Forum: Wirtschaft
Sollte Sarrazin zurücktreten?
Die Bundesbank degradiert Thilo Sarrazin. Er verliert wichtige Zuständigkeiten und ist künftig nur noch für Nischengeschäfte zuständig. Demonstrativ distanziert sich der Vorstand von Sarrazins umstrittenen Äußerungen über Migranten. Sollte Sarrazin konsequenterweise zurücktreten?
- #3000 18.10.2009 13:44 von raka
- #3001 18.10.2009 13:47 von
richtig
Richtig. Vorraussetzung ist der Aufenthalt mit rechtmäßigem Aufenthaltstitel, keine bzw. geringe Vorstrafen, kein bzw. nur geringer Sozialhilfebezug, Loyalität gegenüber dem deutschen Staat.
Wie gerade die Problemgruppe der Araber in Berlin, die ja dort wie man liest eine gegenüber den Türken größere Einbürgerungsquote hat, dann eingebürgert werden konnte, bleibt mir rätselhaft. Denn die meisten sind als Asylbewerber eingereist und konnten nach Ablehnung nur deshalb nicht zurückgeschickt werden, weil sie ihren Paß weggeworfen hatten und auch ansonsten unklare Angaben über ihre Herkunft machten. Also schon mal kein rechtsmäßiger Aufenthaltstitel sondern nur Duldung.
Des weiteren beziehen die meisten bereits schon lange Sozialhilfe bzw. schonm immer. Auch wieder ein Negativgrund. Da hat wohl die Schlamperei und political correctness Blüten getrieben.
Aus der Sichtweise habe ich das noch gar nicht betrachtet, ist aber richtig.
Gerade diejenigen, die das ius soli angeblich wünschen, sind besonders hartgesottene Vertreter auch des ius sanguis, weil sie nur unter Verweis auf das Recht des Blutes die doppelte Staatsbürgerschaft möchten.
Also eine Staatsbürgerschaft für den Paß und die damit verbundenen Vorteile, die zweite aufgrund der ethnischen Abstammung. Sollten Sie mal C. Roth usw. erzählen. - #3002 18.10.2009 13:48 von
- #3003 18.10.2009 13:49 von
Im Gegensatz zu Ihnen will ich Sie gar nicht beleidigen, vielleicht haben Sie´s ja wirklich nicht verstanden.
geordnete Rückführung setzt ja zunächst mal voraus, dass die Menschen nicht von sich aus gehen, sondern geordnet, also planmässig aus dem Land gebracht werden müssen.Wenn das Leute betrifft, die schon sehr lange hier leben oder sogar meist hier geboren sind,worin liegt dann der Unterschied zur Vertreibung.Nach Einzelfallprüfung ist das ja unter bestimmten Vorraussetzungen schon im Rahmen des Ausländerrechts möglich,das ist ein ordentliches rechtsstaatliches Verfahren, Ihre "geordenten Rückführungen" in grosser Zahl eben nicht. - #3004 18.10.2009 13:49 von Kretin
- #3005 18.10.2009 13:49 von
Bitte machen Sie aus dem "angeblich" mal ein "geblich". Der Pole als solcher ist ja eher ein ultra-katholischer welcher. Da ist es doch sehr interessant zu beleuchten, wie säkularisiert und einvernehmlich die Integration im wohl lutherischen Berlin stattgefunden hat. Will sagen, keine Prunkkirchenbauten mit Türmen doppelt höher als der Hobrecht-Plan vorsieht. Wenn Sie die Zahl der Polnisch-Stämmigen in Berlin belegen könnten, haben wir itzo ein famoses Beispiel gelungener Integration. Danke im voraus.
- #3006 18.10.2009 13:50 von raka
Sehr entspannt, stimmt.
Habe das Spiel in einem Strassencafe in Berlin-Kreuzberg verfolgt, hälfte-hälfte türkische und deutsche Gäste.
Mal jubilierten die Einen, mal die Anderen, gefiebert wurde gemeinsam, jeder für seine Ecke. Bisweilen wurde hin und her geneckt, aber freundlich und entspannt.
Danach gemeinsames, spontanes Volksfest auf der Oranienstr. mit Tanz und Musik.
Tolle Sache, schöne Erinnerung. - #3007 18.10.2009 13:50 von
- #3008 18.10.2009 13:51 von wrdlbrnfd
- #3009 18.10.2009 13:52 von
Ich stimme Ihnen zu, mit einer Einschränkung: Sie sprechen vom "fehlenden Identifikationspunkt Deutschland aus historischen Gründen". Ich bestreite dies. Sicher wird uns seit Jahrzehnten so etwas eingeredet. Keine Woche vergeht ohne eine öffnetliche "Schuldkultübung". Aber ich bin sicher, dass die Mehrheit im Volk dies anders und selbstbewusster sieht. Man bekennt sich natürlich auch zu der Phase des verbrecherischen Nationalsozialismus. Aber diese Phase war doch relativ kurz im Vergleich zu unserer langen Geschichte. Allein die Nachkriegszeit ist schon fünf mal so lang wie die Zeit des Dritten Reiches. Aber sie haben insofern recht, dass auch unsere politisch-mediale Klasse etwas tun sollte, um mehr Nationalgefühl zu ermöglichen. Dadurch wird auch die Solidarität im Land befördert.
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