Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
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Interessanter link.
200 Bar, 500° Celsius, das läuft ohne Aufsicht und nur ab und zu, wenn es Überschussstrom gibt! Das glauben Sie doch selbst nicht.
Bei der Methanisierung von Wasserstoff sind nämlich genau dieselben Bedingungen nötig!
Anstatt Stickstoff steht da dann CO2 und anstatt NH3 Methan.
Mathematisch gibt es nur drei Möglichkeiten:
1. Windstrom teurer als Atomstrom
2. Windstrom billiger als Atomstrom
3. Windstrom genau so teuer als Atomstrom
Da Sie 1 und 2 explizit ausgeschlossen haben, können die beiden Erzeugungsarten nur gleich teuer sein. Dann könnte die Windparkbetreiber bitte auf EE-Vergütung verzichten, sonst würden sie noch höheren Gewinn machen als die viel beschimpften AKW-Betreiber.
Inzwischen findet ein Umdenken statt:
Grüne fordern Subventionen für Gaskraftwerke | Gegenwind Starnberg
Dass die Grünen CO2-emittierende Techniken fördern möchte, machen die für mich irgendwie sympathischer.
Das Tolle am großen Plan der Energiewende ist, daß es überhupt keinen Plan gibt sondern nur komische politische weiche Aussagen, die später niemals irgendeiner Prüfung standhalten können.
Das einzige recht gut prüfbare Faktum sind bestimmte Abschaltvorgänge bei den AKW.
Bei so ziemlich allen anderen Ankündigungen wird Schaufensterpolitik betrieben. Jeder, der im Zusammenhang mit echter Projektarbeit solchen Wischiwaschi reden würde wie es derzeit in der Öffentlichkeit getan wird, würde argumentativ vom Chef oder Vorstand an die Wand genagelt.
Gequake wie der Aktionismus rund um Pumpspeicherkraftwerke und Netzausbau mit "Stromautobahnen" hält man ja im Kopf nicht aus, noch schlimmer der Schönwetternonsens wie "22 AKW durch Sonnenkraft ersetzt", der derzeit durch die Zeitungen gereicht wird.
Eines wird sichtbar: Alle möglichen Bauunternehmen sollen offenbar mit Beton- und Stahlarbeiten beauftragt werden, um unsere bereits ausgiebig verunstaltete Umweltrepublik quasi vollständig in eine Metallgerüstlandschaft zu verwandeln.
Und das dann Alles im Namen des Umweltschutzes und der schönen Zukunft.
Daran sieht man auch die Heuchelei, mit der die Ideologen ihren Einsatz für die Umwelt betreiben.
Früher waren Betonierungsarbeiten Anlass, auch den letzten Käfer vor der Planierraupe zu bewahren und wenns sein muß bis vor den EU Gerichtshof.
Heute ist das alles scheißegal.
Und die Medien sind auch auf Kurs in die totale Verantwortungslosigkeit. Später wird man dann sagen daß man schließlich nur dsa befürwortet habe was damals allgemein anerkannt war.
Ich meine daß im Prinzip völliges Planungschaos vorherrscht und ein großer Teil der öffentlich gehandelten Leitsätze genauerer Analyse bedarf.
Es ist überhaupt nicht gesagt, daß der Netzausbau in der avisierten Weise notwendig ist. Noch weniger ist gesagt, daß der Unsinn mit den verschandelnden Speicherkraftwerken notwendig ist.
Beide Vorhaben ziehen immense Kosten nach sich, die auf andere Weise besser angelegt wären, denn das Problem der wechselhaten Wind/Sonne Produktion lösen sie sowieso nichtmal ansatzweise.
Dahingegen gibt es tatsächlich einen technischen Weg aus dem Problemfeld, der ist nur aufwendiger, teurer, langfristiger - aber dafür sehr sehr nachhaltig, um dieses Wort zu benutzen.
Nach dem Stand der Technik ist es sinnvoll, das System der Energieversorgung stärker auf Gas umzustellen.
Vorteile:
- aus Wind/Sonnenkraft kann Wasserstoff und Methan generiert werden
- Gas ist universell einsetzbar und bereits heute über eine sehr bewährte Infrastruktur in gigantischen Mengen speicherbar, wandelbar, transportierbar
- Gas wird ohnehin von bewährten Geräten für alle möglichen Zwecke benötigt, Heizen, Kochen, chemische Industrie, andere Industrie, Gaskraftwerke, Export/Import, Verkehrswesen
- KFZ mit Gas zu betreiben ist überhaupt kein Problem. Jeder der mag, kann heute Busse, Lkw oder einen bewährten PKW als Gasversion benutzen
- Und wem das nicht reicht: Der kann aus Gas GTL herstellen, ein großtechnisch längst erprobter Weg, um aus Gas flüssigen hochwertigen Kraftstoff als Dieselersatz herzustellen. Die Premiumdiesel von Aral&Co enthalten heute bereits GTL
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Das Blöde ist, daß in der Debatte so unglaublich oft unsinnige Annahmen als endgültige Wahrheiten vermittelt werden. Wenn uns schon die Parteien nicht bewahren, dann bitte mal kritische Aktionen von den Medien.