Forum


 

Muss Benzin billiger – oder teurer werden?

Weil die Spritpreise in Deutschland derzeit Rekordhöhen erreichen, lassen immer mehr Menschen ihr Auto stehen und benutzen öffentliche Verkehrmittel oder Fahrräder. Viele aber sind weiter auf ihr Automobil angewiesen. Auf jeden Fall erregen die exorbitanten Benzinpreise die Gemüter von Umweltschützern und Verbrauchern. Wie sehen Sie es: Muss Benzin billiger oder teurer werden?
  1. #190

    Der Zustand ...

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Tja, ist doch ganz einfach, wenn man mal drüber nachdenkt.
    Aus dem Zustand der klammen Staatskasse.
    Ich denke Deutschland hat mittlerweile 2,1 Billionen Euro Schulden und viele Kommunen sind definitiv pleite.
    Auch heute schon ist der Steueranteil des Preises höher als die Erzeugerkosten, da kann man noch reichlich draufsatteln.
    der Staatsfinanzen ist nicht deshalb so desolat, weil zu wenig eingenommen wird, es wird zuviel ausgegeben, DAS scheint mir das Problem zu sein.

    Wenn die Abgabenlast sich asymtotosch der 100% nähert, werden's auch die Politiker merken.
  2. #191

    Gesamtbetrachtung wäre nicht schlecht

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    gerade ein Elektrofahrzeug auf die Straße gebracht. Spart mir 2.400€ an Sprit pro Jahr. Es geht schon, wenn man nur will (und kein Mieter ist).
    Wow! Vielleicht sollten Sie mal eine Gesamtrechnung aufmachen und nicht in Rosinenpickerei verfallen.
    Was kostet das Elektrofahrzeug in der Anschaffung? Auch sollte man fairerweise die Stromkosten in die Bertrachtungsweise mit einbeziehen. Die gibt es schließlich auch nicht für lau, auch wenn man eventuell ein Windrad oder eine Solaranlage besitzt, die zur Stromgewinnung herangezogen wird.
    Alles in allem noch nicht alltagstauglich, auch wenn man hier und da schon vielversprechende Ansätze erkennen kann.
  3. #192

    Alltagstauglich??

    Zitat von tom_hwi Beitrag anzeigen
    Wow! Vielleicht sollten Sie mal eine Gesamtrechnung aufmachen und nicht in Rosinenpickerei verfallen.
    Was kostet das Elektrofahrzeug in der Anschaffung? Auch sollte man fairerweise die Stromkosten in die Bertrachtungsweise mit einbeziehen. Die gibt es schließlich auch nicht für lau, auch wenn man eventuell ein Windrad oder eine Solaranlage besitzt, die zur Stromgewinnung herangezogen wird.
    Alles in allem noch nicht alltagstauglich, auch wenn man hier und da schon vielversprechende Ansätze erkennen kann.
    Doch ..., der kleine Smart ist alltagstauglich.
    Ich habe eine kleine Firma gefunden, die Autos mit Verbrennungsmotor in E-Autos umbaut. Dort habe ich mir einen umgebauten Smart gekauft. Den Wagen habe ich jetzt seit 2 Wochen, und bin eigentlich recht zufrieden damit.
    Als Kosten fallen an:
    249€ Versicherung im Jahr
    13€ Steuer
    An Strom habe ich einen Bedarf von 7kw Mehrverbrauch pro Tag, das sind knapp 1,40€ pro Tag, also knapp 400€ pro Jahr.

    Alles zusammen sind das 662,00€, also gut 55€ monatlich Betriebskosten. Abschreibung kann man vergessen, die fällt bei einem Kleinwagen schließlich auch an. Aber dennoch: bei einer Laufzeit von 5 Jahren, sind das 241€ monatlich, plus der 55€ sind das knapp 300€. Dafür muss ich keine Leasingraten zahlen, keine Anzahlung, keine Schlusszahlung und keine Batteriemiete. Herr Fleck (fleck-machines.de das ist der Hersteller des Wagens), hat mir versichert, man könne auch zwei Batterypacks einbauen, dann liefe das Kerlchen 250km weit. Und falls eine neuer Batterietyp auf den Markt kommen sollte, wird man die LiIonen-Baterien auch billiger bekommen.

    Wenn ich bedenke, dass mein Mercedes jedes Jahr allein 3.600,00€ an Spritkosten verursacht, dann kann ich nur sagen; der E-Smart rentiert sich, auch wenn ihn meine Frau nicht ausstehen kann.

    Ich hänge den Wagen immer an die Steckdose, sobald ich zu Hause angekommen bin. Außerdem kann man fast überall tanken, wenn man nur fragt. Ich habe hier in Rosenheim bei zwei Tiefgaragen nachgefragt und beide Betreiber ließen mich bedenkenlos tanken. Bis jetzt kostenlos, alledings wird sich das wohl bald ändern.

    Ich bin bereits 800 km damit gefahren. Sicher, wenn ich mir meinen Stromverbrauch ansehe, dann hat sich der verdoppelt, rechne ich das allerdings gegen den monatlichen Verbrauch an Diesel auf, dann rechnet sich das.

    Meine Situation ist etwas speziell:

    Mein Schwiegervater ist 86 Jahre alt, deshalb muss ich jeden Monat ein Mal nach Italien fahren. Das sind knapp 1.000km. Dafür taugt der E-Smart natürlich nicht, aber da ich sonst in meiner Umgebung nie mehr als 60-70 km pro Tag zurücklegen muss, reicht der E-Smart locker. Dadurch spare ich monatlich netto und abzüglich aller Kosten, wie Steuer etc. gut 150€.

    Der Wagen hat mich 14.300€ gekostet, mit einer Ladung fährt er 120km und hat eine Spitzengeschwindigkeit von 105 km/h.

    Ich hätte mir auch einen E-Smart von Mercedes kaufen können, aber der wird nur mit einer Leasing-Batterie verkauft und dafür wollen die 65€ monatlich. Außerdem wird man, im Falle einer Reparatur, beim E-Smart von Mercedes wohl nur die Originalersatzteile bekommen und die werden entsprechend teuer sein.
  4. #193

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    . So lange 2 Tonnen schwere, geländegängige Blechgebirge
    Mein Blechgebirge verbraucht 5,5 l auf 100 km, ist das viel?
  5. #194

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Das Benzin muss teurer werden. Deutschland hat ein gutes ausgebautes Nahverkehrnetz und diese Kosten können auch abgesetzt werden.
    Hier auf dem Land kommt zweimal am Tag ein Bus. Jetzt komme nicht mit "ziehe doch in die Stadt", sollen die Leute auf dem Land ihre Häuser alle verkaufen?
  6. #195

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    Doch ..., der kleine Smart ist alltagstauglich.
    Tja, alltagstauglich ist halt mal wieder so ein dehnbarer Begriff. Die große Mehrheit der Autofahrer würde bei den Fakten, die sie genannt haben, sagen, dass ihr umgebauter Smart nicht alltagstauglich ist. Kein Wunder, muss er sich doch mit dem guten alten Benziner oder Diesel messen lassen.
    Mein Auto ist auf E85 umgerüstet. Die Umrüstung kostet ca. 1000 €. Im Jahr habe ich ca. 2080 € E85-Spritkosten. Mit Super wären es ca. 2700 €. Somit amortisiert sich die ganze Sache nach ca. 1,5 Jahren.
    Ich habe allerdings das Glück, dass sich im Umkreis von 50 km gleich 4 E85 Tanken habe und keinen Umweg fahren müsste. In Deutschland gibt es nur 350 E85 anken, so dass diese Alternative für einen großen Teil der Autofahren nicht in Betracht kommt.
    So muss natürlich jeder für dich selbst wissen, ob er eine Alternative nutzen möchte und dann natürlich für welche er sich letztendlich entscheidet.
  7. #196

    Messen lassen!!

    Zitat von tom_hwi Beitrag anzeigen
    Tja, alltagstauglich ist halt mal wieder so ein dehnbarer Begriff. Die große Mehrheit der Autofahrer würde bei den Fakten, die sie genannt haben, sagen, dass ihr umgebauter Smart nicht alltagstauglich ist. Kein Wunder, muss er sich doch mit dem guten alten Benziner oder Diesel messen lassen.
    Natürlich muss sich der Smart mit einem Diesel-Fahrzeug messen lassen, das liegt einfach daran, dass in meiner Garage ein Diesel-Fahrzeug steht. Mit fiktiven Gas-Fahrzeugen lässt sich meine Kalkulation auch nicht vergleichen, weil ich kein solches Fahrzeug besitze.

    Fakt ist, dass ich diesen Monat noch keine Dieselkosten hatte und dadurch bleiben mir knapp 200€ übrig. Der Smart dient auch nur, um meine Wartezeit zu flexibilisieren. Ich warte nämlich auf einen E-Mercedes mir Range-Extender und der wird vermutlich erst in 3-5Jahren auf den Markt kommen.

    Mercedes hat einen E-Klasse-Hybrid auf dem Markt, der ist ganz nett, aber eben nur Hybrid. Und ich möchte einfach nicht 63.000€ ausgeben, um dann in vier Jahren den Wagen kaufen zu können, den ich eigentlich wollte. Was wird man dann wohl für den Hybrid noch bekommen???
  8. #197

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    Natürlich muss sich der Smart mit einem Diesel-Fahrzeug messen lassen, das liegt einfach daran, dass in meiner Garage ein Diesel-Fahrzeug steht. Mit fiktiven Gas-Fahrzeugen lässt sich meine Kalkulation auch nicht vergleichen, weil ich kein solches Fahrzeug besitze.

    Fakt ist, dass ich diesen Monat noch keine Dieselkosten hatte und dadurch bleiben mir knapp 200€ übrig. Der Smart dient auch nur, um meine Wartezeit zu flexibilisieren. Ich warte nämlich auf einen E-Mercedes mir Range-Extender und der wird vermutlich erst in 3-5Jahren auf den Markt kommen.

    Mercedes hat einen E-Klasse-Hybrid auf dem Markt, der ist ganz nett, aber eben nur Hybrid. Und ich möchte einfach nicht 63.000€ ausgeben, um dann in vier Jahren den Wagen kaufen zu können, den ich eigentlich wollte. Was wird man dann wohl für den Hybrid noch bekommen???
    Vorsicht bei großen schweren Hybridfahrzeugen, Hybrid heisst da nicht immer geringer Verbrauch.
  9. #198

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    Natürlich muss sich der Smart mit einem Diesel-Fahrzeug messen lassen, das liegt einfach daran, dass in meiner Garage ein Diesel-Fahrzeug steht.
    Genau das meine ich mit schönrechnen. Ihr Dieselfahrzeug kostet auch, wenn sie es nicht bewegen. Die Versicherungen laufen weiter, TÜV wird fällig und allein durch die Abschreibung werden Kosten generiert.
    Das Diesel-Fahrzeug haben sie ja nur in der Garage, weil ihr Elektroauto noch nicht alltagstauglich ist. Sonst wäre der ja schon lange verkauft, um eben die von mir oben genannten Kosten zu sparen.
    Ein alltagstaugliches Elektrofahrzeug darf nicht viel teurer als ein Auto mit Verbrennungsmotor sein mit vergleichbarer oder etwas geringerer Reichweite, da ein Elektromotor einen besseren Wirkungsgrad hat. Das Laden des Elektromotors sollte dann optimaler Weise mit einem Windrad und einem Solarpannel im eigenen Garten erfolgen. Alternativ auch über eine finanzielle Beteiligung an einem größeren Windrad oder über einen Solarpark, welches mir dann die im Gegenzug die Energie liefert.
    Solange diese Bedingung nicht oder zumindest teilweise erfüllt sind, werde ich meinen vorhandenen Verbrennungsmotor mit einer Alternative befeuern müssen.
    Trotz alledem sind mit alle Leute sympatisch, die über Alternativen nachdenken und diese dann auch praktisch einsetzen. Durch dieses Engagement werden eben diese Alternativen weiter entwickelt, die wir brauchen, wenn aus den Bohrlöchern der Scheichs aus dem Morgenland nur noch heiße Luft kommt. Vermutlich wird das früher sein, als uns allen lieb sein kann.
  10. #199

    Zitat von rase Beitrag anzeigen
    Wer sich auf deutschen Straßen aufmerksam umsieht, muss zu dem Schluss kommen, dass Benzin und Diesel immer noch zu preiswert sind. Es sind zu viele Autos mit sehr hohem Verbrauch unterwegs, es wird ohne Grund zu schnell gefahren, es wird unsinnig viel verbraucht, allein aufgrund falscher Fahrgewohnheiten. Den Mineralölgesellschaften soll ein Riegel gegen beliebige Preiserhöhungen und -schwankungen vorgeschoben werden. Die Steuern für Treibstoff müssen höher werden. Als Ausgleich sollte Vielfahrern, die beruflich viel unterwegs sind, steuerliche Entlastungen gewährt werden. Es müssen weitere Anreize zur Senkung des Verbrauchs geschaffen werden, was auch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und langfristig zur Erhaltung der Lebensqualität auf der Erde führt.
    Warum sollen Vielfahrer von der Allgemeinheit allementiert werden? Ich gehe davon aus, dass die Vielfahrer absoule "Spezialisten" sind, also Fachkräfte und bei unserem extremen Fachkräftemangel werden die sich doch wohl so gut verkaufen können, dass Sie Ihren Sprit selber tragen.

    Genauso auf dem Land lebende Menschen. Wer das Vergnügen hat, muss selber rechnen ob es sich lohnt täglich die 100km zu fahren. Wenn der Arbeitgeber nicht gewillt ist anständige Löhne zu zahlen, dann sollte der Arbeitnehmer lieber das Leben genießen und seine Zeit in Gartenarbeit investieren. Also schluss mit Förderung von Pendlern durch Steuervergünstigungen!

    Grüße








TOP



TOP