Forum: Wirtschaft
Muss Benzin billiger – oder teurer werden?
Weil die Spritpreise in Deutschland derzeit Rekordhöhen erreichen, lassen immer mehr Menschen ihr Auto stehen und benutzen öffentliche Verkehrmittel oder Fahrräder. Viele aber sind weiter auf ihr Automobil angewiesen. Auf jeden Fall erregen die exorbitanten Benzinpreise die Gemüter von Umweltschützern und Verbrauchern. Wie sehen Sie es: Muss Benzin billiger oder teurer werden?
- #110 19.04.2012 15:17 von
- #111 20.04.2012 10:28 von
Wunschdenken
Was muss oder soll ist doch Wunschgedanken.
Für Energie gibt es nur eine Richtung Nach oben. Mal schneller mal stagniert es halt ein wenig.
Gerade im Automobilberich hat jede deutsche Regierung alles getan,um die deutschen Produzenten zu schützen und neue Spartechniken hinaus zuzögern.
Jetzt kommen wir in einen Bereich indem das Wachstum die Energie expolsion nicht mehr übersteigt. Also Einkommensverluste.
Obwohl es zur Zeit der deutschen Wirtschaft entgegen der EU noch gut geht - #112 20.04.2012 15:09 von
Wunschdenken ist aber auch, mit ein paar Sparautos wäre irgendwas zu ändern. Mal ganz davon abgesehen, daß sie keineswegs für den Besitzer ökonomisch sind, selbst heutige Preise vorausgesetzt. In dem Maße, wie die Minralölkonzerne weniger absetzen, werden sie auch die Preise erhöhen. Wie Sie schon schrieben: Billiger wird es für den Verbraucher keinesfalls. Das 3-Liter-Auto ist ein Irrweg. Angesichts der Situation im Bereich seltene Erden wird es wohl auch mit dem Akkuauto nichts.
Neue Wege heißt für mich Wasserstoff und Brennstoffzelle - ohne wenn und aber. Unter Einbeziehung von EE und nicht nur im automobilen Bereich.
Und wir werden uns als Gesellschaft abgewöhnen müssen, hehre Ziele zu formulieren und das auf Kosten des Einzelnen umzusetzen. Forderungen stellen und die Kosten auf den Einzelnen abwälzen funktioniert nicht mehr in dem erforderlichen Umfang. Diese Erkenntnis würde aber ganzheitliche Rechnungen bedingen. Was ist insgesamt billiger: Schüler durch den halben Landkreis karren oder Klassenstärken verringern? Nur als Beispiel. - #113 20.04.2012 20:28 von
Jetzt möchte ja unser aller Wirtschaftsminister Rösler die Mineralölkonzerne an die Leine nehmen. Benzinpreis: Rösler fordert die gläserne Tankstelle - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE Wohl mal wieder ein Rohrkrepierer einer in die Bedeutungslosigkeit taumelnden FDP.
Was mich allerdings stutzig macht, ist das Gemaule der Mineralökonzerne. Wenn denn der Markt tatsächlich so transparent ist, wie uns Frau Retzlaff als Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes suggeriert, müssten doch die erhobenen Zahlen der geplanten Datenbank die derzeitigen Einkaufs- und Verkaufspreise des Mineralöls eindrucksvoll bestätigen und die derzeitige Diskussion über die Abzocke wirkungsvoll eindämmen, oder ? - #114 21.04.2012 16:15 von
Schon heute sind 14% aller Neuzulassungen SUVs.
Tendenz steigend.
Das kann doch nur heißen, dass der Spritpreis kein Problem, bzw bei weitem zu niedrig ist, um eine umweltverträglichere Umsteuerung anzustoßen.
Sollte der Sprit noch billiger werden, werden die Autos, noch schneller als ohnehin, noch grösser.
Hummer für alle? - #115 21.04.2012 17:04 von
Das Merkwürdige ist:
Benzin ist gar nicht teuer. Es ist sogar billiger, als es 1964 war. Nach meiner letzten Information (Statistische Bundesamt) gab der Durchschnittsbürger im Jahre 1964 12,2% seines Nettoainkommens für Sprit aus, und heute sind es so weit ich mich erinnere nur 11,6%. Also ..., was ist daran denn so teuer??
Mir ist das sowieso egal. Ich habe für 50.000€ BP-Aktien gekauft, die bringen alle drei Monate eine Dividende von 450,00 € soviel Diesel kann ich in der Zeit gar nicht verfahren. Zudem steigen die Dividenden jedes Jahr.
Jetzt habe ich mir einen E-Smart gekauft, was meinen Verbrauch an Treibstoff noch einmal reduziert.
Also von mir aus kann sich der Spritpreis auch verdoppeln. Ich freue mich über jede Preisanhebung.
Also ..., läiuft doch prima. - #116 21.04.2012 17:14 von
- #117 21.04.2012 17:20 von
Mal ne Gegenposition ? Hier !
25-30% der Umweltbilanz eines Autos gehen auf die Produktionslasten zurueck. Kleine niedrig-verbrauchende, KURZ HALTBARE Tubo-Motoren in Autos, die nach 100.000 km bereits Schrott sind, sind also mindestens so umweltschaedlich wie ein fetter Grossvolumer in einem HZJ, der bei ziemlich hohem Verbrauch 500.000 km haelt.
Ihre Sprueche sind umweltpolitischer Schrott.
Wie Ihr "sparsames" Auto nach 120.000km.Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #118 21.04.2012 17:23 von
Der Markt regelt es doch...
Der Markt regelt es doch! Das bedeutet, jeder Anbieter will Gewinn machen und erhöht so lange die Preise, bis der Absatzrückgang schmerzt. Absatzrückgang erfolgt entweder über Kaufzurückhaltung der Verbraucher oder Konkurrenz.
Solange wir Verbraucher immer noch zum Brötchenholen mit dem Auto um die Ecke fahren, ist der Benzinpreis viel zu gering und kann ohne weiteres erhöht werden.
Auch der Bäcker erhöht seinen Brötchenpreis solange, bis der Absatzrückgang schmerzt.
Daran ändert auch die ganze unsinnige Debatte über Kartellamtskontrollen oder Pendlerpauschale überhaupt nichts. - #119 21.04.2012 17:53 von
Und 48,7% sind Minis, Kleinwagen und Kompaktklasse...
KBA Monatliche Neuzulassungen
Ziel kann es doch nicht sein, den Benzinpreis so hoch zu schrauben, dass Menschen, die sich Autos für 100.000€ leisten können/wollen, zu kleineren Autos gezwungen werden.
Denn dann zwingt man jeden mit einem niedrigeren Einkommen von der Straße. Und da Verkehrsmittel wie die Bahn ihre Preisgestaltung nicht nach Kosten, sondern nach dem engsten Substitut-Produkt (=Auto!) orientieren hieße das, den größten Teil der Bevölkerung in der Mobiliät als solche radikal einzuschränken.
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