Forum: Wirtschaft
Steuern - ist die Finanzierung unseres Staates gerecht?
Streitpunkt Steuersystem: Wenige zahlen viele Steuern, viele dagegen nur ein bisschen. Ist die Finanzierung unseres Staates gerecht?
- #110 24.08.2010 10:10 von
- #111 24.08.2010 10:13 von
Wenig Steuer?
Das System ist so abartig, daß man Steuern auf Steuern zahlen muß. (siehe Kraftstoff)
- #112 24.08.2010 10:14 von
- #113 24.08.2010 10:15 von
Steuern runter
Es gibt nur eine Folgerung aus diesem Artikel: Senkt endlich die Steuern für uns arme Reichen, denn wir tragen die ganze Last unseres Staates!
Ist doch wahr! Wer weiß schon, wieviel Sprit so eine Luxuslimousine schluckt! Da können doch diese ganzen Kleinwagenfahrer gar nicht mitreden. Mehr Sprit heißt mehr Mineralölsteuer.
Und dass von den zehntausend Euro die ich wöchentlich ausgeben, fast zweitausend an Mehrwertsteuer draufgeht, daran denkt natürlich auch niemand.
Also: Entweder ihr senkt den Spitzensteuersatz, oder wir wandern alle nach Monaco aus - dann könnt ihr sehen, wo ihr bleibt! ;-) - #114 24.08.2010 10:15 von
- #115 24.08.2010 10:15 von
- #116 24.08.2010 10:17 von
Unglücklich formuliert...
Im Zusammenhang geht es darum, wer stärker belastet wird, und da ist diese Formulierung schon sehr irreführend:
"Rechnet man alle indirekten Steuern zusammen - also neben der Mehrwertsteuer unter anderem noch die Energiesteuer -, tragen die zehn Prozent mit den höchsten Verdiensten fast 19 Prozent zu den gesamten Einnahmen bei; die untere Hälfte dagegen nur zu knapp einem Drittel."
19 Prozent der gesamten Einnahmen (natürlich die Steuereinnahmen des Staates). Viel interessanter und vom Zusammenhang aussagekräftiger wäre doch zu wissen, welchen Anteil des eigenen Einkommens die oberen 10 Prozent und die untere Hälfte abgeben müssten.
Außerdem ist diese Aussage sehr irreführend:
"Der Vorteil einer stärkeren Finanzierung über indirekte Steuern: Jeder muss sie bezahlen. Denn niemand kann seinen Verdienst - wie bei der Einkommensteuer - künstlich kleinrechnen."
An den indirekten Steuern gibt es ein Problem: sie sind naturgemäß nicht progressiv, und damit sozial weniger gerecht als eine progressive Einkommensteuer. Und das andere Problem ist, dass nicht jeder Verwendungszweck des Einkommens durch indirekte Steuern besteuert wird. Und da stellt sich bei genauerem hinkucken heraus, dass gerade niedrigere Einkommen wahrscheinlich nahezu 100% ihrer Einnahmen indirekt besteuert sehen, höhere Einkommen aber wesentlich besser wegkommen. Das betrifft besonders solche Menschen, die immer mehr Geld anhäufen, mehr als sie jemals ausgeben könnten, und es dadurch dem Wirtschaftkreislauf entziehen. Außerdem muss jeder Bereich erstmal mit einer Steuer ausgestattet werden, und da gibt es immer wieder harte Kämpfe mit Lobbygruppen (siehe Hotelsteuer). Indirekte Steuern wirken oft also in Bezug zum Einkommen des Verursachers eher degressiv. - #117 24.08.2010 10:19 von caheid
- #118 24.08.2010 10:21 von Hannovergenuss
- #119 24.08.2010 10:24 von Hannovergenuss
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