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Sind die Rentenpläne der SPD vernünftig und notwendig?

Die SPD will die aktuelle Regelung zur Altersteilzeit verlängern. Ein vernünftiger Schutz für alte und kranke Arbeitnehmer oder nur ein Vorwand für Unternehmer, konstengünstig Arbeitsplätze abzubauen?
  1. #1

    Halten wir Herr Rürup für befangen?

    Sorry, Rente ist für Alte allemal besser als Hartz VI - oder eine jener privaten Lebensversicherungen, die der Sachverständige natürlich - aus naheliegenden Gründen - mehr schätzt. Der neue Vorschlag aus der SPD dürfte aber als Teil des Vorwahlkampfs nicht sonderlich ernst zu nehmen sein. Wird der SPD auch nichts helfen, da hat NW MinPräs Rüttgers recht: diese Partei hat mit ihrer Asozialpolitik ihren Untergang eingeläutet. Recht so.
  2. #2

    Die neue, wie auch die mittlerweile zum Glück abgeschaffte alte Reglung der Altersteilzeit etc. ist absolut falsch.

    Die Rente mit 67 war der richtige Schritt in die richtige Richtung.

    Wir haben auf der einen Seite Angst vor Überalterung, schicken aber die "Alten" in Rente, damit jüngere einen Job bekommen. Ob schonmal jemand bemerkt hat, das es diese Jüngeren gar nicht gibt?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die SPD will die aktuelle Regelung zur Altersteilzeit verlängern. Ein vernünftiger Schutz für alte und kranke Arbeitnehmer oder nur ein Vorwand für Unternehmer, konstengünstig Arbeitsplätze abzubauen?
    Wir lernen nun doch schon lange das wirtschaftspolitische Neusprech: niedrige Löhne erhalten Arbeitsplätze, private Alterversicherungen sind besser als gesetzliche, höhere Beiträge zu den Krankenkassen verbessern die Gesundheitsvorsorge, Leistungskürzungen schaffen Stabilität und der Aufschwung kommt auch unten an.Orwell hat die Politik gekapert und die Lüge ist die Wahrheit (Vorname wechselnd: Sinn, Hüther, Rürup, Raffelhüschen, Miegel, Merkel usw)
  4. #4

    Antwort an Rationalist:

    Ich stimme Ihrer Meinung voll zu. Aber die SPD-Führung will davon noch nichts gemerkt haben.
    Marx nennt die Auswirkungen einer solchen Politik "Schaffung einer vorrevolutionären Situation".
    Wird Marx wieder modern?
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die SPD will die aktuelle Regelung zur Altersteilzeit verlängern. Ein vernünftiger Schutz für alte und kranke Arbeitnehmer oder nur ein Vorwand für Unternehmer, konstengünstig Arbeitsplätze abzubauen?
    Es hätte dem Spiegel gut zu Gesicht gestanden, in Rürups Biographie seine Tätigkeiten für diverse Lobby-Verbände mit aufzuführen. So ist er Berater und Interessenvertreter in zahlreichen Versicherungsunternehmen und leitet ein Forschungsinstitut in Mannheim, dass zum neo liberalen Netzwerk gezählt wird.
    Soviel zu dem " unabhängigen Experten".
    Leider schleicht sich somit der Eindruck ein, dass Rürup fürchtet, dass bei der SPD - Initiative seine, Rürups Klientel, um ihre Pfründe fürchtet. Ich hielte es für sinnvoller, den Inhalt des SPD-Papiers kpl. zu veröffentlichen
  6. #6

    Moment mal!

    Wir, die wir befürchten länger arbeiten zu müssen, evtl. Harz IV als Ergänzung zur gesetzlichen Rente zu bekommen, wir, die wahrscheinlich unser Erspartes, Versicherungspolicen und Eigenheim verlieren werden, bis der Antrag auf Erwerbsminderung positiv entschieden ist, wir sind selber schuld!
    Warum sorgen wir nicht dafür, das der Standort D wieder attraktiv wird? Warum dulden wir eine miserable Bildungspolitik, demotivieren die Jugend? Warum dulden wir eine polemische Einwanderungspolitik und arbeiten nicht an unserer Gastfreundschaft um fleissigen und willigen Menschen ein Zuhause in D zu ermöglichen? Warum? Warum?
    Denn Wohlstand kann man sich nur Erarbeiten! Wenn wir bei fast gleichen Bezügen mit Mitte 50 in Rente gehen wollen, um dann bis 70 die Welt mit Kreuzfahrtschiffen, Europa mit dem Wohnmobil bereisen möchten, dann muss das jemand bezahlen. Wer soll das tun, wenn nicht die arbeitende Bevölkerung? Also, sollten wir, solange wir können, dafür sorgen, dass es sich für unsere Jugend lohnt sich zu qualifizieren und ihre Zukunft in D zu planen. Es sind viele, viele Änderungen notwändig! Keine kleine Reform oder Flickschusterei, sondern wie 1895 (nagelt mich nicht fest) die Gestaltung des Sozialstaates durch Bismarck. Wir haben es schon mal bewiesen, dass es geht, warum nicht wieder? Aber bitte hört auf zu jammern und nach Umverteilung zu rufen. Das führt uns direkt dahin, wo keiner hin will. Nämlich direkt in die Armut.
  7. #7

    Die SPD scheint aus fatalen Fehlern nicht zu lernen. Die Abschaffung des Demographiefaktors 1998, die als billiges Wahlkampfversprechen genutzt wurde, war so einer. Jetzt schienen die Genossen das mit der Demographie und der Rente verstanden zu haben. Müntefering blieb bewundernswert konsequent bei der Rente mit 67. Jetzt, es ist kaum zu glauben, wo schon fast alle dieses Schicksal akzepiert hatten, kommen die Umfaller wieder zu Zuge. Wenn sogar Herr Rürup das als fatalen Fehler bezeichnet, spricht das für die Qualität der Vorschläge.
  8. #8

    Zitat von firstart Beitrag anzeigen
    Die neue, wie auch die mittlerweile zum Glück abgeschaffte alte Reglung der Altersteilzeit etc. ist absolut falsch.

    Die Rente mit 67 war der richtige Schritt in die richtige Richtung.

    Wir haben auf der einen Seite Angst vor Überalterung, schicken aber die "Alten" in Rente, damit jüngere einen Job bekommen. Ob schonmal jemand bemerkt hat, das es diese Jüngeren gar nicht gibt?
    Hat da einer noch gar nicht gemerkt, daß wir in Deutschland seit Jahren über 5 Millionen Arbeitslose und mehrere Millionen Unterbeschäftigte in Teilzeitjobs haben???? Wozu soll da jeder, egal ob abgearbeitet, körperlich am Ende oder halbtot, im Job gehalten werden?

    Eigentlich eine dumme Frage. Aber bei Ihnen... na ja...
  9. #9

    Zitat von Rationalist Beitrag anzeigen
    Sorry, Rente ist für Alte allemal besser als Hartz VI - oder eine jener privaten Lebensversicherungen, die der Sachverständige natürlich - aus naheliegenden Gründen - mehr schätzt. Der neue Vorschlag aus der SPD dürfte aber als Teil des Vorwahlkampfs nicht sonderlich ernst zu nehmen sein. Wird der SPD auch nichts helfen, da hat NW MinPräs Rüttgers recht: diese Partei hat mit ihrer Asozialpolitik ihren Untergang eingeläutet. Recht so.
    100% Zustimmung.Ich lache mich schlapp über die Münteferings,Steinmeiers,Steinbrücks usw. und dann auch noch ein Seeheimer Kreis.Ich glaube diese Leute wissen gar nicht in was für einer Partei sie sind,frei nach dem Motto:was bildet sich der Wähler eigentlich ein.

    ps:Die Grundidee von Peter Hartz war schon ok,was diese Polittrottel und ihre ausführenden Organe vor Ort davon gemacht haben ist ein Skandal.Insbesonders viele dieser kleinen Arge-Mitarbeiter fühlen auf einmal Macht über sowieso schon gedemütigte und handeln z.T. skandalös.


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