Wenn man etwas über den Tellerrand blickt scheint es doch fraglich ob Giganten wie Aldi und Kollegen eine "soziale Funktion" innehaben. Der Erfolg dieser Firmen führt zu großem Preisdruck auf die Erzeuger, was wiederum zu deutlichen Effektivitäts- und Produktivitätssteigerungen führt. Auf den ersten Blick ein echter Fortschritt: es wird mehr mit weniger Einsatz produziert. Auf der anderen Seite werden auf diese Weise Menschen aus der Produktion hinausrationalisiert und die Kostenfrage wird der bestimmende Faktor der Ernährung einer ganzen Bevölkerung. Die enorme Spezialisierung und Automatisierung der Produktion ist zudem anfällig für Störungen, bzw. wirken sich sich deutlich stärker aus.
In einem reichen Land wie unserem sollte man sich die Frage stellen ob wir nicht besser daran täten, Lebensmittelproduktion zu dezentralisieren und sie bewusst "ineffizienter" zu betreiben. Das würde hohe Preise nach sich ziehen, aber wiederum auch mehr Menschen Arbeit geben. Zugleich würde Vielfalt (Sorten, Saatgut, Tier-Rassen, etc) gepflegt und, in der Breite, die Qualität gesteigert werden (können).

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