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Konzerne aus Schwellenländern - Chance oder Gefahr?

Die Wirtschaftskrise scheint den Konzernen in Ländern wie China oder Indien weniger anzuhaben als ihren Konkurrenten im Westen. Ist das eine Chance für die Weltwirtschaft? Oder eine Gefahr für die westlichen Staaten?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaftskrise scheint den Konzernen in Ländern wie China oder Indien weniger anzuhaben als ihren Konkurrenten im Westen. Ist das eine Chance für die Weltwirtschaft? Oder eine Gefahr für die westlichen Staaten?
    Natürlich ist es BEIDES.
    Eine Sache kann gut für die Weltwirtschaft sein und dennoch für die westlichen Staaten gefährlich oder zumindest problematisch.

    Man wird sich im Westen damit abfinden müssen, dass sich mittelfristig die ökonomischen und etwas längerfristig wohl auch politischen Gewichte in Zukunft etwas verlagern werden.
  2. #2

    Keine Panik

    Also dass ist weder eine Chance für eine gemutmaßte "Weltwirtschaft", noch eine reale Bedrohung für "westliche Staaten".
    Es wird eher ein Sieg für die Menschen selbst, weil insgesamt der Qualitätsstandard für alle und besonders den Westen (denn der kann sich auch in 100 Jahren noch mehr leisten, einfach wegen der momentanen Kohle und dem Vorsprung in Punkto Intelligenz und Menschenrechte/Demokratie) steigen wird.

    Bisher wars doch so, dass man abseits des Elektronikbereichs und ein paar Automarken die Produkte Asiens in die Tonne treten konnte-kein Vergleich hinsichtlich Qualität und Anspruch. Wobei man die Chinesen aber nicht überbewerten muss, denn ausser kopieren können die auch heute noch nichts-die schaffen ja nichtmal ihr Bleifarbenproblem sowie die Nahrungsmittelpansche abzustellen. Solange es in China keine geistige Wende hin in Richtung Innovation gibt, solange bedrohen die niemanden ernsthaft.

    Und die Inder, ja mei, Callcenter reichen nicht für die wirtschaftliche Poleposition. Auch Vorzeigeprodukte wie der Tata Nano oder wie er hiess sind schon gescheitert, bevor sie überhaupt gebaut wurden (einfach mal aktuelle Meldungen lesen). Und wer auch heute noch im Kastensystem rumkrebst und im Dreck versinkt, der muss wegen ein paar Milliarden von der Börse nicht glauben, der nächste Global Player zu sein.

    Brasilien bzw. die lateinamerikansichen Länder sind gut aufgestellt, die werden unweigerlich aufschließen. Von dort kommen Innovationen, die Menschen dort identifizieren sich mit den Werten der ersten Welt (daran will man ja anknöpfen) und bewegen sich in den neuen Technologien ohne Berührungsängste und sind weltgewandt-Inder und Chinesen sind zwar international tätig, verstehen die Länder und Sitten aber oft nicht und ecken deshalb an-wirtschaftlicher Durchmarsch verlangt aber, dass man total im neuen Markt aufgeht und nirgends hängen bleibt.

    Insgesamt wird das aber für ein Anwachsen der Qualität sorgen. Konnten sich Global Player bisher darauf ausruhen, dass aus den Schwellenländern allenfalls annehmbarer Nippes kam, für dessen Herstellung man sich hier bereits zu fein war, so kommt demnächst der neueste Hit eben mal aus anderer Richtung.

    So Sachen wie "E-Auto brauchen wir nicht, aber der nächste Polo hat wieder 20 PS mehr!" werden in Zukunft nicht mehr passieren, weil man es sich nicht mehr leisten kann. Dem Verbraucher kanns aber egal sein, ihm nützt dies in jedem Fall.
  3. #3

    Oberflächlich

    Was ist dies nur für ein oberflächlicher Artikel. In der Aufzählung der künftigen Ländern, mit denen zu rechnen ist, wurde Südkorea total vergessen. Dort sind immerhin große Unternehmen wie Hyundai oder Samsung, LG beheimatet.
  4. #4

    konkurrenz nie unterschätzen

    aus dem bankenjargon wissen wir inzwischen, dass "chance" gleichbedeutend ist mit "risiko".
    ja, die konzerne aus den schwellenländern sind eine gefahr, wenn man sie unterschätzt!
    ob diese länder unser steuersystem haben, die 5tage-woche oder den 7,5 stundentag kennen? nein, da wird durchgearbeitet, für hungerlöhne und kaum nennenswerte sozialsysteme-das ist die gefahr.wenn wir dem entgegensteuern, dann gehen hier viele liebgewonnene gewohnheiten und mancher sozialstatus verloren (dienstwagen,km-geld,weihnachtsgeld....)
    qualität der produkte lässt sich immer auf unser niveau bringen.
  5. #5

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Wobei man die Chinesen aber nicht überbewerten muss, denn ausser kopieren können die auch heute noch nichts-die schaffen ja nichtmal ihr Bleifarbenproblem sowie die Nahrungsmittelpansche abzustellen. Solange es in China keine geistige Wende hin in Richtung Innovation gibt, solange bedrohen die niemanden ernsthaft.
    Klar, den Chinesen fehlt der Drang zur Innovation. Deshalb laufen auch amerikanische und europäische Unis fast über vor chinesischen Austauschstudenten und deshalb findet man in wissenschaftlichen Fachzeitschriften auch seitenlang Veröffentlichungen von chinesischen Wissenschaftlern.

    China ist sicherlich in vielen Punkten in der Forschung und Entwicklung noch nicht soweit wie der Westen, dem Land jedoch den Innovationsdrang abzusprechen wie sie das tun ist absolut lächerlich und sagt mehr über ihren eigenen Innovationsgeist als den der Chinesen aus.

    Dito übrigens was Indien angeht, auch die machen in der Wissenschaft und Forschung in den letzten Jahren Riesenschritte.

    Die von ihnen hochgelobten lateinamerikanischen Länder dagegen stagnieren in diesem Bereich übrigens seit Jahrzehnten.
  6. #6

    Zitat von spectator11 Beitrag anzeigen
    Was ist dies nur für ein oberflächlicher Artikel. In der Aufzählung der künftigen Ländern, mit denen zu rechnen ist, wurde Südkorea total vergessen. Dort sind immerhin große Unternehmen wie Hyundai oder Samsung, LG beheimatet.
    Ich denke Südkorea taucht in diesem Artikel deshalb nicht auf, weil Südkorea bereits heute als starke Industrienation angesehen wird und schon lange nicht mehr als Schwellenland ;)
  7. #7

    Zitat von spectator11 Beitrag anzeigen
    Was ist dies nur für ein oberflächlicher Artikel. In der Aufzählung der künftigen Ländern, mit denen zu rechnen ist, wurde Südkorea total vergessen. Dort sind immerhin große Unternehmen wie Hyundai oder Samsung, LG beheimatet.
    Man muss schon richtig lesen. Es wird doch im Artikel darauf hingewiesen, dass Südkorea in der Aufzählung nicht enthalten ist.
  8. #8

    @ spectator11


    "BCG untersuchte gezielt Firmen in Asien - mit Ausnahme etablierter Wirtschaftsmächte wie Japan und Südkorea -, in Zentral- und Osteuropa, im Mittleren Osten sowie in Lateinamerika."


    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Südkorea wurde deshalb nicht erwähnt, weil die Studie, auf den sich der Artikel bezieht, Südkorea NICHT mehr als ein Schwellenland sieht. Längst "etablierte Wirtschaftsmächte" sind nun mal nicht mehr am kommen, sondern längst da.
  9. #9

    Ziemlicher Schwachsinn!

    [QUOTE=Hercules Rockefeller;3290834]
    Bisher wars doch so, dass man abseits des Elektronikbereichs und ein paar Automarken die Produkte Asiens in die Tonne treten konnte-kein Vergleich hinsichtlich Qualität und Anspruch. Wobei man die Chinesen aber nicht überbewerten muss, denn ausser kopieren können die auch heute noch nichts-die schaffen ja nichtmal ihr Bleifarbenproblem sowie die Nahrungsmittelpansche abzustellen. Solange es in China keine geistige Wende hin in Richtung Innovation gibt, solange bedrohen die niemanden ernsthaft.
    QUOTE]

    Als im Weltkrieg 2 in Südostasien die Briten gegen die Japaner angetreten sind, grassierte in der überheblichen Britischen Marine das (einen scheinbaren Sicherheitsfaktor suggerierende Gerücht), dass ja die feindlichen Piloten schon von ihrer Rasse her alle Augenfehler hätten und deshalb wäre so Schlimmes ja nicht zu befürchten.

    Irgendwie kommt einem das in Bezug auf die Diskussion über die kreativen Potentiale chinesischer Ingenieure, die zudem zu zehntausenden auch in Deutschland und den USA ausgebildet werden irgendwie bekannt vor.

    Wer aber gerade im Entwicklungsbereich mit chinesischen Fachkollegen zusammengearbeitet hat stellt fest:

    Eine derartige Abwertung ihrer Kreativität ist der reinste Schwachsinn - es ist ein Pfeifen im dunklen Wald, angesichts der dumpfen Ahnung, dass sich die bisherigen wirtschaftlichen und politischen Konstellationen in der Welt alsbald auf den Kopf stellen könnten.


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