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Wie bedroht ist der Euro?

Mega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
  1. #4780

    ... Lach ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... steht der Euro vor dem Crash?
    Fuer alle Euro Skeptiker: Stand heute ist der Euro wieder bei 1.30 im Verhaeltnis zum Dollar.
    Und Coface hat eine Rating Zulassung beantragt. Nach der chinesischen Rating Agentur gibt es nun auch eine europaeische Rating Agentur. Wenn nun noch Euler Hermes nachzieht, haben auch die Europaeer ihre Hausaufgaben gemacht. Dann wird die Ratingwelt neu aufgemischt.
  2. #4781

    Zitat von ernesto c Beitrag anzeigen
    Fuer alle Euro Skeptiker: Stand heute ist der Euro wieder bei 1.30 im Verhaeltnis zum Dollar.
    Und Coface hat eine Rating Zulassung beantragt. Nach der chinesischen Rating Agentur gibt es nun auch eine europaeische Rating Agentur. Wenn nun noch Euler Hermes nachzieht, haben auch die Europaeer ihre Hausaufgaben gemacht. Dann wird die Ratingwelt neu aufgemischt.
    Und gleich nach dem allerersten Griechenland-Rating, was nicht mind. auf "C" endet- sind nach 5 Minuten aus "Ratingagenturen" weitere "Propagandamedien" geworden.
  3. #4782

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    Bei Derivaten, insbesondere bei den überwiegenden Zinsfutures, ist das NICHT der Fall. Das sind auch keine Renditen- im Gegenteil. Im Normalfall zahlt der Zocker Zinsen. Sprich- Negativrendite.



    Eben kein Zinssatz, Derivate kosten sogar. Ein "Gewinn" (besser als Rendite) entsteht nur bei Erfüllung der Markterwartung.
    Grob geschätzt müssen die Banken eigentlich pro Jahr 6 Billionen US$ erwirtschaften, nur um par herauszukommen.

    "Investition in Derivate" ist ein kleines Oxymoron...
    Aber so auch nicht korrekt, nur kurzfristig und in bestimmten Segmenten ist ein signifikanter Rückgang zu erkennen, das bestätigen auch die Zahlen der BIS.
    Reicht aber auch nicht, der Markt muss vom Wesen her wachsen.


    Nach wie vor- den Zusammenhang verstehe ich nicht.
    Bezüglich der Derivateentwicklung sehen Sie bitte hier

    http://www.bis.org/publ/otc_hy1005.pdf?noframes=1

    und vergleichen diesen Bericht mit dem trienalen Bericht von 2007. Ein gutes Zahlenwerk.
    Sie sehen das ganze zu technisch. Zinsderivate kommen ja fast nie nur als Swaps daher, sondern sind in der Regel gehedgte oder versichert, so dass man am Ende alles berücksichtigen muss, und nicht nur den swap alleine.
    Die Negativrendite ist ja eben die Wette. Fällt sie grösser aus - wenn die Wette so gilt - dann erhält der Gewinner einen Bonus, mit dem er die Negativrendite schmälern oder gar ganz ausschalten kann. Er zahlt ein, und erhält am Ende, wenn alles gut gegangen ist, 110000 raus. Und die Wette gilt z.B. über einen Zinssatz von 5%, also in diesem Fall über 50 Euro, und damit ja nichts schief gehen kann, versichert er die Wette mit 100 Euro. Sicher kann man da nicht von Zinsen reden, aber um das anschsaulich zu machen, ist eben die Rendite der Unterschied zwischen eingezahltem und ausgezahltem Kapital, und das bezeichne ich eben als Zinsen. Ein reines Glücksspiel, das nur solange funktioniert, solange ständig Zahlungen an das Casino geleistet werden und umlägemässig die Gewinne der Spieler finanziert wird. Gewinnen Spieler, ohne dass neue Einzahkungen in die Bank gemacht werden, geht diese pleite.
    Ja, die Angabe, dass die Banken 6 Bio erwirtschaften müssen stimmt, es sind aber nur dasnn 6 Bio, wenn alles gutgeht. Wenn nicht, dann werden eben die abzuschreibenden Papiere noch oben drauf gepackt. Bei einem Welt BIP von rund 50 Bio$ und einer anzunehmenden Rendite in der Realwirtschaft von 5% wäre die Renditemöglichkeit - denn nur aus der Realwirtschaft kann ein Mehrwert generiert werden - aber nur rund 2,5 Bio. pro Jahr
    Ich habe die Tabelle nicht mehr im Kopf, aber nach meiner Erinnerung gingen die Derivate signifikant von 600 Bio. auf 400 Bio zurück. Sicher ist in dem obigen Bericht der BIS genaueres Zahlenmaterial. Im Übrigen nenne ich Zahlen auch um die Dimensionen darzustellen, und nicht um exaktes Material vorzulegen. Deswegen verweise ich auch immer auf die BIS oder auf die jedh.org, wenn jemand genaue Zahlen haben will.

    rolli
  4. #4783

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    Bei Derivaten, insbesondere bei den überwiegenden Zinsfutures, ist das NICHT der Fall. Das sind auch keine Renditen- im Gegenteil. Im Normalfall zahlt der Zocker Zinsen. Sprich- Negativrendite.



    Eben kein Zinssatz, Derivate kosten sogar. Ein "Gewinn" (besser als Rendite) entsteht nur bei Erfüllung der Markterwartung.
    Grob geschätzt müssen die Banken eigentlich pro Jahr 6 Billionen US$ erwirtschaften, nur um par herauszukommen.

    "Investition in Derivate" ist ein kleines Oxymoron...
    Aber so auch nicht korrekt, nur kurzfristig und in bestimmten Segmenten ist ein signifikanter Rückgang zu erkennen, das bestätigen auch die Zahlen der BIS.
    Reicht aber auch nicht, der Markt muss vom Wesen her wachsen.


    Nach wie vor- den Zusammenhang verstehe ich nicht.
    Ich habe etwas vergessen: Investitionenn in Derivate ist kein Oximoron, denn ohne Beteiligter zu sein, kann ich Derivate erwerben ohne direkt daran beteiligt zu sein und eine neue Wette aufmachen.

    rolli
  5. #4784

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Bezüglich der Derivateentwicklung sehen Sie bitte hier

    http://www.bis.org/publ/otc_hy1005.pdf?noframes=1

    und vergleichen diesen Bericht mit dem trienalen Bericht von 2007. Ein gutes Zahlenwerk.
    Genau, auf S.1 kann man gut sehen, dass das Volumen stabil ist, kein Einbruch. Ca. 600 Billionen US $.


    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Sie sehen das ganze zu technisch. Zinsderivate kommen ja fast nie nur als Swaps daher, sondern sind in der Regel gehedgte oder versichert, so dass man am Ende alles berücksichtigen muss, und nicht nur den swap alleine.
    Es gibt auf Derivateniveau kein Hedging mehr. Derivate sind Wetten, es macht keinen Sinn in 2 Richtungen zu wetten, aber lassen wir das mal...



    Zitat von rolli Beitrag anzeigen

    es sind aber nur dasnn 6 Bio, wenn alles gutgeht.
    Lassen wir auch das- die grob geschätzten ca. 6 Billionen US $ entstehen als Verpflichtung der Player in jedem Fall- sie sind die sog. Carry- und Rolling-Kosten, die Betreuung etc.. Diese Kosten entstehen in jedem Fall, unabhängig vom Erfolg der Wette.
    Pro Jahr.

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Bei einem Welt BIP von rund 50 Bio$ und einer anzunehmenden Rendite in der Realwirtschaft von 5% wäre die Renditemöglichkeit - denn nur aus der Realwirtschaft kann ein Mehrwert generiert werden - aber nur rund 2,5 Bio. pro Jahr
    Solche Vergleiche sind sehr sinnvoll- die 6 Billionen US $ werden nie, nie, nie "erwirtschaftet" werden.
    Die Zentralbanken subventionieren die Derivatewirtschaft schon direkt. Die Lobbyisten sind ja schon Zentralbanker, Staatssekretäre und feiern Parties im Kanzleramt. Das ist kompletter Wahnsinn.
    Die EZB hat vor ein paar Wochen den Euro abgewertet, damit es den Banken nicht an die Margin geht, das Derivatemonster würde sofort zu wackeln beginnen. HRE mit einem Derivatevol. von "nur" 2 Billionen EUR war schon systemwichtig...- die Zahlen sind komplett irre, krank. Die Banken arbeiten quasi ja ohne Eigenkapital und zocken solche Summen.
    Politik und Notenbanker schrecken vor nichts mehr zurück und der letzte Anker, der Derivate mit Realwirtschaft verbindet- ist die Währung, die wird früher oder später vernichtet werden.
  6. #4785

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    Genau, auf S.1 kann man gut sehen, dass das Volumen stabil ist, kein Einbruch. Ca. 600 Billionen US $.
    ...
    Politik und Notenbanker schrecken vor nichts mehr zurück und der letzte Anker, der Derivate mit Realwirtschaft verbindet- ist die Währung, die wird früher oder später vernichtet werden.
    Es gibt ein seltenes Dokument der Wahrheit, das ist der Schlussbericht des BIZ 77. Jahresberichtes. Selten habe cih aus diesen Kreisen etwas aufrichtigeres gelesen als das. Und das sollten sich die Glaubenskrieger genau anlesen:

    http://www.bis.org/publ/arpdf/ar2007g8.pdf


    rolli
  7. #4786

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    Die EZB hat vor ein paar Wochen den Euro abgewertet, damit es den Banken nicht an die Margin geht, das Derivatemonster würde sofort zu wackeln beginnen.
    Kaum lässt man euch Verschwörungstheoretiker mal wieder ein paar Tausend Beiträgen alleine, fangt ihr schon wieder an den dümmsten Mist zu posten. Die EZB kann nichts auf- oder abwerten. Habe ich an anderer Stelle schon oft genug gesagt. Und die Stärke des EUR in den letzten Wochen hat mich einen satten 5-stelligen Betrag gekostet.

    HRE mit einem Derivatevol. von "nur" 2 Billionen EUR war schon systemwichtig...
    Klaro, 2 Billionen bei 346 Mrd. Bilanzsumme. Ich frage mich ernsthaft, wer den Dreck glaubt, den Sie hier verzapfen. Sie selbst? Ich kenne da ein paar gute Ärzte.

    Ach ja, zurück zum Thema: Euro gefährdet? Nö, nicht die Bohne! ( und dafür werden hier fast 5000 Beiträge gebraucht. Erstaunlich! )


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