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Was können Unternehmen gegen Mobbing tun?

Mobbing ist als gravierendes Problem in vielen Betrieben erkannt. Die kleinen, fiesen mehr oder minder verdeckten Attacken und Strategien gegen unliebsame Leute binden Kräfte und schaden in de Regel der Leistungsfähigkeit der Abteilung empfindlich. Was können Unternehmen wirksam gegen destruktive Aktionen wie Mobbing tun?
  1. #20

    Was können UNternehmen gegen Mobbing tun?

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Unternehmensberater verlangen: In jeder Abteilung muss ein Drecksack sitzen, damit sich der Rest nicht einrichtet. Es sind diese Drecksäcke, die mobben, und die, wenn sie merken, dass die Führung nichts gegen sie unternimmt, zu all diesen perversen Methoden greifen. Mobbing ist von der Unternehmensführung gern gesehenes Instrument um die Leute unter die Knute zu bringen.

    exilator
    Das stimmt - hinsichtlich der Strategie schwacher Manager und Vorgesetzter. Andererseits lassen sich starke , eingespielte Mannschaften, die ihre Aufgaben gut erledigen , nicht von diesen "Nasen " ausspielen.
    Das haben wir - unser Team -zweimal mitgemacht -allerdings erst nach der Wende - jung ,dynamisch und erfolglos - und beide sind gegangen worden und nach meiner Information auch sozial abgestiegen.
    Unabhängig von Religion oder Parteizugehörigkeit galt:" Einer für Alle und Alle für Einen.
  2. #21

    falsche Frage

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Das stimmt - hinsichtlich der Strategie schwacher Manager und Vorgesetzter. Andererseits lassen sich starke , eingespielte Mannschaften, die ihre Aufgaben gut erledigen , nicht von diesen "Nasen " ausspielen.
    Das haben wir - unser Team -zweimal mitgemacht -allerdings erst nach der Wende - jung ,dynamisch und erfolglos - und beide sind gegangen worden und nach meiner Information auch sozial abgestiegen.
    Unabhängig von Religion oder Parteizugehörigkeit galt:" Einer für Alle und Alle für Einen.
    Dieser Beitrag hier wie auch schon mehrere davor weisen darauf hin, daß es nicht "Unternehmen" sind, die etwas gegen Mobbing tun wollen könnten.

    Möglich, sogar wahrscheinlich, mögen Bekenntnisse in dieser Richtung sein (von wegen "Unternehmenskultur", macht ich immer gut). Aber in den Chefetagen sitzen kaum gehäufter moralische Persönlichkeiten als darunter. Es ist die gleiche Auswahl, charakterlich betrachtet, wie der Durchschnitt, mit allen Ausstattungen und Prozentzahlen.
    Berichte aus anderen Ebenen unserer Lebenswelten lassen ahnen, daß dies allerdings möglicherweise eine allzu positive Vermutung sein könnte.

    Nein, WER ist die Frage: WER kann und will etwas gegen Mobbing tun (bzw. ist immun dagegen; es scheint ja so etwas wie eine anstecknde Seuche zu sein).

    Erstens, es sind Leute mit Können, Mut und Stolz.
    Zweitens, es können Einzelne sein (auch Leiter von Betrieben, auch selbständige Unternehmer) und/oder Teams.

    Aber man erlebt nicht, daß wirklich tüchtige und auf solider Ebene leistungsstarke, Einzelne oder Teams, mobben.

    Mich würde sehr interessieren, ob es entscheidende Unterschiede gibt zwischen betriebsinternen Mobbern und Dieben.
  3. #22

    Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen !

    Zitat von Arrivato Beitrag anzeigen
    Der Fisch stinkt immr vom Kopf her.

    Unternehmensführer, die nicht in der Lage sind oder nicht gewillt sind, ein Machtwort zu reden, um Mobbing zu unterbinden, eignen sich nicht für ihren Job.

    Auf Dauer profitiert kein Unternehmen davon, wenn Mitarbeiter mobben.
    Über die Qualität deutscher Manager hat schon vor Jahrzehnten das Buch "Nieten in Nadelstreifen" berichtet. Ich wollte es nur noch einmal in diesem Zusammenhang in Erinnerung rufen.
  4. #23

    Was können Unternehmen gegen Mobbing tun?

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen
    Beide sind Diebe.
    Beide stehlen, der eine die Lebensqualität eines Mitmenschen/Mitarbeiters. Der andere, in dem er sogar Familien zerstört, deren Ernährern er jeden Lebensmut stiehlt.
    In Deutschland wird dem gekündigt der es wagt eine .....
    Sowohl Büroklammern klauen als auch 30 Cent Kassenbon mitgehen lassen , war nie mein Niveau und , ich habeauch kein Verständnis für Diebe, es sei denn , jemand hat großen Hunger und nimmt sich eine Banane, aber wer hat das schon bei den vielen "Tafeln"?
    Zum Mobbing gehören 2 - jemand der mobbt, weil er schwach ist und jemand der gemobbt wird, weil auch er Schwächen hat. Ein starker Angestellter kann seinen "Chef" bei Mobbing zu Fall bringen. Die 1. Etage eines Unternehmens will nicht mit Geklatsche behelligt werden.Zu Recht!
    In über 40 Arbeitsjahren - gemeinsam mit fast 200 Beschäftigten oder auch nur 35 Beschäftigten, gab es kein Mobbing. Ganz im Gegenteil , einer meiner obersten Chefs bat mich mal, doch in einer bestimmten Abteilung zu bleiben, um dem Mobber - ein kleiner geltungsbedürftigter Aufsteiger- eine Grenze gesetzt wird. Nun, ich habe nicht gemoppt, vielmehr seine Fehler aufgezeigt- z.B. um 10 Uhr im Dienst erscheinen und dann ,statt der Vorgangsbearbeitung erst einmal bis zum Mittag die Börse am PC verfolgen und ähnliche "Kekse" . Oder 20 unerledigte Vorgänge auf dem Tisch zu haben und der Rest trampelt mit den Füßen, weil natürlich eine zeitnahe Erledigung dringend erwünscht war. Nun, es war spannend!
    Nach 12 Monaten war der Spuk vorbei!Die Zwangsversetzung nahte!
    Mobbingopfer kann ich sowieso schwer werden, weil ich nicht stehle, immer hinter meinen Kollegen stand und Schwächelnden wurde geholfen und immer meine Meinung vertrat. Gegenüber jedem Gesprächsteilnehmer - ohne Ansehen der Person - . Wenn es einer besser weiß,lasse ich mich gern belehren, aber bitte von der Sache her.
    Geduzt habe ich mich auch nie mit Kollegen und so bleibt auch der Respekt vor dem anderen erhalten.
    Für Diebe habe ich allerdings überhaupt nichts übrig, da gibt es nur ein "bye,bye". Wer Büroklammern klaut, klaut auch Computer und mit solchen Menschen will ich nichts zutun haben.
    Fakt ist, dass wir uns - sofern noch am Leben - auch heute noch treffen und untereinander unbedingtes Vertrauen haben.
  5. #24

    Was können Unternehmen gegen Mobbing tun?

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Über die Qualität deutscher Manager hat schon vor Jahrzehnten das Buch "Nieten in Nadelstreifen" berichtet. Ich wollte es nur noch einmal in diesem Zusammenhang in Erinnerung rufen.
    Sowohl Klein-Groß.-oder Mittelunternehmer sind ganz andere Menschen, diese "Manager" sind doch eigentlich bezahlte Nieten, die entweder von Nietenpolitikern oder von Nietenkindern der guten Unternehmer eingesetzt werden um den Kindern ein geruhsames Leben zu verschaffen. Denken Sie an Schickedanz, Neckermann und die Hertie - und Karstadtläden. Der Auftrag an Manager ist auch eine Überforderung derselben, denn der Eigentümer oder die Aktionäre wollen Geld sehen. Nach Möglcihkeit viel - wie der Bauer auf dem Wagen fährt. Und dann wird der Service gekürzt und die Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit für die Hälfte des Geldes und die doppelte Stundenzahl ganze Arbeit leisten. Aber, der Bürger hat mit Schuld! Warum gehen nicht noch mehr Leute wie ich und die Meinen in diese Schinderlägen nciht mehr einkaufen? Ich gehe nicht mehr zu Karstadt - mich interessieren keine Sonderangebote- ich will gut bedient werden und nicht 30 Minuten suchen müssen, bis ich einen Menschen finde, der mir eine Auskunft geben kann. Oder , ich gehe grundsätzlcih nicht in Kaffees, in denen es keine Bedienung gibt. Deutschland - die neue Generation hat es verlernt, normale Ansprüche zu stellen und dafür natürlich auch eine Mark (wieschön) heute : einen Euro - die Biligwährung - extra zu zahlen.
    Ich will auch keine billige Unterwäsche und diese fürchterlichen Einkauscenter , mit denen man das ganze Straßenbild zerstört ,wie die jetzt fürchterliche Schloßstraße in Berlin-Steglitz , ist nciht mein Ding. Das überlasse ich den armen Menschen. Arm an Niveau und Ansprüchen.
  6. #25

    Mobbingbeauftragter

    Jedes Großunternehmen sollte einen Mobbingbeauftragten beschäftigen. Dieser sollte zwischen Betriebsrat und Personalführung stehen und neutral berichten.

    Wenn sich der BR um Mobbingfälle beschäftigt, hat der Geschädigte im Pechfall einen Betriebsratsmitarbeiter zur Seite, der mit dem Thema Mobbing nicht wirklich vertraut ist.
  7. #26

    Kräfte von außen

    Zitat von webtris Beitrag anzeigen
    Jedes Großunternehmen sollte einen Mobbingbeauftragten beschäftigen. Dieser sollte zwischen Betriebsrat und Personalführung stehen und neutral berichten.

    Wenn sich der BR um Mobbingfälle beschäftigt, hat der Geschädigte im Pechfall einen Betriebsratsmitarbeiter zur Seite, der mit dem Thema Mobbing nicht wirklich vertraut ist.
    Betriebsräte pflegen nicht selten in einer Art Dauerkonflikt gegenüber der Unternehmensführung ein Klima in dem Mobbing begünstigt wird.
    Nach der Methode, "das brauchst du dir nicht gefallen zu lassen", wird der Mitarbeiter an eine "Front" geschickt, an der er im Grunde nur verlieren kann.
    Auch verschiedene pressewirksame Fälle lassen den Schluss zu, dass Personen, sich sukzessive in eine Lage manövrieren ließen, die eine einvernehmliche Lösung und eine konstruktive Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher machte.
  8. #27

    Interaktionen

    Hallo annemarie5,
    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Zum Mobbing gehören 2 - jemand der mobbt, weil er schwach ist und jemand der gemobbt wird, weil auch er Schwächen hat. Ein starker Angestellter kann seinen "Chef" bei Mobbing zu Fall bringen...
    Das ist das Schlüsselargument dieser Diskussion.

    Damit steht klar, das die Unternehmensführung wenig tun kann, weil es eine Interaktion zwischen Täter und Opfer ist, die einem bestimmten „Spielablauf“ folgen.
    Als Abhilfe kann man diesen „unterbrechen“:
    * An den eigenen Schwächen „arbeiten“.
    Informationen anderweitig einholen, weiterbilden, „Wissen ist Macht“.
    * Eine „Teflon“-Strategie leben.
    Ein berühmtes Beispiel mit Umgang von Kritik gibt es in der Politik.
  9. #28

    Unternehmen könnte ja mal sogenannte "Maulwürfe" einsetzen in bestimmten Abteilungen und die mobbenden Mitarbeitern dann dementsprechend zur Rechenschaft ziehen.

    Keine feine Methode, aber hinter den Bürotüren weiss ja eh kaum jemand, wie dort die Hierachie verteilt ist, vor allem nicht die Chef's.
  10. #29

    Zitat von birgit_siefer Beitrag anzeigen
    Unternehmen könnte ja mal sogenannte "Maulwürfe" einsetzen in bestimmten Abteilungen und die mobbenden Mitarbeitern dann dementsprechend zur Rechenschaft ziehen.

    Keine feine Methode, aber hinter den Bürotüren weiss ja eh kaum jemand, wie dort die Hierachie verteilt ist, vor allem nicht die Chef's.
    Die Mobber sind des Chefs liebstes Kind. Einen Drecksack in der Abteilung, und der Laden läuft.


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