Managergehälter - was ist angemessen?

Die Gehälter der Dax-Vorstände sind 2008 um 25 Prozent gesunken. Nur einer triumphiert: Porsche-Chef Wiedeking - der mit 77 Millionen Euro erneut der Topverdiener Europas ist. Wie sehen Sie die Höhe der Managergehälter - was ist angemessen?
  1. #720

    Geld? Zweitrangig. Gier? I wo! Managern geht es in erster Linie um die Sache.

    wenn das wirklich der fall ist, dann können wir ja jetzt mit dem kommunismus beginnen. schließlich übt dann jeder das aus worauf er lust hat und somit würden alle arbeitsplätze besetzt bleiben und jeder sein bestes geben ohne den Antrieb Geld. Super, ich freu mich!
  2. #721

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gehälter der Dax-Vorstände sind 2008 um 25 Prozent gesunken. Nur einer triumphiert: Porsche-Chef Wiedeking - der mit 77 Millionen Euro erneut der Topverdiener Europas ist. Wie sehen Sie die Höhe der Managergehälter - was ist angemessen?
    Wen interessiert das?
  3. #722

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    wir leben in einer freiheitlichen Demokratie, da darf niemand bestimmen, wieviel der andere verdient, jeder kann verlangen was er will, er muss nur jemand finden, der es ihm auch bezahlt, alles andere endet in der DDR oder Schlimmerem.
    da das gehalt wie alles nach angebot und nachfrage funktioniert kann es ohne staatliches eingreifen bzw. tarifverhandlungen, in denen gewerkschaften einen großen Druck aufbauen können (nicht wie heutzutage in D) NIE zu einem gehaltsanstieg für den arbeitnehmer kommen, da er immer durch die industriealisierung (substitution von arbeit durch technik) neuer konkurrenz ausgesetzt ist. jetzt sagen die liberalen, ja das ist so, deshalb muss man sich qualifizieren. stimmt! allerdings ersetzt eine schweißroboter 5 arbeiter und es braucht nur 1 der 10 dieser maschinen wartet. somit bleiben immer leute auf der strecke. das war den leuten/politikern in deutschland mal klar, allerdings scheinen die politiker das heutzutage vergessen zu haben. es wird nie wieder vollbeschäftigung geben und aufgrund der (gewollten) chancenungleichheit werden immer leute auf der strecke bleiben denen man dann sowas wie "der amerikanische traum" oder "durch fleiß kommst du nach oben" erzählt...
  4. #723

    sorry ncoh was vergessen. zu meinem vorherigen post. aus diesem grund wurde in deutschland der sozialstaat etabliert und keine FREIE marktwirtschaft.............
  5. #724

    Zitat von LumpY Beitrag anzeigen
    Geld? Zweitrangig. Gier? I wo! Managern geht es in erster Linie um die Sache.

    wenn das wirklich der fall ist, dann können wir ja jetzt mit dem kommunismus beginnen. schließlich übt dann jeder das aus worauf er lust hat und somit würden alle arbeitsplätze besetzt bleiben und jeder sein bestes geben ohne den Antrieb Geld. Super, ich freu mich!
    Hier der enstprechende Artikel vom 12/08/09...

    Wer Lust darauf hat, sich mal wieder richtig ver*rschen zu lassen, sollte den ruhig mal lesen...
  6. #725

    Es muss möglich sein, leitende Angestellte mit strategischer Entscheidungskraft rückwirkend zu belangen. Das Problem, welches wir haben, ist meiner Ansicht nach nicht "hohe Managergehälter" oder ähnliches, sondern die Erklärung, damit gehe Verantwortung ein - und das stimmt nun mal nicht.

    Wenn, wie beispielsweise bei der HRE, schwerstes Missmanagment offensichtlich wird (nicht vereinzelte Fehler u.ä., was ja absolut menschlich ist), müssen die Verantwortlichen belangt werden können. Bei Nachweisbarkeit auch rückwirkend und ohne Haftungsgrenze. Top-Bezahlung, meinetwegen auch ohne obere Grenze, muss mit Top-Verantwortung einhergehen. In diesen Fällen kann das eingezogene Geld beispielsweise in einen Fond gehen.

    Desweiteren wäre die Diskussion weit ergiebiger, wenn Sie alle mal die Polemik sein lassen, ebenso die implizierten Ad-Hominem-Attacken, und eine Lösungsmöglichkeit auf objektiver Basis diskutieren. "Ich finde Ihre Idee nicht gut aus folgenden Gründen..." klingt für mich immer noch besser als "Oh tolle Aussage. Sie sind dumm.". Oder sind wir alle ein bisschen Seehofer?

    Einigen Foristen, die sich arg über die Managerkaste ausgelassen haben, muss man teilweise zustimmen. Es gibt eine wahre Heerschar von MBAs, die keine Ahnung von nichts haben, in ein Unternehmen kommen, Strategien aus Büchern abschreiben und denken, so funktioniert es.

    Eine weitere Unterart sind die, die bewusst Risiken eingehen mit dem Wissen, selbst dafür höchstens moralische Last zu tragen.

    Die Leidtragenden der Diskussion sind die, die tatsächlich innovative Strategien entwickeln, Mitarbeiter auch in harten Zeiten zu motivieren wissen, deren Sparmaßnahmen nicht nur bei Gehältern und Qualität ansetzen, kalkulierbare und vertretbare Unternehmerrisiken eingehen und langfristig eine haltbare Rendite sichern. Meiner Erfahrung nach ist das immer noch ein größerer Anteil der Führungspersönlichkeiten.
  7. #726

    studie beweist nur eins ...

    Diese Studie beweist nur eins, dass Manager auch gute Lügner sind, was war bereits wussten, nur haben wirs jetzt schriftlich ;)
  8. #727

    alle Münchhausen

    Eines Tages, fand eine Analyse unseres Produktes statt, und ich fand es für angebracht, festzustellen, dass ich auch etwas optimistisch geschätzt hatte. Na, ja sagte ich zaghaft und verschämt, vielleicht war ich ein kleiner Münchhausen. Die anderen hatten das Blaue vom Himmel gelogen, ich wollte nicht unangenehm auffallen.
    Da antwortete mein Chef, sind wir denn nicht alle Münchhausen.
    Und dann habe ich nachgedacht, in meinem Vertrag stand, dass nur schriftliche Zusagen gelten, also hat er sich ja gekannt, und macht das prinzipiell so.

    Auf eine Umfrage unter Managern gebe ich nicht viel. Der Tag ist lang, und der Manager giert nach Anerkennung.

    Pass auf, Du musst alles so darstellen, dass es gut klingt, hat mich einer belehrt, du musst immer nur das Gute berichten.
    Dann war mir klar warum ich bei Managern stets unten durch war. Über das Gute rede ich nicht, weil das ist ja erfreulich darum muss man sich nicht kümmern.
    Aber der Manager kümmert sich nur um das Gute, das schlechte will er nicht sehen.

    Daher kümmert er sich auch lieber um Corporate Identity, um schöne Feiern, und die richtige Farbe auf dem Firmenbrief.
    Mehr würde ihn wohl auch überfordern.

    Der Manager ist die personifizierte Lüge, ich kann mich nicht erinnern, dass einer von denen sich mal an irgend eine Zusage gehalten hat.
    Der Manager lebt in einer Traumwelt, in der alles perfekt ist und er die Krönung der Schöpfung ist.
    Wenn Sie ein Problem haben, dann verspricht er ihnen Hilfe, aber es ist ein versprechen, weil er gerne gute Nachrichten verbreitet, er erzählt ihnen Regelmäßig was sie gerne hören, aber tun, tut er nichts.
    Er ist der Herr "dixit et non facit". Der Meister des Euphemismus, er lult Sie ein, lässt sie vom Paradiese träumen, aber eben nur träumen.
    Wehe Sie verlassen sich auf ihn, oder noch viel schlimmer Sie erinnern ihn daran.

    Wenn man einen Chinesen nach dem weg fragt, und er kennt ihn nicht, so habe ich mir sagen lassen, dann nennt er ihnen dennoch einen falschen Weg, weil er sich schämt die Wahrheit zuzugeben.

    Genau so ist es um den Manager bestellt. Die Wahrheit, wenn sie ihn nicht in einem großartigen Licht erstrahlen lässt, kennt er nicht.

    Wenn Sie bei "Wetten Das" ein paar Manager aufstellen, kann ich ihnen noch bevor die Antworten sagen, was sie sagen werden. Weil der Manager total berechenbar ist.

    Eigentlich kann man sich ein ernsthaftes Gespräch mit so einem sparen.
    Meine Manager predigten immer den Verzicht, aber als ich dann gehört habe, was die so verdienen, hat es mich umgeschmissen. Natürlich ist das dann auch ihrer Tätigkeit angemessen, sie sind ja die Übermenschen.

    Wie kann einer der Millionen verdient, erzählen, dass ihm das Geld nichts ausmacht, er stellt ja die Forderung, also könnte er ja auch darauf verzichten.
    Die Manager könnten ja dieses den Gekündigten zur Verfügung stellen, sie haben es ja vielleicht auch verschuldet.

    Aber ich denke nicht, dass einem Manager das irgendwie klar ist. Ob es ihn seinem Kopf noch andere fühlende Menschen gibt, außer ihm, wage ich zu bezweifeln.

    Prognostizierte Antwort auf die Frage warum er nicht sein Geld an Arme verteilt: aber ich tue ja schon mein Bestes ich helfe doch schon allen in meinem Umfeld.

    Wobei er ja auch Recht hat, er tut sein Bestes, aber das ist relativ gesehen, eher nicht viel. (jetzt bin ich auch schon ein Manager) eher wenig.
  9. #728

    Na das ist ja eine Überrschung !

    "Geld? Zweitrangig. Gier? I wo! Managern geht es in erster Linie um die Sache. So zumindest das Ergebnis einer Umfrage unter Führungskräften. Was demnach wirklich zählt, ist Anerkennung - der Mythos des leistungsbereiten "Über-Performers" wird jedoch zunichte gemacht. "

    Möchte wissen was daran so überraschend sein soll.
    Glauben wirklich viele, dass Manager Dagobert Duck-Typen sind, denen allein die große Menge verdienten Geldes genügt. Sie wollen auch noch neben dem Job noch genügend Zeit haben, um etwas damit anfangen zu können, also keine 16 Std /Tg.-Workoholiker. Und wenn sie sagen, Geld ist nicht das wichtigste, dann meinen sie schon, dass ein hoher Jahresverdienst selbstverständlich sei soll, aber auf dieser Grundlage dem interessanteren Job der Vorzug gegeben wird gegenüber dem Job mit weiteren Geldzulagen, aber sonst unbefriedigendem Inhalt. Schließlich haben sie schon wenn nicht täglich 14 Std aber doch wohl 10...12 Std mit diesm Job zu tun und dabei will man sich natürlich nicht quälen.
  10. #729

    Verträge sind Verträge

    Zitat von samiroquai Beitrag anzeigen
    Es muss möglich sein, leitende Angestellte mit strategischer Entscheidungskraft rückwirkend zu belangen. Das Problem, welches wir haben, ist meiner Ansicht nach nicht "hohe Managergehälter" oder ähnliches, sondern die Erklärung, damit gehe Verantwortung ein - und das stimmt nun mal nicht.
    Verträge sind Verträge. Was würden Sie sagen, wenn ihr Chef Ihnen am Monatsende nur die Hälfte ihres Lohns auszahlt, weil er meint, sie seien das nicht wert. Die richtige Frage ist, wer diese Verträge abschließt. Die bisherige gesetzliche Regelung ist miserabel, weil nur ein kleiner Kreis im Geheimen darüber beschließt. Richtig wäre es wenn bei Dax-Unternehmen sowohl die Hauptversammlung als auch die Arbeitnehmervertretung zustimmen müsste.