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Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
  1. #340

    Kosten des Solarrekords

    Wie auch im Spiegel an prominenter Stelle zu lesen war, hatten wir am vergangenen Freitag mit 22 GW Spitzenleistung einen neuen Rekord bei der Stromerzeugung durch Photovoltaik. Dieser Tag geht damit auch als der wohl bislang teuerste für den Stromverbraucher in die Geschichte ein. Allein die Mehrkosten betrugen 56 Millionen Euro.
  2. #341

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Warum soll der Staat Gaskraftwerke betreiben?
    Habe ich doch erklärt, lesen Sie nur die Überschriften?
    EE braucht Gaskraftwerke. Investoren wollen keine bauen, wegen zu geringer Gewinne, also muss der Staat ran, hier spielt es keine Rolle, wenn er die Werke zum Selbstkostenpreis betreibt, schließlich will er die Energiewende.
    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Zur sicheren Stromversorgung sind die bösen vier verpflichtet. Und dieser Verpflichtung werden die auch nachkommen.
    Genauso wie die vielen guten kleinen.
    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Da wird der Strom halt teurer. 40 Cent/KWh? 80 Cent?
    Die haben damit kein Problem. Aber vielleicht wir?
    Warum sollen wir denn die Gewinne von Gaskraftwerken subventionieren, wenn der Staat dies auch zum Selbstkostenpreis machen kann?
    Sogar die cdu denkt schon über die Verstaatlichung von Netzen nach, weil sie erkennen, dass die Privatisierung hier kontraproduktiv war.
  3. #342

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    (...) Was ja aber auch genug ist, um diese Wahnsinnstechnologie schnellstmöglichst abzuschaffen - nicht nur in Japan, Italien, Österreich, der Schweiz, Belgien und Deutschland.
    Japan: Ist momentan stark abhängig von Kohle- und Gaskraftwerken. Die werden eher mittel- als langfristig ihre Kernkraftwerke wieder hochfahren.

    Italien: Hatte nie Kernkraft, bezieht aber einen großen Teil seines Stroms aus Frankreich.

    Österreich: Dito, will aber in Zukunft keinen Kernkraft-Strom aus dem Ausland mehr beziehen. Ich bin mal gespannt wie die das machen wollen.Vermutlich so.

    In der Schweiz wird gerade diskutiert den Ausstieg aus der Kernkraft von 2034 um Zehn Jahre nach hinten zu verlegen.

    Belgien strebt an, seine Kernreaktoren wie 2003 beschlossen bis 2025 abzuschalten. In diesem politisch volatilen bleibt abzuwarten, wei künftige Regierungen sich entscheiden. Allerdings wird im belgischen Mol der erste europäische Versuchsreaktor zur Transmutation von langlebigen Reststoffen (Plutonium, Americium...) gebaut.
  4. #343

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    und doch ist es himmelschreiender blödsinn-

    noch einmal: aus einem explodierenden dieselmotor in der
    anfangsphase zu schliessen:

    es ist prinzipiell wegen der hohen drucke nicht möglich,sichere dieselmotoren zu bauen,

    war klinischer schwachsinn

    genau so ging es bei den ersten explodierenden dampfmaschinen-teufelszeug- totschlagen...

    natürlich nicht bei explodierenden biogas-anlagen mit 4 toten in deutschland-also mehr als fuk..
    und mit recht hält man deshalb biogasanlagen nicht für prinzipiell unsicher-

    vor allem aber: der auftrag des grundgesetz an die parteien ist
    POLITISCHE WILLENSBILDUNG-
    dafür kriegen sie unser geld-

    für hanebüchene technologische glaubensbekenntnisse ist da keine knete ausgelobt-das ist nicht der auftrag an die parteien-

    und genau deshalb findet volk sie zum kotzen,weil sie technologische urteile nach ihrer ideologie zurechtbügeln-
    volk merkt es und ist verstimmt
    Der Unterschied ist, dass explodierende Dampfmaschinen und Ottomotoren nicht ganze Landstriche für mehrere 1000 Jahre für die Menschen unnutzbar machen.
    In Fukushima mussten über 60.000 Menschen evakuiert werden und verloren damit ihre Lebensgrundlage. Allein der Verlust von Land und Häuser ergibt wohl einen Schaden in Höhe von Schätzungsweise 60.000*50.000 Euro =3 Mrd. Euro. Wie man den Verlust von 600 km^2 Land für die nächsten 1000 Jahre bewerten soll, weiß ich nicht. Aber ich denke das das einen größeren Schaden als 3 Mrd. ausmacht.

    So. Und nun stellen sie sich einfach mal vor, wenn z.B. Brokdorf, Krümmel oder Stade ihren Geist aufgeben. Da wohnen 3 Mio Menschen in der Näheren Umgebung. Welcher Mensch will für solch eine mögliche Katastrophe verantwortlich sein? Ich nicht!
  5. #344

    feuchte Träume

    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
    Belgien strebt an, seine Kernreaktoren wie 2003 beschlossen bis 2025 abzuschalten. In diesem politisch volatilen bleibt abzuwarten, wei künftige Regierungen sich entscheiden. Allerdings wird im belgischen Mol der erste europäische Versuchsreaktor zur Transmutation von langlebigen Reststoffen (Plutonium, Americium...) gebaut.
    Die Transmutation von Atommüll bleibt ein feuchter Traum der Atomfreaks. Der Entschluss, sich einem solchen absurden Projekt zu widmen, geht noch auf die Zeit zurück, als die belgische Regierung nicht Ernst machen wollte mit dem Atomausstieg. Das hat sich zum Glück geändert. Und in dem von Ihnen zitierten Beitrag aus dem Physik Journal heisst es: "Ob ein kleines Land wie Belgien ein Projekt dieser Größenordnung allerdings überhaupt stemmen kann, ist genauso offen wie die spannende Frage, ob es mit der Transmutation gelingen kann, die Akzeptanz der Kernenergie in der Bevölkerung zu steigern". Die Frage mit dem sich leisten können hat die Schuldenkrise und der neue europäische Fiskalpakt jetzt auch endgültig beantwortet.
  6. #345

    Ihre Meinung teile ich nicht

    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
    Das fängt damit an, dass wir mit den Hauptstandbeinen der Energiewende die Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse gewählt haben. Diese Arten der Stromerzeugung zeichnet alle aus, dass sie deutlich teurer sind als herkömmliche Methoden und dass sie einen immens höheren Flächenverbrauch haben...
    Die Stromerzeugung aus Wind verbraucht keine Fläche, weil die guten Windparks offshore, in der Ostsee gebaut wurden, 30 km weg von der Küste. Die Windräder werden von Privatunternehmen aufgestellt und deshalb kosten den Steuerzahler nichts. Inklusive Wartungskosten, ist die Stromgewinnung aus Wind nicht teurer als Atomstrom.
  7. #346

    Keine erwähnenswerte Leistung

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    na klar - das ist nackte wahrheit- grüne wahrheit eben -so sieht sie aus

    aus rp-online:

    Frankreich setzt wieder auf Schnelle Brüter
    zuletzt aktualisiert: 01.04.2010 - 17:18

    Paris (RPO). Während in Deutschland über den Ausstieg aus der Atomtechnologie verhandelt wird, entwickelt Frankreich bereits die vierte Generation der Atomreaktoren. "Wir müssen dem Ende der Uran-Vorräte vorgreifen", zitierte die Tageszeitung "Le Figaro" am Donnerstag einen leitenden Mitarbeiter des staatlichen Kommissariats für Atomenergie (CEA).
    Genau das tut Deutschland auch.
    es greift dem Ende der Uranvorräte vor und schaltet ab.

    Und dann noch:
    ie sich noch mit dieser Art von Reaktoren auskennen würden, und nur ein gutes Dutzend, die einen Bau von A bis Z begleiten könnten. In den kommenden 15 Jahren würden diese Ingenieure und Forscher alle in Pension gehen.
    Die weitere Forschung diene also auch dazu, das bisher erworbene Fachwissen zu erhalten.
    Soll heissen
    Die weitere Forschung diene also nur dazu, das bisher erworbene Fachwissen zu erhalten.
    Das reicht aber auch nicht, sonst bleibts wie im letzten Jahrtausend
    geschehen bei nuklearen Bauruinen.
    Es braucht Leute, die wissen wir man ihn betreibt,
    und die hats nie gegeben.
    Ausserdem sind Brüter nicht 4te Generation, sondern Erste.
    Man hat sie mal kurz angeschaltet
    danach für untauglich befunden:
    Seit der ersten Stromerzeugung in einem Kernkraftwerk am
    20. Dezember 1951 im Natrium gekühlten Schnellen Brutreaktor EBR-I (USA) sind damit kumuliert netto rd. 65.600 Mrd. kWh erzeugt worden und die Betriebserfahrungen sind auf rund 14.750 Reaktorjahre angewachsen.

    Und sind das 65 Billionen Kwh, die in 60 Jahren erzeugt worden sind.
    Bei einem unterstellten Preisvorteill von 1c/Kwh
    macht das 650 Milltaden Dollar Spareffekt der AKWs.
    in 60 Jahren für die gesamte Menschheit.
    Tschernobyl/Fushima Müll und Rückbau und weitere Risiken,
    (wenn die teuren Brüterwie gehabt nicht funktionieren,
    und das Uran richtig teuere wird) machen das mehrfach zu Nichte.

    Für nichtmal 2$ pro Kopf mehr im Jahr lohnen sich AKWKs nicht.
  8. #347

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Warum sollen wir denn die Gewinne von Gaskraftwerken subventionieren, wenn der Staat dies auch zum Selbstkostenpreis machen kann?
    Dann wäre es vielleicht am Besten, wenn der Staat alles macht?
    Wieso sollen wir die Gewinne von VW und Audi subventionieren, wenn der Staat zum Selbstkostenpreis Autos bauen kann?

    Nachtigall, ick hör dir trappsen! :-)
  9. #348

    Doch, Doch

    Windräder an Land verbrauchen immens Fläche
    für Jagdhochstände, in denen sich ein paar Jäger
    frühmorgens in waldesruh ein paar Jägermeisetre reinzeihen wollen, auf See Fläche, die Yachteigner
    brauchen um nach ein paar Glas Sherry ihren Kahn mal richtig Auslauf zu geben. Und unter denen Fröhnern der Jagd und der Yachtfreuden sind eben viele Entscheider
    des politischen und wirtschaflichen Lebens.
    So Windräder auf Rübenfeldern brauchen zwar keine
    Fläche, bremsen aber immens die Hoffnung ohnehin
    mickrige Hoffnung, der am Dorfkneipentisch befindlichen Bauernm, dass mal Bauland aus ihren Felder wird.
  10. #349

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Die Transmutation von Atommüll bleibt ein feuchter Traum der Atomfreaks.
    Und das ist warum so? Anders als die Versorgung eines Industrielandes mit wetterabhängigem Zufallsstrom widerspricht die Transmutation keinen physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

    "Ob ein kleines Land wie Belgien ein Projekt dieser Größenordnung allerdings überhaupt stemmen kann, ist genauso offen wie die spannende Frage, ob es mit der Transmutation gelingen kann, die Akzeptanz der Kernenergie in der Bevölkerung zu steigern"
    Deshalb soll die Anlage ja auch als europäisches Forschungsprojekt betrieben werden. Ob die Lösung der Endlagerfrage die deutsche Angst vorm bösen Atom besiegen kann, da bin ich mir auch nicht so sicher. Aber wir sind zum Glück nicht der Nabel der Welt.


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