Forum: Wirtschaft
Muss Benzin billiger – oder teurer werden?
Weil die Spritpreise in Deutschland derzeit Rekordhöhen erreichen, lassen immer mehr Menschen ihr Auto stehen und benutzen öffentliche Verkehrmittel oder Fahrräder. Viele aber sind weiter auf ihr Automobil angewiesen. Auf jeden Fall erregen die exorbitanten Benzinpreise die Gemüter von Umweltschützern und Verbrauchern. Wie sehen Sie es: Muss Benzin billiger oder teurer werden?
- #150 28.04.2012 11:46 von
Das "nicht" im letzten Satz ist mir unverständlich. Ich tippe auf einen Satz-Konstruktionsfehler.
Das Kartellamt hat jahrelang untersucht und hat keine Maßnahmen für notwendig erachtet oder gar ergriffen.
Die alljährlichen Preiserhöhungen zur Reisezeit sind eindeutig und offensichtlich (o.k.: zum allergrößten Teil) durch erhöhte Nachfrage verursacht.
Und ein Grundgesetz der marktwirtschaft lautet nun einmal:
Erhöhre Nachfrage --> Erhöhter Preis
Deshalb offenbart das Gejammere darüber ("Abzocke") ein derart tiefes Unverständnis unserer Wirtschaftsordnung, dass es schon fast wehtut.
Einschränkend muss ich sagen:
Ginge es in einer hungernden Bevölkerung um den Brotpreis, wäre auch ich selbstverständlich für eine Aufhebung oder Einschränkung der Marktgesetze.
Nur ist Benzin KEIN Brot.
Die einschlägigen Blätter (und Politiker), die sich dumm stellen und auf ebendieser Welle reiten ..., naja, Umsatz zählt und Leser-Blattbindung ist in Internetzeiten überlebenswichtig.
Analog werden auch Wählerstimmen nicht nach Dummheit/Intelligenz gewichtet, sondern sind alle gleich viel wert. - #151 28.04.2012 14:22 von
Das sie das "nicht" als Konstruktionsfehler sehen, zeigt mir eindrucksvoll, dass sie meinen Beitrag nicht verstanden haben. Vielleicht ein letzter Versuch: Das der Preis bei höherer Nachfrage steigt, sollte klar sein. Allerdings würde er bei einem funktionierenden Wettbewerb beispielsweise nicht um 5 ct/l steigen können, sondern nur um 2 ct/l, da die dann echte Konkurrenz diesen großen Preisanstieg nicht mitmachen könnte, um nicht die Kunden zu verlieren.
Das Bundeskartellamt hat genug angemahnt. Allerdings hat es nicht die Mittel von der Politik bekommen, hier was durchzusetzen. Das wirkungsvollste Element wäre eine Entflechtung des Marktes, das heisst die Mineralölkonzerne müssten sich von einigen Teilen ihres Konzerns trennen.
Das deckt sich mit meiner oben gemachte Aussage. Den Teil der Erhöhung, der nicht durch Angebot und Nachfrage gerechtfertigt ist, mahne ich an. - #152 29.04.2012 03:31 von
Sicherlich steigt der Benzinpreis stetig an, was für Vielfahrer, die viel fahren müssen, ärgerlich ist. Dennoch wird der Benzinpreis überbewertet. Anderseits ist Er für Verschwender noch nicht hoch genug. Wenn ich sehe wieviel Mütter in meinem Ort ihre Kinder mit dem Auto zum Kindergarten bringen, obwohl sie gerade mal ein paar Hundert Meter vom Kindergarten weg wohnen. Das gleiche gilt fürs Brötchen holen. Die Schlimmsten sind die, die sich über den Spritpreis beklagen und sich dann für 2,00€ ein Mars, Twix o.ä. an der Tanke holen obwohl es gegenüber im Supermarkt die Hälfte kostet.
Im übrigen bin ich selbst Vielfahrer und muss jede Woche miterleben wieviel Autofahrer auf der Autobahn unnötig Sprit verschleudern durch eine undurchdachte, rücksichtslose Fahrweise.
Ich will damit nicht die Preispolitik der Konzerne verharmlosen, jedoch sollte sich jeder erst einmal an der eigenen Nase fassen. So lässt sich am meisten Sprit sparen und vielleicht kann man damit der Preispolitik etwas gegensteuern.
Im übrigen lese ich schon seit 30 Jahren das das Erdöl bald zur Neige geht. Ich fahre immer noch Auto. Sicherlich wird es auch irgendwann zur Neige gehen, es wird aber bestimmt nicht so schnell sein wie es propagiert wird.
Ich glaube nicht, das die Autoindustrie heute noch Autos entwickeln würde, die in paar Jahren nicht mehr fahren können, weil es keinen Sprit mehr gibt. - #153 01.05.2012 07:44 von
Schon mal über eine Umrüstung nachgedacht?
Haben Sie denn die Mütter mal gefragt, ob sie nach der Abgabe der Kinder in der Kindergarten gleich wieder nach Hause fahren oder vielleicht anschließend zur Arbeit fahren?
Es macht nämlich mehr Sinn, das Kind auf dem Weg zur Arbeit gleich mitzunehmen, als es ein paar Hundert Meter zu Fuß zum Kindergarten zu gehen, um dann die paar Hundert Meter wieder zurück zu gehen, um dann ins Auto zu steigen und zur Arbeit zu fahren. - #154 01.05.2012 11:54 von
Natürlich habe ich mich das schon gefragt. Sicherlich gibt es diese Mütter auch, die direkt auf dem Weg zur Arbeit ihr Kind im Kindergarten abgeben. Obwohl ich trotzdem nicht weiß, wie es sinnvoller ist. Kann man pauschal nicht sagen.
Es gibt Sie aber, leider sind Es einige, die Mütter die ihr Kind in den Kindergarten bringen und dann wieder nach Hause fahren. Ich wohne in einem kleinen Stadtteil am Ortsrand, dort kennt Jeder Jeden. Man bekommt es zwangsläufig mit.
Ergänzend muss ich hier wohl noch anfügen, das dies nur einige Bsp. waren wie unnötig Kraftstoff vergeudet wird. Es gibt bestimmt noch unzählige andere Dinge. - #155 01.05.2012 16:29 von
- #156 01.05.2012 17:05 von
Nicht Greenpeace, nicht der BUND und nicht die Grünen, nein, Shell goes Green Economy
Shell bekommt das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die hohen Preise führen zu einem umweltbewussten Verhalten der Autofahrer wie es der BUND und Greenpeace sich mit ihren Aktionen nur erträumt hätten. Shell macht es anders. Shell gibt Lehrbeispiele wie man Umweltaktionen startet. Shell verschmutzt einfach den Golf von Mexiko. Und um die dabei entstandenen immensen Kosten wieder reinzubekommen, erhöht Shell die Benzinpreise. Das führt wiederum den Autofahrer zum umweltbewussten Verhalten. Ein geniales Konzept. Green Economy nennt sich das. Und alle Benzinkonzerne ziehen nach. Deutschland im Umwelttaumel.
- #157 01.05.2012 19:27 von
Die Deutschen müßten mal streiken !!!!
Wir Deutschen werden steuerlich nicht nur an der Tankstelle gemolken wie die Weihnachtsgänse..Ein Schwuler ein Asiate und eine Frau ? Was ist dieses bizarre Konstrukt ???Die Deutsche Regierung. Was soll man von einem so genialen und mehr als fachkompetenten Hern Rösler halten ? Er will die Spritkonzerne unter die Fuchtel nehmen und macht den Bock zum Gärtner. Es ist der Staat der den Spritpreis zu 80 Prozent besteuert und mit jedem verdienten Euro erst Mineralölsteuer und dann noch Mehrwertsteuer generiert. Je mehr der Sprit duch die Mineralölpolitik der Multis die allerdings nur 20 Prozent des Preises ausmacht - teurer wird umso mehr nimmt Vater Staat ein. Würden die Deutschen mal von Eurpas größtem Autoclub dem ADAC zum Generalstreik und 2 wöchigem Dauerparken auf der Autobahn aufgefordert ....mit Sicherheit würde sich vieles ändern. Mit Lippenbekenntnissen passiert nix .
- #158 01.05.2012 19:39 von
Zu Ihrer "Einleitung" sage ich mal besser nichts..
Ihre "Sachkenntnis" im weiteren Verlauf sagt auch genügend über Sie aus.
Bei einem Preis für Super von 1,70€/l beträgt der Steueranteil rund 55% und bei 1,50€/l für Diesel rund 47%.
Lediglich bei der Meinung über Röslers Kompetenz könnten wir halbwegs gleich liegen.
Aber das sollte ich einem scheinbaren Rassisten an sich nicht sagen. - #159 03.05.2012 15:08 von
Dazu kriegen wir ja jetzt ein neues Amt, die Rösler-Behörde.
Da können die Konzerne zusätzliche Kosten geltend machen, wegen Meldeaufwand, Software, Personal etc.
Gleichzeitig kann Herr Rösler noch schnell ein paar Parteifreunde in Amt und Würden nebst Pension bringen, bevor sein Club gar nichts mehr zu sagen hat.
Und der deutsche Michel freut sich: zwar wird der Sprit ohnehin, wegen zunehmender Verknappung und Krisen, teurer, - seit 1990 um etwa 200%, aber vielleicht schafft man es ja, 1% wieder einzufangen (zu deutlich höheren Kosten) - und das weiß eigentlich auch jeder, aber jetzt hat er sozusagen ein amtliches Stempelchen mehr da drauf.
Ein Triple-Win.
Konzerne: Win
Bürokratie: Win
dt Michel : Win
Das die Spritpreise dadurch steigen werden, empfinde ich als angenehme Begleiterscheinung.
Falls das das von der Politik gewollte Ergebnis ist:
Hut ab! Eine perfekte Kommunikation politisch vernünftigen Handelns.
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