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Warnstreiks bei der Bahn - überzieht die Lokführergewerkschaft?

Zugausfälle, Wartezeiten an den Bahnhöfen - und das bei eisigen Temperaturen. Die Streikmaßnahmen der Lokführer haben bereits für Turbulenzen gesorgt. Überzieht die Lokführergewerkschaft ihren Kampf?
  1. #820

    .....

    Zitat von dummermensch Beitrag anzeigen
    Sicher, ich bin nämlich Rentner. Da staunen Sie sicher.
    Ha, ihre Rente ist überhaupt ncht sicher. Sie sind von der arbeitenden Bevölkerung abhängig. passen sie gut auf, sonst müssen sie noch arbeiten gehen, für 2 Euro die Stunde. Vielleicht müssen sie auf die alten Tage hin in einer Bahnhofsunterführung betteln gehen. Dann können sie für 20 Cent den Lokführern die Schuhe polieren.
  2. #821

    ....

    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    so ich mich recht erinnern,war bei dem einen Bahnunglück ein Zugführer des Rettungszuges nicht Fahrtauglich ,oder ?????
    Was denken sie was sie für den miesen Lohn und den schlechten Arbeitsbedinungen noch für Personal bekommen. Wen ich in Deutschland Bahnfahren müsste würde ich jedes mal beten. Sie wissen gar nicht in welcher Gefahr sie sich befinden.
  3. #822

    7 Monats Kinder

    Zitat von atero Beitrag anzeigen
    Man kann den Beruf des Lokführers in 7 Monaten erlernen? Einstellungsanforderung Hauptschulabschluss? In der Schweiz gibt es danach dann 55.000 Euro im ersten Jahr und später über 77.000 Euro pro Jahr? Nicht schlecht...
    Ja, das kann man. Sogar supp. by Arbeitsamt. Der Abschluss gilt aber nur für eine Baureihe. Nur wer prüft das ?

    Genau davor hat die GDL Angst weil dann auch Ausländer (ich meine Ausländer im deutschen Sinne, nicht im Begriff wie in CH ) Triebfahrzeugführer werden dürfen und das genau will die GDL verhindern darf es aber aus verständlichen Gründen nicht publizieren.
    Deshalb umschreiben die das elegant als 'Mindestanforderung Realschulabschluss'.
    Wobei ein Hauptschüler aus Bayern allemal klüger ist als ein durchgezogener Abiturient aus den Stadtstaaten.
  4. #823

    Zitat von marka Beitrag anzeigen
    Aber es passt zu ihnen zu Behaupten ein Butterbrot, dass 5-6 Stuuden ungehkühlt war, reiche für Lokführer. Lokführer sollen gefäligst für ein (vertrocknetes) Butterbrot und ein Ei arbeiten gehen.
    Das wurde von mir nie behauptet. Ich gehöre zu den Menschen, die sich sowohl wenn sie fahren, als auch dann, wenn sie mal Unterricht haben, Fortbildung, Lehrgang, ... frische Brötchen holen. An den Tagen, an denen ich Unterricht, Fit, usw. habe, habe ich normale Arbeitszeiten, kann auch in die Kantine gehen. Nur gebe ich auch dann einiges an Geld für mein Essen aus. Das war der Kern meiner Aussage. Jeder Mensch ist dafür verantwortlich, wofür er sein Geld ausgibt. Einige meiner Lokführerkollegen nehmen sich halt Butterbrote von zuhause aus mit, weil das günstiger ist und sie nicht jeden Tag Geld für Brötchen ausgeben wollen. Und wenn Sie die Ansicht vertreten, ein Butterbrot schmeckt nach 6 bis 7 Stunden nicht mehr, dann sind sie ganz schön verwöhnt. Ich z.B. wollte kein Butterbrot essen, dass im Kühlschrank längere Zeit lagerte.
  5. #824

    Desinformiert

    [QUOTE=tomcatbln;7335951]
    Zitat von Rainererich Beitrag anzeigen
    Sie haben den Sinn von Solidarität nicht verstanden. QUOTE]

    Ich glaube, Sie haben den Sinn von Solidarität nicht verstanden. Egoistisch ist doch allein die GdL. Die will für ihre Klientel mehr herausholen, als die Konkurrenz für die übrigen Bahnmitarbeiter. Sie kämpft doch nicht für bessere Löhne der anderen. Vielmehr sind die Lokführer doch der Meinung, dass sie im Vergleich zu anderen unterbezehlt sind. Der GdL geht es allein darum, nachzuweisen, dass sie die wirkmächtigere Gewerkschaft ist, die für ihre beschränkten Mitglieder das Maximum herausholen kann. Insoweit unterscheidet sie sich in keiner Weise von den Lobbyisten der Banken, Pharmaindustrie etc. Das Verhalten der GdL mag aus ihrer Sicht verständlich sein. Aber stellen Sie die GdL nicht als Rächer der Arbeitnehmer hin und verlangen Solidarität mit diesen Egoisten.

    Im Ergebnis wird das Vorgehen der GdL kurzfristig dazu führen, dass bei den Bahnkollegen noch mehr eingespart wird und langfristig, dass die Lokführer generell verschwinden.
    Ich weiß nicht, wo Sie Ihre Informationen herhaben. Aber in allen seriösen Veröffentlichungen ist nachzulesen, dass die GDL für einen einheitlichen Tarif a l l e r Lokführer der DB AG u n d der privaten Konkurrenz kämpft. Insofern ist Ihr Beitrag bewusst oder unbewust falsch und irreführend.
  6. #825

    Moralischer Bankrott

    Zitat von marka Beitrag anzeigen
    Die GDL macht Marktwirschaft unter den Gewerkschaften, was soll jetzt daran wieder nicht recht sein. Das Ausnahmsweise nicht nur die Kapitalisten davon profitieren?
    Die GDL ist ein elitärer Verein, der sich mit Nichten der freien Konkurrenz der Gewerkschaften aussetzt. Sie nimmt nur Lokführer auf, um ihre Machtposition gegenüber Arbeitgebern aber auch anderen Arbeitnehmern zu sichern.

    Die GDL ist damit kein Teil der Sozialpartnerschaft, auf der Deutschlands langfristiger wirtschaftlicher Erfolg beruht.

    Vielleicht sollten sie sich mal über Lohn und Arbeistbedinungen der Lokführer informieren. Dann wüssten sie wieso die Lokführer streiken. Der Piloten Lohn ist bis zu 40 mal höher!
    Sie sollten einfach klar sagen was Sache ist, statt mit solchen Wischi-Waschi Statements nur eines Kund zu tun:

    Dass Sie als Elite-Angehöriger vor den Leistungen und Bedürfnissen anderer keinen Respekt haben und Rosinen-Pickerei auf Kosten anderer für etwas völlig normales halten.
  7. #826

    Zitat von murrle01 Beitrag anzeigen
    Diese unrichtige Antwort beweist mir nur - Sie sind KEIN Lokführer! Meine Ausbildung (Lehre zum E-Mechaniker, eine damalige Vorbedingung zum Lokf. Beruf)wurde über die Handelskanmmer geregelt. Die Lokführerausbildungen werden NUR von der DB (oder der Privatbahn) geprägt und erstellt.
    Wer bei denen dann die Prüfung abnimmt, kann ich leider nicht sagen.
    Mir ist es vollkommen egal, ob Sie glauben, dass ich Lokführer bin oder nicht. Denn ich leide unter keiner Profilneurose, muss anderen Leuten nichts beweisen. Für mich ist die Toilettenfrau genauso viel wert wie ein Arzt oder ein Lokführer. Wir brauchen nämlich alle in unserer Gesellschaft, damit diese funktioniert.

    In dem Beitrag, auf den ich mich bezog, ging es um die Ausbildung als EiB. Dieses ist eine Berufsausbildung. Und dafür ist die Handelskammer zuständig, sprich verantwortlich. Sie erstellt den Ausbildungsrahmenplan.

    Was Sie gemacht haben, ist keine Berufsausbildung. Sie wurden lediglich für die Verwendung als Triebfahrzeugführer angelernt. Zwei ganz unterschiedliche Sachverhalte. In ihrem Fall ist die Handelskammer nicht zuständig. Und es gibt auch keinen Ausbildungsrahmenplan, sondern lediglich einen Ausbildungsplan. Mir scheint, vom Thema Berufsausbildung haben Sie nicht sehr viel Ahnung.

    Für die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer, nicht für die Berufsausbildung, ist das Eisenbahnverkehrsunternehmen verantwortlich. Aber es gilt auch hier, es muss sich nach der Führerscheinrichtlinie gerichtet werden. Da gibt es ganz klare Vorgaben, die erfüllt sein müssen, damit ein Lokführer seine Prüfung besteht.
  8. #827

    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    dass ewige Gejammer. bei Störungen hat der Eisatzleiter angerufen,egal obs Sonntagmorgen war und man gerade von Schicht kam, da gabs kein Grüssgott, warum so ein Trara weil mal ein Kollege karnk wird, für den man dann eonspringen muss, udn so ich mich recht erinnern,war bei dem einen Bahnunglück ein Zugführer des Rettungszuges nicht Fahrtauglich ,oder ?????
    Sie verstehen auch wirklich NICHTS! Noch nicht einmal eine ganz normale Erklärung, wie es zu solchen Diensteinsätzen kommen kann. Das ist kein Gejammer (dazu hatte ich keinen Grund), sondern eine Erklärung, ist das so schwer zu verstehen? Und eine Zwischenfrage: Wie viele Busfahrer, Schiffsführer und auch Piloten waren auf ihrem Arbeitsplatz besoffen? Sie schmeißen wild um sich mit irgendwelchen Dingen, die- um nicht wie Sie immer sagen - dei, nicht zum Thema gehören. Haben Sie keinen Frisör? Es wird hier immer lustiger.
  9. #828

    Zitat von capu65 Beitrag anzeigen
    Im Rahmen des Privatisierungswahns hat die DB das Modell der Eib-Ausbildung eingeführt. Die GDL versucht nun nach und nach einige der Fehler wieder zu beheben. Zu der damaligen Zeit hatte die GDL noch keine Tarifmacht beim Lokpersonal.
    Die Ausbildung zum EiB ist eine Berufsausbildung. Dafür erstellt die Handelskammer den Ausbildungsrahmenplan und trägt somit auch die Verantwortung. Lokführer, die so ihren Beruf lernen, machen eine Berufsausbildung mit anerkanntem Abschluss.

    Dann gibt es Lokführer, die vorher eine abgeschlossene Berusausbildung nachweisen können und "nur" zum Lokführer ausgebildet werden. Hierbei handelt es sich um keine Berufsausbildung, sondern um eine reine Weiterbildung ohne allgemeingültigen Abschluss. Für diese Form der Ausbildung ist das EVU verantwortlich.
  10. #829

    Zitat von mcrx Beitrag anzeigen
    Die Sache mit den "unmenschlichen" Arbeitszeiten wäre für uns nicht-Lokführer sicher viel leichter zu begreifen, wenn man uns mal einen typischen Wochenarbeitsplan zeigen würde? Dürfte doch kein Problem sein?
    Es gibt keinen typischen Wochenarbeitsplan bei Lokführern. Die Pläne, sogenannte Wochenspiegel, unterscheiden sich sehr stark. Manche Lokführer arbeiten in Plänen, die sich alle 8 Wochen wiederholen. Andere Lokführer haben Pläne, die über 13, 20 oder sogar 26 Wochen gehen. Ist man den Plan einmal durchlaufen, geht er wieder von vorne los.

    Die Pläne sind auch davon abhängig, wo man arbeitet. Beim Güterverkehr gibt es einen höheren Nachtschichtanteil, im Fernverkehr arbeitet man mehr Schichten am Wochenende als im Nahverkehr.

    Gerne veröffentliche ich mal einen Ausschnitt (4 Wochen) eines Planes:

    1. Woche
    Mo 6.03 - 15.58 Uhr
    Di 5.05 - 15.02 Uhr
    Mi 4.24 - 12.58 Uhr
    Do 3.54 - 13.18 Uhr
    Fr 3.32 - 11.21 Uhr
    Sa frei
    So frei

    2. Woche
    Mo 6.10 - 14.07 Uhr
    Di 4.41 - 11.16 Uhr
    Mi 3.16 - 12.05 Uhr
    Do frei
    Fr 13.36 - 23.48 Uhr
    Sa 13.40 - 23.45 Uhr
    So 14.03 - 1.30 Uhr

    3. Woche
    Mo frei
    Di frei
    Mi 15.33 - 2.18 Uhr
    Do 14.43 - 0.19 Uhr
    Fr 12.33 - 20.40 Uhr
    Sa 12.13 - 21.58 Uhr
    So frei

    4. Woche
    Mo 20.02 - 5.32 Uhr
    Di 22.18 - 8.47 Uhr
    Mi 23.03 - 8.19 Uhr
    Do 20.24 - 5.34 Uhr
    Fr aus Nacht
    Sa frei
    So frei

    5. Woche
    .....

    In diesem Plan ist es so, dass man innerhalb von 12 Wochen 4 Wochenenden komplett frei hat.

    Ich würde diese Arbeitszeiten nicht als unmenschlich bezeichnen. Natürlich ist es nicht sehr angenehm, bereits morgens um 3 Uhr und arbeiten zu müssen. Wenn man bedenkt, dass man zur Arbei kommen und sich auch noch anziehen muss, dann ist die Nacht sehr früh zu Ende. Allerdings geht das anderen Menschen, wie z.B. Bäckern, ähnlich. Ich arbeite bspw. sehr gerne Nachtschichten. Andere meiner Kollegen sagen, sie machen lieber Spätschichten. Es gibt nicht den optimalen Plan. Aber der Mix macht es. So habe ich den Vorteil, zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten zu können. Manche Zeiten gefallen mir, andere nicht. Mir gefällt das. Allerdings scheint mir, unter den Lokführern bin ich eine absolute Ausnahme.

    Fahrgäste behandeln mich nicht wie Dreck. Falls mir mal einer den Stinkefinger zeigt, dann ist das eben so. Muss ich das persönlich nehmen? Nein! Da kann ich drüber stehen. Die meisten Fahrgäste sind freundlich. Auch von meinen Vorgesetzten fühle ich mich nicht schlecht behandelt. Es mag aber bei mir einen entscheidenden Unterschied geben: Ich liebe meinen Beruf, er macht mir sehr viel Spaß. Wenn ich mich immer wieder darüber aufrege, wie schlecht doch die Arbeitsbedingungen sind, wie schlimm sich die Fahrgäste verhalten, wie blöde die Vorgesetzten sind, ... dann kann das auch nichts werden. Eine positive Grundeinstellung erleichtert das Leben ungemein.


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