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Sollte die Bundesregierung im Streit um Eurobonds nachgeben?

Über die Bedingungen einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik streiten die EU-Staaten seit Monaten. Einer der Streitpunkte ist der Umgang mit den Schulden. Viele Staaten sind für die Ausgabe von Eurobonds, bisher wehrte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel strikt dagegen. Wird sie deutliche Kompromisse machen müssen? Sollte Deutschland im Streit um Eurobonds lieber ganz nachgeben?
  1. #90

    Elitebonds

    Man spricht jetzt von Elitebonds, aufgelegt von den Ländern Deutschland, Frankreich, Finnland, die Niederlande, Luxemburg und Österreich.

    Eigentlich schon die indirekte Vorgabe eines Europas auf zwei verschiedenen Ebenen.
  2. #91

    Lösung

    Zitat von Krassopateras Beitrag anzeigen
    Ja aber nur wenn man den Euro definitiv abschaffen will.
    [Satire]
    Keine Angst, wir (die EU-Kommission) haben eine Lösung für alle Euro-Probleme gefunden, die schon seit Beginn der Zivilisation unter totalitären Despoten beliebt war, und nur in letzter Zeit (Aufklärung und Rechtsstaat und so...) ein wenig in Vergessenheit geraten war:

    Man muss nur schlechte Nachrichten verbieten (und ihre Überbringer beseitigen), dann wird alles gut!
    Angefangen wird mit den Rating-Agenturen, denn die Nachrichten, welche diese als Ergebnis ökonomischer Analysen über die Euro-Staaten veröffentlichen, sind gar nicht erfreulich...
    Als Nächstes kommen dann Journalisten und Blogger an die Reihe, die es wagen die Stabilität des Euro öffentlich anzuzweifeln.
    Und falls selbst das nicht hilft, müssen halt flächendeckend alle Privatpersonen auf Gedankenverbrechen gegen den Euro überprüft werden.

    Aber spätestens dann stellt sich im Euroland paradiesische Stabilität ein, versprochen!!

    Ihre EU-Kommission

    [/Satire]
  3. #92

    Zitat von KLMO Beitrag anzeigen
    Man spricht jetzt von Elitebonds, aufgelegt von den Ländern Deutschland, Frankreich, Finnland, die Niederlande, Luxemburg und Österreich.

    Eigentlich schon die indirekte Vorgabe eines Europas auf zwei verschiedenen Ebenen.
    Besser wäre, diese Elite würde ihren eigenen Nord-Euro kreieren, wobei man noch prüfen müsste, ob man dies mit oder ohne Frankreich tut, was sich deutsche Politiker - auch wenn es angezeigt wäre - nie trauen würden. Könnnen die Bonds überhaupt gegen den Willen der o.g. Staaten eingeführt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die dortigen Bevölkerungen - wie hierzulande - damit einverstanden sind.
  4. #93

    Mogelpackung Euro

    So wie jetzt sieht es aus, wenn getrickst wird und man glaubt, mit List Märkte täuschen zu können.

    Der Euro war eine Mogelpackung und ist es. Die Quittung ist jetzt da.
  5. #94

    Prinzip Hoffnung

    Euro-Bonds sind eben keine James Bonds, 007-like! Im Kern sollen die allmächtigen Herrscher der gegenwärtigen Welt- vermeintlich- die lieben anonymen INVESTOREN, ANLEGER, MÄRKTE... oder wie sie auch immer so abstrakt, so cool genannt werden, ihre Unsummen an Gerafftem in die EU-Länder stecken, damit dort alles -wie immer- weiterflutschen kann. Doch, oh Schreck, diese besagten Allmächtigen verhalten sich so unberechenbar, glotzen auf die modernen Orakel von Fitch, Moody, Standard&Poors, wo denn die Gier am besten sich befriedigen lässt. Und da ist die EU-Zone eben nur eine Option, liebe Merkozy & Co. Und einem Chef der EU, selber aus einem Ramschland kommend, traut man halt nicht allzuviel Fortune zu. Alles hängt am AAA oder BBB oder...unvorstellbar! Das System, das Paradigma ist an seinen Grenzen angekommen und keiner will es zugeben!
  6. #95

    Zitat von abraham lincoln Beitrag anzeigen
    So wie jetzt sieht es aus, wenn getrickst wird und man glaubt, mit List Märkte täuschen zu können.
    Wahre Worte. Abgesehen von den übertriebenen Ausschlägen bedingt durch "Spekulatius", ist das Verhalten der Märkte und der Finanzbranche doch fast logisch. Wer würde jemandem Geld leihen ohne riesige Risikoprämien (wenn überhaupt), wenn dieser wie Griechenland über Jahre hinweg gelogen und betrogen hat? Genauso wie die panischen Verkaufsversuche von Anleihen, jeder versucht doch Mist zu verkaufen, so lange man noch paar Cent dafür bekommt. Wir können über Eurobonds oder was auch immer lange diskutieren. Bewirken wird es wenn überhaupt nur etwas sehr temporär. MMn ist es reine Geldverbrennung, solange Griechenland (und andere Staaten auch) kein Vertrauen bei den Marktteilnehmern (ein Markt besteht immer nur aus Menschen) zurück gewinnen.
  7. #96

    Ersteinmal.....

    Zitat von abraham lincoln Beitrag anzeigen
    So wie jetzt sieht es aus, wenn getrickst wird und man glaubt, mit List Märkte täuschen zu können.

    Der Euro war eine Mogelpackung und ist es. Die Quittung ist jetzt da.
    ....gehen die Preise für die Konsumenten kräftig rauf, man merkt es jetzt schon deutlich!
    Nee, erst die Ankündigung der Rechnung die da noch kommen wird.

    Eine uittung gibt es erst,wenn der Schaden samt und sonders bezahlt worden ist.
    Die sind nicht mal annähernd in der Lage den entstandenen Schaden zu beziffern.---Aber auf ein paar Hundert Milliarden kommt es wohl auch nicht an....
  8. #97

    Mehr Gier als Vaterlandsliebe

    Zitat von schwarz-weiss-grün Beitrag anzeigen
    Wahre Worte. Abgesehen von den übertriebenen Ausschlägen bedingt durch "Spekulatius", ist das Verhalten der Märkte und der Finanzbranche doch fast logisch. Wer würde jemandem.....
    2000 Oligarchenclans in Griechenland verfügen über 9o% des griechischen Vermögens.
    Die haben ihr Bargeld vorsichtshalber zu 100% in die Schweiz verbracht.Das Schicksal des eigenen Landes überlässt man nun den Spekulanten.(Bis auf den Grundbesitz natürlich)
  9. #98

    gb

    Zitat von delinquent Beitrag anzeigen
    ....gehen die Preise für die Konsumenten kräftig rauf, man merkt es jetzt schon deutlich!
    Nee, erst die Ankündigung der Rechnung die da noch kommen wird.

    Eine uittung gibt es erst,wenn der Schaden samt und sonders bezahlt worden ist.
    Die sind nicht mal annähernd in der Lage den entstandenen Schaden zu beziffern.---Aber auf ein paar Hundert Milliarden kommt es wohl auch nicht an....
    Und deshalb diese Vorberweitungen?
    Nur GB-Spielereien?

    „...Diplomats are preparing to help Britons abroad through a banking collapse and even riots arising from the debt crisis.The Treasury confirmed earlier this month that contingency planning for a collapse is now under way.A senior minister has now revealed the extent of the Government’s concern, saying that Britain is now planning on the basis that a euro collapse is now just a matter of time.“It’s in our interests that they keep playing for time because that gives us more time to prepare,” the minister told the Daily Telegraph...“
  10. #99

    Bergtour im Nebel...; wo zum Teufel ist der Abgrund...?

    Zitat von evaontour Beitrag anzeigen
    1. Hatte Italien denn einen entsprechenden Antrag beim IWF gestellt? (M.W.n. erfordert das Einspringen des IWF einen Antrag des hilfebedürftigen Landes - lasse mich da aber eines Besseren belehren)

    2. Da wird also die Lösung des europäischen Problems auf die nächsthöhere Ebene IWF gehoben/an sich genommen just zu einem Zeitpunkt, in dem Berlin und Paris allem Anschein nach auf einem Weg sind, das Problem "kerninhaltlich" tatsächlich einvernehmlich konkret anzupacken.

    3. Oder wird der Bürger nur unzureichend informiert, dass die Achse Berlin-Paris-IWF (=USA-dominiert)hinter den Kulissen abgemacht wurde und wenn ja, mit welcher Zielrichtung?

    Bin gespannt, was die Medien/die Politiker zu dieser Entwicklung in den nächsten Tagen berichten werden.
    Ihre Fragen sind mehr als berechtigt. Wir leben leider in einer Zeit mit vielen Fragen und wenigen Antworten...
    Wage aber einen Versuch...
    Zu 1.
    Laut verschiedenen Artikeln in der Italienischen Presse handelt es sich um einen "geheimen" Plan des IWF. Italien befindet sich laut diesen übereinstimmenden Medienberichten in Verhandlungen mit dem IWF und würde für diesen relativ zinsgünstigen Kredit Reformen anbieten. Die Eckdaten des Kredits bleiben 400-600Mia. € für 12-18 Monate zu 4-5%(allesamt ziemlich wage). Italien hat offiziell keinen Antrag gestellt, zumal es dazu erst Klarheit darüber bedarf wohin die Reise gehen soll. Daß der IWF heute diesen "Plan" sowie Verhandlungen mit der Regierung Monti dementieren lässt, ist angesichts der Lage der Märkte und der Praxis im IWF kein Wunder. Experten gehen so oder ähnlich von der Existenz eines solchen Planes aus.
    http://www.investireoggi.it/news/fmi...0-mld-di-euro/
    Zu 2. und 3.
    Denke die Akteure wissen daß der "Kern" ebenso sehr vom Scheitern betroffen sein wird wie die Peripherie. Gerade heute wurde klargestellt, daß bei einem Scheitern des € de facto sämtliche €Länder(auch die mit heute AAA-Rating downgegradet werden.
    "Die Ratingagentur verbindet ihr düsteres Szenario mit einer Art Ultimatum an die Politik: Sie soll schnell eine Lösung präsentieren. Andernfalls wollen die Bonitätswächter die Kreditwürdigkeit sämtlicher Euro-Staaten auf den Prüfstand stellen."
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/a.../60135147.html
    Damit sind "Elitebonds" der AAA-Länder wohl auch Geschichte. In der Rangelei um wer in der Krisenbewältigung die Führung übernehmen darf, haben sich wohl die USA an die Spitze gesetzt, meine These. Neben wirtschaftlichen Interessen(US-Konjunktur) spielen dabei auch geostrategische Überlegungen(Nato) eine Rolle. Die Achse Berlin Paris wird einer schweren Prüfung unterzogen und es ist an sich unnötig zu sagen, daß sich bzgl. QE der EZB Paris und Washington einig sind.
    Fr. Merkel wird nun wohl "bearbeitet" und am Ende wird es wohl zum QE der EZB kommen. Das was die Deutsche Regierung einzuhandeln versucht sind neue "Stabilitätskriterien" und ein neuer "Fiskalpakt"(der Inhalt ist wage und die Kriterien sind nicht klar). In diesem Gerangel zwischen Washington, Paris und Berlin wird mit Haken und Ösen gekämpft und die Puzzleteile beginnen sich ineinanderzufügen. Downgradings, Warnungen davor, "Pläne und Verhandlungen" sowie Prognosen über trübe Konjunkturaussichten ecc. passen zusammen...

    Viele Grüße aus Südtirol...








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