Forum


 

Welchen Druck übt China auf westliche Firmen aus?

Technologietransfer, Zwang zur Kooperation, Festnahmen - welchen Druck übt China auf westliche Firmen aus?
  1. #110

    Zitat von gerd müller Beitrag anzeigen
    Die Japaner waren nur der Apperitiv. Für Detroit allerdings bereits eine Katastrophe.
    Die amerikanische Autoindustrie hat sich, im Gegensatz zur europäischen, ihr Grab selbst geschaufelt.
    Da wurden jahrelang wichtige trends verschlafen und jetzt haben sie den Salat.
    Liegt aber nicht am Japaner, sondern an der eigenen Blindheit.
  2. #111

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Technologietransfer, Zwang zur Kooperation, Festnahmen - welchen Druck übt China auf westliche Firmen aus?
    Druck ist was mechanisches und man kennt die Grundsätze: actio=reactio. Und um Druck auszuüben, braucht es immer zwei- einen der meint, Druck auszuüben und einer der ihn auf sich ausüben lässt.

    Unser (Mittelstands-)Unternehmen bekam aus China ebenfalls Offerten für eine "Zusammenarbeit" - mit was für tollen Versprechungen wir da hofiert wurden! Von größtmöglichen Renditen sprach man, schnelles ROI usw. usf. - 12 Seiten Buzzwordbingo, auf das jeder BWLer sofort angesprungen wäre.
    Die Offerte bügelten wir rasch ab: Ablage P, sämtliche Mailadressen dieser Firma sowie alle Adressen mit *.cn landeten auf der Spamliste.

    Bereits dreimal wurde versucht, unser Netzwerk und Computer zu hacken - seitdem arbeiten wir im Konstruktionsbereich nur noch "entkoppelt" in einem eigenen LAN ohne Internetzugang. Dateien werden nur noch verschlüsselt verschickt, ganz sensible Dinge nur in Papierform und per Kurier.

    Den Druck aus China merkt man schon, selbst im Mittelstand. Aber bisher waren es die Firmen selber, die diesen Druck erst ermöglichten, indem sie - besoffen von falschen Versprechungen - denen ihr Knowhow erst frei Haus und kostenlos lieferten. VW ärgert sich heute, bei dem Spiel mitgemacht zu haben, ebenso Bosch, DaimlerBenz... hach, die Liste ist lang. Jeder Wirtschaftskapitän eines größeren deutschen Unternehmens mit Chinadependance beißt sich heute in den Arsch, bei dem "Großen Sprung" Schröders mitgemacht zu haben.

    Und jetzt mal ehrlich, liebe SPON-Redakteure: Die Y-20, ein leicht verbesserter Nachbau der Il-76 als Konkurrenz zum A400M? Sie haben letzterzeit aber nicht zu heiß gebadet, oder so? Die Il-76 ist ein uralter Transporter, mit dem werden vielleicht noch Ziegen und Hühner in den Altai transportiert. Die Jettriebwerke sind Spritfresser und die Chinesen sind mit ihren Nachbauten von sowjetischer/russischer Militärtechnologie bisher noch immer Baden gegangen (man lese und schmunzele bei der fas.org).
    Der A400M ist ein komplett neu entwickeltes und aus den Erfahrungen mit der Transall, Skycar und Hercules entstandenes Flugzeug. Wenn Airbus die betagte Transall neu auflegen würde, dann wäre es auch binnen 2-3 Jahren auslieferungsreif. Die A400M ist als Mehrzwecktransporter ausgelegt, verfügt über leise, leistungsfähige und spritsparende Turboprops, die in fast allen Betriebsbedingungen eingesetzt werden können und dazu noch über STOL-Fähigkeiten. Das hat die Il-76 nicht...
    Also: Bei Verweisen auf Internetforen RICHTIG lesen!
  3. #112

    Ohne gründliche Diagnose keine Aussicht auf Heilung

    Zitat von gerd müller Beitrag anzeigen
    Stimmige Zustandsbeschreibung. Aber wenn wir endlich wach geworden sind, was machen wir dann?
    Sie haben ja Recht. Auch wenn wir jetzt sofort entsprechend handeln würden würde es lange Dauern bis dies Wirkung zeigt. Absolut kein Trost für diejenigen die schon betroffen sind durch die Vertreibung aus unserem Paradies. Umso schlimmer dass unsere Bevölkerung den Ernst der Lage noch überhaupt nicht erkannt hat und entsprechenden Druck auf die Politiker macht um Reformen und echte Ersparnisse in unserem verkrusteten Staatswesen in die Wege zu leiten.Dass unsere Politiker nicht dumm sind, steht für mich ausser Frage.Sie wissen zweifellos genau wie es um uns steht, werden solche Reformen jedoch von sich aus nicht einleiten. Es ist doch zu schön in der Zwischenzeit noch aus dem Trog fressen zu können.

    Meine Diagnose dazu ist deshalb, dass das Krebsgeschwür von uns Bürgern nicht einmal erkannt wird und wir schon zufrieden sind wenn es mit Voodo-Zauber behandelt wird. Und wenn dann das ganze Ausmass des Desasters immer sichtbarer wird, haben unsere Politiker ihren Machievelli gut studiert und wissen geschickt den Volkszorn dann auf andere als Sündenböcke abzuleiten.

    Und für den Fall dass das Krebsgeschwür doch noch rechtzeitig erkannt werden sollte, würde es tatsächlich auch kein einfaches Heilmittel geben wie Handelsbeschränkungen, Importzölle usw. All dies würde das Ende nur umso rascher herbeiführen.Nein, es bleibt in diesem positivsten Fall nur die Totaloperation dass wir alle (Politiker,Beamte als Vorbilder und dann das gemeine Volk) auf Konsumausgaben verzichten und das übrige Geld in Bildung, Forschung und nochmals Bildung,Forschung verwenden. Eine andere Hilfe als Lernen und Arbeiten gibt es für eine Volkswirtschaft leider nicht. Gegen dieses Naturgesetz können nur einzelne verstossen wie betrügerische Banker oder eine noch?? Weltmacht wie die USA aufgrund des Greenback und des Militärs.

    Und Chinas Regierung hat die Weltlage zweifellos ebenfalls erkannt und nutzt dies für ihre Menschen ( die genau so klug, fleissig und intelligent sind wie wir) aehr geschickt aus.Wer kann ihnen dies verdenken, auch wenn sie damit die Götterdämmerung der Vorherrschaft der USA und des Westens einleiten. Und bereits die Formulierung des Titelthemas ist für mich ein Beginn des Spielchens mit dem beliebten Sündenbock (hier Chinas böse Industrie die Druck ausübt). Nein, letztlich sind nur wir als Volk schuldig, selbstverständlich nicht als Individuum.
  4. #113

    Zitat von gerd müller Beitrag anzeigen
    Oder auch hier: Mercedes baut in China - Es dürfte in der Tat eine naive Vorstellung sein, dass, wenn wir uns nur anstrengen, dabei kreativ sind und ab sofort ganz viel in Bildung, Forschung und Technik investieren, alles gut wird. Deutschland gehört zu den grossen Globalisierungsverlierern der Zukunft. Und das bekommen wir jetzt langsam immer mehr zu spüren: Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Lohndumping, marode Staatshaushalte und Sozialkassen.
    Was ist denn Ihre Alternative? Vom Kölner Dom springen? Wir haben uns doch nicht mit Naivität in den Nachkriegsjahren zu unserem Wohlstand gemogelt und seit 1989 eine Wiedervereinigung verkraftet. Jammern ist keine Alternative!
  5. #114

    Zitat von PeterOberschwaben Beitrag anzeigen
    Sie haben ja Recht. Auch wenn wir jetzt sofort entsprechend handeln würden würde es lange Dauern bis dies Wirkung zeigt. Absolut kein Trost für diejenigen die schon betroffen sind durch die Vertreibung aus unserem Paradies. Umso schlimmer dass unsere Bevölkerung den Ernst der Lage noch überhaupt nicht erkannt hat und entsprechenden Druck auf die Politiker macht um Reformen und echte Ersparnisse in unserem verkrusteten Staatswesen in die Wege zu leiten.Dass unsere Politiker nicht dumm sind, steht für mich ausser Frage.Sie wissen zweifellos genau wie es um uns steht, werden solche Reformen jedoch von sich aus nicht einleiten. Es ist doch zu schön in der Zwischenzeit noch aus dem Trog fressen zu können.

    Meine Diagnose dazu ist deshalb, dass das Krebsgeschwür von uns Bürgern nicht einmal erkannt wird und wir schon zufrieden sind wenn es mit Voodo-Zauber behandelt wird. Und wenn dann das ganze Ausmass des Desasters immer sichtbarer wird, haben unsere Politiker ihren Machievelli gut studiert und wissen geschickt den Volkszorn dann auf andere als Sündenböcke abzuleiten.

    Und für den Fall dass das Krebsgeschwür doch noch rechtzeitig erkannt werden sollte, würde es tatsächlich auch kein einfaches Heilmittel geben wie Handelsbeschränkungen, Importzölle usw. All dies würde das Ende nur umso rascher herbeiführen.Nein, es bleibt in diesem positivsten Fall nur die Totaloperation dass wir alle (Politiker,Beamte als Vorbilder und dann das gemeine Volk) auf Konsumausgaben verzichten und das übrige Geld in Bildung, Forschung und nochmals Bildung,Forschung verwenden. Eine andere Hilfe als Lernen und Arbeiten gibt es für eine Volkswirtschaft leider nicht. Gegen dieses Naturgesetz können nur einzelne verstossen wie betrügerische Banker oder eine noch?? Weltmacht wie die USA aufgrund des Greenback und des Militärs.

    Und Chinas Regierung hat die Weltlage zweifellos ebenfalls erkannt und nutzt dies für ihre Menschen ( die genau so klug, fleissig und intelligent sind wie wir) aehr geschickt aus.Wer kann ihnen dies verdenken, auch wenn sie damit die Götterdämmerung der Vorherrschaft der USA und des Westens einleiten. Und bereits die Formulierung des Titelthemas ist für mich ein Beginn des Spielchens mit dem beliebten Sündenbock (hier Chinas böse Industrie die Druck ausübt). Nein, letztlich sind nur wir als Volk schuldig, selbstverständlich nicht als Individuum.
    Das war auch meine Einstellung. Ich habe vier Jahre als Betriebsleiter gekämpft. Die Idee war: wenn die Chinesen billiger sind, weil sie niedrige Lohnkosten haben, dann müssen wir es schaffen, unseren Betrieb so zu rationalisieren und zu automatisieren, dass unsere Personalkosten unter 10 % sinken. Das haben wir auch geschafft; es war ein Kraftakt in jeder Hinsicht, aber wir haben es geschafft. Und dann kam seit Anfang 2009 die Dollarschwäche, die unseren chinesischen Mitbewerber vollends billiger gemacht hat.

    Haben Sie Angst um Ihren Job?

    Wenn alle Spielregeln gegen Dich sind, dann kannst du Dich anstrengen, wie Du willst, so kreativ sein und qualifiziert - es nützt am Ende nichts. Und der Staat hätte die Aufgabe, für faire Spielregel zu sorgen, für Wettbewerbsgleichheit.

    Haben Sie Angst um Ihren Job?

    Haben Sie Angst um Ihren Job?
  6. #115

    Zitat von Stahlengel77 Beitrag anzeigen
    Druck ist was mechanisches und man kennt die Grundsätze: actio=reactio. Und um Druck auszuüben, braucht es immer zwei- einen der meint, Druck auszuüben und einer der ihn auf sich ausüben lässt.

    Unser (Mittelstands-)Unternehmen bekam aus China ebenfalls Offerten für eine "Zusammenarbeit" - mit was für tollen Versprechungen wir da hofiert wurden! Von größtmöglichen Renditen sprach man, schnelles ROI usw. usf. - 12 Seiten Buzzwordbingo, auf das jeder BWLer sofort angesprungen wäre.
    Die Offerte bügelten wir rasch ab: Ablage P, sämtliche Mailadressen dieser Firma sowie alle Adressen mit *.cn landeten auf der Spamliste.

    Bereits dreimal wurde versucht, unser Netzwerk und Computer zu hacken - seitdem arbeiten wir im Konstruktionsbereich nur noch "entkoppelt" in einem eigenen LAN ohne Internetzugang. Dateien werden nur noch verschlüsselt verschickt, ganz sensible Dinge nur in Papierform und per Kurier.

    Den Druck aus China merkt man schon, selbst im Mittelstand. Aber bisher waren es die Firmen selber, die diesen Druck erst ermöglichten, indem sie - besoffen von falschen Versprechungen - denen ihr Knowhow erst frei Haus und kostenlos lieferten. VW ärgert sich heute, bei dem Spiel mitgemacht zu haben, ebenso Bosch, DaimlerBenz... hach, die Liste ist lang. Jeder Wirtschaftskapitän eines größeren deutschen Unternehmens mit Chinadependance beißt sich heute in den Arsch, bei dem "Großen Sprung" Schröders mitgemacht zu haben.

    Und jetzt mal ehrlich, liebe SPON-Redakteure: Die Y-20, ein leicht verbesserter Nachbau der Il-76 als Konkurrenz zum A400M? Sie haben letzterzeit aber nicht zu heiß gebadet, oder so? Die Il-76 ist ein uralter Transporter, mit dem werden vielleicht noch Ziegen und Hühner in den Altai transportiert. Die Jettriebwerke sind Spritfresser und die Chinesen sind mit ihren Nachbauten von sowjetischer/russischer Militärtechnologie bisher noch immer Baden gegangen (man lese und schmunzele bei der fas.org).
    Der A400M ist ein komplett neu entwickeltes und aus den Erfahrungen mit der Transall, Skycar und Hercules entstandenes Flugzeug. Wenn Airbus die betagte Transall neu auflegen würde, dann wäre es auch binnen 2-3 Jahren auslieferungsreif. Die A400M ist als Mehrzwecktransporter ausgelegt, verfügt über leise, leistungsfähige und spritsparende Turboprops, die in fast allen Betriebsbedingungen eingesetzt werden können und dazu noch über STOL-Fähigkeiten. Das hat die Il-76 nicht...
    Also: Bei Verweisen auf Internetforen RICHTIG lesen!
    Da ist viel Wahres dran. Vor 10 Jahren haben die Chinesen noch den undercover mit gezinkten Funktionszuweisungen hier gemacht, heute machen sie eine auf Billy The Kid: raus mit dem know how :-) Vor Zwanzig-Jahren haben wir den entsprechenden Kader über Hongkong geschmiert, heute versuchen die unsere Mitarbeiter zu schmieren :-)

    Sind schon gewöhnungsbedürftige Handelspartner.

    Eines ist auch an der Anfang These zu beachten, es wird von der Seite auch ein Propagandafeldzug losgetreten über die "Überlegenheit" der chinesischen "Rasse" oder "Denke" ..:-), dient dem Weichklopfen :_)

    Was fehlt ist eine konzertierte Aktion unserer Industrie , wie man mit den Tricks der Kaapi-Maos umgehen muss.
    Ich würde mal Taipeh stärker mit ins Boot nehmen und einige intelligente " Kartelle" schaffen, die in diesen Geschäften wirken könnten. Man muss nur wollen :-)
  7. #116

    Nicht nur die Firmen können was tun

    Zitat von PastorBach Beitrag anzeigen
    Aber es gibt ein Mittel dagegen: Zusammenschluss aller Unternehmen und Verzichtserklärung für geschäfte mit China. Die Wirtschaft würde binnen kürzester Zeit zusammenbrechen. Diesem Druck wäre das dortige Politbüro nicht gewachsen. Das ist das einzige Druckmittel für Reformen.
    Auch der Verbraucher hat die Macht, nämlich alles boykottieren, was in China hergestellt wurde. Doch man meckert hier lieber über die Zustände in China und läuft anschließend in den Supermarkt, um sich dort das 10er-Pack Kugelschreiber zu 50 Cent, oder den technischen Schultaschenrechner zu 2,49 € zu holen, die in China produziert wurden.

    Man braucht sich doch nur mal die technischen Sonderangebote der Discounter ansehen, die jede Woche beworben werden. Zu über 80% stammen die aus China.
  8. #117

    Hahn zu!!!!

    Derweil unsere Amateurkanzlerin Bankrotteuren in Bankentürmen mit Steuermilliarden die Boni sichert, sichert sich der Chinese die Rohstoffquellen dieser Welt. Wir schauen zu und sehen, wie Frau Merkel bei ihrem nächsten Staatsbesuch, freundlich über die Menschenrechtsverletzungen hinweg.
  9. #118

    Wir können die Spielregeln nicht mehr setzen

    Zitat von gerd müller Beitrag anzeigen
    Das war auch
    Haben Sie Angst um Ihren Job?

    Wenn alle Spielregeln gegen Dich sind, dann kannst du Dich.....
    sondern stehen seit 20 Jahren in direkter Konkurrenz mit den Arbeitern in China, Indien usw.

    Was für uns sittenwidrige Löhne sind ist für den Landarbeiter in China ein immenser Wohlstandsfortschritt.Und wenn Sie mit eigenen Augen und eigenen Sinnen erlebt haben wie etwa 80% der indischen Bevölkerung noch heute am Strassenrand geboren wird, dort ein Leben lang vegetiert ohne sanitäre Anlagen, ohne fliessendes Wasser und Strom, die Nacht auf geflickten Autoreifen am Strassenrand, umgeben von Kotrinnen, Abfall und Tieren, dann merken Sie in welcher Wohlstandsseifenblase wir im Westen noch Leben,und diese Wohlstandsseifenblase ist bei der anstehenden Götterdämmerung der Vorherrschaft des Westens durch den drohenden Fall der Weltwährung US-$ und des Niedergangs der Militärmacht USA eben am Platzen. Aber die Globalisierung bringt wenigstens für manche dieser Menschen kleine Fortschritte und Hoffnung auf ein besseres Leben und global gesehen eine gerechtere Welt. Ganz hart ausgedrückt und sicher schmerzhaft für Sie: Warum soll eigentlich ein komfortabler Arbeitsplatz in Deutschland mehr wert sein als ein Arbeitsplatz in China oder Indien. Das was für uns ein sittenwidriger Lohn ist, ist für diese Menschen gegenüber dem seitherigen Zustand ein Riesenfortschritt. Und das gilt auch für Umweltauflagen und Sicherheitsauflagen: Wenn es darum geht dass grosse Teile der Bevölkerung erst einmal satt werden und die Kinder unter grosser Anstrengung und persönlichem Verzicht die Chance zu Bildung und Erziehung dankbar annehmen(wie pervers dass bei uns überlegt wird, Kindern Prämien zu zahlen wenn diese nur die Schule besuchen. Das zeigt doch deutlich wie degeneriert wir in 60 Jahren Wohlstand alle geworden sind, und die Realitäten der Welt ausblenden und meinen Wohlstand für uns sei ein Naturgesetz und steht uns einfach zu), dann sind Dinge wie Sicherheitsauflagen oder PseudoUmweltschutz zweitrangig. Und die Anzahl der Menschen die allein in China und Indien nun mit uns direkt um Arbeit konkurrieren ist 80 zu 2500, und das zu Zeiten des Internet wo High-Tech in Deutschland entwickelt in wenigen Wochen oder Monaten in China ebenfalls verfügbar ist, ob uns das passt oder nicht, das fragt uns heute niemand mehr und wir haben zunehmend auch nicht mehr die Möglichkeit uns dagegen zu wehren.

    Nein, so hart es ist: Die Zeiten wo wir, Militär-und Dollarmacht USA oder heuchlerisch trittbrettfahrend dahinter versteckt das winzige Deutschland, die globalen Spielregeln setzen konnten, sind endgültig vorbei. Wir müssen uns dem globalen Wettbewerb stellen und können zukünftig nur einen Teil unseres bisherigen Wohlstandes wahren wenn wir die Mentalität der Bevölkerung entsprechend verändern und auf Bildung,Forschung setzen was geht. Und genau hier zeigt sich unsere Politik wie früher beschrieben in höchstem Ausmass verantwortungslos und eigesüchtig
  10. #119

    Zitat von PeterOberschwaben Beitrag anzeigen
    sondern stehen seit 20 Jahren in direkter Konkurrenz mit den Arbeitern in China, Indien usw.
    Wenn Sie eine internationalistische oder radikal christliche Brille aufsetzen, haben Sie natürlich Recht. Warum sollten wir Europäer mehr Wohlstand haben als ein Inder der untersten Kaste? - Ich weiss es auch nicht.

    Aber im Unterschied zu Ihnen bin ich in meinen Beiträgen davon ausgegangen, dass es so etwas wie ein nationales Interesse gibt und dass die Bundesregierung die Pflicht hat, in diesem Interesse zu handeln. Entsprechend dem Amtseid, Art. 56 GG: "Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden..." usw. - Und da bin ich eben der Meinung, die Bundesregierung hätte die Pflicht und auch die Möglichkeit, Wettbewerbsgerechtigkeit zwischen heimischen und asiatischen Produzenten herzustellen.

    Oder anders gesagt: Es kann nicht sein, dass ein deutscher Produzent zig Auflagen erfüllen muss, während der chinesische Mitbewerber bzw. ein Importeur seine Waren einführen darf, ohne auch nur einen Bruchteil dieser Auflagen erfüllen zu müssen. Im übrigen betreibt die chinesische Regierung eine massive Exportförderung durch Steuersubventionen und Währungspolitik. Aus ihrer Sicht mag das alles der historischen oder globalen Gerechtigkeit dienen. Aus meiner Sicht dient es letztlich den Interessen global agierender Konzerne, die den größten Vorteil vom freien Handel mit Waren, Dienstleistungen und Wertpapieren haben.








TOP



TOP