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Lässt sich die Macht der Finanzmärkte brechen?

Immer mehr Menschen fühlen sich von den Politikern im Stich gelassen, die in ihren Entscheidungen den Bedürfnissen der Finanzwelt folgen. Bürgerinnen und Bürger sehen hier eine einseitige Interessenvertretung zu ihren Ungunsten, doch der Einfluss der Wirtschaft siegt immer häufiger über die Politik. Lässt sich die derzeit übergroße Macht der Finanzmärkte brechen?
  1. #300

    Statt Athen

    Statt die Energie vollkommen unötig für Athen zu verpulvern hätte die EU Superhirne lieber alles tun müssen, um das zu ändern.
    Sie sind die Ursache für die hohen Schulden, und nichts Anderes.
  2. #301

    Schuld anderen zuschieben

    Zitat von Tolotos Beitrag anzeigen
    Das Problem sind zum einen die Finanzmarktlobbyisten in den Volksvertretungen, und zum anderen Politiker, die keine Skrupel haben, hohe volkswirtschaftliche Risiken einzugehen, wenn sie davon Vorteile für die eigene Karriere erwarten!
    Wenn man nur immer "den anderen" die Schuld zuschiebt, wird sich nie was ändern.

    Wir haben in D nicht nur das Wahlrecht, sondern auch in anderen Dingen eine gewisse Wahlfreiheit. Es würde sich einiges verbessern wenn
    - keiner mehr Verbraucherkredite aufnimmt, also nicht mehr das tut, was wir jetzt den Griechen vorwerfen: Mehr ausgeben als man einnimmt
    - keiner mehr Politiker wählt, die Dinge versprechen, die nicht finanzierbar sind
  3. #302

    Wäre das schön...

    Zitat von kdhms Beitrag anzeigen
    Ueber die Finanzmaerkte bestimmt doch nur ein Volk

    dreimal darf man raten
    ...wenn ein VOLK über die Finanzmärkte bestimmte. Leider ist dem mitnichten so, wir leben in einer Danistakratie.
  4. #303

    An manchen Stellen kommt jede Rettung zu spät ...

    Die große Welt der dt. Betriebswirtschaft schafft es immer und immer wieder, mich auf die Palme zu bringen,

    im folgenden Fall wurde der Bock wirklich komplett abgeschossen. Ich bin mal gespannt, wie die erfahrenen BWLer versuchen, dieses Verfahren zu rechtfertigen ;-)

    ---

    Welchen Sinn und Zweck hat denn bitte die sog. "Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten" bei Unternehmen ?

    Beim Zustandekommen des Verkaufspreises eines Produkts wird - neben den Produktionskosten, dem Gewinnzuschlag und der Gewährleistungsrückstellung (bis hierher alles OK) -

    eine zusätzliche Maschinen-AfA (= Abschreibung wg. Abnutzung / Verschleiß / Materialermüdung) als Aufschlag (Verteuerung) miteinkalkuliert,

    die in der Realität überhaupt nicht stattfindet, da die Maschinen ohnehin in regelmäßigen Abschnitten während ihrer Nutzungsdauer komplett als Aufwand abgeschrieben werden.

    D.h. kurz und knapp: Den Abnehmern / Käufern wird das Geld aus der Tasche gezogen für einen angeblichen Aufwand, der überhaupt nicht existiert,

    das ist absolut kriminell und grenzt an Abzocke und Betrug.

    Jetzt kommt der Höhepunkt: Durch den erschlichenen Ertrag erhöht sich natürlich der erwirtschaftete Jahresüberschuss,

    der die Bemessungsgrundlage für die zu bezahlenden Unternehmenssteuern ist. Mit diesen Hintergrundgedanken kommen die Unternehmen nun auf die bescheuerte Idee,

    gegen Ende des Jahres den erschlichenen Ertrag wieder als Aufwand zu verbuchen, damit der erwirtschaftete Jahresüberschuss wieder gedrosselt wird und die Unternehmenssteuern gemildert werden.

    Bei mir stellt sich hier die Frage: Was passiert mit dem als Aufwand verbuchten Geld ?

    - Wird das an jdn. ausbezahlt bzw. gespendet, dann war das ganze vorherige Gerotze verschwendete Mühe (= unnötige Arbeitsbeschaffung: Ertrags- + anschl. Aufwandsbuchung ergibt keinen Sinn).

    - Bleibt das Geld trotz Aufwandsbuchung innerhalb des eigenen Unternehmens, dann handelt es sich um Bilanzfälschung und somit Steuerhinterziehung,

    sodass sich das Unternehmen doppelt strafbar machen würde (zuerst Ertragserschleichung, danach Bilanzfälschung / Steuerhinterziehung).

    ---

    Was meint ihr dazu, wie ist eure Sichtweise ? ;-)
  5. #304

    Na klar, schuld sind immer die, die beim Aufstellen der Regeln nicht mitreden dürfen!

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    Wenn man nur immer "den anderen" die Schuld zuschiebt, wird sich nie was ändern.

    Wir haben in D nicht nur das Wahlrecht, sondern auch in anderen Dingen eine gewisse Wahlfreiheit. Es würde sich einiges verbessern wenn
    - keiner mehr Verbraucherkredite aufnimmt, also nicht mehr das tut, was wir jetzt den Griechen vorwerfen: Mehr ausgeben als man einnimmt
    - keiner mehr Politiker wählt, die Dinge versprechen, die nicht finanzierbar sind
    Gute Idee, nur das mit der Umsetzung könnte schwierig werden.

    Da in D. die meisten Politiker direkt von ihren Parteien positioniert werden, müsste man dazu allerdings eine kleine nicht etablierter Partei in die Führung einer Regierung wählen. (Alle anderen haben ziemlich viel Übung darin, mehr zu versprechen, wie sie halten können oder wollen!)

    Die spannende Frage wäre dann aber, was man bekommt, denn auch eine Regierung mit neuen Parteien hätte das Recht, ihr Geschwätz von vor der Wahl zu vergessen, und das Volk vormundschaftlich zu vera….en!

    PS: Inzwischen scheint sich in der Politik die Einstellung etabliert zu haben, dass ein Volk, das ein Volk, welches seine Regierung bei Wahlen abstraft, dadurch beweist, dass es belogen werden will!
  6. #305

    Papiertiger

    Die Macht der Finanzmärkte lässt sich natürlich brechen. Schließlich sind sie keine Naturgewalten, sondern von Menschen gemacht.
    Es würde nur ein bisschen gesunder Menschenverstand genügen, um den Popanz "Rating-Agentur" in sich zusammen fallen zu lassen wie einen gepieksten Ballon.
    Schließlich beruht alles nur auf Absprachen - und auf stillschweigender Duldung.
    Faktum ist aber, dass es niemanden gibt der ein konkretes Interesse daran hat, diesen Popanz abzuservieren - zumindest nicht bei den Großverdienern. (Bei den Leuten die die wirkliche Arbeit tun und das Fell hinhalten dürfen, wenn mal wieder eine finanzielle Transaktion in die Hose geht, sieht es natürlich anders aus... aber für deren Meinung interessiert sich ja keiner...)
  7. #306

    Ja!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Menschen fühlen sich von den Politikern im Stich gelassen, die in ihren Entscheidungen den Bedürfnissen der Finanzwelt folgen. Bürgerinnen und Bürger sehen hier eine einseitige Interessenvertretung zu ihren Ungunsten, doch der Einfluss der Wirtschaft siegt immer häufiger über die Politik. Lässt sich die derzeit übergroße Macht der Finanzmärkte brechen?
    Wiesbadener Appell


    Für ein umfassendes Streikrecht

    Gleich zum Unterschreiben springen

    Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis. Daraus ist keinesfalls abzuleiten, dass dieses Recht nicht vorhanden ist oder irgendeiner Einschränkung unterliegt. In sieben Bundesländern ist das Streikrecht in den Landesverfassungen verankert.

    Politischer Streik | Umfassendes Streikrecht

    Manfred Julius Müller

    Neoliberalismus - Unterdrückung im Zeichen der Freiheit

    Der Fluch der Globalisierung ...

    Lyndon laRouche

    BüSo

    Gustav Ruhland

    Titelseite -- Gustav Ruhland, System der politischen Oekonomie, 3 Bände
  8. #307

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Menschen fühlen sich von den Politikern im Stich gelassen, die in ihren Entscheidungen den Bedürfnissen der Finanzwelt folgen. Bürgerinnen und Bürger sehen hier eine einseitige Interessenvertretung zu ihren Ungunsten, doch der Einfluss der Wirtschaft siegt immer häufiger über die Politik. Lässt sich die derzeit übergroße Macht der Finanzmärkte brechen?
    Sysop glaubt, dass er die Entwicklungen in Holland, wo 300000 Kläger etwa 800 Mrd. Euro gegen die Banken eingeklagt haben hier am board stoppen kann. Na gut. In ganz kurzer Zeit werden die ersten Klagen in D. erfolgen, und dann gibts da nichts mehr zu unterdrücken.

    rolli
  9. #308

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lässt sich die derzeit übergroße Macht der Finanzmärkte brechen?
    .

    Politik ist im innersten Wesen opportunistische Lüge zum demokratischen Machterhalt. Politik ist im innersten Wesen auch eine Gemeinschaft, die sich durch Gegenseitigkeiten mit der Ökonomie selbst verfilzt. Das ist unter den derzeitigen demokratischen Bedingungen unabwendbar so. Um diesen Zustand zu ändern, müßte die Politik abgeschottet existieren können und wollen. Es gilt das Dogma, dass Staat und Kirche und Staat und Justiz sich nicht gegenseitig durchdringen dürfen. Es fehlt aber das Dogma, dass sich auch Staat und Ökonomie nicht in gegenseitige Abhängigkeiten begeben dürfen. Wo Politik und Wirtschaft zusammenkommen, wo sich Staat und Finanzwirtschaft verflechten, wo sich Sozialstaat und Finanzwirtschaft in Abhängigkeit begeben, da gibt es kein Tabu mehr. Daraus resultiert die Gefahr der gegenseitigen Abhängigkeiten. Mit diesem „Docht“ breitet sich der Filz über alle Institutionen aus. Die Gefahr ist dann nicht mehr zu bannen. Griechenland als Vorbild.

    Die Wähler können nicht auch nur 2% der komplexen Zusammenhänge verstehen. Die internationale Finanzwelt hat zusammen mit den diversen nationalen politischen Systemen das Spiel gemacht. Lediglich mit dem Unterschied, dass die Politik die Zusammenhänge nicht verstanden hat, ein Spielball der Jongleure war und um der Macht willen willfährig mitspielte.

    Auch die EU und ihre Staaten und die globale Finanzwelt tun alles, um die öffentliche Verwirrung durch unsachliche und gegenseitige Schuldzuweisungen zu vertiefen. Jeder Staat hat dafür das größte Megaphon.

    Das Desaster, das der Staat mit der opportunistisch instrumentierten Machtgier verursacht hat, lastet er den Banken an, die ihm bei der Finanzierung der Versprechen bereitwillig und zum eigenen Vorteil geholfen haben. Dann rufen die Wähler nach mehr Staat, während die Banken versuchen zu retten was zu retten ist.
    So schließt sich dann ein Kreis, der sich selbst beschäftigt.
  10. #309

    Zitat von leoaul Beitrag anzeigen
    Politik ist im innersten Wesen opportunistische Lüge zum demokratischen Machterhalt. Politik ist im innersten Wesen auch eine Gemeinschaft, die sich durch Gegenseitigkeiten mit der Ökonomie selbst verfilzt. Das ist unter den derzeitigen demokratischen Bedingungen unabwendbar so. Um diesen Zustand zu ändern, müßte die Politik abgeschottet existieren können und wollen. Es gilt das Dogma, dass Staat und Kirche und Staat und Justiz sich nicht gegenseitig durchdringen dürfen. Es fehlt aber das Dogma, dass sich auch Staat und Ökonomie nicht in gegenseitige Abhängigkeiten begeben dürfen. Wo Politik und Wirtschaft zusammenkommen, wo sich Staat und Finanzwirtschaft verflechten, wo sich Sozialstaat und Finanzwirtschaft in Abhängigkeit begeben, da gibt es kein Tabu mehr. Daraus resultiert die Gefahr der gegenseitigen Abhängigkeiten. Mit diesem „Docht“ breitet sich der Filz über alle Institutionen aus. Die Gefahr ist dann nicht mehr zu bannen. Griechenland als Vorbild.

    Die Wähler können nicht auch nur 2% der komplexen Zusammenhänge verstehen. Die internationale Finanzwelt hat zusammen mit den diversen nationalen politischen Systemen das Spiel gemacht. Lediglich mit dem Unterschied, dass die Politik die Zusammenhänge nicht verstanden hat, ein Spielball der Jongleure war und um der Macht willen willfährig mitspielte.

    Auch die EU und ihre Staaten und die globale Finanzwelt tun alles, um die öffentliche Verwirrung durch unsachliche und gegenseitige Schuldzuweisungen zu vertiefen. Jeder Staat hat dafür das größte Megaphon.

    Das Desaster, das der Staat mit der opportunistisch instrumentierten Machtgier verursacht hat, lastet er den Banken an, die ihm bei der Finanzierung der Versprechen bereitwillig und zum eigenen Vorteil geholfen haben. Dann rufen die Wähler nach mehr Staat, während die Banken versuchen zu retten was zu retten ist.
    So schließt sich dann ein Kreis, der sich selbst beschäftigt.
    Wenn die Wähler etwas nicht verstehen können, dann ist es notwendig diese Politik und die verbundenen Politiker zu entfernen. Zwingend notwendig. Was die Finanzwirtschaft angeht, so hat sich diese bereits im Mittelalter selbstständig gemacht, und sich seither fast zur Autonomie entwickelt. Keiner der Fürsten und Könige die die Rothschilds auf ihrer Schuldnerliste hatten, war fähig die Schulden zu bezahlen, worauf sich diese dann eben andere Pfänder gesucht haben. Das Recht Steuern einzutreiben, das Münzrecht etc etc. Derzeit ist wieder so eine Phase wo die Schulden durch Abgabe von Rechten erkauft werden soll.

    rolli








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