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Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
  1. #20

    An diesem Beispiel zeigt sich die ganze ekelhafte Widerwärtigkeit und Heuchelei eines großen Teil der Schwarz-Geld(b)-Regierung. Zum Glück ist der Chaotenhaufen spätestens 2013 Geschichte. Bis dahin können sie keinen großen Schaden mehr anrichten, vor allem da ihnen die Mehrheit im Bundesrat fehlt. Jetzt ergibt es natürlich auch Sinn, dass fast alle anderen Schwarz-Geld(b)-Minister und Regierungsangehörigen über den Rausschmiss von Röttgen gefreut haben. Die haben wahrscheinlich alle schon vor einiger Zeit die dicken Geldumschläge aus der Industrie angenommen und haben nur auf eine Gelegenheit gewartet, ihr gegebenes Versprechen einlösen zu können.
  2. #21

    1000 Jahre sind wie ein Tag.

    Ich spreche von Trippelschritten in Richtung schöne, gesunde Welt. Dennoch sind wir wie Ein-Tags-Fliegen, die glauben, das Leben der Schildkröten bewerten zu können.

    Im Ziel sind wir uns einig, nur nicht in den Methoden. Wir leben derzeit die chemischen Belastungen des frühen Industriezeitalters über die Keimbahn (Epigenetische Faktoren) aus. Wir werden auch die Umstellung auf Grünen Strom ausleben müssen, aber bitte mit Augenmaß und Vernunft.

    Glaube, Liebe, Hoffnung sind Versprechungen für eine paradiesische Welt. Die kommt irgendwann.... vielleicht auch nie!
  3. #22

    Aber da heißt das Zauberwort

    Zitat von pacificatore Beitrag anzeigen
    50Hz-Strom lässt sich nur max. 500 km weit transportieren. Gleichstrom lässt sich weiter transportieren, aber die Kabeltrassen sind enorm teuer und verschlingen Metall ohne Ende.
    doch "Dezentralisierung" per Bürgerkolchose/Genossenschaft... Da braucht man ja nichts weit zu transportieren und für ein bisschen Licht im Dunklen reicht es sicher auch. Das dabei die Marktwirtschaft und Konkurrenz samt Preisfindung auf der Strecke bleibt, interessiert doch nur am Rande. Hauptsache man hat das System überwunden, zu welchem Preis auch immer.
  4. #23

    Zitat von Luna-lucia Beitrag anzeigen
    als der abgewählte Atomstrom! Wir wollen gesunde Kinder und Enkel! Möglichst ohne 6...7 Finger an einer Hand, und anderer verkümmerter Gliedmaßen ... Atommeiler sind nix weiter, als schlafende Atombomben! Und niemand weiß bis heute, wohin mit dem Abfall ... der nur ein paar 1000 send Jahre die Umwelt verseucht!
    sie sind das erkennbare opfer,40-jähriger grüner hetze.

    akw sind eben KEINE atombomnben,weil die kein waffenfähiges uran enthalten-

    und alle explosionen bisher waren chemische explosionen- und deshalb auch so harmlos.-

    in frankreich mit 85 reaktoren müssten ja nun wirklich massenweise geschädigte rumlaufen.-

    es ist für leute wie sie schwer- bis gar nicht - zu begreifen,dass
    von akw faktisch keine strahlengefahr ausgeht,weil die hinterungstrahlung 100 -fach stärker ist-

    steht hier 1000fach in den dievsren foren-aber sachkundig machen-das haben sie nicht nötig-

    " Ich weiss nur Fukushima" und mehr brauch ich nicht - richtig?
  5. #24

    Genau,

    Zitat von ziegenzuechter Beitrag anzeigen
    in den letzten tagen haben die solaranlagen in deutschland 22000 megawatt erzeugt, soviel wie 20 atommeiler. costa rica (!) erzeugt 80 % aus erneuerbaren energien und die reden von kohlekraftwerken und laengeren akw laufzeiten. das kann ja wohl nicht wahr sein. zurueck in die steinzeit, nur weil noch nicht alle probleme geloest sind oder was?
    "in den letzten Tagen"! Insgesamt bringt die Photovoltaik durchschnittlich 2% pro Jahr des Gesamtenergiebedarfs. Lächerlich wenig für diesen riesigen Aufwand.
    Aber was solls, dann machen wir halt bei Sonnenschein die Lampen an!
  6. #25

    der Wahnsinn:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?


    Es sind dabei zwei Dinge zu unterscheiden:
    Die gesicherte Kraftwerksleistung zum einen, was kann garantiert geliefert werden
    und
    das Verhältnis Installierte Leistung / Mittelwert erzeugte Leistung, was muss ich installieren um einen bestimmten benötigten Mittelwert zu werreichen.

    Nach
    http://www.energietechnologien2050.d...6ccd167826192f

    Also was ist die gesicherte Kraftwerksleistung:
    Wasserkraft 40 %
    Kernkraft 93 %
    Gas-, Kohlekraftwerke 90 %
    Wind onshore 8 %
    Wind offshore 10 %
    Fotovoltaik 1 %
    Biomasse 88 %
    Geothermie 90 %
    EU-Importe 98 %
    Das heißt 99% des Fotovoltaikstroms muss gebackupt werden und das heißt: Wir brauchen alles doppelt und das heißt: Könnte man mal an eines Tages allen Strom mit Fotovoltaik erzeugen, bräuchte man dieselbe installierte Leistung nochmals konventionell oder über Monate gespeichert im Hintergrund.

    DAFÜR BRAUCHEN WIR IMMER NOCH DIE NETZE.

    Achso ja: Mit dem Wind ist’s natürlich nicht viel besser (90% backup) genauso wie mit einer Mischung aus beidem.

    Solarzellen liefern so viel Strom wie 20 Atommeiler !!! Donnerwetter !
    Dazu:
    Es ist zu unterscheiden zwischen installierter Leistung (MW) und abgegebener Leistung (MW/h).
    So ist die installierte Leistung bei Wind diejenige, die bei optimalen Verhältnissen geliefert werden kann. Bei Sonne ist’s genauso.

    Bei Wind haben wir da folgende Zahlen:
    Installierte Leistung / Mittelwert erzeugte Leistung = 5
    Das heißt, könnte man ALLE erzeugte Leistung speichern, müsste man 5-mal mehr Leistung installieren um den benötigten Mittelwert zu erreichen (sozusagen um die Erzeugungsspitzen in die Erzeugungstäler zu füllen).
    Bei Sonne sind die Zahlen schlechter.

    DAFÜR BRAUCHEN WIR IMMER NOCH DIE NETZE AUSGEBAUT FÜR DIE SPITZEN !

    Gehen wir von einem Werktag aus, nehmen wir das doppelte obiger 22.000 MWh und das 5-fache an benötigter installierter Leistung zum Mittelwert, dann bräuchten wir das 10-fache von oben als Atomäquivalent und natürlich kommen solche Tage vor, sonst würde man den benötigten Mittelwert ja gar nicht erreichen und ... ...

    DAS ENTSPRICHT DANN DER LEISTUNG VON 200 ATOMMEILERN, WAS ZU INSTALLIEREN IST !!!!!!!
  7. #26

    Klar, da wollen welche Geld verdienen.

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Ich muss hinter dem Wort
    ...

    Die Energiewende ist ein sehr guter Wirtschaftsfaktor und wer das nach wie vor sabotiert und nicht voll mitzieht, der sollten einen anderen Platz machen.

    ...
    HR
    Stimmt, nur, wer bezahlt das?

    Windstrom-Kosten bei massivem Ausbau:
    ca. 1000 EUR pro kW Spitzenleistung ->
    20 Prozent Duty-Cycle (Zeit in Spitzenlast) ->
    5000 EUR pro kW Dauerleistung ->
    Dauerleistung nicht möglich durch einzelnes Windrad, also Netzausbau und Schattenkraftwerke nötig ->
    5000 EUR PLUS 10000 EUR Netzausbau, Schattenkraftwere ->
    15000 EUR pro kW Dauerleistung

    +5 % Instandhaltungskosten pro Jahr (typisch für derlei Infrastruktur)

    macht jährlich

    500 EUR Investition bei 30 Jahren Lebensdauer +
    750 EUR Instalthaltungskosten pro Jahr

    oder 1250 EUR pro kWh Dauerleistung pro Jahr.

    1 Vier-Personenhaushalt verursacht (mit allen Sektoren wie Industrie, GHD, öffentlicher Sektor, Mobilität) einen Bedarf von ca. 3 kW Dauerleistung - muss also etwa 3750 EUR pro Jahr für Windstrom zahlen, wenn keiner etwas daran verdient.

    Das ist ein Wirtschaftsfaktor!
  8. #27

    Ich bin kein Politiker oder Ministerialbeamter,....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
    ...darum sollte mir mal jemand erklären, war genau es mit dem “massiven Druck“ der Energiewirtschaft auf sich hat. Geht es um Androhungen eines Meuchelmordes, wenn man nicht spurt – wie bei der Mafia? Entführung von Frau oder Kindern? Wenn nicht: Vielleicht Androhungen, dass man „Druck“ auf den Chef ausübt, den Aufmüpfigen zu entlassen oder die Pension zu kürzen? In einem Ministerium kann ich mir das nicht gut vorstellen.
    Wie „massiv“ ist der Druck? Ich kann nur an „intern-betriebswirtschaftlichen“ Druck denken: Wenn ihr nicht tut, wie wir es wollen, dann produzieren wir weniger? Zu den falschen Zeiten? Damit schneiden sie sich doch nur selbst in die Finger. Um öffentlichen Druck: Wenn…., dann erhöhen wir die Preise und das Volk wird unglücklich sein darüber? Das ist keine Drohung, das geschieht schon längst, auch ohne „spuren“ der Ministerien. Es könnte ja auch Geld sein, das fließt. Aber das gibt es doch nur in schlechten Romanen. Oder?
    M.E. ist all solcher Druck nur Augenwischerei derjenigen, die schon in der Tasche der Energiebetriebe sind und eine Entschuldigung brauchen.
  9. #28

    Stimmt.

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    Vorgestern hat ein Gewitter in Wolfenbüttel ALLE AKWs der Welt ersetzt! Da zuckten an die 1000 Gigabyte - ach nee - Gigawatt vom Himmel!


    Sie merken worauf ich hinaus will? Falls nicht - wovon auszugehen ist:

    Gigawatt sagt nicht das Geringste aus, bevor nicht die Zeiteinheit mit angegeben wird. Im Klartext - die PV-Anlagen ersetzten über den Zeitraum eines Tages nicht ein einziges popeliges Kraftwerk jedweder Technologie. Solche Meldungen sind schlichte Verblödungsversuche mit teilweise durchschlagendem Erfolg.
    Das war reine Agitation zu Gunsten des Grünen Stroms. Schwarzer Strom bleibt uns länger erhalten. Keine Frage. Zum Schwarzen Strom zähle ich auch das Atom.
  10. #29

    CO2 und EE-Methan

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    AKW,s abschalten. Fein. Wurde gemacht, wird weiter gemacht. Windrädchen und Solardächer sollen die Lösung sein. Fein. Leitungen fehlen an allen Enden. Fein. Speicherkapazitäten noch öfter. Fein. Nun wollen die Chaoten auch noch die relativ umweltfreundlichen (Supergaus ausgenommen) AKW,s durch Kohlekraftwerke ersetzen.
    Die "Chaoten" sind hier hauptsächlich bei Energiekonzernen und konservativen Parteien angesiedelt. Kohlekraftwerke müssen meiner Meinung nach mittelfristig ebenfalls verschwinden.
    Die verbrennen endweder Braunkohle oder Steinkohle, da man die Abgase nicht mehr will, verflüssigt man diese unter Druck und will die Flüssigkeit unter die Erde pumpen. Dies ist bereits im Versuchsstadium. Geht das Geringste schief, zum Beispiel kleine Erdbeben, Zerfall der unterirdischen Kammern, vulkanische Drücke aus dem Erdinneren, kommen die verflüssigten Gase hoch, wandeln sich ohne den angewandten Druck (der ist ja dann nicht mehr vorhanden) in Gas, welches geruchslos verstroemt und tötet. Natürlich auch völig unvorstellbar.
    Die sanftere und sicherere Methode der CO2-Sequestrierung ist massive Aufforstung. Beim Wachstum lagern Bäume den Kohlenstoff im Holz ein, während der Sauerstoff zurück in die Luft geht. Langsamer, aber deutlich sicherer und klimafreundlicher als die CO2-Verpressung.

    Gaskraftwerke arbeiten ja noch einigermassen sauber, aber machen von Russland komplett abhängig. Das Umweltchaos ist perfekt. Danke liebe Grüne, danke liebe CDU/CSU. Toll gemacht bis jetzt.
    Gaskraftwerke sind in der Tat sauber und flexibel. Die Abhängigkeit von Russland lässt sich stark reduzieren, wenn man das Methan selbst herstellt.. mit der heute teils schon in großem Umfang anfallenden überschüssigen Windenergie kann man Wasserstoff aus Wasser abtrennen, und diesen mit CO2 aus der Luft zu synthetischem Methan verbinden, das für windstille und dunkle Zeiten zunächst im bundesweiten Erdgasnetz gespeichert werden kann. Neben Überland-Stromleitungen sollte daher in Methan-Synthesewerke in der Nähe ergiebiger Windkraftwerke investiert werden.

    Näheres auf EE-Gas


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