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Welchen Druck übt China auf westliche Firmen aus?

Technologietransfer, Zwang zur Kooperation, Festnahmen - welchen Druck übt China auf westliche Firmen aus?
  1. #100

    Zitat von explorer 2 Beitrag anzeigen
    Jeder der in China war, weiß doch, dass der Wettbewerb der EU mit China längst verloren ist, weil die Chinesen intelligent, flexibel und sehr viel fleißiger sind als wir in Europa.
    Wir beschäftigen uns in Europa mit Demonstrationen für ein freies Tibet,wo doch eigentlich jeder wissen müsste, dass Tibet vor der Eingliederung durch China eine feudalistische Diktatur war.
    Auch diese Blase wird irgendwann platzen, wie jetzt in Dubai. Doch es wird ein asiatisches Jahrhundert, wo der Wille "es zu schaffen" sehr ausgeprägt ist. Wir werden uns mit Kochsendungen beschäftigen.
  2. #101

    lassen Sie sich nicht entmutigen und sprechen Sie unbequeme Wahrheiten aus

    Zitat von guentersha Beitrag anzeigen
    ..Aber wir subventionieren dem Hotelgewerbe 12% der Mehrwertsteuer. na dann ... und der Oberliberale Weinkoenig Bruederle muss sich in Beijing abbuersten lassen, weil die Chinesen offenbar mehr Ahnung von Volkswirschaft haben als unsere Experten. Haben wir es besser verdient ?
    Der Westen hat Jahrzehnte lang mit Hilfe der Globalisierung über die Weltmacht USA (US-$ als alleinige Währung und Militärmacht USA, Westeuropa hat davon lange Zeit als Trittbrettfahrer heuchlerisch profitieren können) Millionen von Chinesen für sich arbeiten lassen (wieder vereinfacht: US-$ und dadurch implizit letztlich auch der Euro), Konsumware gegen zunehmend wertlose bedruckte Papiere. Das Spiel nähert sich nun rasch seinem Ende, der Westen ist zunehmend deindustrialisiert. China kauft mit seinen westlichen FinanzPapieren auf was noch geht: Rohstoffe, Knowhow, Firmenbeteiligungen usw weltweit(wenn China keine Junk-Papiere mehr nimmt sind die USA und der Westen sofort bankrott). Insgesamt hat die Globalisierung dazu geführt dass Arbeit auf der ganzen Welt vergleichbar ist: gleiche Arbeit zu gleichem Lohn.
    .Unsere Politiker haben versäumt uns auf die wahre Situation ab 1990 aufmerksam zu machen,und uns aus eigensüchtigen Motiven lieber heile Welt vorgespielt. Statt dessen hätten wir neben einem Mentalitätswechsel (Wohlstand ist kein Naturrecht)schon seit 20 Jahren in Bildung und Forschung investieren müssen. Was haben wir getan: Die "uns steht das zu" Mentalität noch gefördert und uns für Konsum verschuldet bis unter die Halskrause. Dabei braucht es 20 Jahre bis Bildungsanstrengungen sich in grösserem Umfang auswirken. Statt dessen suchen wir lieber Sündenböcke, zeigen mit dem Finger auf die bösen undemokratischen Chinesen die in den letzten Jahren (das damalige Elend in China hat hier von den heutigen Kritikern niemand auch nur im geringsten interessiert) von ganz unten einen Riesenweg nach oben zurückgelegt haben.Wenn wir ehrlich sind wäre es manchen ja noch am liebsten wenn der CIA (z.B. über den Hype mit dem Dalai Lama, ein heuchlerisches Thema für sich) in China und anderswo einen Bürgerkrieg anzetteln könnte um die dortige positive Entwicklung zu zerstören.

    Deutschland ist aus Sicht Chinas nur ein kleines Ländchen mit einer nicht nennenswerten Zahl von Menschen, ohne jede Rohstoffe,einer Deindustrialisierung ausgesetzt, mit einem verrotteten Bildungssystem mit 16 Kultusministerien,mit einem bürokratischen Wust überzogen, Beamten die bevorzugt sind gegen normalen Arbeitnehmern dass es kracht und deren Pensionsansprüche das Land zukünftig ohnehin zusammenkrachen lassen wird. Die Liste könnte ich noch lange fortsetzen.

    Die Zeiten wo unser Land in einer Sondersituation war (ineffiziente Systeme um uns herum und von den Amerikanern als möglicher Kriegsschauplatz Puderzucker in den Hintern) sind endgültig vorbei. Noch können wir eine Weile mit dem rasch schmelzenden Speck lebe. Es wäre Zeit unsere Politiker dazu zu zwingen auch im Staat die notwendigen Einschnitte (z.B. Bundesländer zusammenlegen, Politikerzahl und Beamtengehälter reduzieren usw. usw. zahllose Möglichkeiten) zu machen und alle Gelder in Bildung und Forschung zu investieren und unsere Menschen über die wahre Situation aufmerksam zu machen. Von dieser verantwortungsvollen Politik wage ich aber nicht einmal zu träumen.
    Diese harten Fakten sind der Druck dem wir seitens China ausgesetzt sind.Deutsche werdet endlich wach!
  3. #102

    Man sollte die Realitäten sehen

    Zitat von Haio Forler Beitrag anzeigen
    Bravo.
    Man hat Angst vor China. Vor den "Kopien". Vor der "Vorherrschaft". Vor den Milliarden und dem Ausbeuten der Ressourcen.
    Man hat panmische Angst, daß die so werden könnten, wie Europa und die USA de letzten 100 Jahre waren.
    Zum Glück ist China eine Diktatur. Da .....
    Man kann ängstlich in die Welt schauen und dann so flache Beiträge schreiben wie zitiert.
    Man kann aber auch die Realitäten anerkennen:
    Welt-Bevölkerung aktuell 6,7 Mrd. Menschen
    Asien : 4.117.000.000 (inkl. 80 Mio Türken)
    davon
    China : 1.339.000.000
    die USA : 307.000.000
    Europa : 738.000.000 (inkl. 120 Mio Russen)

    mit einem prognostizierten Wachstum auf 9,5 - 13 Mrd. Menschen in 2050.

    Diesen 100 x größeren Markt als Deutschland können wir uns nicht "backen" und uns zu behaupten geht nur mit Bildung, Kreativität und Ideen, Mut und positiver Einstellung zum Wettbewerb. Die Jammerer haben von Beginn an verloren und leisten ihren Anteil ausschließlich in der Beschleunigung des demografischen Wandels und der Forderung nach goldenen Transferleistungen!
  4. #103

    Zitat von reinhard_m Beitrag anzeigen
    Wer mit dem chinesischen Drachen spielen und ihn am Ende gar "übertölpeln" will, der wird gefressen.
    Da hab ich wenig Bedenken. Drachen sterben meistens an der ihnen eigenen Überheblichkeit, auch wenn Sie vorher noch ein wenig Terror verbreiten.
  5. #104

    Zitat von PeterOberschwaben Beitrag anzeigen
    Der Westen hat Jahrzehnte lang mit Hilfe der Globalisierung über die Weltmacht USA (US-$ als alleinige Währung und Militärmacht USA, Westeuropa hat davon lange Zeit als Trittbrettfahrer heuchlerisch profitieren können) Millionen von Chinesen für sich arbeiten lassen (wieder vereinfacht: US-$ und...!
    Stimmige Zustandsbeschreibung. Aber wenn wir endlich wach geworden sind, was machen wir dann?
  6. #105

    heiße luft

    Die selbe Panikmache hatten wir vor ein paar Jahrzehnten als Japan so schnell aufstieg.
    Oh Gott, die Japaner kopieren alles und kaufen uns dann Schloss Schwanstein weg!
    Alles schon mal dagewesen, alles heiße Luft.
    In 15 Jahren sieht die Welt wieder anders aus.
  7. #106

    Bildung allein nützt gar nichts...

    Zitat von PeterOberschwaben Beitrag anzeigen
    ...Statt dessen hätten wir neben einem Mentalitätswechsel (Wohlstand ist kein Naturrecht)schon seit 20 Jahren in Bildung und Forschung investieren müssen.
    Zitat von herbert nau Beitrag anzeigen
    ...und uns zu behaupten geht nur mit Bildung, Kreativität und Ideen, Mut und positiver Einstellung zum Wettbewerb.
    BILLIGE Bildung muß es sein. Welche deutsche Firma nimmt demnächst noch Deutsche, die von ihrem Lohn ordentlich leben wollen? Selbst wenn es allesamt Genies wären, stehen die bald vor verschlossener Firmentür. Denn draußen warten BILLIGE Gebildete, denen man vorher das deutsche Know-How brühwarm und kostenlos in den Rachen geworfen hat.
    Wie z.B. in der Flugzeugtechnik. Hat ja gar nicht lange gedauert, bis die Chinesen groß ins Geschäft einsteigen:

    EADS hat seine erste Produktionsstätte außerhalb Europas eröffnet: Nur 15 Monate nach Baubeginn ist in der Sonderwirtschaftszone der Industriestadt Tianjin eine Kopie der Hamburger Airbus-Endmontage entstanden. In einigen Bereichen wie der Lackierhalle ist sie sogar moderner als das Vorbild.
    „Das Werk ist ein Sprungbrett für uns“ sagt Enders. „Wir verschaffen uns Zugang zum künftig größten Flugzeugmarkt der Welt.“ In den kommenden 20 Jahren werde China 3000 Flugzeuge benötigen...


    "Benötigen" sagt Enders, "kopieren, produzieren und verkaufen" meinen die Chinesen. Wundert sich da noch jemand?
  8. #107

    Zitat von Bhur Yham Beitrag anzeigen
    BILLIGE Bildung muß es sein. Welche deutsche Firma nimmt demnächst noch Deutsche, die von ihrem Lohn ordentlich leben wollen? Selbst wenn es allesamt Genies wären, stehen die bald vor verschlossener Firmentür. Denn draußen warten BILLIGE Gebildete, denen man vorher das deutsche Know-How brühwarm und kostenlos in den Rachen geworfen hat.
    Wie z.B. in der Flugzeugtechnik. Hat ja gar nicht lange gedauert, bis die Chinesen groß ins Geschäft einsteigen:

    EADS hat seine erste Produktionsstätte außerhalb Europas eröffnet: Nur 15 Monate nach Baubeginn ist in der Sonderwirtschaftszone der Industriestadt Tianjin eine Kopie der Hamburger Airbus-Endmontage entstanden. In einigen Bereichen wie der Lackierhalle ist sie sogar moderner als das Vorbild.
    „Das Werk ist ein Sprungbrett für uns“ sagt Enders. „Wir verschaffen uns Zugang zum künftig größten Flugzeugmarkt der Welt.“ In den kommenden 20 Jahren werde China 3000 Flugzeuge benötigen...


    "Benötigen" sagt Enders, "kopieren, produzieren und verkaufen" meinen die Chinesen. Wundert sich da noch jemand?
    Oder auch hier: Mercedes baut in China - Es dürfte in der Tat eine naive Vorstellung sein, dass, wenn wir uns nur anstrengen, dabei kreativ sind und ab sofort ganz viel in Bildung, Forschung und Technik investieren, alles gut wird. Deutschland gehört zu den grossen Globalisierungsverlierern der Zukunft. Und das bekommen wir jetzt langsam immer mehr zu spüren: Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Lohndumping, marode Staatshaushalte und Sozialkassen.
  9. #108

    Zitat von kanadasirup Beitrag anzeigen
    Die selbe Panikmache hatten wir vor ein paar Jahrzehnten als Japan so schnell aufstieg.
    Oh Gott, die Japaner kopieren alles und kaufen uns dann Schloss Schwanstein weg!
    Alles schon mal dagewesen, alles heiße Luft.
    In 15 Jahren sieht die Welt wieder anders aus.
    Die Japaner waren nur der Apperitiv. Für Detroit allerdings bereits eine Katastrophe.
  10. #109

    Ikea und China sind ein schönes Beispiel, wie der Hase läuft.

    Schritt 1: Eröffnung von Handelsfilialen in China, die Produkte kamen aus Europa.

    Schritt 2: Die chinesischen Handelsfilialen wurden von chinesischen Herstellern beliefert, denen Ikea beigebracht hatte, wie es gemacht wird.

    Schritt 3: Auch die europäischen (und überhaupt alle) Handelsfilialen von Ikea wurden mit Produkten aus China beliefert.

    So ähnlich wird es bei Mercedes, VW, EADS usw. laufen.








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