Zitat von
HaPeGe
Burnout ist kein Modewort, sondern nur die umgangssprachliche Bezeichnung für emotionale Erschöpfung bis hin zur Depression. Auf alle Fälle ist es ein enormer volkswirtschaftlicher Kostenfaktor, der nicht selten auf mangelnde Führungsqualitäten des Managements zurückzuführen ist, will sagen: das Führungspersonal wird nicht immer nach ihrer Eignung ausgesucht. Das führt dann oft zu einem "Burnout", weil die betreffende Person eben keine Führungseigenschaften besitzt, sondern einfach nur der beste Verkäufer ist.
Was das mehr arbeiten angeht, verehrter Forist chirin. Ich habe 1959 angefangen zu arbeiten, bei einer 52-Stunden-Woche. Bis Ende April dieses Jahres habe ich in einem IT-Projekt gearbeitet, 55 bis 60 Stunden die Woche. Alle zwei Wochen Bereitschaftsdienst, i.d.R. mit ein bis zwei Anrufen in der Nacht und anschließend ein bis zwei Stunden Arbeit. Am nächsten Morgen begann um acht Uhr der Dienst im Büro. Also, wenn Sie von weniger Arbeit reden, dann fehlt Ihnen der Bezug zur Realität ! Hinzu kommt der Druck; es müssen immer weniger Menschen immer mehr Arbeit leisten. Die Geschwindigkeit wird ständig erhöht, ebenso der Druck auf die Termine. Und daraus läßt sich schließen, dass vielen Unternehmen, insbesondere den größeren, die Gesundheit ihrer Arbeitnehmen sch....egal ist. Dass das sowohl betriebswirtschaftlich, als auch volkswirtschaftlich nur als Dummheit zu bezeichnen ist, ist der heutigen Managergeneration in weiten Teilen noch nicht bewusst geworden.