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Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
  1. #450

    ...

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    ...
    Es ist klar, dass sich der Bau von Stromspeichern, von neuen Gleichstromübertragungsnetzen und von nur ab und zu benötigten Backup-Kraftwerken betriebswirtschaftlich nicht mehr rechnen und dringend eine Förderung ähnlich der Förderung der Erzeugungskapazitäten benötigen. Entweder die Steuerzahler oder die Stromkunden (und das sind oft die gleichen) müssen sich auf kräftige Kostensteigerungen einstellen.
    ...
    Backup-Kraftwerke rechnen sich dann, wenn sie ihren Strom teuer genug verkaufen.
  2. #451

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Der Unterschied zwischen einem komplexen Chemiewerk und einer Anlage für einen Grundstoff kennen Sie? Es geht um ein paar Dinge, siehe hier:
    http://www.seilnacht.com/Lexikon/tnhaber.gif
    http://www.seilnacht.com/Lexikon/tnhaber.gif
    Interessanter link.
    200 Bar, 500° Celsius, das läuft ohne Aufsicht und nur ab und zu, wenn es Überschussstrom gibt! Das glauben Sie doch selbst nicht.

    Bei der Methanisierung von Wasserstoff sind nämlich genau dieselben Bedingungen nötig!
    Anstatt Stickstoff steht da dann CO2 und anstatt NH3 Methan.
  3. #452

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Eine Heizungsanlage wird ohnehin in jedes Gebäude eingebaut. Als BHKW ausgebaut wird sie etwas aufwändiger, dafür nutzt man eben den Brennstoff effizienter aus bzw stellt Strom mit einem Wirkungsgrad bis 98% her und spart ineffiziente Stromerzeugung an anderer Stelle ein.
    Bisher wurden Fernwärme als kostengünstige und umweltfreundliche Form der Wärmeversorgung gefördert, jetzt wollen Sie wieder in jedem Haus eine eigene Heizanlage installieren, betreiben und warten?
  4. #453

    Zitat von MarkusW77 Beitrag anzeigen
    In grossen Kraftwerken geht die Abwaerme aber meisten ungenutz oder mit Verlusten floeten..waehrend dezentrale BHKW auch gleichzeitig WW erzeugen bzw. Das Haus mit heizen nd somit insgesamt Energie gespart wird.
    In Winter mag es stimmen, aber in Sommer müsste die BHKW auch per Kühltürme die Abwärme entsorgen können bevor es 45 Grad im Haus wird.

    Oder man stellt im Sommer die BHKW ab und hofft dass es abends keine Windstille gibt?
  5. #454

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Ich habe nie behauptet, dass Windstrom billiger als Atomstrom wäre. Ich habe lediglich gesagt, dass er nicht teurer sei.
    Mathematisch gibt es nur drei Möglichkeiten:

    1. Windstrom teurer als Atomstrom
    2. Windstrom billiger als Atomstrom
    3. Windstrom genau so teuer als Atomstrom

    Da Sie 1 und 2 explizit ausgeschlossen haben, können die beiden Erzeugungsarten nur gleich teuer sein. Dann könnte die Windparkbetreiber bitte auf EE-Vergütung verzichten, sonst würden sie noch höheren Gewinn machen als die viel beschimpften AKW-Betreiber.
  6. #455

    Zitat von gbartkowiak Beitrag anzeigen
    Wer Atomkraftwerke abschalten möchte ohne die Stromkosten merklich in die höhe zu treiben muss statt in EE in Kohle- und Gaskraftwerke investieren. Ist für das Elektorat aber auch nicht akzeptabel.
    Inzwischen findet ein Umdenken statt:

    Grüne fordern Subventionen für Gaskraftwerke | Gegenwind Starnberg

    Dass die Grünen CO2-emittierende Techniken fördern möchte, machen die für mich irgendwie sympathischer.
  7. #456

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    Inzwischen findet ein Umdenken statt:

    Grüne fordern Subventionen für Gaskraftwerke | Gegenwind Starnberg

    Dass die Grünen CO2-emittierende Techniken fördern möchte, machen die für mich irgendwie sympathischer.
    das ist doch nur noch komisch-

    energiewende hin zu mehr fossilen
  8. #457

    Sie sind aber immer am meckern,

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    das ist doch nur noch komisch-

    energiewende hin zu mehr fossilen
    zuerst gibt es Ihnen zu viel EE und wenn jetzt Gaskraftwerke gebaut werden sollen, passt es Ihnen auch wieder nicht.
  9. #458

    kein meckern

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    zuerst gibt es Ihnen zu viel EE und wenn jetzt Gaskraftwerke gebaut werden sollen, passt es Ihnen auch wieder nicht.
    Schlob meckert doch nicht. Er will nur seine Schrottmeiler wiederhaben.
  10. #459

    Aktion Planlos

    Das Tolle am großen Plan der Energiewende ist, daß es überhupt keinen Plan gibt sondern nur komische politische weiche Aussagen, die später niemals irgendeiner Prüfung standhalten können.

    Das einzige recht gut prüfbare Faktum sind bestimmte Abschaltvorgänge bei den AKW.
    Bei so ziemlich allen anderen Ankündigungen wird Schaufensterpolitik betrieben. Jeder, der im Zusammenhang mit echter Projektarbeit solchen Wischiwaschi reden würde wie es derzeit in der Öffentlichkeit getan wird, würde argumentativ vom Chef oder Vorstand an die Wand genagelt.

    Gequake wie der Aktionismus rund um Pumpspeicherkraftwerke und Netzausbau mit "Stromautobahnen" hält man ja im Kopf nicht aus, noch schlimmer der Schönwetternonsens wie "22 AKW durch Sonnenkraft ersetzt", der derzeit durch die Zeitungen gereicht wird.

    Eines wird sichtbar: Alle möglichen Bauunternehmen sollen offenbar mit Beton- und Stahlarbeiten beauftragt werden, um unsere bereits ausgiebig verunstaltete Umweltrepublik quasi vollständig in eine Metallgerüstlandschaft zu verwandeln.
    Und das dann Alles im Namen des Umweltschutzes und der schönen Zukunft.
    Daran sieht man auch die Heuchelei, mit der die Ideologen ihren Einsatz für die Umwelt betreiben.
    Früher waren Betonierungsarbeiten Anlass, auch den letzten Käfer vor der Planierraupe zu bewahren und wenns sein muß bis vor den EU Gerichtshof.

    Heute ist das alles scheißegal.

    Und die Medien sind auch auf Kurs in die totale Verantwortungslosigkeit. Später wird man dann sagen daß man schließlich nur dsa befürwortet habe was damals allgemein anerkannt war.

    Ich meine daß im Prinzip völliges Planungschaos vorherrscht und ein großer Teil der öffentlich gehandelten Leitsätze genauerer Analyse bedarf.

    Es ist überhaupt nicht gesagt, daß der Netzausbau in der avisierten Weise notwendig ist. Noch weniger ist gesagt, daß der Unsinn mit den verschandelnden Speicherkraftwerken notwendig ist.

    Beide Vorhaben ziehen immense Kosten nach sich, die auf andere Weise besser angelegt wären, denn das Problem der wechselhaten Wind/Sonne Produktion lösen sie sowieso nichtmal ansatzweise.

    Dahingegen gibt es tatsächlich einen technischen Weg aus dem Problemfeld, der ist nur aufwendiger, teurer, langfristiger - aber dafür sehr sehr nachhaltig, um dieses Wort zu benutzen.

    Nach dem Stand der Technik ist es sinnvoll, das System der Energieversorgung stärker auf Gas umzustellen.

    Vorteile:

    - aus Wind/Sonnenkraft kann Wasserstoff und Methan generiert werden

    - Gas ist universell einsetzbar und bereits heute über eine sehr bewährte Infrastruktur in gigantischen Mengen speicherbar, wandelbar, transportierbar

    - Gas wird ohnehin von bewährten Geräten für alle möglichen Zwecke benötigt, Heizen, Kochen, chemische Industrie, andere Industrie, Gaskraftwerke, Export/Import, Verkehrswesen

    - KFZ mit Gas zu betreiben ist überhaupt kein Problem. Jeder der mag, kann heute Busse, Lkw oder einen bewährten PKW als Gasversion benutzen

    - Und wem das nicht reicht: Der kann aus Gas GTL herstellen, ein großtechnisch längst erprobter Weg, um aus Gas flüssigen hochwertigen Kraftstoff als Dieselersatz herzustellen. Die Premiumdiesel von Aral&Co enthalten heute bereits GTL

    ***

    Das Blöde ist, daß in der Debatte so unglaublich oft unsinnige Annahmen als endgültige Wahrheiten vermittelt werden. Wenn uns schon die Parteien nicht bewahren, dann bitte mal kritische Aktionen von den Medien.


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