Forum: Wirtschaft
Wie wichtig ist der Export für Deutschland?
China hat Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Ist das ein Nachteil für die heimische Wirtschaft? Oder ist die Bundesrepublik ohnehin zu abhängig von ihren Ausfuhren - sollte stattdessen die Binnennachfrage gestärkt werden?
- #1340 11.04.2012 12:05 von
wohl wahr, Export ist wichtig, koste es was es wolle... Export der Korruption inclusive. Deutscher U-Boot-Deal: Griechischer Ex-Minister wegen Korruptionsverdacht in Haft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
- #1341 11.04.2012 16:19 von
Einen grossen Teil des Exports in die Eu werden wir einfach verschenken und den Rest wird die Bundesbank abschreiben müssen, was letztendlich auch an den Menschen hängenbleibt.
1. die Bankenkrise - nun genannt Staatsschuldenkrise, weil die Staaten die Schulden der Banken übernommen haben, kommt nun mit Macht zurück. Den Banken geht nun auch das Geld der EZBtender aus. Es ist verdampft und befindet sich auf den Konten der Investoren. Die Banken haben nun kein Geld mehr um Staatsanleihen zu kaufen. Das wird spannend, und es geht im Grunde nur darum, wer zuerst Bankrott anmeldet: Italien oder Spanien.
Europas Banken wird das EZB-Geld knapp - Wallstreetjournal.de
2. Das Geld für Griechenland ist absolut verloren, und die griechischen Verantwortlichen wissen das genau. Bei einer Wahl werden die beiden grössten Parteien, die derzeit die Übergangsregierung bilden, nur noch auf 36% kommen, was es so gut wie sicher macht, dass keine der Parteien die Regierung stellt, auhc nicht zusammen, und damit sind die eingeleiteten Austreitätsmassnahmen nicht einmal mehr Absichtserklärungen.
3. Die Verkaufsjubelarien der Automobilhersteller sind weitere Luftschlösser, die durch die Realität nicht gedeckt sind, sondern einer Planwirtschaft mit 5 Jahresplan entspringen. Die Realität ist, dass die Autoverkäufe in China um 3,5% zurückgegangen sind. Die Automobilindustrie treibt auf eine riesige Überproduktion hin.
4. In ganz Europa, aber besonders in Deutschland baut sich eine Immoblienkrise auf, die die Ausmasse der amerikanischen Krise erreichen kann
5. In den USA ist die Verbunft wieder abhandengekommen. AIG, der grösste Verlierer durch den sub-prime Skandal, wird genau das Geschäftsfeld wieder aufnehmen, das es in die Krise geführt hat
6. in China platzt derzeit fast unbemerkt die Immobilienbaublase. Die Hangzhou Glory Real Estate Co geht ins Insolvenzverfahren. Diese Firma wie viele Baufirmen und Immobilienfirmen in China haben ganze Städte aus dem Boden gestampft, um sie sofort wieder abzureissen, um den 5 Jahresplan zu erfüllen. Schuld am platzen der Blase ist übrigens die chinesische Regierung und deren 2 Jahresplan zur Eindämmung des Immobilienrisikos.
Ich will es mal so sagen: We announce that we are selling bananas - saying to customers: sorry we do not have any.
exilator - #1342 12.04.2012 16:32 von
schauen wir mal, bis dahin gibt es sehr wohl Geld Trotz Schuldenkrise: Griechische Notenbank schüttet Millionen an Aktionäre aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
möchte nur kurz auf Export eingehen, ohne den Strang zu überlasten, Siemens hat sich neue Aufträge gesichert, als Ausgleich ?! für die Korruptonsfälle, zu 70% aus den EU-Topf finanziert/subventioniert. Ansonsten kann ich nur an Börner erinnern, auch wenn er zuletzt "versöhnlichere" Töne von sich gab, das Gros der Manager hat ihn nur bestätigt...
schade dass es kein China-Strang mehr gibt, denn sowohl innenpolitisch wie auch aussenpolitisch jede menge sprengstoff gibt. - #1343 13.04.2012 09:53 von
Über Börner sind wir verschiedener Meinung. China hat den peak erreicht. Innenpolitisch und wirtschaftlich kommt jetzt eine Art Selbstzerfleischung, und das fällt damit zusammen, dass Maschinearbeit den einzigen Produktionsvorteil den China hat, nämlich die billige Arbeitskraft, wegfällt. Hocheffiziene Arbeitsprozesse sind egal wo auf der Welt gleich teuer. Der einzige Unterschied, und das wollten die Manager schon immer, sind billige Rohstoffe und Energie, denn die machen im Gegensatz zu den Lohnkosten ( 18%) den Löwenanteil an den Produkten aus ( 60%). Mit den Subventionen die in Europa und insbesondere in D. gegeben werden, kann kein anders Land mithalten. Wie das dann werden wird, wenn China immer mehr zum Armenhaus wird, ist unbekannt. Aber ich wage zu behaupten, dass man gegen den inneren Feind einen äusseren Feind aufbauen wird um das Land zusammenzuhalten.
exilator - #1344 13.04.2012 11:10 von
- #1345 13.04.2012 11:53 von
Völlig richtig. NUr gebe ich zu bedenken, dass in den Köpfen der deutschen Politik und der Wirtschaftsbosse, der Export in die EU keinen Export darstellt, sondern Binnenwirtschaft darstellt. Der Grössenwahn hat also System, un dman glaubt ungestraft damit durchzukommen. Der Export ist für diese Mischpoke weit unter den im Stabilitätsgesetz festgelegten 50%
- #1346 13.04.2012 11:56 von
Da haben Sie vollkommen recht, der hohe Export nutzt nur einigen Wenigen, nicht der Breiten Mehrheit. Es gab mal Zeiten in der Republik, dass alle Arbeitnehmer vom Export profitierten, die sind allerdings schon seit mindestens 20 Jahren vorbei.
Es gab mal Zeiten, z.B. 1994 da verdiente ein im Ausland, z. B. Russland arbeitender Maschinenbauingenieur, 14 x DM 8.020,00 pro Jahr, das Gehalt war Netto, dazu kamen 7,5 % Auslandszulage und
DM 96,00 Auslösung pro Tag. Damit nicht genug, das damalige Betriebsrentensystem beschert im Heute eine komfortable Zusatzrente und last not least gab es auch noch die Jahresendvergütung, die Anfang der 90er bis zu DM 25.000,00 ausmachte.
Und Heute? - #1347 13.04.2012 14:48 von
Die Löhne steigen. Allerdings auch alle Möglichen Abgaben.
Der Staat nimmt immer mehr Steuern und Sozialabgaben ein und kommt dennoch nicht mit dem Geld aus. Der Staat lässt die Reallöhne sinken.
Und wenn wirklich mal was erwirtschaftet wird, wie gerade bei den Krankenkassen, werden die Bürger dennoch nicht erleichtert. - #1348 13.04.2012 14:50 von
Als Dipl.-Ing. tätig im Bausektor...
... würde mich natürlich brennend interessieren wie denn die Deutsche Immobilienkriese die sich scheinbar gerade aufbaut ausschaut?
Was entfällt mir an meiner täglichen Arbeit, zwischen zwei Ballungszentren in einer Kleinstadt lebend mitten in Deutschland?
Bitte dringendst um Antwort, Danke! - #1349 13.04.2012 15:32 von
Die Immobilienkrisen haben nichts mit der Bauwirtschaft zu tun. Erst im Nachgang. Die Immobilienpreise in D. sind in den letzten 3 Monaten so stark gestiegen, wie in 20 Jahren zuvor nicht zusammen. Und, das macht das ganze noch brisanter: die Bewertungen sind gestiegen trotz 10% Leerstandes etwa bei den Büroimmobilien. Zumindest in diesem Bereich hätten Sie einen Anstieg bemerken müssen, der weit über der Nachfrage liegt.
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