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Sollte Sarrazin zurücktreten?

Die Bundesbank degradiert Thilo Sarrazin. Er verliert wichtige Zuständigkeiten und ist künftig nur noch für Nischengeschäfte zuständig. Demonstrativ distanziert sich der Vorstand von Sarrazins umstrittenen Äußerungen über Migranten. Sollte Sarrazin konsequenterweise zurücktreten?
  1. #3010

    Zitat von ALG III Beitrag anzeigen
    (...) Aus Berlin eine Stadt der aufgeblasenen und albernen Leistungsträger machen zu wollen, ist absurd. Berlin ist eine historisch gewachsenes Gebilde, hier lebt eine multi-kulturelle und multi-soziale Gesellschaft seit Jahrzehnten erstaunlich friedlich zusammen, und das sollte man nicht mit Gewalt zu ändern versuchen. Der Langzeitstudent, die Burka-Frau, der arbeitslose Alkoholiker, der Drogendealer, die Fixerin auf dem Strich, die Russenmafia - das alles macht doch erst den Charme, das Flair, die Attraktivität der Weltstadt Berlin aus!
    Ähm - die Ironie-Tags haben Sie einfach nur vergessen, stimmts?
  2. #3011

    wer weiß wer das gesagt hat?

    Was halten Sie von Sarrazins Forderung, in der Familienpolitik umzustellen - weg von Geldleistungen, hin zur direkten Förderung von Kitas und Schulen?

    Das sehe ich genauso. In der Tat können wir Gerechtigkeit auf Dauer nicht durch Transferleistungen herstellen, sondern nur durch Bildung und gesellschaftlichen Aufstieg. Dazu brauchen wir gute Kinderbetreuung, exzellente Schulen, auch Ganztagsschulen mit Mittagessen, eine effektive Familienpolitik vor Ort. Das Ziel muss sein: Aufstieg ist möglich, unabhängig von Herkunft und Status der Eltern.
  3. #3012

    Zitat von franziskus Beitrag anzeigen
    Kann man Unrecht mit Unrecht wieder gut machen?
    Nein, daher meine harrsche Reaktion.

    Eine staatlich (finanziell) geförderte Rückführung IntegrationsUNwilliger, die nichts zum Gemeinschaftswohl beitragen, aber die Vorzüge dieser Gemeinschaft ausnutzen wollen, in das Ursprungsland, dessen Kultur ja so hoch gehalten wird, kann kein Unrecht sein.

    Hier ist nicht die Rede von Zwangs-Vertreibung a la Beneš.
  4. #3013

    Von Dichter & Denker im Forusm ...

    Zitat von Joachim Voß Beitrag anzeigen
    Dieser Beitrag enthält einfache Antworten für einfach strukturierte Menschen.
    Also ist er hier goldrichtig ;-$

    P.S. Ich möchte von Ackermann und Sarrazin auch verstanden werden...
  5. #3014

    Zitat von freierbuerger Beitrag anzeigen
    Ich stimme Ihnen zu, mit einer Einschränkung: Sie sprechen vom "fehlenden Identifikationspunkt Deutschland aus historischen Gründen". Ich bestreite dies. Sicher wird uns seit Jahrzehnten so etwas eingeredet. Keine Woche vergeht ohne eine öffnetliche "Schuldkultübung". Aber ich bin sicher, dass die Mehrheit im Volk dies anders und selbstbewusster sieht. Man bekennt sich natürlich auch zu der Phase des verbrecherischen Nationalsozialismus. Aber diese Phase war doch relativ kurz im Vergleich zu unserer langen Geschichte. Allein die Nachkriegszeit ist schon fünf mal so lang wie die Zeit des Dritten Reiches. Aber sie haben insofern recht, dass auch unsere politisch-mediale Klasse etwas tun sollte, um mehr Nationalgefühl zu ermöglichen. Dadurch wird auch die Solidarität im Land befördert.
    Die PISA-Bildung zielt aber genau auf das Gegenteil ab: Kürzung des kulturellen Wissens, entsprechende Reduktion des Geschichtswissens, Erziehung zum globelen Denken, weg von nationalem Empfinden.
  6. #3015

    Zitat von Parzival v. d. Dräuen Beitrag anzeigen
    Bitte machen Sie aus dem "angeblich" mal ein "geblich". Der Pole als solcher ist ja eher ein ultra-katholischer welcher. Da ist es doch sehr interessant zu beleuchten, wie säkularisiert und einvernehmlich die Integration im wohl lutherischen Berlin stattgefunden hat. Will sagen, keine Prunkkirchenbauten mit Türmen doppelt höher als der Hobrecht-Plan vorsieht. Wenn Sie die Zahl der Polnisch-Stämmigen in Berlin belegen könnten, haben wir itzo ein famoses Beispiel gelungener Integration. Danke im voraus.
    Nachdem die Turnschuh und Strechhosenwelt in Berlin vor Jahren eingeführt wurde, dürfte die Integration – für jeden der gewillt ist sich zu integrieren – eigentlich kein Problem mehr sein.
    Wie sie vielleicht wissen ist das Hochhaus (Karree am Kurfürstendamm) zufälligerweise einige Etagen höher als genehmigt. In Sachen Wertheim – Kaufhaus wurden Fläche von zugelassenen 30.000 auf 60000 m2 überschritten. Werner Düttmann hat die Fassade entworfen. Ich denke mit Geld hätte sich das mit den polnischen Kirchen schon machen lassen. Können Sie alles nachlesen bei Wolf Jobs Siedler – Phoenix im Sand .
  7. #3016

    automatisch

    Zitat von Matyaz Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu Ihnen will ich Sie gar nicht beleidigen, vielleicht haben Sie´s ja wirklich nicht verstanden.
    geordnete Rückführung setzt ja zunächst mal voraus, dass die Menschen nicht von sich aus gehen, sondern geordnet, also planmässig aus dem Land gebracht werden müssen.Wenn das Leute betrifft, die schon sehr lange hier leben oder sogar meist hier geboren sind,worin liegt dann der Unterschied zur Vertreibung.Nach Einzelfallprüfung ist das ja unter bestimmten Vorraussetzungen schon im Rahmen des Ausländerrechts möglich,das ist ein ordentliches rechtsstaatliches Verfahren, Ihre "geordenten Rückführungen" in grosser Zahl eben nicht.
    Wenn sich aus vielen Einzelfallüberprüfungen eine große Zahl ergibt, so ist dies auch möglich.

    Ich glaube hier in diesem thread hatte gestern jemand auf einen Link verwiesen, in dem jemand mit der Begründung, es wäre gesetzlich möglich, bei Sozialhilfebezug abzuschieben, neue gesetzliche Maßnahmen ablehnte.
    Nun, man stelle sich mal vor, man würde alle Migranten, die schon lange Sozialhilfe beziehen und auch keine Arbeit aufnehmen wollen, abschieben.
    Problem gelöst.
    Nebenbei: Gesetzlich ist das sogar richtig. Nur hat das die Justiz total verwässert. Und die Politik nimmt es eben hin.

    Auch jetzt wieder steht die Politik vor einer Entscheidung.

    Da gibt es seit längerem eine Regelung, nach der langjährig geduldete abgeschoben werden, wenn sie nicht bis zu einem bestimmten Stichtag einen Arbeitsplatz gefunden haben.
    Der Stichtag naht jetzt. Und prompt fordern gewissen Politiker wieder, diesen Stichtag auszusetzen - wegen der Wirtschaftslage.
    Dem könnte man ja noch folgen - nur: Warum haben sie sich nicht schon vorher darum gekümmert?
  8. #3017

    Zitat von freierbuerger Beitrag anzeigen
    Ich stimme Ihnen zu, mit einer Einschränkung: Sie sprechen vom "fehlenden Identifikationspunkt Deutschland aus historischen Gründen". Ich bestreite dies. Sicher wird uns seit Jahrzehnten so etwas eingeredet. Keine Woche vergeht ohne eine öffnetliche "Schuldkultübung".
    Da haben sie mich falsch verstanden. Es geht nicht um die Rituale der Vergangeheitsbewältigung und die Beschäftigung mit historischer Schuld, sondern um den Missbrauch nationaler Symbole und Rituale durch die NS-Diktatur. Dieser Missbrauch wirkt nach.

    Zitat von freierbuerger Beitrag anzeigen
    Aber sie haben insofern recht, dass auch unsere politisch-mediale Klasse etwas tun sollte, um mehr Nationalgefühl zu ermöglichen.
    Das darf man nicht herbeiführen, das muss langsam wieder entstehen. Es kommt nicht drauf an wie lange das NS-Regime an der Macht war, sondern welche Spuren es hinterlassen hat. Diese sind zu massiv und zu nachhaltig um gerade mal 60 Jahre nach Kriegsende bereits ihre Wirkung zu verlieren. Die Generation der Täter und Opfer ist noch unter uns.
  9. #3018

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Nein, daher meine harrsche Reaktion.

    Eine staatlich (finanziell) geförderte Rückführung IntegrationsUNwilliger, die nichts zum Gemeinschaftswohl beitragen, aber die Vorzüge dieser Gemeinschaft ausnutzen wollen, in das Ursprungsland, dessen Kultur ja so hoch gehalten wird, kann kein Unrecht sein.

    Hier ist nicht die Rede von Zwangs-Vertreibung a la Beneš.
    Das haben die CDU-geführten Regierungen seit den 80ern probiert. Hat alles nicht geklappt.
    Und nennen sie mal, auch wenns ihnen schwerfällt, objektive Kriterien für Integrationsunwilligkeit.
  10. #3019

    Zitat von elandy Beitrag anzeigen
    Das haben die CDU-geführten Regierungen seit den 80ern probiert. Hat alles nicht geklappt.
    Und nennen sie mal, auch wenns ihnen schwerfällt, objektive Kriterien für Integrationsunwilligkeit.
    Man könnte zB. ein finanzielles Angebot (10T €/Kopf + Reisekosten) zunächst alljenen machen, die nicht nach den herrschenden Regeln Deutsche werden wollen, dauerarbeitslos und ohne berufliche Perspektive sind. Würde bei einem potentiellen Adressatenkrei von ca. 1,5 Mio. Menschen rd. 20 Milliarden kosten, die sich volkswirtschaftlich aber auf Dauer vermtl. rechnen würden.

    Für die Rückreisewilligen aus dem Unterschicht-Adressatenkreis sicher auch ein lukratives Angebot, da mit dem Geld im Herkunftsland gut eine adäquate Existenz aufgebaut werden kann.

    Wir haben zB. auch nach der Wende hunderttausende von Russen so in ihre Heimat zurückgeführt - ganz ohne (pc-) Aufschrei.


    So, bin jetzt weg - die Pflicht ruft.


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