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Milchpreise - was sind Sie bereit zu zahlen?

Die Preise für Milch sind weiter unter Druck. Der Preis, den die Bauern erzielen, sinkt weiter, der Verbraucher zahlt weniger, aber wie sieht die Zukunft aus? Welchen wären Sie bereit für frische Milch zu zahlen?
  1. #140

    Zitat von Loewe_78 Beitrag anzeigen
    Reden Sie mir bloß nix von "freier Marktwirtschaft". Ich würde meine Milch viel lieber beim Bauern kaufen. Und meine Butter auch. Wer weiß, was die in der Molkerei mit machen. Ich nämlich nicht; von Frischmilch krieg ich keinen Ausschlag. Von Molkereimilch schon. Könnte das Reinigungsmittel sein oder was weiß ich denn...
    Das mit der "Frischmilch" ist so ein Problem, denn dann würde die Hälfte der Ware schlecht sein, bevor der Endverbraucher diese konsumieren könnte. Nun ja, einige hier würden jetzt wohl sagen, dass der Discounter dann eben einfach doppelt soviel kaufen sollte...
  2. #141

    Zitat von armin.k Beitrag anzeigen
    Von Hochleistungskühen, die nie frei auf einer Weide rumlaufen dürfen, nie die Sonne sehen, sondern immer angekettet auf wenigen qm ein unwürdiges Leben haben und denen die Kälber direkt nach der Geburt weggenommen werden, möchte ich keine Milch trinken. Tierquälerei noch unterstützen? Nein! Ich wollte mal meinen Kindern Tiere auf dem Bauernhof zeigen, das war ein Fiasko: Guantanamo auf Bauernhöfen!

    Es sollte klar erkennbar sein, ob Milch von freilaufenden Kühen stammt, dann kaufe ich auch mehr Milch und bezahle gerne einen guten Preis dafür.
    Seit immer mehr künstlicher Ersatzkäse industriell produziert wird, für den keine Milch benötigt wird, geht die Nachfrage natürlich zurück. Ich fordere eine klare Kennzeichnung für echten und falschen Käse!
    Na, gut, daß sie noch nie eine Kuh im Stall gesehen haben. Wenn doch, wüßten Sie, daß die meisten Kühe in sogenannten Laufställen leben und sich dort frei bewegen können.
  3. #142

    Zitat von ArbeitsloserMathematiker Beitrag anzeigen
    ... ohne die Bauern würden wir alle jämmerlich verrecken. Ich finde die Bauern haben deutlich mehr Respekt verdient !
    Interessante Sichtweise ... etwas realitätsfern, aber hat einen gewissen Unterhaltungswert :-)

    Bei einer totalen Streichung aller Subventionen in der Landwirtschaft würde sich das Problem schnell lösen - die Betriebe, die nicht wirtschaftlich und gewinnorientiert produzieren können, selektiert der Markt schnell von ganz alleine aus.

    Auch bei Banken und Automobilherstellern sind staatliche Zahlungen reine Verschwendung von Steuermitteln. Diese sogenannte Krise ist eine zyklische Erscheinung, die den Markt bereinigt - die Geschichte der Wirtschaft wiederholt sich .
  4. #143

    Milchwirtschaft einstampfen

    Stampft doch endlich diese unmoralische Milchwirtschaft ein. Dass sich dieses Grauen so lange hält, ist mir echt übel. Milch ist gesund? Von wegen! Ich kenne kein adultes Tier, dass die Milch einer fremden Spezies trinkt. Nur wir sind so blöd. Nicht derjenige mit einer Lactoseintoleranz ist krank, sondern alle diejenigen, die diese Intoleranz nicht haben. Und bei Behaltung der Milchwirtschaft bin ich dafür, dass man gleiche moralische Maßstäbe an Tierrechten wie bei Menschen anlegt. Alle Mütter sollten sofort nach Geburt von ihren Kindern getrennt werden, denn nur das ist die Ursache für eine langanhaltende und hohe Milchproduktionsleistung der Kuh. Bei uns Menschen werden bei Brustkrebs Chemo und Ambutationen angewendet, während bei Kühen dieser Krebs produziert wird.
  5. #144

    Nicht in Ordnung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Preise für Milch sind weiter unter Druck. Der Preis, den die Bauern erzielen, sinkt weiter, der Verbraucher zahlt weniger, aber wie sieht die Zukunft aus? Welchen wären Sie bereit für frische Milch zu zahlen?
    Ich verstehe diese ganze Aufregung nicht: im Wirtschaftsleben heisst es sonst: "Nachfrage bestimmt den Preis"; dem zu folge ist entwedre die Nachfrage zu niedrig nach Milch oder das Angebot zu groß.
    Das aber wollen viele nicht hören, zumal sehr oft Existenzen davon abhängen. Ein Beleg mehr, dass die Agrarpolitik mit ihren staatlichen Interventionen auch nicht funktioniert. Evtl. würde es vielen Bauern wirklich helfen, wenn sie frei nach Marktmechanismen arbeiten könnten
  6. #145

    Angebot und Nachfrag

    Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
    Mehr ist dazu doch nicht zu sagen?!
  7. #146

    gutes Geld für gute Arbeit

    Zitat von sample-d Beitrag anzeigen
    Ich fände - damit weiterhin lokal Milch produziert wird - eine Lösung im Sinne von Fair Trade gut. Dass es optional deutsche Milch zu einem etwas höheren Preis gibt, wobei der Mehrpreis an die Bauern durchgereicht wird, um ......
    Das ist gar keine schlechte Idee, aber wer soll das umsetzen und wie wird der Überschuss gerecht verteilt?. Allerdings dürften € 1,50 doch etwas überzogen sein (wir trinken viel Milch). Soviel fordern die Landwirte ja gar nicht. Alles, was sie verlangen, ist ein gerechter und angemessener Preis. Was ist daran so schlimm?

    Es ist ja nicht so, dass unsere Landwirte auf Teufel komm raus Milch produzieren. Jeder hat ein bestimmtes Kontingent, und darauf hat der Landwirt seine Kalkulation und seine Investitionen aufgebaut. Wenn dann plötzlich der Milchpreis einbricht, haben unsere Landwirte idR überhaupt keine Chance, das irgendwie auszugleichen. Aus welchem Grund sollte ein Landwirt bereit sein, für jeden produzierten Liter Milch Geld zuzuschießen. Wenn er also das Problem nicht aussitzen kann, ist er gezwungen, seinen Betrieb dicht zu machen. Toll. Wir brauchen doch unsere Bauern gar nicht. Es gibt doch eh so viele im billig produzierenden Ausland. Also machen wir die unseren alle platt. Ich bin davon überzeugt, das wird uns allen nochmal leid tun. Für mich ist klar, die Bauern sind ein Opfer der Globalisierung und von schlechter Politik. Es geht auch nicht nur einfach um billige Milch, es geht um Existenzen und Schicksale. Um unsere Mitmenschen und Nachbarn.

    Ich für meinen Teil bin sehr gerne bereit, einen fairen Preis für ein gutes Produkt zu bezahlen. Und ich bin mir sicher, dass sehr viele Verbraucher genauso denken
  8. #147

    Zitat von Horaschke Beitrag anzeigen
    Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
    Mehr ist dazu doch nicht zu sagen?!
    Was kostet Milch in Deutschland eigentlich? In Irland lag der Preis fuer 2 Liter Frischmilch bei 1.19 Euro bis vor 1.5 Jahren. Dann ist er sprunghaft auf 1.65 Euro angestiegen und zwar bei allen Supermarktketten (Tesco, Aldi, Lidl, Dunnes etc) mit der Begruendung, dass die Nachfrage in Asien deutlich gestiegen sei (obwohl 95% der Asiaten Milch durch Enzeume nicht abbauen koennen, glaube ich). Ich glaube eher das da ne Preisabsprache vorliegt als Angebot und Nachfrage.
  9. #148

    Zitat von ReneMeinhardt Beitrag anzeigen
    Stampft doch endlich diese unmoralische Milchwirtschaft ein. Dass sich dieses Grauen so lange hält, ist mir echt übel. Milch ist gesund? Von wegen! Ich kenne kein adultes Tier, dass die Milch einer fremden Spezies trinkt. Nur wir sind so blöd. Nicht derjenige mit einer Lactoseintoleranz ist.....
    Da gibt es nur einen kleinen Haken. Durch die Milch der Kuh sind viele Landstriche für den Menschen erst bewohnbar und Grünland für den erst nutzbar geworden. Wenn sie in Norddeutschland wohnen und keine Milch mögen, ernähren Sie sich dann von grünem Gras? Wird man von Moral eigentlich satt?
  10. #149

    Zitat von armin.k Beitrag anzeigen
    ...möchte ich keine Milch trinken. Tierquälerei noch unterstützen? Nein! Ich wollte mal meinen Kindern Tiere auf dem Bauernhof zeigen, das war ein Fiasko: Guantanamo auf Bauernhöfen...
    Sie sprechem mir aus der Seele. Diese Ganoven pressen ihre Tiere bis auf den letzten Tropfen aus und sind zu faul und geizig, ihnen etwas Lebensfreude oder Bewegung auf den riesigen Wiesenflächen rund um die Nutztierkerker zu gönnen. Noch nicht einmal die Kälber dürfen sich mal austoben oder die Natur spüren. Von mir aus können die Bauern, die wie oben beschrieben verfahren (und das sind bei mir in der Nähe alle) an in ihrer Drecksbilligmilch ersaufen.


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