Zitat von
JensSchmidt
Womit sie sich ja massiv vom Rest der Welt unterscheiden. Man fragt sich, warum die Unternehmen unter Kohl, als deren Steuern viel höher waren, oder unter Schmidt, Brandt, Erhard, Adenauer, noch nicht ausgeblutet sind, aber jetzt, nach den größten Unternehmenssteuer- und Sozialabgabensenkungen auf ein Niveau unterm OECD-Durchschnitt und erst recht unter dem der Alt-EU Länder (unsere Hauptabnehmerländer) "ausluten" sollten.
Ja, die bösen Bürger, das sind dann ja wohl die selbsternannten Bürgerlichen. Die Arbeitnehmer könnens nicht sein, da die ja seit Jahren Reallohnverluste in Kauf nehmen. Was für Sie sicherlich belegt, dass die "ihre Finanzen regelmäßig unter Berücksichtigung eine Arbeitsplatzes, aber ohne entsprechende Unternehmensbeteiligungen gestalten wollen"?
Die Lacher sind ganz bei Ihnen.
Die Realität ist genau das Gegenteil dessen, was Sie herbeiphantasieren. Die Unternehmen, wollen zwar gerne Absatz, aber keine Löhne und schon gar nicht Steuern. Ist ja auch verständlich und aus der Sicht jedes einzelnen Unternehmens gerade zu Pflicht, danach zu streben. Nur volkswirtschaftlich ist's schlichter Irrsinn, dem nachzugeben, wenn man seit Jahren enorme Exportüberschüsse und rückgängigen Binnenabsatz hat (bei anderer Lage wär's tatsächlich angemessen).
Beides (Reallöhne und Unternehmenssteuern) wurde, wie von den Unternehmen gewünscht, massiv gesenkt. Klugerweise nicht in erster Linie für den innovativen Mittelstand, der von Zeitarbeit kaum profitiert, bei den Steuern auch eher wenig entlastet, durch bescheuerte Abschreibungsregeln teilweise sogar belastet wurde... Um noch einen darufzusetzen, wurde die Mehrwertsteuer erhöht, ein paar Rentennullrunden hingelegt... Der Absatz im Land ging selbstverständlich zurück (trifft auch wieder den Mittelstand schärfer). Der Exportüberschuss stieg weiter, aber es gibt immer noch welche, die vom genauen Gegenteil fabulieren, mit dem offenbaren Ziel, diesen volkswirtschaftlich ruinösen Wahn noch weiter zu betreiben.