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Wer soll die Kosten der Krise tragen?

Die Regierungen der EU-Länder fordern eine globale Finanzmarktsteuer, um die Geldbranche an den Lasten der Krise zu beteiligen. Der Internationale Währungsfonds soll den Plan nun prüfen. Wer soll Ihrer Meinung nach die Kosten der Krise tragen?
  1. #210

    Zitat von JensSchmidt Beitrag anzeigen
    Womit sie sich ja massiv vom Rest der Welt unterscheiden. Man fragt sich, warum die Unternehmen unter Kohl, als deren Steuern viel höher waren, oder unter Schmidt, Brandt, Erhard, Adenauer, noch nicht ausgeblutet sind, aber jetzt, nach den größten Unternehmenssteuer- und Sozialabgabensenkungen auf ein Niveau unterm OECD-Durchschnitt und erst recht unter dem der Alt-EU Länder (unsere Hauptabnehmerländer) "ausluten" sollten.



    Ja, die bösen Bürger, das sind dann ja wohl die selbsternannten Bürgerlichen. Die Arbeitnehmer könnens nicht sein, da die ja seit Jahren Reallohnverluste in Kauf nehmen. Was für Sie sicherlich belegt, dass die "ihre Finanzen regelmäßig unter Berücksichtigung eine Arbeitsplatzes, aber ohne entsprechende Unternehmensbeteiligungen gestalten wollen"?
    Die Lacher sind ganz bei Ihnen.

    Die Realität ist genau das Gegenteil dessen, was Sie herbeiphantasieren. Die Unternehmen, wollen zwar gerne Absatz, aber keine Löhne und schon gar nicht Steuern. Ist ja auch verständlich und aus der Sicht jedes einzelnen Unternehmens gerade zu Pflicht, danach zu streben. Nur volkswirtschaftlich ist's schlichter Irrsinn, dem nachzugeben, wenn man seit Jahren enorme Exportüberschüsse und rückgängigen Binnenabsatz hat (bei anderer Lage wär's tatsächlich angemessen).
    Beides (Reallöhne und Unternehmenssteuern) wurde, wie von den Unternehmen gewünscht, massiv gesenkt. Klugerweise nicht in erster Linie für den innovativen Mittelstand, der von Zeitarbeit kaum profitiert, bei den Steuern auch eher wenig entlastet, durch bescheuerte Abschreibungsregeln teilweise sogar belastet wurde... Um noch einen darufzusetzen, wurde die Mehrwertsteuer erhöht, ein paar Rentennullrunden hingelegt... Der Absatz im Land ging selbstverständlich zurück (trifft auch wieder den Mittelstand schärfer). Der Exportüberschuss stieg weiter, aber es gibt immer noch welche, die vom genauen Gegenteil fabulieren, mit dem offenbaren Ziel, diesen volkswirtschaftlich ruinösen Wahn noch weiter zu betreiben.
    Mein Thema ist die hohe Besteuerung von deutschen Investoren in Deutschland, nicht die der Unternehmen. Ein wichtiger Faktor im Zurückfallen der deutschen Arbeitnehmereinkommen im europäischen Vergleich...einträgliche, aber nur mit viel Geld einrichtbare privatfinanzierbare Arbeitsplätze werden regelmäßig über Staatsgelder oder ausändische Adressen - unter Umgehung sämtlicher deutscher Steuern - finanziert. man kann natürlich auch gleich aus D draußen bleiben. Es bleibt die Servicenummer in den Niederlanden, ein paar freiberufliche Handelsvertreter und ein Subunternehmen für die Garantiefälle...Sie würden sich wundern, was dabei an deutschen "Eportüberschüssen" in der Statistik generiert werden kann.
  2. #211

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Regierungen der EU-Länder fordern eine globale Finanzmarktsteuer, um die Geldbranche an den Lasten der Krise zu beteiligen. Der Internationale Währungsfonds soll den Plan nun prüfen. Wer soll Ihrer Meinung nach die Kosten der Krise tragen?
    Alle ? Denn alle nehmen ein.
    Die sogenannten "Hilfsgelder" sind hochverzinsliche Kredite an den Mittelstand - der traegt die Zinsen (hat die bundesregierung nicht gerade die ersten 400 Mio GEWINN verkuendet ? Cleveres Konzept...)

    Was nach Zinsen noch uebrig bleibt, wird an die Mitarbeiter ausgezahlt als Lohn (die sonst entlassen worden waeren).

    Und von den eingenommenen Zinsen kann unser Beamtengebilde SO GUT leben, dass sie nicht im Ansatz an Sparen denken muessen. Hatte nicht die Arbeitsagentur in den letzten 2 Jahren 20.000 Mitarbeiter eingestellt ? Um 2 Mio Arbeitslose WENIGER zu verwalten ?

    Grosser Gott...
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  3. #212

    Kann Globalisierung Finanzkrisen lindern?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Regierungen der EU-Länder fordern eine globale Finanzmarktsteuer, um die Geldbranche an den Lasten der Krise zu beteiligen. Der Internationale Währungsfonds soll den Plan nun prüfen. Wer soll Ihrer Meinung nach die Kosten der Krise tragen?
    Infach gesagt: die, die sie ausgeloest haben. Nur, die sind heute nicht mal mehr faehig, die Zinsen fuer ihre Schulden zu bezahlen....damit, glaube ich, habe ich deutlich genug gesagt wen ich damit meine.

    Indien, China, Russland und Europa sitzen heute auf ca.2,5 Trillionen amerik. Dollar. Ich weiss nicht wieviele Nullen diese Zahl hat. China zb. ist heute beunruhigt ueber diese Situation und hat die amerik. Regierung deswegen schon oefters angesprochen. Doch keiner dieser US-Staatsanleihen Kaufer, wuerde es wagen ihren gehorteten US-Dollar Papiertreasure von heute auf morgen in eine andere Waehrung oder Gold zu konvertieren. Niemand koennte die Folgen davon tragen und niemand will die Gewitterwolken die da kommen, zusammenziehen und die Hyperinflation des US-Dollar ausloesen.

    Also, bildet man united Nations und fuehrt fuer die Mitgliedslaender die da aufgenommen werden, die Waehrung der united Nations, im jetzigen Fall die EU, den Euro ein. Dieses neu aufgenommene Land konvertiert ihre eigene Landeswaehrung in Euro. Abhaengig, von der Kaufkraft der Waehrung im eigenen Land und wie stabil diese Waehrung ist, wird sie den Euro auf dem Devisenmarkt staerken oder schwaechen.

    Wichtig ist dass moeglichst viele Laender sich der EU anschliessen und Euro kaufen um dem Euro die Gefahr der Volatilitaet zu nehmen, denn nur dann kann man den Euro zusammen mit dem US-Dollar in eine globale Waehrung konvertieren, die neu definiert werden muss, ohne dass die Kaufer der US-Schatzanleihen geschaedigt werden und gleichzeitig wird die Schuldenlast der USA global verteilt.

    Ich will nicht behaupten dass dies der Einzige Grund ist die Globalisierung voran zu treiben, aber the black hole of the US-Dollar wird immer groesser und die USA kann mit ihren Steuereinnahmen nicht mal mehr die Zinsen fuer die Schulden begleichen. Und das erscheint mir schon brandgefaehrlich fuer die amerikanische Waehrung it self.
  4. #213

    Zitat von japan10 Beitrag anzeigen
    Wie schon immer in der Geschichte wird es das Volk bezahlen.
    Wer bleibt denn übrig, wenn es nicht das Volk ist?
  5. #214

    Die

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Regierungen der EU-Länder fordern eine globale Finanzmarktsteuer, um die Geldbranche an den Lasten der Krise zu beteiligen. Der Internationale Währungsfonds soll den Plan nun prüfen. Wer soll Ihrer Meinung nach die Kosten der Krise tragen?
    Banken und ihre geldgierigen Auftraggeber sollten hier stärker in die Pflicht genommen werden!!
  6. #215

    wirtschaftlicher Volkssturm

    Zitat von Balagan Beitrag anzeigen
    Wer bleibt denn übrig, wenn es nicht das Volk ist?
    Natürlich! Und den gößten und ultimativen wirtschaftlichen Volkseinsatz nennt man wohl Währungsreform...


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