Den Drang, die Lust zum Steuerhinterziehen gab es schon immer zuhauf -,
den Reiz, dem "Leviathan" ein Schnippchen zu schlagen!
Welcher Vermögende will pflichtbewusst, geschweige gern, Steuern abführen nach gutem Produktumsatz-Verlauf?
Ihn treibt es, erzielten Gewinn ungekürzt in sichere Tresore zu wagen.
Zeitlos existieren bislang für Kapital-Ansammlungs-Verstecker ringsum, ja weltweit Finanzplätze,
an denen - streng geheim - ungeahnte Einlagen wachsen, willkommen gewertet, als signifikante Schätze.
Die aktuelle Weltfinanzkrise gebar die globale? Einsicht in die Notwendigkeit, solche Transfers zu unterbinden.
Die Steuern sollen sich schließlich am gesetzlichen Ort einfinden.
Der schneidige deutsche Ex-Finanzminister - wie bekannt - mit massiver Kritik jegliche Diplomatie vergaß,
indem er den verdächtigten Staaten Schweiz und Liechtenstein in schärfster Form die Leviten las.
Es kam im vergangenen Herbst deshalb zum Gesetz gegen Steuerflucht.
Und das sollte wirken gegen die Sünder mit Wucht.
Ab 2010 soll es nun gelten.
Doch die Medien soeben übereinstimmend vermelden:
Es soll inzwischen keine "graue Liste" für Steueroasen-Länder mehr geben.
Alle Verdachtsländer ihren Namen auf die "weiße Liste" erstreben.
Offensichtlich geht das Steuerflucht-Verhinderungsgesetz nach und trotz Kooperationszusagen getadelter Länder faktisch ins Leere,
auf dass dadurch jede Flucht-Kapitalanlage im Einzelfall weiter wachse - sich eben vermehre.



