Forum: Wirtschaft
Ist die Energiewende gescheitert?
Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
- #200 27.05.2012 12:07 von
Endlich mal jemand mit natur-/ingenieurwissenschaftlichem Sachverstand, der so einigermaßen auf meiner Wellenlänge liegt.
Was die Arbeitsplätze der PV betrifft, könnte schon fast von einem Treppenwitz der Geschichte gesprochen werden. Diese gehen momentan reihenweise in der einst braunkohleabhängigen Chemieregion Wolfen/Bitterfeld flöten; einer Region, die vor ca, 20 Jahren den altindustriellen Niedergang durchleben musste und nun nach hoffnungsvollen Ansätzen den zweiten Niedergang einer undurchdachten Energiewende durchleben muss. Im Übrigen sind Viele in den dortigen Betrieben über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt. - #201 27.05.2012 12:07 von
jaja - immer gehts um die KOHLE. Von irgendwem...
Es "sei ein überaus ehrgeiziges Ziel, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle der "Welt am Sonntag". "Wir werden eine ganze Reihe von Gas- und Kohlekraftwerken bauen müssen - möglicherweise mehr, als wir zunächst dachten."
Drei Möglichkeiten:
Herr Brüderle hat im Weinstein gelesen,
"den Weinstein" des Herrn Brüderle zahlt die Industrie,
Herr Brüderle ist auf Stimmenfang.
Der CDU nehme ich den Willen an der Energiewende schon länger nicht mehr ab, nicht unbedingt Herrn Röttgen, sondern unserer Glucke.
Sonst hätte man schon längst mit dem Leitungsbau und dessen Koordinierung beginnen können.
Die Argumentation der CDU-Lokalgrößen ist auch überaus durchschaubar:
Bei Stromleitungsbau vom Meeresufer Richtung Süden bleibt letzten Endes das Strom-Monopol der 4 Großen erhalten. Mit denen kann man leichter den Steuersatz durchmauscheln, den der Staat zur Verfügung haben wird.
Argument: Windspargel verunglimpfen "unsere schöne Landschaft".
Daß der Leitungsbau dadurch kostengünstiger wird, bleibt außen vor.
Ebenso die Unabhängigkeit von großen Stromversorgern.
Und: daß Strom aus Norwegen fast kostengünstiger ist als Atomstrom, wird auch kaum irgendwo erwähnt. Warum ist dem so?
Weil es in Norwegen kein Strom-Monopol gibt. - #202 27.05.2012 12:07 von
Absolut daneben !
Haben Sie es schon einmal erlebt, dass es an der deutschen Nordseeküste windstill ist ? Die Windstärke schwankt, ja ! Aber windstill, kommt so gut wie nicht vor. Und bei der heute möglichen Ausbeute aus Solaranlagen dürfte es auch hinreichend Strom gegen. Nein, die Ursache für die stockende Umsetzung der Energiewende durch Schwarz/Gelb ist die Tatsache, dass die großen Energiekonzerne sie nicht wollen !!! Dann lassen sich nicht mehr so bequem die Milliarden verdienen. Und jeder Häuslebauer könnte sich ja mittels Solaranlage und Wärmepumpe autark versorgen. Das würde ja Wettbewerb bedeuten. Heute können sich die großen Vier schön absprechen und niemand redet ihnen darein. Und so soll es gefälligst bleiben, ... und der Verbraucher zahlt dann das Ganze mit stetig steigenden Strompreisen ! Wie dämlich sind wir eigentlich, dass wir uns das alles gefallen lassen ?!
- #203 27.05.2012 12:08 von
- #204 27.05.2012 12:10 von
Einige technische "Wahrheiten" der letzten 20 Jahre:
-> Windgeneratoren mit mehr als 3 MW sind nicht realisierbar. (Aktuell 7,5 MW aus Serienfertigung)
-> Ein Netz mit mehr als 10% Einspeisung aus Wechselrichtern ist nicht stabilisierbar (Gestern waren es ca. 50%)
-> Mehr als 10% regenerative Einspeisung ist in einem Industrieland nicht denkbar (ca. 20% im Jahr 2011)
-> Der Preis für Solarmodule wird langfristig nicht unter 5€ / W sinken. (< 1 € / W für chinesische Module aktuell)
....
All das wurde mir von diversen Univ. Prof. Dr.-Ing. während des Studiums als unumstößliche Wahrheit verkauft. Natürlich gibt es technische Probleme. Kompensation von Blindleistung zum Beispiel, aber für technische Probleme gibt es technische Lösungen. Beispielsweise macht sich der Generator von Biblis A im Moment wieder richtig nützlich: Pressemitteilung | www.amprion.net.
Die Energiewende läuft besser, als jemals vorherzusehen war. Es gibt Probleme (Blindleistung, Netz, Speicherung) und die muss man angehen (hierbei hakt es seit der Regierungsübernahme durch Schwarz-Gelb in der Tat), aber unlösbar ist keines dieser Probleme. - #205 27.05.2012 12:13 von
Tja. Dann freuen sich die Franzosen halt noch die nächsten 20-30 Jahre über billigen Atomstrom und dann haben sie leider gar keinen Strom mehr.
Im April auf der DPG Tagung habe ich einen Vortrag über die noch verfügbaren Uranvorkommen gehört. Dort wurde erzählt, dass generell alle Uranlieferanten überhaupt nicht rausrücken wie viel Uran noch da ist und dass seit ca. 10 Jahren mehr Uran verbrannt wird, als gefördert wird (weltweit) und dass die Lücke nur durch das verbrennen von Uran aus abgerüsteten Kernwaffen geschlossen wird. Dass es vermutlich in den nächsten 20 Jahren zu massiven Engpässen auf dem Uranmarkt kommen wird und überhaupt in 60 Jahren Uran so weit verknappt ist, dass es wirtschaftlich nicht mehr förderbar ist. - #206 27.05.2012 12:14 von
Es ist nicht Merkels Energiewende.
Es herrscht ein großer Konsens in der Energiepolitik. Das Verbrechersyndikat:
1. Die Grünen, die Rädelsführer.
2. Die SPD, die Mittäter der ersten Stunde. Treu und willig.
3. Die CSU, die Kampftruppe der bayerischen Solarzellenbetreiber, beispielsweise Gloria von Thurn und Taxis.
4. Merkel, Röttgen und andere prominente CDU-Abweichler
Ich bin kein Freund der CDU, aber man muss ihr zugute halten, dass die CDU mehrheitlich anders zur Energiefrage steht als es die gegenwärtige Politik ist. Das gleiche gilt natürlich für die FDP; auch dort gibt es mehrheitlich Realisten.
Eine vernünftige Quittung des Wählers kann nur sein: Wiederwahl von schwarz-gelb, aber ohne Merkel. Alles andere spricht der Realität hohn und lässt auf schwache analytische Fähigkeiten schließen.
Die Energiewende ist Ergebnis kollektiver Verblödung der Bevölkerung. - #207 27.05.2012 12:18 von
Ich habe in dem kleinen Biotop, in dem ich lebe inzwischen ein Problem. Die LPG´s bepflastern mit den lokalen Banken hektarweise Grossanlagen mit PV, die Lokalpolitiker mischen da finanziell kräftig mit.
Biogasanlagen werden hier inzwischen reihenweise von jeder LPG geba
Die Spazierwege führen inzwischen nicht mehr zwischen Wiesen und Feldern lang. - #208 27.05.2012 12:18 von
Das ist es nicht allein
Infrasruktur wie unterirdische Gasspeicher gibt es schon lang.
Mobilität von LKW , für uns unverzichtbar läßt sich mit
Methan erreichen. Wirkungsgrad von Hochtemperatur-
brennstoffzellen übersteigt alles hier gelesene. Der
thermodynamisch chemische Übergang könnte über
Jahzehnte optimiert werden, siehe Otto Motor. Trassen
mit hoher Energiedichte und Transport sind vorhanden.
Die Produktion von Methan frist CO2 und gibt O2
ab.
Aber:
Sowohl die Bankenkrise als auch die sog.
Staatsschuldenkrise hat gezeigt , wer hier
das Sagen hat. Und wenn ihr Piraten nicht
kuscht , wird mann euch fertig machen.
Einen Vorgeschmack hattet ihr schon
mit der NAZI Keule.
Ich habe auch jetzt schon ein paar sehr
unangenehme Erfahrungen mit der
Bundeswehr gemacht und bin sicher
,dass dies Leute demnächst auf uns schießen.
(Ackermanns Söldner Truppe)
Auch Reservisten sind dort nicht mehr
willkommen (demokratisch gebildet)! - #209 27.05.2012 12:20 von
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