Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
  1. #550

    Zitat von Zuversicht Beitrag anzeigen
    Das Problem dabei ist nur, je niedriger der Strompreis, desto höher die EEG Umlage weil ein niedrigerer Börsenstrompreis höhere Differenzkosten nach sich zieht. Hier sollten die Politiker sich mal Gedanken machen, wie die Umlage neu kalkuliert und angepasst wird. Denn hier subventioniert der Bürger die Industriegewinne, ohne einen Cent dafür zu bekommen.

    In dem Zusammenhang gab es vor kurzem einen interessanten Beitrag im ZDF Leben mit der Energiewende. Hier sieht man das die Politik tatenlos zusieht und auch noch Gesetze beschließt, die eindeutig den G4 zu gesicherten Einnahmen auch in Zukunft verhilft.
    Die strompreistreibenden EEG-Umlage wurde in dem ZDF-Film kaum erwähnt. Das ist ein für das ZDF typischer, höchst einseitiger, manipulativer Beitrag, der die Risiken Energiewende unterschlägt und die Erneuerbaren Energien bejubelt. Anders als ARD und RTL, die auch kritische Beiträge zur überstürzten Energiewende gesendet haben, hat sich das ZDF zum Lobby-Sender der Erneuerbaren gemausert.

    Dagegen sendete der NDR vor kurzem eine realistische Darstellung der mit der abrupten Energiewende verbundenen Probleme.

    Energiewende: Größenwahn statt Megaplan | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - Panorama - die Reporter
  2. #551

    Zitat von wettersbach Beitrag anzeigen
    Dagegen sendete der NDR vor kurzem eine realistische Darstellung der mit der abrupten Energiewende verbundenen Probleme.
    Na das war ja wieder einmal eine typische Anja Reschke Produktion.

    Aber wie stellen Sie sich eine koordinierte Energiewende mit Masterplan vor? Schließlich wird die Regierung ja von den Lobbygruppen der Energieindustrie beraten. Dass ist so ähnlich, wie wenn Banken die Beratungsleistung der Sicherheit ihrer Tresore von Bankräubern beurteilen lassen würden.

    Seit über 10 Jahren fördern unterschiedlichste Regierungen den Ausbau der Wind- und Solaranlagen, aber die Leitungsnetze, die für eine sinnvolle Einspeisung des Stroms notwendig wären wurden nicht gebaut. Das ist so typisch für diese Politikergarde - egal welches Lager.

    Und bevor Sie über den lächerlichen Solarstormanteil an der EEG-Umlage aufregen, sollten Sie lieber ein wachsames Auge auf die Off-Shore Windanlagen der G4 legen. Hier werden die Subventionen sogar großzügig erhöht und bleiben unangetastet. Seit Jahren bezahlen wir bereits für den "angeblichen" Netzausbau. Aber ausgebaut wird nur die Gewinnmarge der Netzbetreiber. Hier sollte mal die gute Anja Reschke recherchieren, aber das dürfte sie deutlich überfordern.
  3. #552

    Zitat von Zuversicht Beitrag anzeigen

    Und bevor Sie über den lächerlichen Solarstormanteil an der EEG-Umlage aufregen, sollten Sie lieber ein wachsames Auge auf die Off-Shore Windanlagen der G4 legen. Hier werden die Subventionen sogar großzügig erhöht und bleiben unangetastet. ....
    es iost soweit SPON :
    "Die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi sollen zum Wohle der Menschen wieder ans Netz gehen", sagte der Ministerpräsident. Atomkraftgegner übten umgehend scharfe Kritik.."

    das war aber hier ein kurzes triumpfgeheul der akw-gegner
  4. #553

    Zitat von wettersbach Beitrag anzeigen
    Die strompreistreibenden EEG-Umlage wurde in dem ZDF-Film kaum erwähnt. Das ist ein für das ZDF typischer, höchst einseitiger, manipulativer Beitrag, der die Risiken Energiewende unterschlägt und die Erneuerbaren Energien bejubelt. Anders als ARD und RTL, die auch kritische Beiträge zur überstürzten Energiewende gesendet haben, hat sich das ZDF zum Lobby-Sender der Erneuerbaren gemausert.

    Dagegen sendete der NDR vor kurzem eine realistische Darstellung der mit der abrupten Energiewende verbundenen Probleme.

    Energiewende: Größenwahn statt Megaplan | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - Panorama - die Reporter
    Wäre mir neu, dass der federführende WDR neuerdings ein Ableger des ZDFs sein sollte:
    Das Märchen vom billigen Atomstrom - Quarks & Co - WDR Fernsehen

    Und das war noch vor Fukushima.
  5. #554

    Zynisch angesichts von Fukushima,

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    es iost soweit SPON :
    "Die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi sollen [b]zum Wohle der Menschen[7b] wieder ans Netz gehen",
    aber diesen Atomlobbykraten fehlt einfach das Taktgefühl;-)
  6. #555

    Zitat von Zuversicht Beitrag anzeigen
    Denn hier subventioniert der Bürger die Industriegewinne, ohne einen Cent dafür zu bekommen.
    Den Bürgern wurden als Vorteil den Erhalt der Arbeitsplätze verkauft, sonst würden die Firmen immer abwandern.

    Außerdem genießen die Bürger ein schönes, ökologisches Gewissen, das darf auch was kosten.
  7. #556

    Zitat von wettersbach Beitrag anzeigen
    Die strompreistreibenden EEG-Umlage wurde in dem ZDF-Film kaum erwähnt. Das ist ein für das ZDF typischer, höchst einseitiger, manipulativer Beitrag, der die Risiken Energiewende unterschlägt und die Erneuerbaren Energien bejubelt. Anders als ARD und RTL, die auch kritische Beiträge zur überstürzten Energiewende gesendet haben, hat sich das ZDF zum Lobby-Sender der Erneuerbaren gemausert.

    Dagegen sendete der NDR vor kurzem eine realistische Darstellung der mit der abrupten Energiewende verbundenen Probleme.

    ]
    „Die Diskussion über die Energiewende hat begonnen, das kann keiner mehr aufhalten“, sagt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Josef Schlarmann. Er warnt vor allem vor Versorgungsengpässen.
  8. #557

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    „Die Diskussion über die Energiewende hat begonnen, das kann keiner mehr aufhalten“, sagt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Josef Schlarmann. Er warnt vor allem vor Versorgungsengpässen.
    Können Sie auch etwas mehr zum Thema beitragen, außer Meinungsäußerungen von Pro-Atomkraft-Politikern abzuschreiben bzw. einzustellen?
    Das, was dieser Mann sagt und schreibt, ist seine ganz persönliche Meinung. Mehr nicht.
    Wie ist denn Ihre dazu?
  9. #558

    Zitat von Zuversicht Beitrag anzeigen
    Na das war ja wieder einmal eine typische Anja Reschke Produktion.

    Aber wie stellen Sie sich eine koordinierte Energiewende mit Masterplan vor? Schließlich wird die Regierung ja von den Lobbygruppen der Energieindustrie beraten. Dass ist so ähnlich, wie wenn Banken die Beratungsleistung der Sicherheit ihrer Tresore von Bankräubern beurteilen lassen würden.
    Die Energiewende, wie sie nach Fukushima von Kanzlerin Merkel abrupt vollzogen wurde, war überstürzt, kopflos und in ihren Konsequenzen undurchdacht. Es gab keinen Masterplan und es gibt ihn immer noch nicht. Deshalb ist diese aus irrationaler Atomangst und politischem Kalkül (Wahlen in Baden-Württemberg!) geborene Wende zum Scheitern verurteilt.

    Inzwischen verhinderten Lobbygruppen der Solarindustrie erfolgreich die überfällige Abschaffung des EEG, insbesondere die grotesken Überförderung der Fotovoltaik, die den Strompreis für den Normalverbraucher nach oben treibt. Denn er zahlt mit seiner Stromrechnung per Zwangsumlage die Einspeisevergütung der PV-Modulbesitzer auf ihren (Scheunen-) Dächern.

    Zitat von Zuversicht Beitrag anzeigen
    Und bevor Sie über den lächerlichen Solarstormanteil an der EEG-Umlage aufregen, sollten Sie lieber ein wachsames Auge auf die Off-Shore Windanlagen der G4 legen...
    Sie irren sich. Der Solarstromanteil des EEG, also die Fotovoltaik, ist immer noch die Hauptursache für die Stromverteuerung, aber es ist richtig, dass der Ausbau der Windenergie die EEG-Umlage weiter nach oben treibt.

    Natürlich hätten die Netze zuerst gebaut werden müssen, ebenso wie die Speicherkapazitäten. Doch man hat den dritten Schritt vor dem ersten und zweiten gemacht. Wie gesagt: Diese Energiepolitik ist kopflos, planlos, ohne Konzept.
  10. #559

    Zitat von wettersbach Beitrag anzeigen
    Natürlich hätten die Netze zuerst gebaut werden müssen, ebenso wie die Speicherkapazitäten. Doch man hat den dritten Schritt vor dem ersten und zweiten gemacht. Wie gesagt: Diese Energiepolitik ist kopflos, planlos, ohne Konzept.
    Sie sprechen ein grosses Wort gelassen aus, - welche Speicherkapazitäten?
    Die gibt es in den nächsten 20-50 Jahren nicht. Wer sollte sich auf ein solches finanzielles Abenteuer einlassen?

    Pumpspeicher sind in D ausgereizt und wenn, nur unter grossen Widerständen zu bauen.
    Solarfuel und Windgas sind natürlich eine wunderbare Idee, aber solange importiertes Erdgas unter 3 Cent/KWh kostet, nur wunderbare Träume.
    Und der Trend bei Erdgas geht eher nach unten, siehe USA.

    Also Fakt:
    Für Erneuerbare Energien müssen in gleichem Massstab erneuerbare Backupkraftwerke bereitstehen. Das kostet dann mindestens doppelt.