kurz erwähnte, schreitet voran und zwar nicht seit gestern Maschinenbau: Steigende Löhne zwingen China zu Automatisierung - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE Der beste Beispiel war Foxcon als mitderwichtigste Arbeitgeber. Terry Gou wollte eine Million Roboter künftig eingesetzt haben wissen. Das Lohnniveau und Lohnkosten sind gestiegen, was die Produktion unrentabel macht... dies führt schon seit Jahren zur Automatisierung oder Verlagerung. Nur, wohin mit den Billigarbeitskräften ?
  2. #1391

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    natürlich bestimmen die Chinesen die Marschroute, im Falle von VW bereits seit Jahrzehnten, nur VW ist recht gut damit gefahren, und konnte sich so auch in Europa Vorteile verschaffen, wobei auf DIE Nachricht habe ich schon lange gewartet Autoindustrie berät Überkapazitäten mit EU-Vertretern | Top-Nachrichten | Reuters
    Wenn es zum Schwur kommt, wird die chinesische Regierung die Ausländer rausschmeissen oder so hohe Zölle einführen, dass der Export dahin so gut wie tot sein wird. Wer atwas anderes glaubt kennt weder die chinesische Mentalität noch schaut er realistisch in die Zukunft.


    exilator
  3. #1392

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Wenn es zum Schwur kommt, wird die chinesische Regierung die Ausländer rausschmeissen oder so hohe Zölle einführen, dass der Export dahin so gut wie tot sein wird. Wer atwas anderes glaubt kennt weder die chinesische Mentalität noch schaut er realistisch in die Zukunft.


    exilator
    die switzerische Mentalität ist aber auch nicht ganz ohne wenn es hart auf hart kommt:
    "Laut "Sonntags-Blick" tun sie dies übrigens weniger aus der Angst vor kultureller Überfremdung oder aus einer generellen Abneigung gegenüber den oft als hochnäsig geschmähten Deutschen, sondern weil sie die Konkurrenz der Deutschen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt fürchten." Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen" - SPIEGEL ONLINE

    VW ist seit Jahrzehnten in China vertreten, und das macht einiges aus... aber zugegeben wenn es hart auf hart kommt, kann es ungemütlich werden, bis dahin aber kann sich das Konzern positionieren, was auch bereits geschieht... wenn man realistisch in die Vergangenheit schaut.
  4. #1393

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Wenn es zum Schwur kommt, wird die chinesische Regierung die Ausländer rausschmeissen oder so hohe Zölle einführen, dass der Export dahin so gut wie tot sein wird. Wer atwas anderes glaubt kennt weder die chinesische Mentalität noch schaut er realistisch in die Zukunft.


    exilator
    So plump wird es sicher nicht gehen.

    China braucht seine Auslandsmärkte, um die heimische Beschäftigung aufrecht zu erhalten.

    Da kann man auf WTO-Ebene alles gebrauchen, nur keine Skandale.
  5. #1394

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    So plump wird es sicher nicht gehen.

    China braucht seine Auslandsmärkte, um die heimische Beschäftigung aufrecht zu erhalten.

    Da kann man auf WTO-Ebene alles gebrauchen, nur keine Skandale.
    Sie beschreiben genau den Spagat den China vorhat, und der nicht gelingen wird.
    Einerseits mit den Billigen Kräften zu produzieren, und andererseits mit der Automatisierun gnicht den Anschluss zu verlieren. China hat heute den peak erreicht. Für China geht es derzeit nicht um Weiterentwicklung der Märkte, sondern um Erhalt des Erreichten. Die Märkte werden von Automatisierung getrieben, und diese ist nicht im Sinne Chinas.

    exilator
  6. #1395

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Sie beschreiben genau den Spagat den China vorhat, und der nicht gelingen wird.
    Einerseits mit den Billigen Kräften zu produzieren, und andererseits mit der Automatisierun gnicht den Anschluss zu verlieren. China hat heute den peak erreicht. Für China geht es derzeit nicht um Weiterentwicklung der Märkte, sondern um Erhalt des Erreichten. Die Märkte werden von Automatisierung getrieben, und diese ist nicht im Sinne Chinas.

    exilator
    China ist zwar auf Erhalt aus, aber innerhalb des Erhalts auf die wirtschaftliche Umstrukturierung.
    Vor allem nachhaltiges Know-how steht momentan ganz oben auf der To-Have Liste.
    In den letzten Monaten haben chinesische Unternehmen allein ein gutes halbes Dutzend deutsche Unternehmen akquiriert, und diese sind alles andere als wirtschaftlich schwach aufgestellt.
  7. #1396

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    China ist zwar auf Erhalt aus, aber innerhalb des Erhalts auf die wirtschaftliche Umstrukturierung.
    Vor allem nachhaltiges Know-how steht momentan ganz oben auf der To-Have Liste.
    In den letzten Monaten haben chinesische Unternehmen allein ein gutes halbes Dutzend deutsche Unternehmen akquiriert, und diese sind alles andere als wirtschaftlich schwach aufgestellt.
    Wirtschaftliches Know How von welchen Firmen? Brausenhersteller? Castingfirmen? etcetc.....meine Güte. Know how ist innerhalb von 3 Monaten veraltet. Solange China immer 3 Monate hinter Europa ist, ist China nicht mal ein Schatten an der Wand.


    rolli
  8. #1397

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    China ist zwar auf Erhalt aus, aber innerhalb des Erhalts auf die wirtschaftliche Umstrukturierung.
    Vor allem nachhaltiges Know-how steht momentan ganz oben auf der To-Have Liste.
    In den letzten Monaten haben chinesische Unternehmen allein ein gutes halbes Dutzend deutsche Unternehmen akquiriert, und diese sind alles andere als wirtschaftlich schwach aufgestellt.
    Zusatz: Die Strategie von chinesischen Unternehmen wird es immer mehr, die akquirierten europäischen Unternehmen unabhängig weiterlaufen zu lassen. So haben sie weiterhin die für die europäische Kultur passende Führung, aber gleichzeitig immer das aktuelle Know-how!
    China ist nach wie vor nicht zu unterschätzen.
  9. #1398

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Wenn es zum Schwur kommt, wird die chinesische Regierung die Ausländer rausschmeissen oder so hohe Zölle einführen, dass der Export dahin so gut wie tot sein wird. Wer atwas anderes glaubt kennt weder die chinesische Mentalität noch schaut er realistisch in die Zukunft.


    exilator
    Der Ausländerhass wird derzeit vond er Regierung geschürt, denn wenn die sozialen Errungenschaften nicht subventioniert werden können, bricht China auseinander, und exakt da stehen wir gerade. Ein Land, dessen hauotstadt nur noch 50 Km von einer allesverschlingenden Wüste entfernt ist, die nicht gebremst werden kann, das Millionen von Tonnen an Getreide aus USA und Kanada einführen muss, dessen einzige Überlebenschance der Export ist, das ist ein von Gnaden anderer. Chinas Fähigkeit Weltpolitik zu betreiben ist gleich null.


    rolli
  10. #1399

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    die switzerische Mentalität ist aber auch nicht ganz ohne wenn es hart auf hart kommt:
    "Laut "Sonntags-Blick" tun sie dies übrigens weniger aus der Angst vor kultureller Überfremdung oder aus einer generellen Abneigung gegenüber den oft als hochnäsig geschmähten Deutschen, sondern weil sie die Konkurrenz der Deutschen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt fürchten." Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen" - SPIEGEL ONLINE

    VW ist seit Jahrzehnten in China vertreten, und das macht einiges aus... aber zugegeben wenn es hart auf hart kommt, kann es ungemütlich werden, bis dahin aber kann sich das Konzern positionieren, was auch bereits geschieht... wenn man realistisch in die Vergangenheit schaut.
    Wie realistisch die Vergangenheit für VW war kann man an einem Beispiel sehen, das sich vor 2 Jahren abgespielt hat. Der chinesische Partner hat seine 51% Beteiligung übers Wochenende an einen anderen Staatskonzern verkauft, und als am Montag die VW-manager ihre Büros betreten wollten, wurden Sie rausgeschmissen, denn mittlerweile hatte die die Chinesen bezogen.

    rolli








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