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Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
  1. #370

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Wenn man will, gibt es Lösungen. Der Bundestag und die Regierung können Gesetze erlassen, die die Zustimmung der Grundstückseigentümer zum Ausbau des Stromnetzes erzwingen. Diesbezüglich verweise ich auf Artikel 14 Grundgesetz.



    Richtig, EE unter Zwang durchsetzen, macht die ganze Geschichte immer glaubhafter und sympatischer.
  2. #371

    Energiewende stört das Geschäftmodell der 4 großen

    Zitat:.."der größte Eingriff in die Wertschöpfungskette der deutschen Industrie, den es je gegeben hat."
    Gemeint ist sicher der Stromkonzerne!
    Die Industrie profitiert davon durch sinkende Strompreise:
    * Befreiung von der EEG-Umlage für Großverbraucher
    * Spitzenstrom wird an der Strombörse deutlich billiger durch den Merrit-Order-Effekt
  3. #372

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    .... eine umfassende Konzeption für das smart grid in Deutschland vorgelegt und in vielen Ländern wird bereits erfolgreich an der Umsetzung solcher intelligenten Netze gearbeitet.
    Ihr Argument ist von gestern.
    ....
    Genau, im Smart Grid speichern wir die Zufallsenergie aus PV und WK.
    Ganz einfach!
  4. #373

    Zitat von rums.feld Beitrag anzeigen
    Genau, im Smart Grid speichern wir die Zufallsenergie aus PV und WK.
    Ganz einfach!
    eigenartig,dass nun auf dem gebiet der supra-leitung nicht massiv geforscht wird-

    denn mit supraleitern ist es m W möglich,strom direkt zu speichern-

    ausserdem könnte das natürlich die übertragungsverluste senken-
    man war ja schon bei fast bei zimmertemperatur als sprungtemperatur angelangt-

    supra-leitung könnte viele ee-probleme mindern

    warum fordert frau roth dies nicht?
  5. #374

    Es gab nie Probleme mit der Finanzierung

    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
    Das Energiekonzept der Bundesregierung (und auch des im Parteiprogramm der SPD und der Grünen) sieht einen massiven Ausbau sowohl von Onshore, wie auch Offshore Windkraft vor. Wobei es bei den Offshore-Windparks zur Zeit wohl Probleme mit der Finanzierbarkeit der Stromleitungen gibt...

    Interessant, dass immer behauptet wird, Wind wäre günstiger, als Kernkraft. Da mag man sich fragen, warum man dann die Einspeisung von Windkraft so stark bezuschussen muss...

    Aber der größte "Flächenkiller" bei den sogenannten Erneuerbaren Energien ist der Anbau von Pflanzen um diese in Autos und Kraftwerken zu verheizen. Dagegen ist die Windkraft noch fast harmlos.
    Nach Angaben des Bundesnetzagentur, fehlen nur 3.600 km neue Stromleitungen, deren Kosten auf 4,4 Milliarden Euro veranschlagt werden. Ein Land, dass Griechenland mit Hunderte Milliarden Euro unterstützt, dürfte kein Problem mit der Finanzierung von 4,4 Milliarden Euro haben.

    Ich habe nie behauptet, dass Windstrom billiger als Atomstrom wäre. Ich habe lediglich gesagt, dass er nicht teurer sei.
  6. #375

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Warum eigentlich nicht, die Banken haben wir doch auch schon teilweise verstaatlicht;-)

    Bahn,Strom und Wasser gehören mMn nun einmal in Staatshand.
    Was passiert, wenn man diese Bereiche privatisiert kann man hier und in allen möglichen anderen Ländern studieren.

    Können Sie ein plausibles Argument liefern, was dagegen spricht, dass der Staat zum Selbstkostenpreis Gaskraftwerke betreibt, sie meckern doch ständig über steigende Strompreise und EE-Subventionen, hier wäre eine kostendämpfende Maßnahme.



    Kostendämpfend wäre es EE abzuschalten und die Gaskraftwerke als Stand-allone zu betreiben. Dann könnte auch wieder Strom zu sozialverträglichen Preisen produziert werden.
  7. #376

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    Kostendämpfend wäre es EE abzuschalten und die Gaskraftwerke als Stand-allone zu betreiben. Dann könnte auch wieder Strom zu sozialverträglichen Preisen produziert werden.
    Völlig richtig. Und auch wenn man die CO2-Minderung als wichtig erachten würde, und kein Freund der Kenrkraft ist, wäre ein Umstieg auf Gas die vernünftigste Lösung.
  8. #377

    Das ist kostentreibend

    Die die EE sind ja schon da, und bezahlt.
    Das Gas muss erst mal gekauft werden
    Gasstrom kostet in der Herstellung so rund 10ct/kwh,
    mehr.
    Die Strimgerstellungskosten bei den extrem gesunkenen
    Modulpreisen liegen da drunter.
  9. #378

    Zitat von sielemke Beitrag anzeigen
    Zitat:.."der größte Eingriff in die Wertschöpfungskette der deutschen Industrie, den es je gegeben hat."
    Gemeint ist sicher der Stromkonzerne!
    Die Industrie profitiert davon durch sinkende Strompreise:
    * Befreiung von der EEG-Umlage für Großverbraucher
    * Spitzenstrom wird an der Strombörse deutlich billiger durch den Merrit-Order-Effekt
    Soll ich Ihnen mal erklären, wie das mit dem Merit-Order-Effekt geht?

    Wir haben am Netz den Strommix aus konventionellen Energien, Atom und Braunkohle am billigsten, dann Steinkohle und dann am teuersten Gas.

    Jetzt scheint die Sonne. Wegen des Einspeisezwangs verdrängt sie, Merit-Order, den teuersten Energiebringer , das Gas.

    Jetzt haben wir aber das Problem, dass der Spitzenstrom nicht vom 7 Cent/KWh Gasstrom geliefert wird, sondern vom 35 Cent/KWh teuren PV-Strom.

    Der Merit-Order-Effekt ist also pervertiert. Es wird teurer als ohne Sonne.
    Schöne neue Welt.
  10. #379

    Zitat von kluch Beitrag anzeigen
    Sie lieben Science Fiction, richtig? Das ist Zukunftsmusik. Es gibt nur Forschungsreaktoren dieser Art. Nichts, womit wirklich Energie erzeugt wird. Sie können doch nicht ernsthaft fordern eine Energiewende mit noch nicht existenter Technologie durchführen zu wollen...
    Und wenn sie nun damit kommen, dass man dann halt einfach warten soll bis das erforscht ist, dann sage ich ihnen folgendes:
    a)Wenn wir nun 20 Jahre die Energiewende aufschieben, dann wird es wieder "noch bessere", nur im Forschungsstadium existente Energiegewinnungsmöglichkeiten geben und dann? Sagen sie dann auch wieder. Lass mal 20 Jahre warten, dann gibts noch bessere Technologien?
    b) Es geht darum, dass der Klimawandel heute da ist, dass das Öl, Uran und im geringeren Umfang Kohle in absehbarer Zeit alle ist.
    Daher muss heute ein Wandel her, nicht erst in 100 Jahren. Dazu kann man natürlich nur heute existente Technologien verwenden und einplanen. Keine Science Fiction Zukunftsmaschinen...
    Sie Irren.

    Bereits in den 60er Jahren wurde ein Reaktor bis 69 betrieben.
    Er wurde zugunsten des Brüter Konzeptes aufgegeben, da Plutoniumwirtschaft und Bombenbau in den Vordergrund rückte.

    Der Betrieb ist völlig störungsfrei gewesen und mit 10 MW Leistung gefahren worden:
    The Molten Salt Adventure

    Wie Sie darauf kommen, eine Technologie, die sich Mitte des letzten Jahrhunderts schon problemlos einsetzen liess, als Science Fiction zu bezeichnen ergibt sich mir nicht.


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