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Renten - Welche Reformen sanieren die Alterssicherung?

Kaum ein Bereich der Sozialpolitik ist so schwierig zu sanieren wie das System der Alterssicherung. Der immer schwerer zu erfüllende Generationsvertrag verlangt eine fundamentale Neuorganisation der Renten. Kommt die Bürgerversicherung? Wer muss künftig welche Lasten tragen? Wie viel Eigenverantwortung des Einzelnen ist gut für die Renten? Welche Reformen müssen am schnellsten realisiert werden?
  1. #2860

    Zitat von Jochen
    Ja, warum der Stress des Selberbauens? Wie Sie gerade selber vorrechnen, wenn ich Ihren etwas schwierigen Beitrag richtig verstehe, dann stimmen Sie doch mit mir überein, daß Mieten in den meisten Fällen besser und billiger als der Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie ist.

    Ist doch prima so, denn Wohnen ist eine Menschenrecht, das sozial reguliert gehört, möchte ich meinen. Wo, um Gottes Willen, ist Ihr Problem damit, daß ein Großteil der Menschen die ökonomisch rationale Wahl trifft und mietet? Der "homo oeconomicus" müßte doch Ihr Ding sein.
    a) Der Stress des Selberbauens oder bauens um des vermietens willen ist gleich - dividieren Sie ihn also einfach raus.

    Sie haben ja recht - aber dass Ihr Menschenrecht von Ihrem Nachbarn teilweise auf seine kosten erfolgen muss, geht nun gar nicht. Ausser in Deutschland.
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  2. #2861

    @vieles:
    Sie sind absolut negativ und kontraproduktiv. Es ist sinnlos mit sojemandem zu diskutieren. Das geht nicht, das kann man nicht machen...Sinnlos.
  3. #2862

    Zitat von AndyDaWiz
    a) Der Stress des Selberbauens oder bauens um des vermietens willen ist gleich - dividieren Sie ihn also einfach raus.
    Sie schreiben wirklich in Rätseln.

    Zitat von AndyDaWiz
    Sie haben ja recht - aber dass Ihr Menschenrecht [auf Wohnraum] von Ihrem Nachbarn teilweise auf seine kosten erfolgen muss, geht nun gar nicht. Ausser in Deutschland.
    Sie schreiben weiter in Rätseln.

    Wenn Sie meinen, was ich zu verstehen glaube, daß Mieten steuerlich subventioniert wird, also eine Form der Umverteilung von oben nach unten darstellt, dann sage ich: Stimmt, sehe ich so; und frage: Ja, und? Warum nicht?

    Und zu Ihrer unsinnigen Behauptung, daß Wohnen nur in Deutschland subventioniert würde: Warum wurde Ihrer Meinung nach jahrelang mit hohen Subventionen (Eigenheimzulage) auf Steuerzahlerkosten der Eigentumserwerb in Deutschland gefördert? Finden Sie das gut ("Eigenverantwortung", "Bauen ist billiger als Mieten")? Wissen Sie, was "renteaftrek" ist? Haben Sie schon gehört, daß die Kreditzinsen für selbstgenutzte Immobilien in "God's own country" (USA) (teilweise) von der Steuer abgezogen werden können? Daß es in UK ein hochsubventioniertes Programm gab/gibt, mit dem arme Familien das von ihnen bewohnte Haus sehr preisgünstig käuflich erwerben können? Ist Ihnen bekannt, in wie vielen Ländern dieser Erde Mieten oder Bauen steuerlich subventioniert wird?
  4. #2863

    Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit

    Zitat von AndyDaWiz
    #2877
    Zitat von Vieles
    #2875Nehmen wir an, die Leute arbeiten heute 8 Stunden. Dann folgt etwas vereinfacht:

    Die Leute arbeiten heute 4 Stunden für sich und 4 Stunden für die Abgaben. In einigen Jahren sieht es wegen der Erhöhung der Produktivität beispielsweise auf das Dreifache so aus:

    Die Leute arbeiten insgesamt nur noch 6 Stunden. Dabei arbeiten sie 2 Stunden für sich (und haben dabei einen höheren Lebensstandard als heute) und 4 Stunden für die Abgaben, die ja auch die Rente enthalten.
    Nein, 3 Stunden fuer sich und 3 Stunden fuer die Abgaben.
    Fast alle Politiker und leider auch viele Ökonomen glauben, daß die produzierte Menge von den Produktionsmöglichkeiten abhängt. Das ist aber längst nicht mehr so. Die Produktivität ist heute so hoch, daß die produzierte Menge nur von den Absatzmöglichkeiten abhängt. Wer ein hohes Einkommen hat, kauft nicht so viel, wie er könnte, sondern spart lieber einen erheblichen Teil - z.B. als Vorsorge für die Zukunft. Andere wieder haben so wenig Einkommen, daß sie nicht mal das kaufen können, was sie brauchen.

    Daraus folgende ganz gravierende Bedingungen für die Wirtschaftspolitik. Bei Ihrem Beispiel der Beschränkung der gesetzlichen Abgaben auf 50% gibt es mehrere Szenarien:
    - Die optimalste wollen Sie nicht: Die Leute arbeiten 6 Stunden und dabei 2 Stunden für das eigene Einkommen.
    - Die Leute arbeiten 6 Stunden und dabei 3 Stunden für das eigene Einkommen und lassen sich überzeugen 1/3 ihres Nettolohns für die private Vorsorge auszugeben, so daß sie auf diesem Wege doch 2 Stunden für sich und 4 Stunden für die Rente arbeiten. Dieses Szenarium ist nicht stabil, da sich nicht alle überzeugen lassen 1/3 ihres Nettolohns für die private Vorsorge auszugeben, so daß es schließlich doch zum dritten Szenarium kommt.
    - Die Leute arbeiten die Hälfte der Zeit für sich. Insgesamt wird also statt des Dreifachen eignenen Verbrauchs nur das Doppelte produziert oder anders ausgedrückt 2/3 von dem, was in 6 Stunden produziert wird. Es muß also kürzer gearbeitet werden. Nun steigt aber die Arbeitsproduktivität bei Verkürzung der Arbeitszeit (Gutachten des Sachverständigenrate 1983/84 Punkt 458). Die inzwischen mehr untersuchte Zahl ergibt, daß die Arbeitszeit etwa quadratisch von der produzierten Menge abhängt. Es wird also statt 6 Stunden nur noch 2,7 Stunden gearbeitet und wegen Deiner 50% arbeitet jeder nur 1,4 Stunden für sich.

    Nun gibt es aber Leute, die sagen, wir können doch nicht nur 2,7 Stunden arbeiten, wir müssen 4 Stunden arbeiten. Geht - aber nur mit 30% Arbeitslosen (dabei ist angenommen, daß die Arbeitslosen den halben Nettoverdienst eines Beschäftigten bekommen).

    Was ist nun das beste Szenario?
  5. #2864

    Zitat von Jochen
    Sie schreiben wirklich in Rätseln.



    Sie schreiben weiter in Rätseln.

    Wenn Sie meinen, was ich zu verstehen glaube, daß Mieten....
    Sie habens ja wirklich nicht verstanden, was ich sagen wollte:
    a) Mieten wird nicht steuerlich subventioniert. Mieten wird zu Lasten Dritter (der vermieter) subventioniert.
    b) das das nur in D so sei, habe ich hoechsten in Bezug auf (a) so gesagt (und/oder gemeint)

    Insofern eruebrigt sich der Rest, Sie reden an mir/dem, was ich meinte, vorbei.
    Ich hoffe, selbiges ist jetzt klarer.

    Mieten in D ist alles in allem billiger als Bauen - aber nur fuer Mieter. Jeder VERmieter tut mir leid.
    Geändert von ( um Uhr)
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  6. #2865

    Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen

    Von wegen wenn es ein Politiker sagt bzw. versprochen hat.

    Siehe Zitat bzw. Bericht aus Focus-Online

    Es gilt das gebrochene Wort
    Die Politiker hatten es versprochen: Wer Geld fürs Alter anlegt, wird nicht bestraft – sondern belohnt. Doch jetzt bricht die Regierung ihre Zusage.
    Die Abgeltungsteuer kostet Rendite
    Am heutigen Mittwoch beschließt die Bundesregierung die Abgeltungsteuer. Auf den ersten Blick sieht diese neue Abgabe gar nicht so schlimm aus. Punkt eins: Wer Geld anlegt, muss seine Gewinne versteuern – das war schon immer so. Punkt zwei: Damit es der Fiskus einfacher hat, greift er sich immer 25 Prozent des Profits – das ist meist sogar weniger als heute (je nach Einkommen bis zu 45 Prozent). Punkt drei: Die steuerfreie Spekulationsfrist (zwölf Monate) fällt weg – wer eine Aktie, ein fest verzinsliches Wertpapier oder einen Fonds mit Gewinn abstößt, muss Steuern bezahlen, egal wie lange er sein Investment behalten hat.
    ZUM THEMA
    Die Politiker begründen die Abgeltungsteuer als „Schritt zu mehr Gerechtigkeit“. Mag sein. Viele Anleger drücken sich auch heute noch davor, ihre Gewinne zu versteuern. Und haben beste Chancen, vom Fiskus nicht erwischt zu werden. Das ist ab dem 1.1.2009 vorbei: Das Finanzamt greift sich sein Viertel gleich an der Quelle – also bei der Bank. Die führt die neue 25-prozentige Steuer (plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer) direkt an den Fiskus ab. Auf diese Weise will man vor allem die Kurzfrist-Spekulanten erwischen, die schnell kaufen und ebenso rasch wieder verkaufen.
    Altersvorsorge wird bestraft
    Was aber ist mit den Millionen Anlegern, die ihr Geld langfristig investieren? Was mit den Sparern, die sich im Alter nicht auf die staatliche Pleite-Rente verlassen – sondern jeden Monat 50 oder 100 Euro in einen Fonds einbezahlen oder sich jetzt noch eine Lebensversicherung kaufen? Was ist also mit all den Menschen, die den Aufforderungen der Politiker folgen und zusätzlich mit eigenem Geld für ihr Alter vorsorgen? Die Antwort ist ebenso traurig wie einfach: Sie alle werden bestraft und abkassiert – um ein Viertel ihrer späteren Ersparnisse.
    Ein kleines Zahlenbeispiel der Kollegen von FOCUS Money: Wer in den vergangenen 20 Jahren jeden Monat 100 Euro in den DWS Vermögensbildungsfonds I einzahlte, konnte 91 912 Euro Endvermögen anhäufen – also einen steuerfreien Gewinn von 67 912 Euro einstreichen. Wer aber ab 2009 in denselben Fonds 20 Jahre lang einzahlt, kommt nur noch auf 50 934 Euro (Annahme: gleiche Wertsteigerung des Fonds) – fast 17 000 Euro greift sich also der Staat.
    „Versprechen gebrochen, in die Hölle gekrochen“
    Was hilft? Die Regierung besinnt sich – und schafft eine Ausnahme für Langfrist-Sparer. Tut sie das nicht, landet der Fall sicherlich wieder vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Juristen könnten die Politiker zurückpfeifen. Und sie daran erinnern, dass sie für ihr Alter nicht (oder kaum) vorsorgen müssen: Wer zum Beispiel acht Jahre im Bundestag saß und davon sieben Jahre lang Bundesminister war, bekommt stolze 6100 Euro Pension im Monat.
    Da sehnt man sich doch in die Kindheit zurück: Wie einfach war damals noch der Umgang mit wortbrüchigen Spielkameraden: „Versprechen gebrochen, in die Hölle gekrochen“ – und der Täuscher war moralisch ein für allemal erledigt.
  7. #2866

    Rentenklau als Reform

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum ein Bereich der Sozialpolitik ist so schwierig zu sanieren wie das System der Alterssicherung. Der immer schwerer zu erfüllende Generationsvertrag verlangt eine fundamentale Neuorganisation der Renten. Kommt die Bürgerversicherung? Wer muss künftig welche Lasten tragen? Wie viel Eigenverantwortung des Einzelnen ist gut für die Renten? Welche Reformen müssen am schnellsten realisiert werden?
    Wer bezahlt und vorgesorgt hat, ist der Dumme. Aus meinem Rentenverlauf wurde das Wort "Pflichtbeiträge" bei der letzten Reform einfach entfernt und nun hab ich 7 Rentenjahre weniger. Da soll man vorsorgen und wenn man es getan hat, macht der Staat eine Reform, die Rentenklau beinhaltet. Das wir dafür geschuftet hatten, unsere Knochen bei der Arbeit erfroren haben, wen interessiert das heute noch? Seltsamer Rechtsstaat.
    Es wurden von 1969-75 Pflichtbeitraege auf mein Rentenkonto bezahlt. Anerkannt wurden die Beitraege in der BRD bis zur letzten Rentenreform, danach wurden sie wieder aberkannt. Das ist verfassungswidrig!!!! Sind Beitraege unterschiedlich zu bewerten? Gleichzeitig werden die Drogenabhaengigen mit Geldern aus der Rentenkasse therapiert. Anstatt die Drogenhaendler auzuweisen, koennen sie mit grossen Familien auf Kosten der Allgemeinheit leben. Sonst haetten wir nicht so viele Abhaengige. Da ist Geld da.
    Wer frueher in Rente gegangen ist, bekommt viel mehr Rente als heute. Vor Jahren wurden 50-zig jaehrige reihenweise in Vorruhestand geschickt ohne Abschlag, jetzt sollen sie laenger arbeiten. Die Frage ist nur wo? Die Ersparnisse fuer die Rente werden lange vorher aufgebraucht. Der Staat macht es sich einfach. Er macht eine Reform, die Rentenklau beinhaltet.
    So lange der Staat Kinderlosigkeit zu verantworten hat, sollten kinderlose nicht hoehere Beitraege bezahlen muessen.
    Unsere Regierung hat eine Bank, die fuer alle Fehlleist-ungen aufkommt, den Steuer-und Beitragszahler. Politiker betrachten die Rentenbeitraege, als ob es sich um Geld aus ihrer Privatschatulle handelt und gehen auch damit so um. Solange Rentengelder zweckentfremdet werden, sollte es keinerlei Kuerzungen geben!!! Rentengelder sollten nur an die Beitragszahler ausbezahlt werden. Wer soll sonst noch Vertrauen in die Sozialkassen haben, wer noch Vertrauen zum Staat, der dafuer verantwortlich ist. Verschwendung, Zweckentfremdung und die Vertreibung der Fachkräfte durch falsche Politik sind ein größeres Problem als die Alten, die alles aufgebaut haben.
  8. #2867

    Wie funktioniert die Rente?

    Soni Du hast in Deinem Beitrag ein falsches Verständnis eines Rentensystems. Bei einem richtigem Rentensystem wird das, was zur Zeit der Rente produziert wird, unter Rentner und Beschäftigte aufgeteilt. Als Steuerungsinstrument dieser Aufteilung dienen die Abgaben aus denen die Rente gezahlt wird. Durch die Abgaben können die Beschäftigten nicht alles kaufen, was sie produzieren - das, was sie nicht kaufen können, kaufen die Rentner mit Hilfe ihrer Rente.

    Die Rentenhöhe orientiert sich dabei daran, was der Rentner während seiner Lebenszeit als Beschäftigter selbst an Abgaben an die damaligen Rentner gemacht hat. Insofern ist es auch problemlos möglich, den Rentnern einen höheren Lebensstandard zu sichern (es muß nur mehr produziert werden). Die höhere Produktion ist problemlos möglich, man denke nur an die vielen Arbeitslosen, die von einer Produktion ausgeschlossen werden.

    Aber damit die Arbeitslosen von den Unternehmen eingestellt werden, muß der Absatz gesichert sein - mit einer höheren Rente. Da sich so die Katze in den Schwanz beißt, muß der Staat die richtigen Rahmenbedingungen schaffen - und an dieser Stelle versagt der Staat.

    Insofern ist Dein Schimpfen in der falschen Richtung. Was Du eingezahlt hast, wurde an die damaligen Rentner ausgezahlt - da legt niemand etwas zurück. Der Fehler liegt darin, daß heute nicht genug produziert wird, weil immer gespart werden soll: Wenn wenig gekauft wird, wird auch wenig produziert und weil wenig produziert wird, fehlen auch Einnahmen, was als Grund für weitere Einsparungen genommen wird - eine Teufelsspirale ins Verderben, wenn sie der Staat nicht durchbricht.
  9. #2868

    lübe luntel!

    Zitat von KlausD Beitrag anzeigen
    1. die gehälter der regierenden sofort um 10% senken
    2. pansionen nur noch in hohe der rente auszahlen
    3. kulturausgaben um 25% senken
    4. regierung und behörden...
    hallo klaus,
    warum denn so kompliziert - ich kanns noch schneller:
    obligatorisches (ja alle) sozialverträgliches frühableben mit 67 (zur info, ich bin erst 48!)
    na, wie war das ...
  10. #2869

    immer das gleiche Spiel !

    Der Staat hat's gegeben, der Staat wird's wieder nehmen.
    Steuerfreiheit am Anfang, Abzocke am Ende !

    Beispiele:
    Riester Rente,Direkt Versicherungen und Lebensversicherungen.
    Die Parteien der sogenannten Mitte vertreten diese schon lange nicht mehr. Die Mitte dient nur noch zur Sanierung der Haushalte.


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