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Wie viel ist uns die Förderung der teuren Solarenenergie noch wert?

Die Solarenergie kostet derzeit viel und bringt oft nur wenig. Ob es eine Frage der technischen Entwicklung oder ein prinzipielles Problem aufzeigt, wird derzeit noch heftig debattiert. Wie viel ist uns die Förderung der teuren Solarenenergie noch wert?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Solarenergie kostet derzeit viel und bringt oft nur wenig. Ob es eine Frage der technischen Entwicklung oder ein prinzipielles Problem aufzeigt, wird derzeit noch heftig debattiert. Wie viel ist uns die Förderung der teuren Solarenenergie noch wert?
    Wir haben soviel Sonnenenergie, dass sie nicht mehr in die Leitungen passt. Wenn weiter gefördert wird, dann müssen wir Energie wegschmeissen. Wenn etwas gefördert werden soll, dann die Bereitschaft der Menschen ausreichend Leitungen bauen zu lassen. Ich verstehe nicht, warum dazu diese riesigen Masten notwendig sind. Kabel tun genau denselben Dienst, und nach der Verlegung kann der Bauer wieder pflügen wie zuvor.

    rolli
  2. #2

    Zitat von rolli_ Beitrag anzeigen
    Wir haben soviel Sonnenenergie, dass sie nicht mehr in die Leitungen passt. Wenn weiter gefördert wird, dann müssen wir Energie wegschmeissen. Wenn etwas gefördert werden soll, dann die Bereitschaft der Menschen ausreichend Leitungen bauen zu lassen. Ich verstehe nicht, warum dazu diese riesigen Masten notwendig sind. Kabel tun genau denselben Dienst, und nach der Verlegung kann der Bauer wieder pflügen wie zuvor.
    Ich weiß auch nicht, ob die Förderung von Solarzellen auf dem eigenen Dach in Deutschland wirklich sinnvoll ist. Stichwort Effizienz. Bei den Windbauern hier im Norden beginnnt jedenfalls die Lage dramatisch zu werden, die müssen oft ihre Mühlenräder anhalten, weil sie keine Leitungskapazitäten haben. Die privaten Netzbetreiber schaffens nicht diese bereit zu stellen, angeblich Kapitalmangel.

    Angeblich sind die Erdkabel ebenfalls viel teurer als diese Überlandleitungen. Aber sind schon alle Möglichkeiten ausbaldowert wordern, die Bahnstrecken mit Stromtrassen über oder unter den Schienen zu versehen?

    Und wasn mit Solarthermie in Andalusien oder Griechenland und aus dem Saharagürtel, wieso kommt die nicht voran? Vielleicht weil wir lieber billiges Gas vom Gasprom-Multi oder aus faschistischen Regimes aus den fernen Osten beziehen sollen)wollen. Stichwort Nabucco-Pipeline.
  3. #3

    Zitat von 1frankenfurter Beitrag anzeigen
    Ich weiß auch nicht, ob die Förderung von Solarzellen auf dem eigenen Dach in Deutschland wirklich sinnvoll ist. Stichwort Effizienz. Bei den Windbauern hier im Norden beginnnt jedenfalls die Lage dramatisch zu werden, die müssen oft ihre Mühlenräder anhalten, weil sie keine Leitungskapazitäten haben. Die privaten Netzbetreiber schaffens nicht diese bereit zu stellen, angeblich Kapitalmangel.

    Angeblich sind die Erdkabel ebenfalls viel teurer als diese Überlandleitungen. Aber sind schon alle Möglichkeiten ausbaldowert wordern, die Bahnstrecken mit Stromtrassen über oder unter den Schienen zu versehen?

    Und wasn mit Solarthermie in Andalusien oder Griechenland und aus dem Saharagürtel, wieso kommt die nicht voran? Vielleicht weil wir lieber billiges Gas vom Gasprom-Multi oder aus faschistischen Regimes aus den fernen Osten beziehen sollen)wollen. Stichwort Nabucco-Pipeline.
    Ich denke, dass es jedem überlassen bleiben sollte seinen eigenen Strom zu produzieren und auch zu verbrauchen. Die Hausdächer sollten nicht einspeichern, sondern direkt den Verbrauch ermöglichen. Vielleicht mit Gleichstrom, ein ziemlich problemloser Strom.
    Die Stromproduzenten sind Einfaltspinsel oder Teilhaber an den Netzen, und wollen am Netzausbau mitverdienen. Es hindert keinen Windmühlenbetreiber daran aus seinem Strom Wasserstoff zu produzieren, der an Tankstellen oder an Kraftwerke verkauft werden kann.
    Waas die Solarthermie anbetriff, so sind die Energieriesen völlig dagegen und bremsen wo es geht. Die Sonne scheint kostenlos, wie könnte man da die Preise und die Preissteigerungen rechtfertigen?
    Anders als in Europa geht es in Arabien vorwärts. Rein rechnerisch könnte man ein Areal so gross wie Luxembourg mit Solaranlagen pflastern, und mit der daraus resultierenden Energie könnte man den weltweiten Strombedarf erfüllen.
    Genau das gehen die Araber derzeit an. Zunächst im kleineren Massstab, aber die werden das so hinkriegen.

    rolli
  4. #4

    Zitat von rolli_ Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es jedem überlassen bleiben sollte seinen eigenen Strom zu produzieren und auch zu verbrauchen. Die Hausdächer sollten nicht einspeichern, sondern direkt den Verbrauch ermöglichen.
    Lt. Gesetz soll jeder Strom einspeisen dürfen, soviel er will. Nur der Einspeisetarif für hausgemachen Strom ist der Streitpunkt. Photovoltaikstrom ist deutlich teurer als etwa der subventionierte Wind- oder Kohlestrom. An dieser Stelle muß man fragen, ob es überhaupt einen Strom gibt, der nicht mit Steuergeldern subventioniert wird. Viele wissen nicht, dass auch der Atomstrom bis heute bezuschusst wird. Greenpeace hat die staatl. Förderung der AKWs bis heute auf, glaube ich, 200 Milliarden Euro beziffert. Und ein Ende ist hier nicht in Sicht.

    Die aktuelle Förderung beim Biogas und Bioöl (E10) ist in der Höhe deutlich höher als für Photovoltaik, meine ich. Und hier gibt es nicht nur preisliche, sondern auch ethische Probleme für mich, wenn ich sehe, dass Ackerflächen verwendet werden, um Energiepfanzen zu ziehen. Dabei ist dieser Verwertungskreislauf im besten Falle klimaneutral. Besser als nix könnte man sagen, aber die Königslösung bieten nur Techniken, die keinerlei Schadstoffe produzieren. Und hier nimmt Solar eine Schlüsselstellung ein. Die ersten Solarthermische Kraftwerke in Andalusien liefern heute schon Strom zu Preisen, die beinahe konkurrenzfähig zu den "billigen" Öl- und Kohlekraftwerken sind. Dito Offshore Windparks. Wenn der SPIEGEL einen Aufreger bringen will, dann sollte er bitteschön ALLE Subventionierungen im Energiebereich klipp und klar nebeneinanderstellen.
  5. #5

    Solarthermie in Spanien

    Zitat von 1frankenfurter Beitrag anzeigen
    ...Die ersten Solarthermische Kraftwerke in Andalusien liefern heute schon Strom zu Preisen, die beinahe konkurrenzfähig zu den "billigen" Öl- und Kohlekraftwerken sind.
    Woher wissen Sie das?
    Gerne würde ich diese Erfolgsmeldung auch zitieren, weil Solarthermie wirklich Potential hat. Aber man findet nichts dazu. Es geht schon das Gerücht um, dass Andasol gar nicht funktioniert.
  6. #6

    Zitat von elektromotor Beitrag anzeigen
    Woher wissen Sie das?
    Gerne würde ich diese Erfolgsmeldung auch zitieren, weil Solarthermie wirklich Potential hat. Aber man findet nichts dazu. Es geht schon das Gerücht um, dass Andasol gar nicht funktioniert.
    Ich muss leider auf Wikipädia zurückgreifen:
    "Andasol 1:
    Im Betrieb werden bei einer Höchstleistung von 50 MW jährlich geschätzte 176 GWh elektrische Energie erzeugt. Die erzeugte Energiemenge entspricht einer mittleren Leistung von 20 MW. Die reinen Baukosten von 300 Millionen Euro umgerechnet auf eine Laufzeit von 20 Jahren entsprechen einem Strompreis von mindestens 8,5 Cent pro kWh ohne Unterhalts- und Amortisationskosten. Vergütet wird der Strom in Spanien mit 27,8399 Cent pro kWh durch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung."

    Bitte nicht vergessen, das sind Zahlen für einen Prototyp eines europäischen Solarkraftwerkes, das erst seit 2008 in Betrieb ist. Wie teuer war der erste Computer?
  7. #7

    Zitat von 1frankenfurter Beitrag anzeigen
    Lt. Gesetz soll jeder Strom einspeisen dürfen, soviel er will. Nur der Einspeisetarif für hausgemachen Strom ist der Streitpunkt. Photovoltaikstrom ist deutlich teurer als etwa der subventionierte Wind- oder Kohlestrom. An dieser Stelle muß man fragen, ob es überhaupt einen Strom gibt, der nicht mit Steuergeldern subventioniert wird. Viele wissen nicht, dass auch der Atomstrom bis heute bezuschusst wird. Greenpeace hat die staatl. Förderung der AKWs bis heute auf, glaube ich, 200 Milliarden Euro beziffert. Und ein Ende ist hier nicht in Sicht.

    Die aktuelle Förderung beim Biogas und Bioöl (E10) ist in der Höhe deutlich höher als für Photovoltaik, meine ich. Und hier gibt es nicht nur preisliche, sondern auch ethische Probleme für mich, wenn ich sehe, dass Ackerflächen verwendet werden, um Energiepfanzen zu ziehen. Dabei ist dieser Verwertungskreislauf im besten Falle klimaneutral. Besser als nix könnte man sagen, aber die Königslösung bieten nur Techniken, die keinerlei Schadstoffe produzieren. Und hier nimmt Solar eine Schlüsselstellung ein. Die ersten Solarthermische Kraftwerke in Andalusien liefern heute schon Strom zu Preisen, die beinahe konkurrenzfähig zu den "billigen" Öl- und Kohlekraftwerken sind. Dito Offshore Windparks. Wenn der SPIEGEL einen Aufreger bringen will, dann sollte er bitteschön ALLE Subventionierungen im Energiebereich klipp und klar nebeneinanderstellen.
    Ich halte nichts davon die grossen Strukturen aufrechtzuerhalten, was bei einer Einspeisung ja der Fall ist. Ich möchte gerne, dass jeder seinen Dachstrom auch direkt selber verbraucht und nur in Spitzen den Strom aus der Steckdose abruft. Auf meinem Schiff funktioniert vom Horn bis zum Fernseher alles mit Gleichstrom aus den Batterien, und die werden vom Motor und einer kleinen Solarzelle aufgeladen. Gekocht wird allerdings mit Gas. Die Politik - und die ist mit der Elektrizitätswirtschaft eng verbandelt, gehören den Städten und Gemeinden und Ländern ja grosse Anteile an Stromherstellern und sitzt oft in den Aufsichtsräten - hat kein Interesse daran dass Resourcen aus etwas das nichts kostet - Sonne scheint NOCH völlig kostenlos - zu gewinnen. Die Frage nach den Strompreisen und deren Erhöhung wäre eine hochexplosive.
    Das Saharaprojekt wächst jeden Tag und produziert bereits ziemlich viel Strom.
    rolli
  8. #8

    Subventionskosten explodieren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Solarenergie kostet derzeit viel und bringt oft nur wenig. Ob es eine Frage der technischen Entwicklung oder ein prinzipielles Problem aufzeigt, wird derzeit noch heftig debattiert. Wie viel ist uns die Förderung der teuren Solarenenergie noch wert?
    Der SPIEGEL schreibt:
    „2011 gingen in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer theoretischen Gesamtleistung von 7500 Megawatt ans Netz, so viel wie nie zuvor. Nun explodieren nach SPIEGEL-Informationen die Subventionskosten, die Zeche dürfte der Verbraucher zahlen.....
    Die Subventionen für die im vergangenen Jahr neuinstallierten Photovoltaikanlagen werden die Stromkunden in den nächsten Jahren mit real etwa 18 Milliarden Euro belasten.“

    Ökostrom: Solarsubventionen übersteigen 100-Milliarden-Euro-Schwelle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Trotz Hunderttausender PV-Modul-bedeckter Dächer und Scheunen (besonders in Süddeutschland) liefert die Photovoltaik nur knapp 3% des in D erzeugten Stroms, kassiert aber 55% der Subventionen für die Erneuerbaren.

    Inzwischen hat der Subventionsbedarf für die ineffiziente PV die 100-Milliarden-Euro-Marke überschritten, - mit wachsender Tendenz. Die Zeche zahlt der kleine Stromverbraucher mit seiner Stromrechnung, vor allem auch deshalb, weil immer mehr stromintensive Firmen und Betriebe sich von der EEG-Umlage befreien lassen. Mit der im Januar 2012 in Kraft getretenen Novelle zum EEG wird der Kreis der Begünstigten noch mal erweitert.

    Um diese Strompreistreiberei zu stoppen, sind drei Maßnahmen überfällig, (die in anderen Ländern bereits durchgeführt wurden):

    1. Schluss mit der Vorrangstellung der Erneuerbaren, insbesondere der PV
    2. Deckelung des Zubaus neuer PV-Anlagen auf maximal 2000 Megawatt pro Jahr
    3. Massive Verschärfung der Degression bei der Einspeisevergütung
  9. #9

    Zitat von rolli_ Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es jedem überlassen bleiben sollte seinen eigenen Strom zu produzieren und auch zu verbrauchen. Die Hausdächer sollten nicht einspeichern, sondern direkt den Verbrauch ermöglichen. Vielleicht mit Gleichstrom, ein ziemlich problemloser Strom.
    Die Stromproduzenten sind Einfaltspinsel oder Teilhaber an den Netzen, und wollen am Netzausbau mitverdienen. Es hindert keinen Windmühlenbetreiber daran aus seinem Strom Wasserstoff zu produzieren, der an Tankstellen oder an Kraftwerke verkauft werden kann.
    Waas die Solarthermie anbetriff, so sind die Energieriesen völlig dagegen und bremsen wo es geht. Die Sonne scheint kostenlos, wie könnte man da die Preise und die Preissteigerungen rechtfertigen?
    Anders als in Europa geht es in Arabien vorwärts. Rein rechnerisch könnte man ein Areal so gross wie Luxembourg mit Solaranlagen pflastern, und mit der daraus resultierenden Energie könnte man den weltweiten Strombedarf erfüllen.
    Genau das gehen die Araber derzeit an. Zunächst im kleineren Massstab, aber die werden das so hinkriegen.

    rolli
    Ja Ja , die Energieriesen sind immer dämlich, die sperren wo es geht und geben viel lieber Geld in Rohstoffkosten etc. aus , obwohl klein Hänschen schon weis, das die Sonne umsonst ist;-)

    Nun ist aber auch Kleinhänschen dahintergekommen , das die Grünen Träumereien nicht so funktionieren wie blauäugig daher gesprochen, und umsonst ist es schon mal gar nicht, sondern inzwischen Sch...teuer.
    Und Klimatechnisch- dafür sollten diese Streiche ja eigentlich sein, brachte es auch das Gegenteil.
    30.000 Windräder und 20 mill. PV Module schafften es mal gerade das - na ja keins der Kon.Kraftwerke abgeschaltet wurden und alle nun auf Vollast laufen , da 7 AKW `s abgeschaltet wurden. Denn Niemand verzichtet auch heute noch auf seine Energie, wenn keine Sonne und Wind da ist. Der Bedarf muss ja irgendwie gedeckt werden.
    Nun rächt sich das man mehrere Schritte vor dem Ersten gemacht hat.

    1.Wenn man auf Zufallsstrom setzt , soll man es auch so benennen, und der Bevölkerung klar machen , das es ab jetzt keine Versorgungsgarantie mehr gibt.
    2. wenn man schon solch riesige Anlagen/Parks baut, sollte man den Betreiber auch aufdrücken , die Energiemenge auch wegzubekommen und auch selbst zu verkaufen. Stumpf ins bestehende Netz einzuspeisen und nun sieht man zu , ich will meine Einspeisevergütung, kann es doch nicht sein.
    3. Die Förderung nicht streichen , sonst würde es niemand mehr machen, aber diese Vergütung ist nicht nur für das Einspeisen - sondern auch für die Verteilung etc.. Wenn man schon ein mehrfaches für den Strom erhält, dann ist doch auch wohl Kapital für Netze/ Netzbetreiber etc. da? Oder bekommen die Gierhälse den Hals nicht voll, und es haben immer andere die Schuld.








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