Die Deutschen lieben's billig, zumindest bei Lebensmitteln. Und Aldi ist nach Überzeugung der meisten nicht nur unschlagbar günstig, sondern sogar qualitativ gut. Und das auch zunehmend im Non-Food-Bereich. Für viele Angestellte sieht die Sache allerdings anders aus - sie werden überwacht und nur schlecht bezahlt. Alles egal, Hauptsache niedrige Preise für die Kunden? Oder ein zu hoher Preis für billige Waren?
Sicher kommt es nicht selten vor, dass es Unschuldige trifft. Das würde ich nicht bestreiten.
Jedoch kommt die Überwachung nicht von ungefähr. Fragen Sie mal in den Lagern egal welcher Kette nach, welche Summen an Schwund es gab.
Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern weiß es von einem Lagerarbeiter einer Supermarktkette in Norddeutschland. Der hat das alles live und in Farbe erlebt. Die ganzen Kontrollen findet er richtig, denn jeder kann in Verruf kommen. Außerdem belief sich das Ausmaß in einer Größenordnung, das die "Mitnehmer" einen eigenen Supermarkt hätten eröffnen können. Fair den anderen gegenüber war das auch nicht gerade.
Leider können die Unternehmen nicht allen ihren Mitarbeitern vertrauen. Kontrolle ist, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt wird, die fairste Lösung, nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die anständigen Mitarbeiter.
..und damit der Schwatz nicht klappt und damit nicht mehr "Schwatzpersonal" eingestellt werden muss, wird die Kassenkommunikation halt auf das Notwendigste eingeschränkt. Und das gilt nicht nur für Discounter oder Supermärkte, sondern im Allgemeinen für alle Kassen (einschl. der Kassen von Banken und Sparkassen etc.).
"Nicht immer nur ein Drittel der installierten Kassen" ist auch eine Pauschalierung. (Nachts werden ja auch nicht die Bürgersteige hochgeklappt, weil sie kaum benutzt werden......) [Ironie off]
Den von Ihnen geschilderten Fall würde ich unter Diebstahl mit Unternehmerqualität einordnen. Arbeitnehmer verhalten sich nicht so wirtschaftskriminell. Klar, dass der Lagerarbeiter - den ich einen aufrichtigen ehrlichen Arbeitnehmer nennen würde - sich davon distanzieren will und Überwachung in diesem Fall gutheißt. Was bleibt ihm bei diesem Arbeitgeber anderes übrig.
Leider sind nicht alle Personalmanager imstande, bei den Einstellungen Arbeitnehmer von "Mitarbeitern" zu unterscheiden. "Mitarbeiter" wie sie sie oben beschreiben, Arbeitnehmer zu nennen ist eine Beleidigung für jeden Arbeitnehmer.
Nein, das ist Diebstahl in großem Stil und sollte nicht zur Überwachung, sondern zur sofortigen Entlassung und Anzeige des Kriminellen führen. Da dieses offensichtlich nicht geschieht und man sich stattdessen für Videoüberwachung entschieden hat, würde ich dem Arbeitgeber eine generelle Arbeitnehmerfeindlichkeit unterstellen.
Es zeigt sich immer deutlicher, dass die gesamte Discount-Expansion - an der Spitze ALDI - eine Fehlentwicklung aus folgenden Gründen war:
1. Diktatur in den Betrieben
In den Discount-Betrieben haben wir eine brutale Diktatur, die Menschen erniedrigt (siehe Aldi, Lidl, Schlecker usw.)
Die Politik und die Gewerkschaften haben keine Chancen, dies in den Discount-Betrieben zu ändern.
2. Arbeitsplatzvernichter
Vor ca. 50-60 Jahren hatten wir im Lebensmittelhandel und im Drogerie-Bereich über 500.000 Familienbetriebe, die inzwischen aufgrund der Discounter aufgeben mußten.
Ca. 2 Millionen Arbeitsplätze - in der Regel Vollarbeitsplätze - gingen verloren. Es waren überwiegend Arbeitsplätze für Frauen.
3. Verödung und Zersiedlung der Gemeinden und Städte
In vielen Gemeinden gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten mehr.
Die selbständigen Kaufleute mit ihren Lebenmittelgeschäften haben schon lange das Handtuch geworfen.
In den Städten konzentriert sich das Einkaufen von food- und non food-Artikeln auf Plätzen entlang der Ausfallstraßen.
Einen Städtebau mit einer attraktiven Infrastruktur gibt es kaum noch.
(Schreckliches Beispiel einer verfehlten Städtebaupolitik ist Oberhausen mit seinem Einkaufscenter am Stadtrand).
4. Erpressung der Lieferanten
Viele Lieferanten, die sich durch gute Produkte bewährt hatten, mußten die Segel streichen, da sie die Preisforderungen der Disounter nicht mehr erfüllen konnten.
5. Zukunftsaussichten
Die Discounter werden in ca. 20 Jahren 80% Marktanteil des Lebenmittelverkaufs in Deutschland erzielen. Dann werden die Discounter die Preise endgültig diktieren.
Die vermeintlichen Preisvorteile bei den Lebensmittel-Artikeln durch die Discounter - an der Spitze Aldi - gegenüber den traditionellen Lebenmittelmärkten muss der Bürger durch die genannten negativen Faktoren am Ende teuer bezahlen.
Ich bin sehr erstaunt über so viel Kritik an Aldi. Ich kenne sehr viele die für Aldi sehr lange arbeiten und noch nie ein schlechter Wort über Aldi als Arbeitgeber. Ich bin selbst im Handel als Filialleiterin tätig und kann nur müde lächeln über solchen Beschwerden. Gehalt ist einmalig (1200€ mehr als üblich ist), Arbeitszeit von 37,5 Std/Woche gibt nicht mehr bei Filialisten, üblich ist 40 bis 43 Std/Wo, 1 Stunde vorher da zu sein ist ein MUSS (darüber redet man nicht) und eine ist wenn alles erledigt ist, was Stunden-Vorgabe lt. Produktivität nicht her gibt, muss ich selbst erledigen. Die Zeiten werden und dürfen nicht aufgeschrieben. Dazu kommt noch ständige Angst auch nach 2 Jahre in befristeten Arbeitsvehältnis nicht übernehmen zu werden. Und ALDI arbeitet ohne befristigungen. Ich kann bis morgen aufzählen, aber ich finde es sehr schade das sich Medien auf so eine Campagne einlassen. Wie ist mit Depot, H&M, Accessories und Co unter Lupe zu nehmen. Da kann man sehr viel mehr erfahren was im Handel los ist.
was ist das bloß für ein - entschuldigung - schwachsinn!
ich gehöre zu den verbrauchern, die schon jahrzehntelang in aller ruhe alles kleingedruckte bwz. inhaltsstoffen in lebensmitteln durchliest. auch wenn ich dabei oft im weg herum stehe. und ich kann ihnen garantieren, dass sie sich bei aldi sehr gut mit regional zeitnah hervorgebrachten landwirtschaftlichen produkten, sicherlich gemixt mit internationalem angebot, versorgen können. palmöl und andere gehärtete fette sind allgemein, auch bei aldi, stark im rückgang, und man kann sie - wenn man liest - sehr gut vermeiden. da ich genau so oft in anderen lebensmittelgeschäften kaufe, weiß ich, dass die zutaten dort keinen deut besser, schlechter oder sonst irgendwie anders sind! und auch die zuckerhaltigen lebensmittel gibt es genau so oft in "besseren" geschäften. die überflüssigen körperpfunde der menschen aldi oder andern discountern anzulasten, ist völlig abwegig. dieselben leute würden sich woanders genau dieselben lebensmittel kaufen und wären genau so dick, wenn sie es sich leisten könnten.
Ich denke mal dass da Herr "Ganz unten" mal wieder einen Inselkoller in seiner Wahlheimat auf Lanzarote bekam und mal wieder in die Medien musste. Anders kann ich mir diesen Bericht und das Buch nicht erklären.
Ich als Hartz4ler muss aufs Geld achten und kaufe nur bei Discountern ein. Ich habe 1x Penny, 3x Lidl, 3x Netto und 4x Aldi zur Auswahl.
Bei Netto finde ich sehr ungepflegte (teilweise sogar stinkend), unfreundliche und unzufriedene Verkäufer vor. Ich bekomme keine Infos sondern nur patzige Antworten, alles ist dreckig und unaufgeräumt und hat man eine Reklamation, bekommt man vom "Kundendienst" nicht einmal eine Antwort.
Bei Aldi ist alles sauber, alles aufgeräumt und wirklich ALLE Verkäufer sind sehr gepflegt und höflich. Nicht einer von denen macht einen unzufriedenen Eindruck.
Bisher hatte ich eine Beanstandung wegen einer Tüte Brot (es fiel quasi auseinander), worauf man mich zu Hause anrief, sich ausgiebigst entschuldigte und eine Woche später hatte ich ein RIESIGES Brotpaket in der Post.
Persönlich kenne ich vier engere Bekannte die bei Aldi arbeiten, und keiner von denen würde sein Job mit einem anderen Verkäufer tauschen; alle sind hoch zufrieden.
Also ich denke da wurde viel aufgebauscht und ich gehe weiterhin mit bestem Gewissen zu Aldi!