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Wie weit darf Kampf gegen Korruption gehen?

Die Bahn hat Mitarbeiter von einer Detektei überwachen lassen, die schon der Telekom beim Bespitzeln half. Der Staatskonzern verweist auf seinen Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Wie weit aber darf die Korruptionsabwehr gehen?
  1. #230

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die NAZI-Vergangenheit lässt uns "normale" Verhaltensweisen unterlassen. Die Datenerfassung als solche ist nicht das Problem sondern die Gefahr eines Missbrauchs, wie sie in totalitären Staaten besteht.
    Ich bewundere Ihren Glauben an unsere "Demokratie". Leider
    teile ich diesen nicht. Wahrscheinlich würden Sie es sogar begrüssen, wenn unsere Wohnungen auch noch verwanzt und kameraüberwacht werden. Ich jedenfalls möchte meine Intims-und Privatsphäre behalten. Ein Grund warum ich nicht in der DDR hätte leben wollen.

    Schon erstaunlich was manche Menschen als normales Verhalten ansehen. Bleibt nur Ihnen zu wünschen, dass Sie nie Opfer einer Überwachung werden.
  2. #231

    Zitat von siar Beitrag anzeigen

    Schon erstaunlich was manche Menschen als normales Verhalten ansehen. Bleibt nur Ihnen zu wünschen, dass Sie nie Opfer einer Überwachung werden.
    Im Gegenteil, ich wurde das Opfer vom Mobbing auf Verdacht. Ich wäre dankbar gewesen, wenn man sich für die Wahrheit interessiert hätte, mich von mir aus auch überwacht hätte und nicht bloß von sich auf andere geschlossen hätte. Phantasie der Vorgesetzten ist manchmal schlimmer als die Realität. Deren handeln wird aber von ihrer Phantasie bestimmt.
  3. #232

    Zitat von siar Beitrag anzeigen
    Sind wir nicht schon auf dem Weg zu einem totalitären System?

    Vor 30 Jahren hätte Deutschland bei solchen Vorkommnissen gebrannt.
    Allerdings. Diese Zeiten scheinen allerdings in Zeiten von Inet und einer zunehmenden Individualisierung gewollt zu sein. Gesellschaftlicher Protest formiert sich halt am Stammtisch oder einem Hinterhof leichter als mit der Tastatur.....
  4. #233

    Seltsame aber übliche Sozialisation

    Die Grenzen und der soziale Konsens sind und bleiben subjektive Einschätzungen, die jeder für sich und aus seiner eigenen Weltsicht entwickelt. Wenn Manager sich Grenzen für ihre Taten setzen, dann liegen die an der Stelle an der sie von der Sozialisation gelegt wurden.

    Was soll man dann von Menschen erwarten, die in der Nachkriegszeit eine typische Sozialisation erfahren haben? Zu einer Zeit in der Connery-Bonds und der Marlboro-Cowboy Leitbilder waren, in der "Drei-Dinge-braucht-der-Mann"-Mann ein positives Leitbild darstellte, da wuchsen die Täter der Telekom auf.

    Denen sagte man noch ein "richtiger Mann" wäre man nur wenn man

    - Anzug, Hemd und Krawatte trägt, auch wenn man aussieht wie die ewigen Konfirmanden Steinmeier und Guttenberg,
    - ein Auto fährt, das grösser als das des Nachbarn ist, egal wieviel es schluckt und wieviel es stinkt,
    - man in Gesellschaft möglichst viel trinken kann, deshalb zwei doppelte Whiskey in der Stunde kein Alkoholiker-Symptom wären,
    - Rauchen cool findet, auch wenn Küsse wie Aschenbecher schmecken,
    - seine kahle Stelle auf dem Haupt mit einem Toupet bedeckt, auch wenn das beim Stirnrunzeln seltsam unbewegt bleibt ...

    und noch eine ganze Liste anderer Konventionen und Rituale einhält. Wenn man das alles nicht beachten und achten würde, dann wäre man eben eine Schwuchtel oder sowieso eine Frau.

    Was ist von Menschen zu erwarten, die mit einem derartigen Weltbild und Verhaltensschema aufwachsen? Genau!

    Schlimm ist es, dass es genug Frauen gibt, die sich unter dem Anspruch emanzipiert zu sein ebenfalls als "richtige Männer" gerieren.

    All diese "Vorgestrigen" brauchen dringend ein "Konsens-Update" um einen zeitgenössischen Wertekanon zu verinnerlichen, dann stimmts auch wieder mit dem moralischen Kompass.
  5. #234

    Korruption bei Vergabe von Aufträgen

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    Allein die DB Bahnbau GmbH hat pro Jahr einen Umsatz von ca. 500 Millionen Euro. Etliche Bauauftraege gehen darueber hinaus an externe Anbieter. Ein nahezu ideales Biotop...
    nimmt leider immer mehr zu.
    Die Bahn macht hierbei keine Ausnahme.
    Die Bauaufträge für neue Bahnstrecken, Tunnel, Großsanierung von Bahnhöfen oder auch Eisenbahnbrücken gehen in die Milliarden € und sind bei Bauunternehmern sehr gefragt.
    Leider hat es im großen Maß bei der Vergabe dieser Aufträgen Korruption gegeben. Bei derartigen Großaufträgen leider kein Einzelfall. Da steht die Bahn nicht allein.

    Eine Rundumbespitzelung der Mitarbeiter der Bahn ist dummdreist.

    Allerdings kann die Überwachung der Mitarbeiter, die für die Auftragsvergabe zuständig sind, angesichts riesiger Summen, die hier fließen, durchaus notwendig sein. Aber nur dieser Personenkreis. Geld korrumpiert, leider.
    Daß manches bei den Ausschreibungen nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, kann ein Teil der leer ausgegangenen Bauunternehmer bestätigen.
  6. #235

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Gehen Sie mal bei der Computer/Elektronikkette vorbei die so ähnlich heisst wie H+3&M und fragen Sie den netten Verkäufer mal, warum die Kammeras nicht in den verkaufsraum, sondern auf die Verkaufstheke gerichtet sind. Wenn er Ihnen die Wahrheit sagt, werden Sie endgültig vom Glauben abfallen.

    Abends fragen Sie dann nochmal, was er so verdient, bei einer 6 Tage Woche und 55H Wochenarbeitszeit. Danach wird Ihnen die Bahn oder Lidl als Hort des Sozialismus erscheinen.

    Und das ist nur ein Beispiel von vielen...
    Wissen Sie oder ich etwa,ob diese Datenerfassung nicht beim Herrn Schäuble landen?Der lauert doch nur darauf!
  7. #236

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bahn hat Mitarbeiter von einer Detektei überwachen lassen, die schon der Telekom beim Bespitzeln half. Der Staatskonzern verweist auf seinen Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Wie weit aber darf die Korruptionsabwehr gehen?
    Sollte es wirklich so passiert sein das Stasi-Schäubles Amtliches Staats- und Parteiorgan BLID ausgespäht worden sein wird der aus der Hose springen. Denn jeder und alles darf ausgespäht werden aber nur dieses VOLKSVERBLÖDUNGSBLATT BILD nicht.
  8. #237

    Schadenersatz

    Da Zumwinkel im Auftrag der Telekom taetig war, sollte man annhemen duerfen, dass wenn die Telekom nun Schadenersatzforderung anmelden kann, ehemalige Arbeitnehmer der Telekom nun von der Telekom Schadenerstaz forden koennen.
  9. #238

    was denn

    Zitat von Gandhi Beitrag anzeigen
    Da Zumwinkel im Auftrag der Telekom taetig war, sollte man annhemen duerfen, dass wenn die Telekom nun Schadenersatzforderung anmelden kann, ehemalige Arbeitnehmer der Telekom nun von der Telekom Schadenerstaz forden koennen.
    Verbrecher gehören hinter Schloß und Riegel, als erstes sollte der "Herr" Zumwinkel mal das Große Verdienst-
    kreuz abgeben, pfui, eine Schande so was, dann muß
    der Staat geltendes Recht anwenden und durchsetzten.
    Keine Ausflüchte mehr.
  10. #239

    Zitat von bürger mr Beitrag anzeigen
    Verbrecher gehören hinter Schloß und Riegel, als erstes sollte der "Herr" Zumwinkel mal das Große Verdienst-
    kreuz abgeben, pfui, eine Schande so was, dann muß
    der Staat geltendes Recht anwenden und durchsetzten.
    Keine Ausflüchte mehr.
    Zurückgeben?

    Unehrenhaft aberkennen wäre angesagt. Oder sollen wirklich solche Gestalten mit dem Bundesverdienstkreuz geschmückt sein?


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