Forum


 

Muss Benzin billiger – oder teurer werden?

Weil die Spritpreise in Deutschland derzeit Rekordhöhen erreichen, lassen immer mehr Menschen ihr Auto stehen und benutzen öffentliche Verkehrmittel oder Fahrräder. Viele aber sind weiter auf ihr Automobil angewiesen. Auf jeden Fall erregen die exorbitanten Benzinpreise die Gemüter von Umweltschützern und Verbrauchern. Wie sehen Sie es: Muss Benzin billiger oder teurer werden?
  1. #70

    Tricks 17

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weil die Spritpreise in Deutschland derzeit Rekordhöhen erreichen, lassen immer mehr Menschen ihr Auto stehen und benutzen öffentliche Verkehrmittel oder Fahrräder. Viele aber sind weiter auf ihr Automobil angewiesen. Auf jeden Fall erregen die exorbitanten Benzinpreise die Gemüter von Umweltschützern und Verbrauchern. Wie sehen Sie es: Muss Benzin billiger oder teurer werden?
    Die Mineralölmultis in Deutschland behaupten:
    1. Die hohen Preise sind ein Resultat der Steuer- und Umweltpolitik-
    2. Die hohen Preise sind der Marktentwicklung durch die Nahostkrisen geschuldet, s. Iran-
    Reaktion der -multis:
    1. Sie fordern von der Bundesregierung, den Steueranteil auf Benin auf einem vorher definierten Höchststand einzufrieren, was dazu führt, dass sich die Preisentwicklung wieder im Umsatz der -multis bemerkbar macht, da diese durch Ökosteuer, Mineralölsteuer und Märchensteuer, Produktmärchensteuer zu hoch belastet seien. Da die BR darauf nicht eingehen will, wird sie seitens der -multis halt über die "Preispolitik" dazu ermuntert, man könnte auch sagen erpresst.
    2. Der Grund, das angedrohte Ölembargo des Iran sorgte für hohe Preise am Spotmarkt, dient lediglich der Untermauerung der o. g. Behauptungen. Der Ölexport des Iran macht lediglich einen Bruchteil des Gesamtimports aus, und kann lässig durch die anderen Lieferanten kompensiert werden. Diese Maßnahme trifft am nachhaltigsten den Iran selbst!
    Antwort a. d. Eingangsfrage: Steuern auf Mineralölprodukte runter, somit entfällt bspw. die Anpassung der Pendlerpauschale.
    Aaaaaber: da ist ja noch das selbstgesteckte Klimaziel, mit einer CO2 Emissionsreduktion. CO2-Reduktion: Deutschland droht an Klimaschutzziel zu scheitern - Nachrichten Wirtschaft - Energie - WELT ONLINE
    Das muss noch erreicht werden! Und da passt die aktuelle Entwicklung prima rein, weil sie den Individualverkehr reduziert, die Emmissionsraten dr Industrie aber nicht, nicht angepast werden müssen. So kann fleißig an der "Steigerung unseres Wohlstands" gearbeitet werden. Für die ROV-Egomanen wird der Sprit auch mit 2,70€ bezahlbar bleiben, und der restl. Teil der autofahrenden Bevölkerung ist ohnehin nicht so systemrelevant!
  2. #71

    Zitat von Blackzxr Beitrag anzeigen
    Wenn ich im Nahverkehr (BUS +S-Bahn) in einer Großstadt
    für 15 km bis zu 1,5 std in die Arbeit brauche ,aber mit dem PKW nur 15-20 min. was meinen sie was ich benutze...???
    Reine Stimmungsmache.
    In der Grosstadt kommen Sie mit öffentlichen Verkehrsmittel, gerade in Hauptverkehrszeiten schneller und sicherer zur Arbeit als mit dem eigenen Wagen. Selbstverständlich auch billiger. Die meisten Autofahrer machen sich selbst froh, wenn sie nur die Benzinkosten heranziehen. Eine echte Kostenberechnung beinhaltet:
    - Benzin
    - Steuern
    - Versicherung
    - Wartung und Reparaturen
    - Wertverlust
    - Zinsverlust
    Dann können Sie mal davon ausgehen, dass ein Mittelklassewagen mindestens 0,45 ct pro km kostet. Macht bei 15 km € 6,75. Ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel kostet wohl maximum € 2,80 in Deutschland. Es soll auch Monatskarten geben, die diesen Preis noch auf die Hälfte drücken.
  3. #72

    Zitat von tessoro Beitrag anzeigen
    Natürlich muss Benzin billiger werden,
    Warum?
  4. #73

    Lange Weile

    Zitat von schwarz-weiss-grün Beitrag anzeigen
    Umsatz ist in dieser Branche absolut uninteressant. Und sie glauben doch nicht im ernst, das paar mehr oder weniger Liter in Deutschland den Marktpreis bedeutend beeinflusst. Fragen sie sich lieber, wer den größten Anteil am Preis "erschafft".
    Umsatz ist ja praktisch garantiert. Die Verbraucher hatten allerdings schon ein bisschen Druck ausüben können, ich erinnere an die E10 Diskussion. Aber leider lassen mehr Umsatz die Preise genauso steigen wie weniger Umsatz.

    Zitat von schwarz-weiss-grün Beitrag anzeigen
    Würde ich die Finger von lassen. Unter vorgehaltener Hand sagen die Hersteller selber, das die Autos recht schnell schrott sind.
    Dagegen spricht das Gebrauchtwagenangebot mit zum Teil sehr hohen Kilometerleistungen. Allerdings muss sich der Aufwand auch rechnen und das ist frühestens nach zwei Jahren der Fall bei meiner Jahreskilometerleistung. Und dies auch nur unter der Bedingung, dass Benzin teuer und Autogas billig bleibt. Unsichere Sache.
    Zitat von schwarz-weiss-grün Beitrag anzeigen
    Wäre mir zu langweilig und macht bei einer Fahrt nicht wirklich viel aus.
    Langweilig war es mir auch. Weil mein Auto aber bei hoher Geschwindigkeit richtig das Saufen anfängt, brachte es ein spürbares Ergebnis.
  5. #74

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Dann können Sie mal davon ausgehen, dass ein Mittelklassewagen mindestens 0,45 ct pro km kostet. Macht bei 15 km € 6,75. Ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel kostet wohl maximum € 2,80 in Deutschland. Es soll auch Monatskarten geben, die diesen Preis noch auf die Hälfte drücken.
    Aktueller Abruf zu Zielen um meinen Wohnort:

    Fahrtzeit Reiseweite
    13 Min. ca. 3.4 km
    VGWS-Tarif: Preisstufe 2 (3.70 Euro)

    14 Min. ca. 2.3 km
    VGWS-Tarif: Preisstufe 2 (3.70 Euro)

    8 Min. ca. 1.9 km
    VGWS-Tarif: Preisstufe K3 (2.45 Euro)

    Das macht 1,09 - 1,61€/km plus Fussmarsch..

    Monatskarte: 82,50€

    Würde ich Ihre 0,45€/km zugrunde legen, könnte ich damit also 40 mal die mittlere Strecke im Monat fahren..
    Oder 27 mal die lange.. (jeweils hin und zurück)

    Da müsste ich doch gepudert sein.. *gg
  6. #75

    (Benzin)feuchte Träume?

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Dann dürfen Sie auch zahlen, wenn demnächst endlich und hoffentlich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen eingeführt wird.
    Wenn Ihnen 120 kmh auf Autobahnen zu langweilig ist, sollten Sie sich freiwllig zum Mienenräumen in Afghanistan melden.
    Ach Gottchen. 120 km/h SIND auf einer relativ leeren Autobahn langweilig. Es kommt natürlich auf das Fahrzeug an. In einer koreanischen Kobservendose mag sich das schon wie fliegen anfühlen, in einem Mittelklassewagen ist das so gut wie nichts.

    Ich habe es auch wirklich nur wegen dem teuren Sprit eisern durchgehalten und mir gewünscht, einen Tempomaten zu haben weil mit jedem leichten Gefälle das Auto wieder eingefangen werden musste.

    Den Traum vom Tempolimit haben schon viele vergeblich geträumt. Wenn ich "endlich und hoffentlich" im Zusammenhang mit Einschränkungen und Restriktionen lese, dann denke ich immer: typisch deutsch. Deutsche können nur unter der Knute glücklich sein.
  7. #76

    Rechnung mit dem Wirt

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Reine Stimmungsmache.
    In der Grosstadt kommen Sie mit öffentlichen Verkehrsmittel, gerade in Hauptverkehrszeiten schneller und sicherer zur Arbeit als mit dem eigenen Wagen. Selbstverständlich auch billiger. Die meisten Autofahrer machen sich selbst froh, wenn sie nur die Benzinkosten heranziehen. Eine echte Kostenberechnung beinhaltet:
    - Benzin
    - Steuern
    - Versicherung
    - Wartung und Reparaturen
    - Wertverlust
    - Zinsverlust
    Dann können Sie mal davon ausgehen, dass ein Mittelklassewagen mindestens 0,45 ct pro km kostet. Macht bei 15 km € 6,75. Ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel kostet wohl maximum € 2,80 in Deutschland. Es soll auch Monatskarten geben, die diesen Preis noch auf die Hälfte drücken.
    Steuern sind ein sehr kleiner Posten, sie werden nur einmal im Jahr erhoben. Versicherung ist okay, aber da gibt es den Schadenfreiheitsrabatt, der diese Kosten auf 40% drücken kann. Wartung und Reparaturen können in freien Werstätten immerhin etwas gedrückt werden, sind aber zweifelsfrei eine einzurechnende Größe. Wertverlust ist ein reinstatistischer Wert, der erst beim Verlauf zum Tragen kommt und im Alltag während der Nutzung keine Rolle spielt. Zinsverluste? Was soll denn das sein? Würde ich für das Geld kein Auto kaufen, würde es für anderes ausgegeben. Allenfalls bei Kreditfinanzierung des Untersatzes würde ich das mit einrechnen.

    Ebenso wie man das Auto schönrechnen kann, so kann man es auch schlechtrechnen.
  8. #77

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Ebenso wie man das Auto schönrechnen kann, so kann man es auch schlechtrechnen.
    Also - wir haben unseren Zweitwagen - nein, keine "koreanische Konservendose" - gerade verkauft.

    Es kommt auch kein neuer mehr, einer reicht, für den Rest geht's mit ÖPNV, dem Fahrrad und vor allem - den eigenen Beinen.

    Eine Karre weniger - das macht sich ordentlich bemerkbar im monatlichen Budget. Vor allem - betriebswirtschaftlich gesehen (fällt bei einem Privatmann weniger ins Gewicht, da hat das Auto ja auch einen ganz anderen, symbolischen Stellenwert): Ein Auto steht - so man es z.B. zum Pendeln nutzt - günstigstenfalls 22 von 24 Stunden täglich in der Gegend herum, die Kosten laufen weiter. Die wenigen Spaßfahrten - Urlaub, Einkauf (Bequemlichkeit) - fallen nicht ins Gewicht.

    Wie Sie schon sagten:

    Wie man ein Auto schlechtrechnen kann, kann man es sich auch schönrechnen.

    Ich nehme an, Sie zählen zu der letzten Kategorie. ;-)

    Wenn ich sehe, daß Autofahrer ihre Karre auch bei längeren Rotlichtphasen oder in Staus nicht ausschalten, dann kann Benzin so teuer nun wirklich nicht sein.
  9. #78

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Ebenso wie man das Auto schönrechnen kann, so kann man es auch schlechtrechnen.
    Also - wir haben unseren Zweitwagen - nein, keine "koreanische Konservendose" - gerade verkauft.

    Es kommt auch kein neuer mehr, einer reicht, für den Rest geht's mit ÖPNV, dem Fahrrad und vor allem - den eigenen Beinen.

    Eine Karre weniger - das macht sich ordentlich bemerkbar im monatlichen Budget. Vor allem - betriebswirtschaftlich gesehen (fällt bei einem Privatmann weniger ins Gewicht, da hat das Auto ja auch einen ganz anderen, symbolischen Stellenwert): Ein Auto steht - so man es z.B. zum Pendeln nutzt - günstigstenfalls 22 von 24 Stunden täglich in der Gegend herum, die Kosten laufen weiter. Die wenigen Spaßfahrten - Urlaub, Einkauf (Bequemlichkeit) - fallen nicht ins Gewicht.

    Wie Sie schon sagten:

    Wie man ein Auto schlechtrechnen kann, kann man es sich auch schönrechnen.

    Ich nehme an, Sie zählen zu der letzten Kategorie. ;-)

    Wenn ich sehe, daß Autofahrer ihre Karre auch bei längeren Rotlichtphasen oder in Staus nicht ausschalten, dann kann Benzin so teuer nun wirklich nicht sein.

    Wo sehen Sie denn da eine "ideologische" Knute? Wer sein Geld zum Fenster 'rauspfeffern möchte, der kann's doch tun.

    Selber schuld. Der Tankwart freut sich.
  10. #79

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Umsatz ist ja praktisch garantiert. Die Verbraucher hatten allerdings schon ein bisschen Druck ausüben können, ich erinnere an die E10 Diskussion. Aber leider lassen mehr Umsatz die Preise genauso steigen wie weniger Umsatz.
    E10 war ein reines Politikum, kein Mineralölhändler wollte das weil der Deutsche Markt bei sowas sehr schwierig ist. Nochmal, der Umsatz ist in der Branche eine recht unwichtige Größe. Jeder kleine Mineralölhändler hat einen verhältnissmäßig hohen Umsatz, dennoch bedeutet dies bei weitem kein Gewinn. Die hohen Preise hat man direkt bzw. indirekt der Politik zu verdanken. Das fängt an mit Steuern, immer irrsinigeren und immer teureren Auflagen, falsche Aussenpolitik bis zur Brandmarkung durch einige politische Strömungen die bspw. eine Versicherung für gewisse Offshore-Projekte unmöglich macht oder immens teuer.








TOP



TOP