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Wie meistert Japan die Krise?

Die Exportnation Japan ist in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Wie schlimm wird die Krise für das Industrieland?
  1. #80

    Der Fluch der Geographie... II

    Zitat von Karkur Beitrag anzeigen
    Doch der Nationalstaat hat ausgedient, die Wirtschaft hat sich global organisiert und japanische Konzerne sind dabei nicht schlecht aufgestellt. (...) Wenn die Menschheit sich nicht gegenseitig ausrotten will, gibt es zur internationalen Kooperation keine Alternative. Militärische Lösungen von Menschheitsproblemen sind Steinzeitniveau und ein Primat des Militärischen vor der Wirtschaft zu postulieren, dürfte wohl sehr abwegig sein!
    Immer diese wirtschaftlichen Stoßgebete (ich erspare mir nun den Hinweis darauf, dass sich der Kriege auch im Eisen-, Feuerwaffen- und Atomzeitalter weiterhin seiner alten Beliebtheit erfreut, wenn ihm auch die liebe Atombombe hierin einigen Abbruch getan hat...); es gab einmal eine Zeit, da habe ich tatsächlich befürchtet, die Schreckensvision des Howard Beale, des zornigen Propheten des Fernsehens, könnte Wirklichkeit werden: http://www.youtube.com/watch?v=RzSj1yNZdY8

    You have meddled with the primal forces of nature, Mr. Beale, and I won't have it. Is that clear? You think you've merely stopped a business deal? That is not the case. The Arabs have taken billions of dollars out of this country, and now they must put it back. It is ebb and flow, tidal gravity. It is ecological balance. You are an old man who thinks in terms of nations and peoples. There are no nations; there are no peoples. There are no Russians. There are no Arabs. There are no third worlds. There is no West. There is only one holistic system of systems; one vast, interwoven, interacting, multivaried, multinational dominion of dollars. It is the international system of currency which determines the vitality of life on this planet. THAT is the natural order of things today. THAT is the atomic and subatomic and galactic structure of things today. And YOU have meddled with the primal forces of nature. And YOU WILL ATONE. Am I getting through to you, Mr. Beale? You get up on your little 21-inch screen and howl about America, and democracy. There is no America; there is no democracy. There is only IBM, and ITT, and AT&T, and DuPont, Dow, Union Carbide, and Exxon. Those are the nations of the world today. What do you think the Russians talk about in their councils of state -- Karl Marx? They pull out their linear programming charts, statistical decision theories and minimax solutions and compute the price-cost probabilities of their transactions and investments just like we do. We no longer live in a world of nations and ideologies, Mr. Beale. The world is a college of corporations, inexorably deter- mined by the immutable by-laws of business. The world is a business, Mr. Beale! It has been since man crawled out of the slime, and our children, Mr. Beale, will live to see that perfect world in which there is no war and famine, oppression and brutality -- one vast and ecumenical holding company, for whom all men will work to serve a common profit, in which all men will hold a share of stock, all necessities provided, all anxieties tranquilized, all boredom amused.

    Fast schien mir die Schreckensvision einer wirtschaftlichen Welt, mit ihrer unvorstellbaren Langweilige, unabwendbar; doch dann erfuhr ich vom unabwendbaren Sieg der Gewaltpolitik über das Geld: http://images.zeno.org/Philosophie/I/big/spe2003a.jpg - und die Wirtschaft verlor ihren Schrecken; selbst wenn die Nation also zugrunde geht, so wird ihr nicht die Wirtschaft, sondern das Imperium nachfolgen...
  2. #81

    Zitat von jens-daniel Beitrag anzeigen
    Immer diese wirtschaftlichen Stoßgebete (ich erspare mir nun den Hinweis darauf, dass sich der Kriege auch im Eisen-, Feuerwaffen- und Atomzeitalter weiterhin seiner alten Beliebtheit erfreut, wenn ihm auch die liebe Atombombe hierin einigen Abbruch getan hat...);
    Fast schien mir die Schreckensvision einer wirtschaftlichen Welt, mit ihrer unvorstellbaren Langweilige, unabwendbar; doch dann erfuhr ich vom unabwendbaren Sieg der Gewaltpolitik über das Geld: http://images.zeno.org/Philosophie/I/big/spe2003a.jpg - und die Wirtschaft verlor ihren Schrecken; selbst wenn die Nation also zugrunde geht, so wird ihr nicht die Wirtschaft, sondern das Imperium nachfolgen...

    Sehr geehrter Herr Jens-Daniel!

    Wenn Ihnen Humanismus und auf einer soliden Wirtschaft beruhender Wohlstand aller Menschen der Erde langweilig erscheint sowie Gewaltpolitik für Sie akzeptabel ist, kann ich mit Ihnen keinen Ansatzpunkt für eine sachliche Diskussion finden. Zumal kein Imperium ohne Wirtschaft existieren kann und alle bisherigen Imperien an ihren Disproportionen zwischen wirtschaftlicher Basis und illusionären Macht- und Rüstungswahn zugrundegegangen sind.
    Leider ist es so, dass in Zeiten der Overkillpotentiale ein Imperium auch den letzten Krieg der gesammten Menschheit anzetteln könnte.
  3. #82

    Der Fluch der Geographie... III

    Zitat von Karkur Beitrag anzeigen
    Wenn Ihnen Humanismus und auf einer soliden Wirtschaft beruhender Wohlstand aller Menschen der Erde langweilig erscheint sowie Gewaltpolitik für Sie akzeptabel ist, kann ich mit Ihnen keinen Ansatzpunkt für eine sachliche Diskussion finden. Zumal kein Imperium ohne Wirtschaft existieren kann und alle bisherigen Imperien an ihren Disproportionen zwischen wirtschaftlicher Basis und illusionären Macht- und Rüstungswahn zugrundegegangen sind.
    Leider ist es so, dass in Zeiten der Overkillpotentiale ein Imperium auch den letzten Krieg der gesammten Menschheit anzetteln könnte.
    Das Wort Humanismus lassen wir hier schön aus dem Spiel, denn entweder ist es nicht verstanden worden, da die Humanisten wie Machiavelli oder Thomas Morus, als an der Antike orientierte philosophisch-literarische Strömung der europäischen Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert eben gänzlich anders dachten, wie Thomas Morus nun vor Augen führt: "Den Krieg verabscheuen die Utopier als etwas geradezu Bestialisches, womit sich gleichwohl keine Gattung wilder Thiere so häufig zu schaffen macht, wie der Mensch; und entgegen den Sitten fast aller andern Völker halten sie nichts für so unrühmlich, als den im kriege erstrebten Ruhm; nichts destoweniger jedoch üben sie sich sehr eifrig in soldatischer Zucht, und zwar nicht nur die Männer, sondern an bestimmten Tagen auch die Frauen, damit im Falle der Noth auch sie zum Kriege nicht untüchtig sind. Sie beginnen einen solchen aber nicht blindlings sondern entweder um ihre Grenze zu schützen, oder um die das Gebiet ihrer Freunde überschwemmenden Feinde zurückzuschlagen oder um irgend ein von Tyrannei bedrücktes Volk, dessen sie sich erbarmen, vom Joche eines Tyrannen und von der Sklaverei zu befreien, was sie aus purer Menschenliebe unternehmen." – oder aber Humanismus wird hier als schöner Name für die marxistische Klassen- und Parteityrannei verstanden, wie z.B. im kommunistischen Vasallenstaat jenseits der Elbe einstmals, womit sich der Begriff durch seine Verwendung aufhebt... abgesehen davon sind natürlich sämtliche Weltreiche durch die zunehmende Unfähigkeit sich gegen äußere und innere Feinde zu verteidigen zu Grunde gegangen: Vom persischen Weltreich, welches Alexander der Große mit seinen Makedonen eroberte, zum römischen, welches gegen Ende Söldner aus dem Feindesland anwerben musste, um die Ränge seiner Armeen auffüllen zu können; und so weiter und so fort: Selbst die Weltreiche der Briten und Franzosen sind daran gescheitert, ebenso das Spanische oder das Türkische; niemals aber ging ein Imperium an übersteigerter Rüstung zu Grunde. Nicht einmal die Sowjetunion, da diese politisch liquidiert wurde und die Zentrifugalkräfte älteren Ursprungs sind als selbst das russische Reich, welches die später von der Sowjetunion abgefallenen Gebiete überhaupt erst unterworfen hat. Abgesehen davon habe ich niemals behauptet, dass Staaten oder Weltreiche ohne ein Wirtschaftswesen bestehen könnten, sondern der Wirtschaft nur das Primat über den Staat und den Vorrang vor dem Militär abgesprochen. Abgesehen davon habe ich niemals nach einer solchen Diskussion verlangt und wünsche auch nicht mit kosmopolitischen Welterrettungsfantasien gelangweilt zu werden oder gar mit Anglizismen ertragen zu müssen!
  4. #83


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