Entsetzen in Politik und Finanzwelt: Bundesbank-Vorstand Sarrazin hat in einem Interview mit einem Kulturmagazin kräftig über Berlin hergezogen - und über die Einwanderer in der Stadt. "Türkische Wärmestuben" brächten Berlin nicht voran, sagte der SPD-Politiker. Ist Sarazin noch zu halten?
Woher nehmen Sie diese Behauptung?
Ich bin mir sicher, dass sich die Berliner Staatsanwaltschaft nicht derart blamiert, dies weiter zu verfolgen. Das wäre ja wirklich eine Lachnummer.
Das Ding wird da landen, wo es hingehört:In den Mülleimer. Da würde ich sogar hohe Summen darauf wetten.
KANN schon, aber es gibt statistisch signifikante Unterschiede, die besagen, es ist meist nicht so.
Man muss unterscheiden, was ist ein falsches Vorurteil, was ist faktisch belegt.
Bei Vorurteilen muss man sagen, dass Vorurteilen ihre Ursache auch in Erfahrungen haben. Vorurteile sind auch nicht immer negativ. Ich habe einen netten türkischstämmigen Kollegen (Akademiker) = positive Erfahrung, positives Vorurteil.
Ich habe auch negative Erfahrungen mit türkischstämmigen Jugendlichen = negative Vorurteile.
Das betrifft nicht nur Türken, dass betrifft alle.
Eigentlich eine Aufforderung, mal am Image zu arbeiten.
Es liegt nicht im Interesse eines Landes, einfach Jeden teilhaben zu lassen. Auch nicht im Interesse dessen Bürger. Eine intelligente Einwanderungspolitik sorgt dafür, daß nicht zuviel Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt von Außen hereinkommt, daß Löhne und Preise stabil bleiben und die Sozialkosten nicht explodieren.
Das frage ich mich langsam auch nicht mehr.
Sonst wird sogar kurzfristig was über die Milchbauern umgefragt
http://www.blogspan.net/presse/contr...eilung/105607/
aber doch nicht mehr über eine vom Zentral der Juden zur Persona non grata erklärten Unperson. Aber kann ja noch kommen und wird dann vielleicht von ARD und ZDF im Giftschrank eingeschlossen.
Zum Glück hatten sich an den öffentlich spontanen Umfragen von Welt, Morgenpost, Hart-aber-fair über 30000 Personen beteiligt. Das ist zwar nicht repräsentativ aber schon ganz schön viel.
Wer redet von Lügen?
Ein anderer Kommentar ging schon in eine ähnliche Richtung wie der von Ihnen gezeigte, natürlich gibt es die Probleme in Berlin.
Aber Sie werden doch selber merken, dass es ein großer Unterschied ist zu sagen:
"In Berlin verschlimmert sich die Lage weil z.B. die Bildungspolitik den Bedürfnissen der Bevölkerung nachkommt."
Oder:
"Die Türken und Araber produzieren nur Kopftuchmädchen!"
Da steckt doch noch etwas ganz anderes mit drin.
Und weil es anscheinend einige nicht raffen, müssen diejenigen, die es verstehen, halt intervenieren!
Diese Entwicklung war in vielen Medien zu sehen: Erst reflexartiges Bashing. Nachdem keiner mehr ein neues "Nazi"-Synonym wusste, setzte dann der Denkprozess ein und man nimmt mehr zum Inhalt Stellung, war heute im Tagesspiegel genau so. Plötzlich ist der Tenor ganz anders und lautet: In der Sache lag er weitgehend richtig (TSP).
Was meinen Sie damit, dass man nochmal drüber hätte nachdenken sollen? Weil Sarrazin die Osteuropäischen Juden lobte? Haben Sie den Artikel bis zu ende gelesen? Letzter Absatz:
Kolat und Kramer räumten ein, dass es Probleme bei der Integration von Migranten gebe - bei jüdischen Einwanderern aus der Sowjetunion ebenso wie bei jenen aus der Türkei. Darüber werde seit langem diskutiert und vieles dagegen getan. "Aber Äußerungen wie die von Sarrazin helfen dabei nicht", sagte Kolat. "Sie führen nur dazu, dass sich engagierte Migranten vor den Kopf gestoßen fühlen und zurückziehen." Unterdessen prüft die Berliner Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen Sarrazin wegen Volksverhetzung.