Sollte Sarrazin zurücktreten?

Die Bundesbank degradiert Thilo Sarrazin. Er verliert wichtige Zuständigkeiten und ist künftig nur noch für Nischengeschäfte zuständig. Demonstrativ distanziert sich der Vorstand von Sarrazins umstrittenen Äußerungen über Migranten. Sollte Sarrazin konsequenterweise zurücktreten?
  1. #3000

    Zitat von DorisP Beitrag anzeigen

    Was haben Schmarrozer wie Roths, Özdemirs und Sarrazin mit "deutscher Kultur" zu tun ?!

    Was ist "deutsche Kultur" ?!
    Merkel, Schwesterwelle und Seehofer ?!
    Müntefering, Steinmeier und Steinbrück ?!
    Zumwinkel Schrempf und Middelhoff ?!
    Schmidt, Pocher und Bohlen ?!
    Verona, Veronika und Heidi ?!
    Oder DorisP?

    Mal ernsthaft, das sollte nun wirklich klar sein.
    Wir müssen hier ja nun nicht jedes Basic diskutieren.
    Dies ist immerhin das Spiegelforum und nicht die Klippschule.
  2. #3001

    richtig

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Schon wieder diese Falschmeldungen. Das ius sanguinis hat überhaupt nichts mit ethnischer Homogenität zu tun. Wenn deutsche Staatsbürger ganz gleich welcher ethnischen Herkunft ein Kind irgendwo auf der Welt bekommen, hat es die deutsche Staatsbürgerschaft.

    Ausländer, ganz gleich welcher ethnischen Zugehörigkeit, können die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen Voraussetzungen gehört NICHT, dass sie Teil des ethnisch homogenen Volkes sind.
    Richtig. Vorraussetzung ist der Aufenthalt mit rechtmäßigem Aufenthaltstitel, keine bzw. geringe Vorstrafen, kein bzw. nur geringer Sozialhilfebezug, Loyalität gegenüber dem deutschen Staat.

    Wie gerade die Problemgruppe der Araber in Berlin, die ja dort wie man liest eine gegenüber den Türken größere Einbürgerungsquote hat, dann eingebürgert werden konnte, bleibt mir rätselhaft. Denn die meisten sind als Asylbewerber eingereist und konnten nach Ablehnung nur deshalb nicht zurückgeschickt werden, weil sie ihren Paß weggeworfen hatten und auch ansonsten unklare Angaben über ihre Herkunft machten. Also schon mal kein rechtsmäßiger Aufenthaltstitel sondern nur Duldung.
    Des weiteren beziehen die meisten bereits schon lange Sozialhilfe bzw. schonm immer. Auch wieder ein Negativgrund. Da hat wohl die Schlamperei und political correctness Blüten getrieben.



    Gerade diejenigen, die das ius soli angeblich wünschen, sind besonders hartgesottene Vertreter auch des ius sanguis, weil sie nur unter Verweis auf das Recht des Blutes die doppelte Staatsbürgerschaft möchten.
    Aus der Sichtweise habe ich das noch gar nicht betrachtet, ist aber richtig.
    Also eine Staatsbürgerschaft für den Paß und die damit verbundenen Vorteile, die zweite aufgrund der ethnischen Abstammung. Sollten Sie mal C. Roth usw. erzählen.
  3. #3002

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Deutsche sind lediglich die Eingebürgerten. Das sind aber nicht alle. Auch wenn Sie diesen Teil des Posts gelöscht haben.

    Zur rechtlichen Fragwürdigkeit der Einbürgerung habe ich mich entsprechend geäußert.

    Hinzu kommt weiteres: Es muß auch ein Loyalitätsbekenntnis zum deutschen Staat abgegeben werden.
    Dies dürfte wohl, angesichts von Untersuchungen, in den meisten Fällen gelogen sein. Über 50 % der Eingebürgerten sehen sich trotz Einbürgerung nicht als Deutsche.

    Nur ein geringer Teil sieht sich ausschließlich als Deutscher.
    Leider wurde der Videoclip bei Youtube entfernt, wo eine Türkin bei einer Einbürgerungsveranstaltung sagte, daß sie lieber die türkische Nationalhymne gesungen hätte, denn deutsch sei sie nicht, sie brauche nur das "Papier".
  4. #3003

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Das Schicksal meiner (Ur-)Großeltern wurde auf einer Konferenz am Wannsee "endgelöst" und diese dann verschiedenen Lokalitäten im polnischen Osten "zugeführt".

    Was wollen Sie mir mit Ihrem unendlich dämlichen Beitrag nun sagen?
    Im Gegensatz zu Ihnen will ich Sie gar nicht beleidigen, vielleicht haben Sie´s ja wirklich nicht verstanden.
    geordnete Rückführung setzt ja zunächst mal voraus, dass die Menschen nicht von sich aus gehen, sondern geordnet, also planmässig aus dem Land gebracht werden müssen.Wenn das Leute betrifft, die schon sehr lange hier leben oder sogar meist hier geboren sind,worin liegt dann der Unterschied zur Vertreibung.Nach Einzelfallprüfung ist das ja unter bestimmten Vorraussetzungen schon im Rahmen des Ausländerrechts möglich,das ist ein ordentliches rechtsstaatliches Verfahren, Ihre "geordenten Rückführungen" in grosser Zahl eben nicht.
  5. #3004

    Zitat von ALG III Beitrag anzeigen
    Sarrazin braucht nicht zurückzutreten. Jeder kann ja seine Meinung sagen. Es wäre falsch, das allgemeine Duckmäusertum noch dadurch zu fördern, dass man jeden, der mal verbal aus der Reihe tanzt, gleich einen Kopf kürzer macht. Aber inhaltlich brauche ich den Thesen und Ausfällen Sarrazins deshlab noch lange nicht zuzustimmen. Aus Berlin eine Stadt der aufgeblasenen und albernen Leistungsträger machen zu wollen, ist absurd. Berlin ist eine historisch gewachsenes Gebilde, hier lebt eine multi-kulturelle und multi-soziale Gesellschaft seit Jahrzehnten erstaunlich friedlich zusammen, und das sollte man nicht mit Gewalt zu ändern versuchen. Der Langzeitstudent, die Burka-Frau, der arbeitslose Alkoholiker, der Drogendealer, die Fixerin auf dem Strich, die Russenmafia - das alles macht doch erst den Charme, das Flair, die Attraktivität der Weltstadt Berlin aus!
    Solange die arbeitenden Menschen in ganz Deutschland das finanzieren, zweifellos ein angenehmer Zustand für die Empfänger der Wohltaten!
  6. #3005

    Zitat von dr.heuchelmeuchel Beitrag anzeigen
    ...
    Apropo Polen. In Berlin soll es angeblich 250.000 Polen geben. Hin und wieder schaue ich mal in Berlin vorbei - von diesem polnischen Gravidationsfeld habe ich bisher nichts gespürt. Ich weiß nicht ob das für oder gegen die Polen spricht.
    Bitte machen Sie aus dem "angeblich" mal ein "geblich". Der Pole als solcher ist ja eher ein ultra-katholischer welcher. Da ist es doch sehr interessant zu beleuchten, wie säkularisiert und einvernehmlich die Integration im wohl lutherischen Berlin stattgefunden hat. Will sagen, keine Prunkkirchenbauten mit Türmen doppelt höher als der Hobrecht-Plan vorsieht. Wenn Sie die Zahl der Polnisch-Stämmigen in Berlin belegen könnten, haben wir itzo ein famoses Beispiel gelungener Integration. Danke im voraus.
  7. #3006

    Zitat von Matyaz Beitrag anzeigen
    Mmmh-Fussball ist wohl auch nicht so Ihr Ding.
    EM 2008 Halbfinale: Deutschland -Türkei
    Aber-oh wunder oh wunder ebenso entspannt.
    Sehr entspannt, stimmt.
    Habe das Spiel in einem Strassencafe in Berlin-Kreuzberg verfolgt, hälfte-hälfte türkische und deutsche Gäste.
    Mal jubilierten die Einen, mal die Anderen, gefiebert wurde gemeinsam, jeder für seine Ecke. Bisweilen wurde hin und her geneckt, aber freundlich und entspannt.
    Danach gemeinsames, spontanes Volksfest auf der Oranienstr. mit Tanz und Musik.
    Tolle Sache, schöne Erinnerung.
  8. #3007

    Zitat von franziskus Beitrag anzeigen
    Kann man Unrecht mit Unrecht wieder gut machen?
    Mit welchem "Unrecht" würde ein anderes Unrecht wieder gut gemacht?
  9. #3008

    Zitat von wrdlbrnfd Beitrag anzeigen
    Ach, dann dann handelte es sich beim Sarrazin-"Skandal" wohl auch nur um einen Medien-Hype? Sarazzin* hat sich eigentlich nur über die nachlassende Qualtität von "Berliner Pfannkuchen" ausgelassen, aber die Medien ....
    *ein bißchen Abwechslung muß sein
  10. #3009

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Nein. Assimilation sollte aber das Ziel sein, das ist aber erst über mehrere Generationen erreichbar. Assimilation geht über Integration, solange die Integration nicht gelingt ist Assimilation unmöglich.

    Integration ist die friedliche Koexistenz von ethnischen Parallelgesellschaften mit einer beiderseitigen Toleranz und Durchlässigkeit vereint unter einem gemeinsamen Identifikationspunkt.

    Deutschand fehlt dieser Identifikationspunkt aus historischen Gründen. Damit fehlt die Grundvoraussetzung für eine erfolgliche Integration. Erst wenn die Deutschen ihre Idendität wieder gefunden haben kann Deutschland Einwanderungsland auch für Ethnien sein die keine hohe kulturelle Kompatibilität haben.

    (...)
    Ich stimme Ihnen zu, mit einer Einschränkung: Sie sprechen vom "fehlenden Identifikationspunkt Deutschland aus historischen Gründen". Ich bestreite dies. Sicher wird uns seit Jahrzehnten so etwas eingeredet. Keine Woche vergeht ohne eine öffnetliche "Schuldkultübung". Aber ich bin sicher, dass die Mehrheit im Volk dies anders und selbstbewusster sieht. Man bekennt sich natürlich auch zu der Phase des verbrecherischen Nationalsozialismus. Aber diese Phase war doch relativ kurz im Vergleich zu unserer langen Geschichte. Allein die Nachkriegszeit ist schon fünf mal so lang wie die Zeit des Dritten Reiches. Aber sie haben insofern recht, dass auch unsere politisch-mediale Klasse etwas tun sollte, um mehr Nationalgefühl zu ermöglichen. Dadurch wird auch die Solidarität im Land befördert.