Forum: Wirtschaft
Biosprit-Boykott: Brüderle beruft Benzin-Gipfel ein
Das vorläufige Einführungsstopp des neuen Biosprits E10 beschäftigt jetzt die Politik: Wirtschaftsminister Brüderle lädt zum Benzin-Gipfel. Er verlangt von der Mineralölwirtschaft Klarheit beim weiteren Vorgehen: "Fakt ist, dass die Verbraucher völlig verunsichert sind."
Biosprit-Boykott: Brüderle beruft Benzin-Gipfel ein - SPIEGEL ONLINE
- #2790 16.02.2012 12:24 von
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/pbi...artin_2008.pdf
Kleine Stütze, wo Ethanol in Brasilien gewonnen wird. 66% nur im Bundestaat Sao Paulo von ganz Brasilien, d.h. 25% nur im Bundestaat Sao Paulo, kleiner als Westdeutschland, weltweit. Nur 1,92% Ackerbau in Pará, Amazonas und Acre (Regenwaldstaaten), davon 0% Ethanolgewinnung. In Brasilien fliegen Flugzeuge mit Alcoois 2.Generation, fahren mit FFW-Motoren und testen Autos mit Alcoois 3. Generation. Alcoois 1. Generation heißt chemisch: Ethanol. Deutschland diskutiert über veralterte Technik bzw. über die 1. Generation und dazu hinaus noch über E5 oder E10. Wenn Ethnaol schädlich für das Auto ist, dann darf kein Autofahrer das normale Super (E5) tanken. Aber es ist ja nicht so. - #2791 16.02.2012 19:13 vonDas stimmt, da Zuckerrohr für das Wachstum eine mehr oder weniger lange Trockenperiode braucht, welches natürlich im Regenwald mit seinem ganzjährig humiden Klima nicht gewährleistet ist. Die selbsternannten Experten verwechseln das gerne mal mit dem Palmöl, welche aber nicht für Ethanol, sondern nur zur Dieselherstellung genutzt wird und tatsächlich im Regenwaldebiet angebaut wird und diesen dann massiv schädigt. Um die Sache zu kaschieren wird dann gerne mal alles in einen Topf geworfen und von Biosprit gesprochen. Der Begriff trifft dann sowohl für Zuckerrohrschnaps als auch für Palmöl zu. Volksverdummung pur.Nur 1,92% Ackerbau in Pará, Amazonas und Acre (Regenwaldstaaten), davon 0% Ethanolgewinnung.
Aber, aber. Sie werden doch wohl nicht das schlechte Image des E10 in Deutschland zerstören wollen. Schließlich ist das doch von den Mineralölkonzernen und deren Lobbyisten mit viel Geld und noch mehr Kampangnen zum Motorvernichter schlechthin sterilisiert worden. Da kommen Sie jetzt mit Fakten, die das untergraben wollen?In Brasilien fliegen Flugzeuge mit Alcoois 2.Generation, fahren mit FFW-Motoren und testen Autos mit Alcoois 3. Generation. Alcoois 1. Generation heißt chemisch: Ethanol. Deutschland diskutiert über veralterte Technik bzw. über die 1. Generation und dazu hinaus noch über E5 oder E10. Wenn Ethnaol schädlich für das Auto ist, dann darf kein Autofahrer das normale Super (E5) tanken. Aber es ist ja nicht so.
Allerdings vermisse ich bis heute Berichte aus aller Welt, die das schädliche Verhalten des Ethanols auf dem Motor dokumentieren. Scheint wohl nur ein deutsches Phänomen zu sein. Vieleicht werden demnächst auch die defekten Scheinwerferlampen den Ausdünstungen des Ethanolanteils im Sprit zugesprochen. - #2792 17.02.2012 06:55 von
Schade, sie schreiben so viel Richtiges, um durch diesen einen Satz es wieder in den Hintergrund zu rücken. E10 ist ein perverser Versuch der Politik gewesen, sich einen "Ökostempel" zu geben. Die Mineralölkonzerne haben extern wie intern dieses Produkt trotz bedenken durchgesetzt, weil die Politik es so wollte. Auch Shell, BP und Co. sind davon ausgegangen, das der Deutsche Autofahrer das Produkt ablehnen wird. War nach kurzer Zeit beim Biodiesel das selbe. Egal ob es rationale Gründe hatte oder einfach emotional basiert war. ADAC und Co. schürrten dann wieder großteils haltlose bedenken, der Kunde war verunsichert und hat das Produkt abgelehnt. Glauben sie nicht, das so eine erzwungene Produkteinführung mal eben so von den Mineralölunternehmen zu bewerkstelligen ist. Neben F&E, Produktion macht gerade die Logistik und Lagerhaltung einiges an Problemen und verursachte je nach Standort große Kosten und Aufwand.
- #2793 17.02.2012 15:10 von
Nun, das die Einführung des E10 seitens der Bundesregierung alles andere als professionell war, da sind wir uns alle einig. Mir geht es in erster Linie um die unsäglichen "fachlichen" Statements, die dem E10 eine geradezu motorvernichtenden Wirkung nachsagen. Mir ist da vor allem die BWM Story trefflich in Erinnerung geblieben, die uns mit E10 ein Feuchtbiotop im Motorrraum suggerieren wollte. Dabei wird bei jeder Verbrennung eines Kohlenwasserstoffes Wasser frei. So auch beim Benzin. Den Mineralölkonzernen bliebt letztendlich nichts anderes übrig, wenn sie Strafzahlungen vermeiden wollen.
Das natürlich das derzeitige Bioethanol der 1. Generation aus Weizen, Mais und Zuckerrüben nicht die Lösung der Probleme darstellt, ist für mich auch unstrittig. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man die Beimischung des Ethanol zum Benzin erst flächendeckend einführt hätte, wenn die Herstellung das Ethanol aus Holzresten oder Algen großtechnisch in heimischer Produktion zu Verfügung steht. - #2794 12.03.2012 12:22 von
- #2795 18.03.2012 11:56 von
Benzin ist unmoralischer!
Wieder mal so ein Satz, der die Parolen der hiesigen Mineralölkonzerne und deren Lobbyisten in eindrucksvoller Weise wiedergibt. Das die das so sagen, kann man nachvollziehen, da das Ethanol ja ein direktes Konkurrenzprodukt zu deren Öl darstellt. Warum aber der normale Bürger sich von den Mineralölkonzernen alimentieren lässt, ist mir ein Rätsel. Die armen Teufel in der Dritten Welt benötigen Hirse und Reis und können mit unseren Weizen oder Zuckerrüben nichts anfangen. Die stetige Preissteigerung bei den Nahrungsmitteln hat ihre Ursache in zunehmenden Missernten bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung. Auch die schlechte Lagerung und die damit verbundene Vernichtung von Nahrungsmitteln haben einen entscheidenden Einfluß auf die Preise. Weitere Preistreiber sind die Spekulationen auf Nahrungsmittel an der Rohstoffbörsen, die nach meinem Dafürhalten unmoralischer nicht sein können.
Wenn ich mir dann so die Ölgewinnung im Nigerdelta, in Sibirien oder in Kanada bei der Ölsandförderung anschaue, wo riesige Landstriche für immer verseucht sind, kommen mir Zweifel am Benzin. Nicht zu vergessen, der Untergang der Deep Water Horizon, dass uns jeder Zeit auch vor unserer Haustür in der Nordsee passieren könnte. Da ist mir die von einheimschen Bauern angebauten Energiepflanzen allemal lieber, trotz des Wissens, das Ethanol niemals die schiere Menge des benötigten Benzins ersetzen kann. - #2796 24.03.2012 17:12 von
Wer ist Schuld am E10 - Desaster?
Abgesehen davon, dass wir kein E 10 tanken können, würden wir es auch nciht tanken , wegen der Abholzungen des Regenwaum E sldes, Auch die neue Heizart mit Pellets bedeutet die Abholzung des Regenwaldes, der im vollen Gange ist und schon das Klima verändert hat.
Schuld hat natürlich die grüne Politik! Schließlich wird da ganz widerlich geröhrt. Ob es sich um Pellets um Nahrungsmittel wie Raps oder um E 10 handelt. Was hat denn Herr Trittin mit dem unsäglichen Flaschenpfand für Plastikflaschen erreicht? Eine Verböserung! Was ist denn aus der Solarenergie geworden? Mit Milliarden gestützt und nun ? Verdammt. Die Intelligenz unserer Politiker ist in Frage zu stellen.
Auch dieses Gas, was sie in die Erde pressen wollen, wird nichts.
Aber Österreich aht auf ganz einfachem Wege seinen Umweltschutz auch ohne Atomwerke erreicht. Nur, Nachdenken müssen oder sollten unsere Politiker schon selbst. Und die Mitnahmequalitäten von Unternehmern unterlassen. - #2797 24.03.2012 19:10 von
- #2798 24.03.2012 19:30 von
Und noch ein Recycling-Verfahren zur Diesel-Gewinnung:
Diesel umsonst !!! Dr. Christian Koch Patent - YouTube - #2799 25.03.2012 11:15 von
Wenn Sie wirklich konsequent wären, müssten Sie ihr Auro stehen lassen, denn sowohl im Super sind 5% Ethanol , als auch im Diesel sind 7% Biodiesel beigemischt.
Aber vielleicht wäre es hilfreich, sich vorher mal zu informieren, wo denn eigentlich das beigemischte Ethanol im Super an unseren Tankstellen herkommt.
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