Zitat von
enwaja
Ihr Problem hat wohl eher etwas mit den ältern Jahrgängen/ den Babyboomern und heute 40jährigen zu tun als mit heutigen Haupt-/Realschulabsolventen.
Die Lehrlinge von morgen hätten den Abschluss gar nicht bekommen, könnten sie den 3-Satz nicht. Auch sind diese jungen Menschen für aufrichtige Zuwendung um ehrlich zu lehrnen dankbar, da sie weder von Wirtschaftswunder noch Vollbeschäftigung oder Hausfrauenmüttern verwöhnt wurden.
Diese Jugendlichen haben früh Selbstverantwortung übernehmen müssen als Scheidungskinder oder im Alleinerziehungerhaushalt.
Der Ernst der Lage war Jugendlichen aus einfachen Verhältnissen noch nie so bewußt von heute.
Von einer verwöhnten Generation können Sie nur von älteren Semestern den mind. 40jährigen ausgehen, denn selbst die Generation Praktikum Mitte 30, hat aus ihrem Schicksal gelernt, ist entweder ins gut bezahlte Ausland abgewandert oder hat sich selbstständig gemacht und sieht zu nicht als Harz-4-Aufstocker zu enden.
Das Problem im Handwerk liegt an der fehlenden Flexibilität, denn der Bauherr schaut im Internet erstmal den realen Handelspreis eines Produkts nach, zieht diesen vom der Angebotssumme ab und rechnet sich aus wo der Handwerkerstundenlohn liegt.
Nicht selten schwankt dieser zwischen €45 - €48/Std., liegt weit über seinem eigenen Lohn und fragt sich, was der Handwerker und er sich nicht selbst beibringen kann.
Fakt ist unter Anderem dass die traditionellen, ehrlichen Handwerkskünste kaum noch ein Unternehmen beherrscht. Von der Industrie kauft der HW-Betrieb teueren Plastikschrott ein um möglichst Schnell die Baustelle zu verlassen. Die Halbwertszeit erhöht sich, die Leistungen und Produkte halten selten mehr als 3-6 Jahre, dannach sieht es schlimmer aus als vorher.
Das Handwerk hat sich selbst vernichtet zu einem sehr großen Teil. Jetzt zu jammern ist einfach nur schäbig.