Steuern - ist die Finanzierung unseres Staates gerecht?

Streitpunkt Steuersystem: Wenige zahlen viele Steuern, viele dagegen nur ein bisschen. Ist die Finanzierung unseres Staates gerecht?
  1. #110

    Unterschied?

    Zitat von aat Beitrag anzeigen
    Wir sind hier im Spiegel-Forum nicht bei Bild oder dem Welt-Online-Forum, ...
    Der Unterschied ist aber manchmal nicht sehr groß...
  2. #111

    Wenig Steuer?

    Das System ist so abartig, daß man Steuern auf Steuern zahlen muß. (siehe Kraftstoff)
  3. #112

    #0046b

    \\ 2010-08-24~10:41 #0046a

    Zitat von juxeii Beitrag anzeigen
    zitat aus dem artikel: "Verdammt viele sogar."
    sieht so qualitätsjournalismus aus?
    ist "verdammt .....
    Ein herzliches Danke für diesen Beitrag.
    Meine Kritik am SpOn wird zumeist wegzensiert.
  4. #113

    Steuern runter

    Es gibt nur eine Folgerung aus diesem Artikel: Senkt endlich die Steuern für uns arme Reichen, denn wir tragen die ganze Last unseres Staates!
    Ist doch wahr! Wer weiß schon, wieviel Sprit so eine Luxuslimousine schluckt! Da können doch diese ganzen Kleinwagenfahrer gar nicht mitreden. Mehr Sprit heißt mehr Mineralölsteuer.
    Und dass von den zehntausend Euro die ich wöchentlich ausgeben, fast zweitausend an Mehrwertsteuer draufgeht, daran denkt natürlich auch niemand.
    Also: Entweder ihr senkt den Spitzensteuersatz, oder wir wandern alle nach Monaco aus - dann könnt ihr sehen, wo ihr bleibt! ;-)
  5. #114

    ...

    Zitat von astrid1814 Beitrag anzeigen
    " Weil er mehr kann und mehr besser kann..."?
    Fragt sich nur, was er besser kann? Mir fallen da ein paar Beispiele ein:
    Kapital arbeiten lassen?
    Dividenden kassieren?
    Dann muss er ja etwas sparen/gespart haben aus seinem AN-Einkommen - und das spricht nun schon dafür, dass er als AN "mehr kann". Wobei natürlich auch das Management des eigenen Portfolios etwas sein kann, das man "besser kann" als andere.
  6. #115

    hmm

    Zitat von Tom@spiegel Beitrag anzeigen
    Ich lebe in der Schweiz an der Grenze zu Deutschland und habe ein (oberes) mittleres Einkommen. Trotz drei Kindern würde ich in D doppelt so viel Lohnsteuer zahlen wie hier.
    Und der ALG2 Empfänger hat den besten Monatslohn der Welt.
    Für Null Arbeitzeit erhält er 345€.
    Macht einen Stundenlohn mit Limes gegen Unendlich ;-)
    Mit anderen Worten: Ihre Information ist so nicht viel wert.
    Doppelt soviel wie 100€? Also 200€? Schlimm schlimm ...
  7. #116

    Unglücklich formuliert...

    Im Zusammenhang geht es darum, wer stärker belastet wird, und da ist diese Formulierung schon sehr irreführend:

    "Rechnet man alle indirekten Steuern zusammen - also neben der Mehrwertsteuer unter anderem noch die Energiesteuer -, tragen die zehn Prozent mit den höchsten Verdiensten fast 19 Prozent zu den gesamten Einnahmen bei; die untere Hälfte dagegen nur zu knapp einem Drittel."

    19 Prozent der gesamten Einnahmen (natürlich die Steuereinnahmen des Staates). Viel interessanter und vom Zusammenhang aussagekräftiger wäre doch zu wissen, welchen Anteil des eigenen Einkommens die oberen 10 Prozent und die untere Hälfte abgeben müssten.

    Außerdem ist diese Aussage sehr irreführend:

    "Der Vorteil einer stärkeren Finanzierung über indirekte Steuern: Jeder muss sie bezahlen. Denn niemand kann seinen Verdienst - wie bei der Einkommensteuer - künstlich kleinrechnen."

    An den indirekten Steuern gibt es ein Problem: sie sind naturgemäß nicht progressiv, und damit sozial weniger gerecht als eine progressive Einkommensteuer. Und das andere Problem ist, dass nicht jeder Verwendungszweck des Einkommens durch indirekte Steuern besteuert wird. Und da stellt sich bei genauerem hinkucken heraus, dass gerade niedrigere Einkommen wahrscheinlich nahezu 100% ihrer Einnahmen indirekt besteuert sehen, höhere Einkommen aber wesentlich besser wegkommen. Das betrifft besonders solche Menschen, die immer mehr Geld anhäufen, mehr als sie jemals ausgeben könnten, und es dadurch dem Wirtschaftkreislauf entziehen. Außerdem muss jeder Bereich erstmal mit einer Steuer ausgestattet werden, und da gibt es immer wieder harte Kämpfe mit Lobbygruppen (siehe Hotelsteuer). Indirekte Steuern wirken oft also in Bezug zum Einkommen des Verursachers eher degressiv.
  8. #117

    Zitat von Tom@spiegel Beitrag anzeigen
    Ich lebe in der Schweiz an der Grenze zu Deutschland und habe ein (oberes) mittleres Einkommen. Trotz drei Kindern würde ich in D doppelt so viel Lohnsteuer zahlen wie hier.
    Und warum gehen sie denn dann nach Deutschland zum einkaufen? Doch nicht etwa weils da billiger ist, oder?
  9. #118

    Verraten

    Zitat von merapi22 Beitrag anzeigen
    Wir alle sind abhängig voneinander, darum hat es die Solidarische Gemeinschaft. Schauen Sie mal bei irgendeinem Naturvolk vorbei, Amazonas, Südsee oder Afrika, wer mehr hat gibt was ab,....
    Verraten Sie mir bitte mal einen steuerlichen Gestaltungsspielraum der meinen Realen Durschnittssteuersatz von 30% auf 0% drückt?
    Soll ja soooo einfach sein, ne?
  10. #119

    Sie...

    Zitat von Prekarianer Beitrag anzeigen
    und was bedeutet das ? das es immens viele gibt, die immens viel verdienen. das ist doch krass ! ausserdem gibt es untersuchungen die da lauten, das eigentlich nicht die obersten 50% bis zu 90% zahlen. denn sie mindern ihre steuerschuld, das nach statistik nur 39% effektiv zahlen, die anderen entziehen sich
    Sie kennen ja nichteinmal den Unterschied zwischen Grenz- und Durchschnittssteuersatz!!!