Das vorläufige Einführungsstopp des neuen Biosprits E10 beschäftigt jetzt die Politik: Wirtschaftsminister Brüderle lädt zum Benzin-Gipfel. Er verlangt von der Mineralölwirtschaft Klarheit beim weiteren Vorgehen: "Fakt ist, dass die Verbraucher völlig verunsichert sind."
Biosprit-Boykott: Brüderle beruft Benzin-Gipfel ein - SPIEGEL ONLINE
Tatsächlich? Wissen Sie was? Das interessiert mich ehrlich gesagt Null. Solange ich meinen TÜV auf mein Fahrzeug bekomme (Ich selber fahre ebenfalls ein 50 Jahre altes Auto) ist für mich alles in Butter. Wenn nun jemand meint, durch 5% mehr Alkohol mehr Gifte messen zu können als vorher, denn soll er glücklich sein mit seinen Ergebnissen.
Noch bessere Zwerchfellerschütterungen kann eine Type namens Döring erzeugen. Jetzt kommt endlich jemand auf die Idee, die potentiellen Verbraucher doch zuerst einmal zu informieren.
Zum Glück hat Röttgen sofort gekontert und betont, daß die Einführung des E10-Treibstoffes mit Zustimmung der rot-grünen Opposition erfolgte.
(Jetzt sollte die rot-grüne Opposition aber lautstark protestieren. Immerhin sind ja zumindest die Grünen gegen eine Zwangsbeimischung. So wurde es mir aus glaubwürdiger Quelle versichert. Sollte das passieren ist es gut, wenn nicht bin ich tief enttäuscht.)
Wobei sich dabei (wieder einmal) FDP und Union widersprechen. Sind die beiden nicht in einer Koalition und sollten demnach zusammenarbeiten ?
Rätsel über Rätsel.
Unterm Strich bleibt es bei der Schlußfolgerung:
Die E10-Einführung ist ein völliges Chaos und sollte schnellstens beendet werden.
Aber als Untertan ist mir sicherlich nicht gestattet, die Entscheidungen der Obrigkeit anzuzweifeln.*
(*leicht verändertes Zitat)
wäre es sinnvoller den E10-Mist (bzw. die 10% davon) in Low-Tec Brennwertkesseln zum Heizen zu verfeuern, als in empfindlichen Motoren.
Ob dieselbe Menge Kohlendioxid per erneuerbarer Energie nun im Straßenverkehr oder bei der Heizung eingespart wird, ist doch VÖLLIG EGAL. Daß es im Verkehr sein muß, ist rein politisch und kostet unsere Pleite-EU volkswirtschaftlich ein Schweinegeld.
Da paßt ins Bild, daß der Röttgen an der E10 Einführung festhält. Wenn er politisch zu feige ist den obigen Zusammenhang in Europa zu erklären, gehört er noch vor der BaWü Wahl dahin wo zu Guttenberg schon ist.
Das zeigt doch mal wieder:
Die Grünen sind nie (oder ganz selten) an irgend einen Murks schuld.
Sie zetteln den Unsinn an,denken nach (so lange wie sie etwas zu sagen haben) überlassen die Verantwortung den
Getriebenen,und wenn die Karre im Dreck steckt,dann behaupten die Grünen das schon vorher gewußt zu haben.
Beispiele gibt es genug in letzter Zeit,so aus meiner Sicht.
Ausdrücklich ausgenommen:Stuttgart 21
at Martin
Haste keinen Mut eine E-mail an Politiker zu schicken? Nur hier rumnörgeln bringt nichts!
Zeige mal Zivilcourage, martin !!!
Soso, Herr Röttger möchte die Sache vorantreiben. Nun, er wäre nicht der einzige, der auf Biokraftstoffaktien gesetzt und sich vielleicht verspekuliert hat.
Auch Aufklärung über Motoren ändert nichts daran, dass ein größerer Teil der Bevölkerung sich ethisch nicht mitverantwortlich machen lassen will für diesen Deal und über den Zapfsäulen die Zahl von 2 Millionen Hungernden und Verhungerten schweben sieht, die ihren Hunger zum großem Teil der Spekulation mit Nahrungsmitteln und dem Biosprit-Hype zu verdanken haben.
Es bleibt dabei:
Getreide gehört auf den Teller, nicht in den Tank und nicht in die Hände von Spekulanten.
Und wieder eine von den sinnlosen Frage: Als ob es am "Erklären" liegen würde!
Alkohol ist nicht für Ottomotoren bestimmt und nicht zuletzt deshalb gibt es keine Langzeiterfahrungen. Gut beraten sind die, die auf das Geschwätz der Buchhalter nichts geben, denn im Fall der Fälle - Motor kaputt - verweisen die genau darauf!