Forum: Wirtschaft
Soll der Staat spekulative Finanztransaktionen stärker besteuern?
Der Finanzmarkt und die Auswirkungen hochspekulativer Aktionen stürzten die Welt in eine der größten Wirtschaftskrisen. Soll der Staat künftig Finanztransaktionen generell stärker besteuern?
- #1 16.12.2009 14:30 von
Nein, das ist nicht notwendig.
Absolut notwendig hingegen ist das der Staat jetzt sofort die "Stunde Null" einläutet und erklärt das ab jetzt niemand mehr per Rettungspaket und Rettungsschirm und was weiß ich durch welche Maßnahmen gerettet oder aufgefangen wird. Sei es privatwirtschaftlich und/oder staatlich. Pleite heißt: Türen abschließen, Licht aus, und basta.
Durch eine derartige Erklärung wird jeder Bangster ganz schnell wieder zu dem netten und hilfreichen Herrn. Und der Kolonialladen an der Ecke versucht dann nicht mehr Aldi-Nord zu übernehmen, so nach dem Motto: Huch, etwas groß für mich ich brauche staatliche Unterstützung. - #2 16.12.2009 14:41 von ender
Der Staat soll generell alle Transaktionen stärker besteuern, die nicht im Zusammenhang mit produktiver Arbeit (nämlich Kaufkraftschöpfung) stehen. Aber nicht durch "Boni-Steuern" oder "Tobin-Tax", sondern einfach durch eine kräftige Progression (70-80% auf Einkommensanteile über 500.000,- Euro/ Jahr).
Im Gegenzug dann ein brauchbares, wirtschaftsförderndes Steuermodell, dass echte Unternehmer fördert..
Mit so einem Modell würden automatisch alle "Luftgeschäfte" gegenüber der Realwirtschaft benachteiligt und die Unternehmer, die tatsächlich unser Wirtschaftssystem tragen, würden endlich die (finanzielle) Anerkennung bekommen, die sie verdienen!
ender - #3 16.12.2009 17:01 von
Fragen Sie mal andere Leute, ob die mit "Stunde Null" einverstanden sind. Mit der Stunde Null geht es aber ab hier. Wenn alles was bisher noch an produzierten Dingen gefressen und geraubt ist, dann werden wir uns noch gegenseitig verspeisen, bis auch das nicht mehr funktioniert.
Wirtschaft ist nun mal kein Monopolyspiel, das man kurzer Hand mal wieder von vorne beginnt. Über 6 Milliarden Menschen! Wie soll denn da die Stunden Null aussehen? Und erst die nächsten 10 Minuten?
Wenn das Tauschmittel komplett versagt (wenn auch keine Kredite mehr fliessen) dann ist recht bald Stunde Null angesagt. Vielleicht gibt es noch ein paar Leute, die nicht Mad-Max-Romantik pflegen, sondern mit beiden Beinen auf der Erde stehen und noch ein bisschen weiter leben wollen. Hoffentlich.
www.freiheitswerk.de - #4 16.12.2009 17:27 von
Es wird immer wiedeer übersehen, dass die Bankster in der Regel - bei geringstem Eigenkapital - mit dem Geld anderer Leute spielen, zocken, spekulieren, und letzten Endes pleite gehen.
Es heisst immer 'eine Bank ist pleite'.
Es muss korrekt heissen: die Bank hat durch Leichtsinn, Unfähigkeit oder mit krimineller Energie das Geld ihrer Einleger , ganz allgemein also, Steuergelder vernichtet.
Und jetzt braucht sie neues Spelgeld,,, - #5 16.12.2009 19:15 von Tall Sucker
Nicht besteuern - verbieten
Sogar Wolfgang Münchau, Kolumnist der nicht eben lkinksverdächtigen Financial Times Deutschland fordert das Verbot von Finanzderivaten:
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:.../50047986.html
Und: Recht hat er. - #6 16.12.2009 19:34 von
- #7 16.12.2009 21:53 von
Seniorita, me intendio mal, creo.
Mit Stunde Null vom Staat zu verkünden meinte ich lediglich das der Staat ab diesem Moment niemanden und nichts mehr vor der Pleite rettet. Nicht mehr/nicht weniger. Es wird dann schon ein "Gesundschrumpfen" geben. Aber wie das Wort schon sagt ist es ja gesund. Alle Bangster zB wissen dann das ihnen der Staat nicht mehr zur Seite steht wenn´s schief läuft. Heute ist es doch so das sie dort weitermachen wo sie aufgehört haben WEIL sie wissen das der Staat dann wieder mit der Milliardenspritze angeeilt kommt.
Gruß - #8 16.12.2009 22:08 von Tall Sucker
- #9 16.12.2009 22:14 von
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