Kommt jetzt die große Inflation?

Das jahrzehntelange Leben auf Pump sorgt für einen Schuldenberg von bald zwei Billionen Euro. Selbst wenn der Staat keine neuen Miese macht, bleibt diese gigantische Kreditsumme. Ist es realistisch, dass sie jemals getilgt wird? Und wie könnte das Wunder geschehen?
  1. #50

    Schulden verrechnen

    Könnten wir nicht gleich die 500 Milliarden abziehen, die wir von diesen Bankinstituten eh noch bekommen?
  2. #51

    Zitat von merapi22 Beitrag anzeigen
    Mit den Schulden wurde auch eine super Infrastruktur geschaffen, auch in Wissenschaft wurde viel investiert, die deutsche Forschung ist mit Weltspitze.
    Die Schulden sind durch weiter fallende Zinsen kein Problem, dadurch ....
    Ja, was wollen wir denn ? Machen wir mehr Schulden. Tolle Infrastruktur (Bis auf Strassen und Schienenwege) Super Wissenschaft (Bis auf die paar Forscher, die ins Ausland gehen, weils da besser ist ) und Zinsen...da geht noch was... Fangen Sie als Schönredner bei der Staatsratsvorsitzenden an.
  3. #52

    Wunschdenken

    Selbst unter der Voraussetzung stetigen Wachstums ist ein allmählicher Schuldenabbau über Jahrzehnte illusorisch – die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Staat einen strikten Sparkurs nicht durchhält, das wird er auch in Zukunft nicht schaffen. Das selbst gesetzte Wachstumsdiktat führt zwangsläufig zu immer neuen Wirtschaftskrisen, die einen erhöhten Kapitalbedarf erfordern: Dann kann man nicht mehr sparen, sondern muss wieder mehr Geld in den Kreislauf hineinpumpen, weil sonst das System sofort zusammenbricht. Neben der aktuellen Kreditaufnahme von 1,7 Billionen Euro hat der Staat weitere, bis jetzt noch „virtuelle“ Zukunftsverpflichtungen, die aber mit jedem Jahr realer werden – die Finanzierung des Rentensystems wird auf Dauer nicht zu bewerkstelligen sein, besonders nicht mit Blick auf die ungeheuren Pensionsansprüche der Beamten: Wo das Geld dafür herkommen sollen, weiß heute niemand, hier kommt es früher oder später zum öffentlichen Offenbarungseid.

    Über eine Abgabe für alle die Schulden abzubauen, ist Wunschdenken – ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem soetwas funktionieren könnte, ohne dass die Gesellschaft dabei ihren sozialen Zusammenhalt verlieren würde. Nur nach exstenziellen Krisen wie Kriegen oder großen Umweltkatastrophen wären solche einschneidenden Umverteilungsmaßnahmen denkbar.

    Zitat aus dem Artikel: „...anders als der Euro heute hatte die Reichsmark nach dem Krieg die Grundfunktionen jeden Geldes verloren. Vor allem war sie kein akzeptiertes Tauschmittel mehr. Die Menschen zahlten Kartoffeln lieber mit Zigaretten als mit wertlosen Papierfetzen.“
    Wir haben schon gegenwärtig die Situation, dass der Euro-Raum am stärksten psychologisch gefährdet wird. Die Reichsmark war nach dem verlorenen Weltkrieg nichts mehr wert, weil das Reich kaputt war – sollte sich bei den Menschen das Gefühl verfestigen, dass Europa kaputt ist, dann könnten auch die Euro-Scheine schnell zu wertlosen Papierfetzen werden. Es gibt viel zu viel Kapital, und sein Volumen steigt fast unkontrollierbar weiter an - darin liegt das Hauptproblem. Die Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank, eine massive Inflation zu verhindern, sind begrenzt: höhere Zinsen und Verkleinerung der Geldmenge, beides sowieso ökonomische Würgeketten, mit denen sich der entscheidende psychologische Geldwert aber nicht stabilisieren lässt.
  4. #53

    Hausfrauenökonomik

    Zitat von redhead72 Beitrag anzeigen
    Es ist eigentlich noch viel simpler:
    Aber schauen Sie sich einmal die korrekte Übersetzung des Wortes an, denn da kommen wir dem wirklichen Sachverhalt schon .... .
    Tut mir leid, aber das ist völliger Unsinn. Sowas nenne ich Hausfrauenökonomik.
    Das Ansteigen der Geldmenge ist tatsächlich eine Ursache für Preisniveausteigerung, da gebe ich Ihnen noch Recht. Aber es ist formaler Unsinn, dass die Ausgabe von Staatsanleihen zu Inflation führt.(Vorrausgesetzt die EZB kauft keine Staatsanleihen und das ist in Deutschland auch nicht der Fall).
    Wenn Sie dem Staat per Anleihe 1000€ leihen, und der Staat diese 1000€ auf 10 Hartz 4 Empfänger verteilt oder damit 10 anderen Personen Zinsen zahlt. Dann steigt zwar deren "Kaufkraft" aggregiert um 1000€, aber Ihre "Kaufkraft" hat sich vorerst um 1000€ verringert. Das ist ein 0-Summenspiel. Eine Inflation aus GELDMENGENSTEIGERUNG entsteht somit nicht.

    Anderst, wenn der Staat per Kredit die Staatsnachfrage permanent steigert. Dann kommt es zu einer VORRÜBERGEHENDEN Inflation durch das gesteigerte Realzinsniveau.
  5. #54

    Mensch, lesen Sie doch mal richtig!

    Zitat von lateral Beitrag anzeigen
    Frage 1: Nein.
    Frage 2: Jeder Schuld steht ein entsprechend großes Vermögen gegenüber. An die großen wird man nicht rankommen (die Besitzer machen die Spielregeln), also wird Otto Normal (Teil-)enteignet. Am einfachsten geht es über Inflation.
    Und dann können sie Ihren falschen Senf dazugeben!
  6. #55

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Nö, so absurd ist das nicht. Zwei Beispiele:
    Die gute alte Bratwurst 2001 ca. 1,50 DM. 2010 ca. 2.00 €
    Nehmen wir ein Bier 0,3 L 2001 ca. 1,80 DM. 2010 ca. 2,20 - 2,60 .
    Stimmt`s?
    Wo haben Sie denn 2001 für eine Bratwurst 1,50 und für ein Bier 1,80 DM bezahlt? Das waren die Preise hier bei uns vor ca. 30 Jahren ... Heute in Euro ungefähr das gleiche, entspricht einer Inflation von rund 2-3%.
  7. #56

    Bedankt euch an den Politikern die die Mauer fallen lassen haben und 20 Millionen Menschen ohne Geld ,und ohne jegliche Bezahlung in die Renten und Krankenkasse gemacht haben hier her geholt haben.

    Euch geschieht alles RECHT .
    Ich hoffe es geht euch noch schlimmer ,vielleicht merkt ihr dann das es nicht mehr so weiter geht .

    Alles wird schön geredet hier in eurem Land ,Arbeitslose wird verpfuscht die Menschen die für 1 Euro arbeiten werden nicht als arbeitslose anerkannt.

    Wann geht ihr mal auf die Straße und sagt es reicht ,wir habe die schnautze voll von eurem POLITIK .

    Wir möchten auch wie Menschen leben .
  8. #57

    .

    Zitat von Sapere aude Beitrag anzeigen
    Das Schulden senken scheitert in Deutschland an ideologischer Verbohrtheit, und sonst nichts.
    Sehe ich auch so!

    Ich wäre durchaus für höhere Steuern und auch eine Vermögensabgabe, wenn sie ALLE zahlen müssten. Zwar würde ich dafür bestraft werden, dass ich viel gespart und immer bescheiden gelebt habe, aber das wäre dann nun einmal leider so.
  9. #58

    Schema F

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das jahrzehntelange Leben auf Pump sorgt für einen Schuldenberg von bald zwei Billionen Euro. Selbst wenn der Staat keine neuen Miese macht, bleibt diese gigantische Kreditsumme. Ist es realistisch, dass sie jemals getilgt wird? Und wie könnte das Wunder geschehen?
    Das Schema F wiederholt sich ständig:

    Wachstum
    Marktsättigung
    künstliche Nachfrage (Wachstum wie und wohin?)
    Finanzkrise
    Wirtschaftskrise
    Faschismus
    Krieg
    Inflation (Enteignung des kleinen Mannes)
    Wiederaufbau
    Wachstum
    Markts....
  10. #59

    Staatsidealistischer Unsinn

    Im Rahmen des Grundgesetzes völlig unrealisierbar.

    Ökonomisch eine Phantasterei, denn die Vermögenseigentümer werden lieber in die Schweiz fliehen, als ihrem Geld zwangsweise für eine Neuauflage der bankrotten Beamten-BRD aus dem Fenster zu werfen.

    Nein, nein, die Bevölkerung wird die Schulden, die der Beamtenadel frivol verursacht hat, sich Heller für Heller vom Mund absparen müssen.